Verursachungsgerechte Heizkostenumlage

Drexler2

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Liebe Forumsgemeinde,

ich beheize mein 44 qm Wohnung mit einer Flächenspeicherheizung.
In meiner jährlichen Stromabrechnung sind demzufolge die Heizkostenanteile enthalten.
Nun ist es so, dass dieses Jahr mein Stromanbieter EON die Jahresrechnung mir verspätet erst am 10.04.2013 zugestellt hat. Die erste Abschlagszahlung für das Jahr 2013 beginnt also bei mir nicht, wie sonst üblich im Januar des neuen Jahres, sondern erst zum 23.04.2013. Ein Stromjahr beginnt bei mir jeweils zum 01.01. und endet am 31.12, Zählerablesung erfolgt bei mir immer zum 31.12. eines Jahres.
Ich habe demzufolge auch nicht 11 oder 12 Abschlagszahlungen zu begleichen, sondern es werden dieses Jahr nur 8 Abschlagszahlungen geleistet, die dementsprechend hoch sind.
Die neue Abschlagshöhe beträgt konkret 202 Euro monatlich bei 8 Abschlagszahlungen, bei 12 Abschlagszahlungen wären es aufgerundet 135 Euro.
Es wird aber jetzt von der Damen aus der Leistungsabteilung die Höhe von 202 Euro bemängelt, und in diesem Zusammenhang auch eine Sanktion von 30% wegen unwirtschaftlichen Verhaltens angedroht.

Meine Frage wäre nun:
Müsste die Leistungsabteilung den Gesamtjahresabschlagsbetrag aber nicht durch 12 teilen, d. h. die zu entrichtetende monatliche Abschlagsrate mit 8 multiplizieren, und anschließend den Gesamtjahresabschlag durch 12 dividieren, um eine periodengerechte (monatsgerechte) und verursachungsgerechte Höhe der Stromabschläge zu erhalten?
Dies wären also im meinem Beispiel:
202 Euro Monatsabschlag * 8 Abschlagszahlungen = 1616 Euro Gesamt
1616 Euro : 12 = ca. 135 Euro monatsbezogener Stromabschlag
Diese 135 Euro monatsbezogene Abschlagshöhe wären in meinen Augen die heranzuziehende Basis zur Anrechnung der Heizkostenanteile.
Oder liege ich da falsch?
Zusatzfrage:
Könnte überdies übermäßiges Heizen unwirtschaftliches Verhalten bedeuten, welches mit einer Sanktion geahndet werden kann, zumal zu bedenken ist, dass es bei der Anrechung der Heizkosten ohnehin einen zu berücksichtigende Grenzwert gibt.

Für die Beantwortung der Fragen bedanke ich mich.

Drexler
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Drexler und willkommen,

Es wird aber jetzt von der Damen aus der Leistungsabteilung die Höhe von 202 Euro bemängelt, und in diesem Zusammenhang auch eine Sanktion von 30% wegen unwirtschaftlichen Verhaltens angedroht.
Der Satz ist blödsinn, unwirtschaftliches Verhalten muß das Jobcenter dir nachweisen und so wie du es schilderst, das sich die Abschlagzahlung verschoben haben bzw. reduziert auf 8 Monate, kann ich deine Berechnung verstehen, nur dein SB muß
die Fälligkeitstermine so übernehmen.

Kannst du nicht mit dem Anbieter die Fälligkeitstermin noch mal schriftlich
abklären?

Hast du das ganze schriftlich bekommen?

Lies dich mal durch dieses Urteil, als Beispiel:

sozialrechtsexperte: Zu den Kosten der Unterkunft und Heizung gehören - Stromkosten - , die durch den Betrieb von Nachtspeicheröfen entstehen.

Auf derartige Kosten können zur Prüfung, ob extrem unwirtschaftliches Heizverhalten i.S.d. Rechtsprechung des BSG vorliegt (vgl. Urteil vom 2. Juli 2009 - B 14 AS 36/08 R -, BSGE 104, S. 41 ff.), die Werte des Bundesweiten Heizspiegels nicht herangezogen werden, da dieser nur Richtwerte für den Heizungsbetrieb mit Heizöl, Erdgas oder Fernwärme vorgibt (vgl. Urteil der 23. Kammer des erkennenden Gerichtes vom 16. Juni 2010 - S 23 AS 742/09 -, n.v.).
Gruß:icon_pause:
 

gizmo

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Hallo Drexler,
Mal zu deiner Rechnung:

Dies wären also im meinem Beispiel:
202 Euro Monatsabschlag * 8 Abschlagszahlungen = 1616 Euro Gesamt
1616 Euro : 12 = ca. 135 Euro monatsbezogener Stromabschlag
Diese 135 Euro monatsbezogene Abschlagshöhe wären in meinen Augen die heranzuziehende Basis zur Anrechnung der Heizkostenanteile.
Oder liege ich da falsch?

Klopf, Klopf auf deine Schultern, sehe ich genau so.

Stellt sich nur zwei Frage für mich.

Hast du die letzten Monate schon einen Abschlag zu den HK in deiner KDU gehabt, also ab Januar 2013?

Hast etwas Schriftliches von JC zu deinem Post, dann bitte mal posten, eigene Daten bitte Unkenntlich machen.

Und nun zu dem grössten Humbuk der mir seit wirklich langer Zeit zugetragen wurde.

:icon_evil: Es wird aber jetzt von der Damen aus der Leistungsabteilung die Höhe von 202 Euro bemängelt, und in diesem Zusammenhang auch eine Sanktion von 30% wegen unwirtschaftlichen Verhaltens angedroht:icon_evil:

Ich hoffe du kannst das schriftlich untermauern, ich bin da schon ein wenig abgestumpft um mich über sowas noch zu Ärgern, um hier dann noch Aktiv zu werden. Wenn du da aber was Unternehmen möchtst wirst du hier bestimmt Unterstützung bekommen.

Hauptsache du hast das Schriftlich.

Da reicht der weisteste Planet nicht um den Mop los zu werden:icon_kotz2:
 

Drexler2

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Hallo,

Danke für die Antwort.
Die Fälligkeitstermine, das heißt, die Termine für die monatlichen Abschlagszahlungen werden vom Stromanbieter festgesetzt, und ich denke nicht, dass man da was ändern könnte. Es verbleiben in meinem Fall ja nur 8 Monate, daher sind 8 Abschlagszahlungen zu begleichen und dass man zwischen den Monaten noch Abschlagszahlungen einschieben kann, davon habe ich noch nichts gehört.
Das mit dem Schriftlich bekommen verstehe ich nicht ganz. Meinst Du Die Stromabrechnung oder den Bewilligungsbescheid?
Ich habe sowohl die Jahresstromrechnung mit den darin enthaltenen für das Jahr 2013 zu entrichtenden neuen Abschlägen sowie den Bewilligungsbescheid vorliegen.

Das Urteil werde mir jetzt anschauen.

Freundliche Grüße

Drexler
 

Drexler2

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Hallo,
also es ist so, der erste Stromabschlag wurde am 23.04.2013 beglichen (Einzug vom Konto). Das Schreiben der Leistungsabteilug des Jobcenters (vom 19.04.2013) ANERKENNUNG VON HEIZKOSTEN IM RAHMEN DER SICHERUNG ZUM LEBENSUNTERHALT habe ich vorlegen. Einen Widerspruch zum Bewilligungsbescheid habe ich bis dato noch nicht verfasst, da ich mich zuvor genau über das Problem informieren möchte.

Freundliche Grüße

Drexler
 

gizmo

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Ich meine ob zu diese Äusserung schriftlich hast!

:icon_evil: Es wird aber jetzt von der Damen aus der Leistungsabteilung die Höhe von 202 Euro bemängelt, und in diesem Zusammenhang auch eine Sanktion von 30% wegen unwirtschaftlichen Verhaltens angedroht:icon_evil:

Würde hier nur noch alles Schriftlich machen.

Zum Bescheid, sind da anteilige Heizkosten mit in der KDU?
Wenn nicht, HK schlichtweg Einfach beantragen auf 8 Monate.
Bitte gegen Stempel auf Kopie abgeben.
 

Seepferdchen 2010

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Es wird aber jetzt von der Damen aus der Leistungsabteilung die Höhe von 202 Euro bemängelt, und in diesem Zusammenhang auch eine Sanktion von 30% wegen unwirtschaftlichen Verhaltens angedroht.
Das meinte ich mit schriftlich, mit anderen Worten das Jobcenter muß dich auffordern deine Kosten zu senken, mündlich kannst du getrost vergessen, nur alles was man
schriftlich bekommt zählt!

Und dann bleibt noch wie oben schon erwähnt, die Beweislast beim JC das du
unwirtschaftlich deine Heizung anwendest bzw. heizt.

:icon_pause:
 

gizmo

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also es ist so, der erste Stromabschlag wurde am 23.04.2013 beglichen (Einzug vom Konto). -- Durch das JC?

Das Schreiben der Leistungsabteilug des Jobcenters (vom 19.04.2013) ANERKENNUNG VON HEIZKOSTEN IM RAHMEN DER SICHERUNG ZUM LEBENSUNTERHALT habe ich vorlegen. ---- Wo Vorgelegt?

Einen Widerspruch zum Bewilligungsbescheid habe ich bis dato noch nicht verfasst, da ich mich zuvor genau über das Problem informieren möchte. ---- Stehen denn in deinem Bescheid die HZ nicht extra aufgezählt drin?
 

lpadoc

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(...) Das mit dem Schriftlich bekommen verstehe ich nicht ganz.
Damit soll wohl gemeint sein:

(...) Es wird aber jetzt von der Damen aus der Leistungsabteilung die Höhe von 202 Euro bemängelt, und in diesem Zusammenhang auch eine Sanktion von 30% wegen unwirtschaftlichen Verhaltens angedroht.
Im übrigen schließe ich mich "Seepferdchen" an.

(...) Der Satz ist blödsinn, unwirtschaftliches Verhalten muß das Jobcenter dir nachweisen (...)
 

Drexler2

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Ja, diese Äußerung des Jobcenters habe ich schriftlich. Ja, der monatliche Heizkostenanteil in den KDU (Kosten der Unterkunft) wird bei mir mit 82 Euro (Grenzwert) angesetzt.
HK auf 8 Monate beantragen halte ich für keine gute Lösung. Das hieße wohl, ich würde für 8 Monate HK angerechnet bekommen und die restlichen 4 Monate erhielte ich keinen Heizkostenanteil? Wäre so etwas überhaupt möglich. Nach meiner Überzeugung müßte es doch möglich sein, dass die Leistungsabteilung die 8 Abschläge monatsgerecht auf 12 Abschläge umlegt (neu verteilt).

Freundliche Grüße

Drexler

Drexler
 

Drexler2

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Hallo Gizmo,
hatte mich verschrieben. Ich meinte das Schreiben der Leistungsabteilung des Jobcenters habe ich gestern vom Jobcenter erhalten und liegt bei mir vor.
Im Bewilligungsbescheid sind die Heizkosten mit einem Grenzwertbetrag von 82 Euro (mehr würde auch nicht bezahlt laut Auskunft Jobcenter) angegeben.
Aber am besten ist, ich scanne dieses Schreiben des Jobcenters Altötting ein und lade es in diesem Forum hoch?
Kleine Zusatzfrage: Wo ist dafür der entsprechende Upload-Button. Ich konnte ihn bisher nicht finden.

Freundliche Grüße

Drexler
 

gizmo

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Verstehe ich das jetzt Richtig, zu bekommst jetzt 82€ HK je Monat auf 12 Monate?

Wie hast du denn den Rest an HK bestritten.

135€ - 82€ = 53€? Durch selber zahlen?
 

gizmo

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Unter Zusätzliche Einstellungen, weiter unten.


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Drexler2

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Hallo Gizmo,
Die 53 Euro ist der Anteil am Strom im Haushalt, der nicht die Heizkosten betrifft, z. B. Licht, Elektrogeräte. Dieser Anteil ist daher von mir selbst zu begleichen.
Ich habe keine getrennte Strommessung im Haus. Eine getrennte Strommessung für Heizkosten und sonstige Stromanteile (Licht, Elektrogeräte) würde auch laut Auskunft eines Elektrikers nur sehr schwer zu verwirklichen sein.

Drexler
 

Drexler2

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Hallo zusammen,
ich habe nun das Schreiben des Jobcenters im PDF-Format hochgeladen.


Drexler
 

Drexler2

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Hallo,
habe zuvor einen Fehler gemacht beim Hochladen.
Daher jetzt nochmaliger Versuch.

Drexler
 

lpadoc

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Die 53 Euro ist der Anteil am Strom im Haushalt, der nicht die Heizkosten betrifft, z. B. Licht, Elektrogeräte. Dieser Anteil ist daher von mir selbst zu begleichen. Ich habe keine getrennte Strommessung im Haus. (...)
Und wie wurde von Dir der anteilige Haushaltsstrom berechnet ? Falls keine anteilge Haushaltstromberechnung erfolgen kann, würde ich persönlich lediglich den im Regelsatz enthaltenen Strom (ca. 29,- €) annehmen und alles was darüber hinaus an den Energieversorger zu entrichten ist, als Heizkosten ansehen. Dementsprechend sollte dann auch die Heizkostenforderung gegenüber dem JC berechnet werden.

Und bezüglich Unangemessenheit, so informiere Dich über diesen Link, was dein zuständiges JC als unangemessen berechnet. Mir persönlich ist kein Fall bekannt, das eine vom JC bezeichnete "Unangemessenheit" (Heizkosten) gerichtlich zugestanden wurde. Die von Dir gemachten Angaben lassen einen Rückschluss darauf nicht zu - zumindest meiner Meinung nach.
 
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