Vertrauensmissbrauch + Kündigung durch Arbeitgeber

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S

SelfDelUser_1463

Gast
Hallo!
Folgendes: Ich hab zwei ziemlich harte Monate hinter mir und einiges an Stress mit meinem alten Arbeitgeber.

Nicht nur dass ich von heut auf morgen ohne irgendwelche Begründung gekündigt worden bin, ich musste auch fast 20 Tage warten, bis entsprechende Unterlagen wie Verdienstbescheinigung, Lohnsteuerkarte, bei mir im Briefkasten waren. Schlimm.
Auf jedenfall hab ich mir in meiner aktiven Arbeitszeit nichts zu Schulden kommen gelassen. Es war jedoch in der Probezeit gekündigt > keine Begründung notwendig.

Ich hielt heute die Formulare für die Agentur für Arbeit. Diese Arbeitsbescheinigung. Da stand nett: Grund der Kündigung "Vertrauensmissbrauch im Bereich Organisation"

Ist diese Formulierung irgendwie für mich schädlich, dass mein ALGeld-Anspruch gemindert wird?

Ich bin mir einfach nur sicher, dass mich die Firma draus haben wollte, da ein anderer Arbeiter mit weniger Meckern und den Job billiger macht als ich.
 
A

Arco

Gast
... da würde ich auf jeden Fall dagegen angehen - nicht nur wegen einer evtl. Sanktion ! ! !

Notfalls mit einem Anwalt auch gegen den AG - besonders wenn nichts vorgefallen ist ( auch wenn )

Also Klarstellung fordern ......
 
S

SelfDelUser_1463

Gast
geld für einen Anwalt hab ich keinen.
Das einzige, was mich nicht kostet, ist schriftlich an die Geschäftsleitung nen Brief zu schreiben, was das soll.

Es geht mir aber zuerst mal drum, ob irgendwie der Anspruch gekürzt werden kann.
 
A

Arco

Gast
... kann sein/warscheinlich eher sogar ja :(

deswegen dagegen angehen ! !

bist Du in einer Gewerkschaft oder hast Du eine Rechtschutzversicherung ?

Ansonsten müßte auch das AA für dich dagegen angehen wenn von Dir gefordert ! !
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
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also die Begründung der Kündigung ist sicher nicht positiv für Dich, falls das auf ein sträfliches Verhalten abzielen soll kannst Du vor dem Arbeitsgericht klagen, auch wenn es sich um eine Kündigung in der Probezeit handelt
 
E

ExitUser

Gast
Die (ARGE) werden bestimmt nachfragen bei Deinem AG und wissen wollen, was der Satz zu bedeuten hat.

Allerdings kannst Du auch darauf bestehen, das auch Dir eine Erklärung für diesen Satz zusteht und das Du auch eine Änderung der Grundes verlangst, falls er ungerechtfertigt ist.
 
S

SelfDelUser_1463

Gast
Noch zur Klärung: Die eigentliche Kündigung war während der Probezeit und Grundlos. Am Tag nach der Kündigung war ich freigestellt. Kein Kommentar von Geschäftsleitung.

Dann kam heute das aufgefüllte Formular mit dem Grund der Kündigung. "Vertrauensmissbrauch"

Was soll ich tun?
 
E

ExitUser

Gast
al meinte:
Ist diese Formulierung irgendwie für mich schädlich, dass mein ALGeld-Anspruch gemindert wird?

Ja, da bin ich sicher, daß das was nach sich zieht, wenn du das nicht gerade rückst.

Arbeitgeber anschreiben mit Fristsetzung, Klage beim Arbeitsgericht, innerhalb der gesetztlichen Frist einreichen, unbedingt!

Gruß aus Ludwigsburg
 

MissMarple

Elo-User*in
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Hallo

meist schickst du ja Zeugnisse mit bei Bewerbungen. Natürlich besteht die Gefahr, dass dieser Satz auch in deinem Zeugnis steht und das bricht dir natürlich das Genick für alle weiteren Bewerbungen.

Daher würde ich dir auch empfehlen dagegen vorzugehen, zumal ein AG auch immer so ein Zeugnis zu schreiben hat, was weitere Berufschancen nicht verbaut ( wenn du dir nichts hast zu Schulden kommen lassen ).


Ich verlor seinzerzeit wegen langer AU in der Probezeit meinen Job und im Zeugnis stand dann tatsächlich, dass man mich kündigen musste, weil der Anschein erweckt wurde, dass ich gesundheitlich der Arbeit wohl nicht gewachsen gewesen sei !! ( Bürotätigkeit mit zum Teil sogar chron. Unterforderung meinerseits, sollte mich überlastet haben ) :hihi:
Die AU stand in absolut keinem Zusammenhang zu meinem Job und die Krankheit wäre so oder so ausgebrochen, daher fand ich es total daneben so etwas ins Zeugnis zu schreiben.

Naja, ich bin gegen das Zeugnis vorgegangen und mir wurde dann auch tatsächlich ein neues ohne diese Negativklausel ausgestellt.

Viel Glück
MissM.
 
S

SelfDelUser_1463

Gast
Mensch, ich mag nicht mehr.. Ich wollte nur meinen Job gut machen.

Also, zu den Details:

am 31.10. ging die Kündigung per Bote zu mir. Formlos, ohne Begründung. Hiermit kündigen wir zum **30.11.**
Mir wurde an meiner Haustür die Schlüssel zu Gebäude abgenommen.
Am 2.11. erschien ich morgens. Händigte die unterschriebene Kündigung aus.
An diesem Tag wurde mir gesagt, ich sei für den Monat freigestellt.
Lohn für diesen Monat wurde am 1.12 gezahlt.
Am 4.12. schickte ich die Aufforderung, Papiere fertig zu machen (Lohnsteuer, Sozial-VS-Ausweis, Arbeitsbescheinigung, Abrechnungetc..)
AG kam dem nicht nach.
Nach Rücksprache mit Agentur für Arbeit, schickte ich ein Einschreiben mit Aufforderung den Pflichten nachzukommen.
Heute, 19.12. kam die Papiere an. Fehlend: Arbeitszeugnis. Hab ich nun direkt bei meinem Vorgesetzten beantragt.
Unabhängig davon stand in der Arbeitsbescheinigung: "Vertrauensmissbrauch im Bereich Organisation".

Ich will eigentlich nur folgendes: Meine Ruhe, kein Nerv und zwei Dinge: Ein gescheites Zeugnis, und dass ohne Stress die paar Euro ALG1 gezahlt werden.

Update: Kurz beim Amt nachgefragt: Ich muss eine Gegendarstellung schreiben. Dann können die dem Nachgehen. Und ob eine Kürzung durchgeführt wird, wird dann entschieden.

Habt ihr dazu Tipps?
 
E

ExitUser

Gast
Ich will eigentlich nur folgendes: Meine Ruhe, kein Nerv und zwei Dinge: Ein gescheites Zeugnis, und dass ohne Stress die paar Euro ALG1 gezahlt werden

Bei mir hat es auch gedauert, bis ich alles zusammen hatte.

Ein gescheites Zeugnis bekommst Du auch, denn das Zeugnis soll "wohlwollend" sein, also kommt das mit dem "Vertrauensmissbrauch" auch nicht rein. Du kannst aber Dein Zeugnis selbst überprüfen oder überprüfen lassen ob da nicht doch versteckte "negative" Äusserungen sind und dagegen kann man Klagen.

Was das ALG1 angeht, denke ich das Du das Volle bekommst, denn Du hast nicht gekündigt, sondern bist gekündigt worden und das selber kündigen wäre in Grund für eine Sanktion gewesen.

Es kann sein, das noch einige Fragen kommen, aber soweit ich weiß, hat ein Zeugnis keinen Einfluß auf die Höhe der Zahlungen.

Du kannst aber einen Beratungsgutschein für einen RA beim Amtsgericht holen und Dich dann ausführlich beraten lassen.
 
E

ExitUser

Gast
Du gehst aufs Amtsgericht zur Rechtsantragsstelle.

Dort musst Du erstmal erzählen was ist (er muss den Schein ja begründen) und dann gibts normalerweise einen Beratungsschein.

Aber das sollte vielleicht erstmal als letzter Schritt gedacht sein, wenn Du alles zusammen hast und trotzdem unzufrieden bist. Denn solche Scheine können auch abgelehnt werden.
 

Koelschejong

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
5.186
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1.643
al meinte:
am 31.10. ging die Kündigung per Bote zu mir. Formlos, ohne Begründung. Hiermit kündigen wir zum **30.11.**
Mir wurde an meiner Haustür die Schlüssel zu Gebäude abgenommen.
Am 2.11. erschien ich morgens. Händigte die unterschriebene Kündigung aus.

Ob da ein Anwalt noch etwas machen kann - das kann nur ein Anwalt beantworten. Ich hab da - leider - meine Zweifel. Klagefrist im Arbeitsrecht ist meines Wissens 3 Wochen nach Eingang der Kündigung, nimms mir nicht übel, aber da hast Du anscheinend ziemlich :sleep: :sleep: :sleep:
 
E

ExitUser

Gast
Urviech meinte:
Du gehst aufs Amtsgericht zur Rechtsantragsstelle.

Dort musst Du erstmal erzählen was ist (er muss den Schein ja begründen) und dann gibts normalerweise einen Beratungsschein.

Aber das sollte vielleicht erstmal als letzter Schritt gedacht sein, wenn Du alles zusammen hast und trotzdem unzufrieden bist. Denn solche Scheine können auch abgelehnt werden.

man sollte vorher klären, was man an Unterlagen mitzubringen hat... ich würd anrufern und nachfragen...


Auf jeden Fall muß Einkommen und Ausgaben nachgewiesen sein

Gruß aus Ludwigsburg
 
S

SelfDelUser_1463

Gast
Zu diesem Thema habe ich leider noch etwas:

Ich bin seit 1.12. arbeitslos.
Alle notwendigen Papiere hatte ich erst zum 19.12.
Ein Termin zur Antragsannahme bekam ich zum 27.12. von der Agentur.

Ich hatte heute bei der ex Firma angerufen - Geschäftsleitung ist krank. Ich kann also Gründe nicht vor dem 27.12. erfahren.

Kann ich mit der Abgabe des Antrags warten, bis ich eine Antwort der Geschäftsleitung hab und den Termin zur Abgabe verschieben? Oder riskiere ich, wenn ich den Antrag im Januar erst abgebe, kein Geld (oder Sperrzeit....!!) für Dezember zu bekommen?


Mensch Leute... Wenn's dick kommt, kommt's dick.
 
E

ExitUser

Gast
Das Geld wird erst ab Antragsabgabe bezahlt.

Die Gründe kannst Du auch später erfragen, weil es unerheblich für die Leistung ist, eher für die weiteren Bewerbungen.
 
S

SelfDelUser_1463

Gast
Danke. Also Antrag so schnell wie möglich abgeben... Die Firma schmeisst einem Knüppel hin, wo es nur geht. Und ich bin noch zu doof und fall drüber. Wenigstens hab ich diese negativen Erfahrungen in jungen Jahren gemacht. Da weiss ich was in den nächsten 40 auf mich zu kommen kann!

Das mit den Gründen hat dadrauf gezielt, dass wegen dem Satz ich evtl. ne Sperrzeit bekomme.
Hätte ich vielleicht mit dem Arbeitgeber reden können, würde der das Formular vielleicht mit "betriebsbedingten Gründen" ausfüllen.

Danke, nochmals. Ich komm im Moment jedoch nicht weiter. Ich schau, wo ich einen Anwalt für Arbeitsrecht bekomme.
Mir droht hier Sperrzeit, wegen sowas. Und ob es ALG2 für diese Zeit gibt, ist ein anderes Thema.
 
E

ExitUser

Gast
al meinte:
Zu diesem Thema habe ich leider noch etwas:

Ich bin seit 1.12. arbeitslos.
Alle notwendigen Papiere hatte ich erst zum 19.12.
Ein Termin zur Antragsannahme bekam ich zum 27.12. von der Agentur.
.

Und wovon lebst sollange? Ich würd den Antrag hinschicken, besser: im Amt abgeben...gegen Empfangsbestätigung

Gruß aus Ludwigsburg
 
A

Arco

Gast
al meinte:
ich werd schon irgendwie rum kommen. ich muss auch ja wissen, ob es gibt, oder nicht, ob sperrzeit oder nicht. ob ich ALG2 beantragen muss, usw...

... sag mal al

hoffentlich räumst Du mal endlich den/die Knüppel weg und kommst in die Hufe :dampf:

Ob Du Alg2 bekommst oder eine Sanktion oder oder oder - das weißt Du erst wenn Du den/die Anträge abgibts - denn wenn Du noch mehr Pech hast, gibt es erst dann Geld ! ! !

Oder hast du soviel auf der hohen Kante :pfeiff:

Es sind schon genug gute Ratschläge hier erteilt ....... mach was draus
 
S

SelfDelUser_1463

Gast
ERFOLGREICH

ERFOLGREICH!!!!

So, die gute Nachricht: ALG1 Antrag ist angenommen und bewilligt!

Die Sachbearbeiterin konnte sich auch nicht erklären, was der alte AG mir da reinwürgen wollte.

Dafür sprach: keine fristlose Kündigung, Kündigungsfrist eingehalten, in der Kündigung wurde von "Betriebsbedingten Gründen" gesprochen, und meine Gegendarstellung.

Jetzt das Schlechte: gibt grad mal 320 Euro...

Folgendes: Ausbildung 08/2003 - 06/2003, AG1: 07/2003-08/2003, AG2: 09-11/2003. Als Berechnungsgrundlage nehmen sie den Zeitraum, wo ich volle 12 Monate am arbeiten war (Ausbildung). Ich dachte, es würden alle letzten 12 Monate ab Tag arbeitslos berechnet werden? Sie sagte was von, dass kein neuer Bewilligungszeitraum statt gefunden hat.

Ist das richtig?

Morgen werd ich dann den ALG2 Antrag abholen.

Danke nochmal allen, die mir Tipps und Ratschläge gegeben haben!
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
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