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Vertragsfreiheit mit ALG2 - Entweder du unterschreibst den Arbeitsvertrag oder es gibt eine Sanktion

Mueller1852

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Die Diskussion darüber ist schon in meinem anderen Thread gestartet, da es dort ursprünglich um ein anderes Thema geht, hier noch mal ein Thread wo es ausschließlich um die Vertragsfreiheit im ALG2 Bezug geht.

Viele kennen sicher die Situation, man geht zu einem Vorstellungsgespräch und dort bekommt man einen Hungerlohn angeboten, dann versucht der ELO normalerweise den Lohn zu verhandeln. Ist diese Verhandlung wirklich nur bei Firmen Sanktionsfrei möglich wenn der Betrieb keinem Tarifvertrag angehört? Dann hätte man bei 95% der ZAF den Zonk gezogen. Kann doch nicht angehen das man bedingungslos deren Lohndumping Praktiken akzeptieren muss.
Natürlich wird man nicht mit der Waffe am Kopf gezwungen den AV zu unterschreiben. Wenn man aber mit "berechtigten" Sanktionen rechnen muss und sich dann verschuldet oder noch schlimmer, man landet auf der Straße, dann ist man eben gezwungen so einen ausbeuterischen AV zu unterschreiben.

Wenn ich von Hungerlöhnen rede, dann meine ich damit nicht nur ZAF, normale AG sind kaum ein Dreck besser, egal wie viel Milliarden die Umsatz im Jahr machen, da gibt es für den kleinen Facharbeiter nicht mehr als 10/11€ (im Osten zumindest) die Stunde und pasta.
Falls nur der gesetzliche Mindesturlaub im AV steht aber man denen z.B. 30 Tage vorschlägt, dann ist der ELO auch wieder der Dumme?

Bei ZAF kommt noch das Problem hinzu das im AV die Angabe Arbeitsort = Adresse der ZAF gemacht wird. Dann muss man denen eine Änderung im AV vorschlagen. Das die ZAF für den Weg zwischen ZAF und Entleihbetrieb zu sorgen hat und Fahrzeit = Arbeitszeit ist. Wenn davon der SB Wind bekommt = Sanktion.
 

erwerbsuchend

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Was ist deine konkrete Frage? Wenn du wissen willst, wie du dich in einem VG bei einer ZAF verhalten solltest, insbesondere, wenn dir ein AV vorgelegt wird, dann solltest du dich mal wirklich mit dem Unterforum "ZAF" befassen.
 

atasteofbunny

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Spruchreif ist das nur, wenn du einen Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung erhalten hast (oder einen entsprechenden Passus in der EGV) - bei selbst gesuchten Stellen "darfst" zu verhandeln.

Generell zum Lohn: Wenn du grundsätzlich bereit bist, Nachtschichten zu machen, sollte eigentlich ein deutlich höherer Lohn als Mindestlohn möglich sein, eben durch die Nachtzuschläge.

Arbeitsort = Adresse der ZAF? Das wäre aber blöd, falls der Entleihbetrieb deutlich näher an deiner Wohnung liegt als die ZAF. Und der Entleihbetrieb kann sich ändern ...
 

Mueller1852

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Was ist deine konkrete Frage?
Wie man sich den ausbeuterischen Bedingungen Sanktionsfrei entzieht und was man nun darf und was nicht. Ich rede auch nicht nur von ZAF, in dem Unterforum ZAF war ich auch schon unterwegs.

Spruchreif ist das nur, wenn du einen Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung erhalten hast (oder einen entsprechenden Passus in der EGV) - bei selbst gesuchten Stellen "darfst" zu verhandeln.
Gut zu wissen, es ging mir aber hauptsächlich um diese Zwangsbewerbungen und die damit verbundenen VG/AV.
Es gibt auch EGV in denen steht das man keine AV verhandeln darf?

Generell zum Lohn: Wenn du grundsätzlich bereit bist, Nachtschichten zu machen, sollte eigentlich ein deutlich höherer Lohn als Mindestlohn möglich sein, eben durch die Nachtzuschläge.
So darf man das aber auch nicht sehen, unbedingt Nachtschichten schieben zu müssen, damit der Lohn überhaupt einigermaßen passt.

Das wäre aber blöd, falls der Entleihbetrieb deutlich näher an deiner Wohnung liegt als die ZAF.
In dem Fall wäre das schon blöd, nur hatte ich noch nie den Fall. Mitten in der Stadt hat man eher ZAF und Betriebe liegen meist am Stadtrand oder gleich außerhalb. Gut es kommt ja auf den Beruf an aber ein Lager liegt normalerweise nicht in der Stadt.

Und der Entleihbetrieb kann sich ändern ...
Das ist gleich das nächste Problem, wenn da keine ordentliche Regelung im AV steht, da bezahlt man bei dem einem Entleihbetrieb 50€ im Monat Fahrtkosten und bei dem nächsten 150€.
 

Katzenstube

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Hallo Ihr,
dass es im Arbeitsbereich in Sachen Entlohnung oftmals nicht fair zugeht ist uns wohl allen bekannt. Ein grosser Teil der Arbeitenden ist trotz Arbeit von Armut oder Armutsgefahr betroffen.

Ich denke, in jedem Gespräch lässt sich ein potentieller Arbeitgeber überzeugen, dass ich für ihn nicht geeignet bin. Entweder bin ich krank, oder ich stelle mich doof dar oder oder oder und ich denke, dieses ist auch sanktionsfrei möglich.

Aber: will ich das? Ich habe mich entschieden für einen Lohn höher als der Mindestlohn, aber alles andere als die Welt arbeiten zu gehen. 32 Stunden - am Ende des Monats vermutlich weniger als manch einer mit Hartz 4 da ich ein Auto unterhalten muss um zum 25 km entfernten Arbeitsplatz zu gelangen, zu dem es keine Verkehrsmittel gibt.

Aaaaber: ich bin selbstbestimmt - muss mir nicht mehr die AfA-Forderungen reinziehen und mit mit jeder Handlung überlegen ob vielleicht eine Sanktion droht oder ob mein nächster Antrag durchgeht. In der Zeit meiner Jobsuche - als mein Arbeitgeber verstorben war - hat mich die Afa drangsaliert, bevormundet und als "schwer vermittelbar" dargestellt, da ich Mitte 50 war.

Die Vorstellung, mit diesen SB's länger umgehen zu müssen hätte mich in die tiefste Depression gestürzt. Schlimmer kann ein Job in Normalzeit zu Mindestlohn unter normalen Bedingungen und menschlichen Kollegen nicht sein. Ganz zu schweigen davon, dass ich meine 1/2 Prozentpunkte in die Rentenversicherung eingezahlt habe und durch Erblindung evtl. eine Erwerbsminderungsrente anstreben muss. Alles nur Mini-Beträge.... aber Beträge, die ich eingezahlt habe - eine Versicherungsleistung also, die ich erkämpfen muss und nicht durch Antrag von selbsternannten Hoheiten in Afa's,Jobcentern, Sozialämtern oder ähnlichem durch untertänigen Kniefall oder kämpferische Gerichtsverfahren erstreiten muss. Streiten werde ich auch müssen .... aber aus Basis dessen, dass ich mal eingezahlt habe, da fällt mir persönlich das Streiten für mich leichter.

Was meinst Du, wie oft ich mich bei Zaffen bewerben musste? Und was meinst Du, wie schnell die froh waren wenn ich weg war? Ich habe dann mal kurz gefragt wo die eventuellen Einsatzorte sind, mitgeteilt, dass der Sitz und somit Versendepunkt der Ort der Zaff ist und dass das für mich ein Risiko darstellt. Nein, nein, das machen wir nicht..... "Geben Sie mir das schriftlich?" Natürlich nicht, und ich begann unbequem zu werden. Und so gibt es sehr viele Fragen die Zaffen, die in den seltensten Fällen ganz regulär arbeiten, zu schaffen machen. Und beim Vorstellungsgespräch noch einen Block von Verdi dabei und bingo.... Mich wollten die nicht .... nicht mehr nach dem Kennenlernen... vorher schon :) meine Bewerbungen sprachen die schon an.... da hatten Sie ja noch nicht meine naiv gestellten Fragen gehört, die kein bischen aggressiv waren. Nein, ich habe ganz doof nachgefragt ob hie und da nicht das Steuerrecht umgangen wird, und ob da nicht um die Sozialabgaben gemogelt wird, natürlich im Sinne von ich versteht Dich Arbeitgeber, aber ich will mich nicht strafbar machen.

Und das geht ebenso ausserhalb der Zaffen mit vielen Fragen über Arbeitsschutz, Krankheitsanfälligkeiten, Allergien und und und. Da Du oder ich im Regelfall nur einer von vielen Bewerbern bist werden die uns kaum hinterherkontrollieren oder uns eine Träne nachweinen.

Gruß von Katzenstube
 

erwerbsuchend

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Wie man sich den ausbeuterischen Bedingungen Sanktionsfrei entzieht und was man nun darf und was nicht. Ich rede auch nicht nur von ZAF, in dem Unterforum ZAF war ich auch schon unterwegs.
Wenn du dich bereits im ZAF-Forum eingelesen hast, dann müsstest du doch mittlerweile einiges an Wissen besitzen, wie man sich gegen unbeliebte Unternehmen und Arbeitsplätze zur Wehr setzen kann. Das betrifft nicht nur ZAF, sondern auch Unternehmen außerhalb von ZAF.

Es gibt auch EGV in denen steht das man keine AV verhandeln darf?
So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen. Steht dies etwa in deiner EGV oder VA?

In dem Fall wäre das schon blöd, nur hatte ich noch nie den Fall. Mitten in der Stadt hat man eher ZAF und Betriebe liegen meist am Stadtrand oder gleich außerhalb. Gut es kommt ja auf den Beruf an aber ein Lager liegt normalerweise nicht in der Stadt.
Grundsätzlich ist im Arbeitsvertrag die erste Betriebsstätte zu nennen. Dies ist meistens die ZAF-NL bei der man eingestellt wird. Es ist gar nicht mal so selten, dass als erste Betriebsstätte der Ort A genannt wird, der Entleiher am Ort B ist und der LAN im Ort C wohnt. Dies ist dir aber sicherlich schon im ZAF-Forum aufgefallen :wink:

Das ist gleich das nächste Problem, wenn da keine ordentliche Regelung im AV steht, da bezahlt man bei dem einem Entleihbetrieb 50€ im Monat Fahrtkosten und bei dem nächsten 150€.
Dich hindert wer nochmal genau daran, diesen Punkt vor der Unterschrift für beide Seiten konkret zu klären? Letztlich bist du nur verpflichtet, wie alle anderen AN auch, auf eigene Kosten beim AG zu erscheinen. Als LAN ist das eben die erste Betriebsstätte lt. AV. Aber auch das wurde in epischer Breite im ZAF-Forum bereits ausdiskutiert. Du müsstest daher schon dort davon gelesen haben :wink:
 

atasteofbunny

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So darf man das aber auch nicht sehen, unbedingt Nachtschichten schieben zu müssen, damit der Lohn überhaupt einigermaßen passt.
Nein, das stimmt, ich hatte das - in einem deiner anderen Threads - so verstanden, dass du generell offen für Nachtschichten bist.

Kommt es denn in der Praxis so häufig vor, dass die Fahrtkosten zwischen 50 und 150 Euro monatlich schwanken? Ich kenne es so, dass man von der ZAF ein Regionalticket für den ÖPNV bezahlt bekommt und das auch reicht (weil es keine überregionalen Einsätze gibt, auch wenn sie theoretisch möglich wären)

Ich erlaube mir anzumerken, dass du dir - meiner Einschätzung nach - viel zu viele Gedanken machst. Es bewerben sich so viele Leute auf nicht so attraktive Jobs (egal ob ZAF oder andere AG). Ist die Wahrscheinlichkeit sooo groß, dass sie dich unbedingt einstellen bzw. anschwärzen wollen?
 

Gollum1964

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Ich kenne es so, dass man von der ZAF ein Regionalticket für den ÖPNV bezahlt bekommt und das auch reicht.
nabend ataste,

ich war Anfang der 2000er lange Zeit bei ZAF in Hamburg. Da gab es noch bei jeder Klitsche eine Proficard für ganz Hamburg und manchmal sogar noch Fahrkosten zu VG. Die Zeiten scheinen vorbei. In den letzten beiden Jahre hatte ich viele VG bei ZAF. Da kam immer nur der Spruch: "Leider nein, aber Sie können die Fahrkosten doch von der Steuer absetzen"
Haha
Auch in dieser Beziehung hat Hartz4 voll durchgeschlagen.
 

noillusions

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hier

https://www.elo-forum.org/2090566-post1.html


hat mal wer ausprobiert was passiert wenn man equal pay fordert bei einer ZAF.
Diese Situation bei Bezug von ALG2 ist ja sowohl für JC als auch HE und natürlich den DGB-Gewerkschaften riskant - jedenfalls wenn eine daraus folgende Sanktion vor Gericht kommen sollte.
 

Mueller1852

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Entweder bin ich krank, oder ich stelle mich doof dar oder oder oder und ich denke, dieses ist auch sanktionsfrei möglich.
Dann muss man auch wirklich krank sein, wie willst du dich doof im VG stellen? Wenn du Vermittlungshemmnisse hast, bekommst du eine Maßnahme oder ein Termin beim Amtsarzt.

Ich habe mich entschieden für einen Lohn höher als der Mindestlohn
Ja gut, mehr als den Mindestlohn zahlen auch tarifgebundene ZAF, wenn man dann 1/2€ über dem Mindestlohn hat, kann man auch nicht gerade stolz und zufrieden sein.

32 Stunden - am Ende des Monats vermutlich weniger als manch einer mit Hartz 4 da ich ein Auto unterhalten muss um zum 25 km entfernten Arbeitsplatz zu gelangen, zu dem es keine Verkehrsmittel gibt.
Mit so einem Leben würde ich heftigste psychische Probleme bekommen aber ich respektiere das auch, wenn Leute so leben können und das glücklich.

Aaaaber: ich bin selbstbestimmt - muss mir nicht mehr die AfA-Forderungen reinziehen und mit mit jeder Handlung überlegen ob vielleicht eine Sanktion
Gezwungenermaßen jeden Tag arbeiten und dann weniger oder kaum mehr als ein Hartz4 Empfänger zu verdienen, ist für mich weit entfernt von einem selbstbestimmten Leben.

Was meinst Du, wie oft ich mich bei Zaffen bewerben musste? Und was meinst Du, wie schnell die froh waren wenn ich weg war?
Wie hast du das den jedes mal geschafft? Die meisten interessiert das nicht mal wenn man eine kriminelle Vorgeschichte hat und schon Jahre Zuhause sitzt.

Ich habe dann mal kurz gefragt wo die eventuellen Einsatzorte sind, mitgeteilt, dass der Sitz und somit Versendepunkt der Ort der Zaff ist und dass das für mich ein Risiko darstellt.
Ok du bist die Schiene gefahren das die für den Weg von der ZAF zum Entleihbetrieb aufkommen sollen, hast du auch gefragt ob es ab dem ZAF Startpunkt schon Lohn gibt?

Und beim Vorstellungsgespräch noch einen Block von Verdi dabei und bingo.... Mich wollten die nicht .... nicht mehr nach dem Kennenlernen... vorher schon :)
Wenn du ein Gewerkschaftsmitglied bist, dann bist du ja genau die Sparte Leute, die bei Tarifgebundenen ZAF nichts verhandeln dürfen. Wurde mir zumindest so in meinem anderen Thread erklärt.

Nein, ich habe ganz doof nachgefragt ob hie und da nicht das Steuerrecht umgangen wird, und ob da nicht um die Sozialabgaben gemogelt wird
Ohne Grund hast du den AG unterstellt das die sich evtl. nicht an gütiges Recht halten oder auf die Sache Arbeitsort = NL ZAF bezogen?

Und das geht ebenso ausserhalb der Zaffen mit vielen Fragen über Arbeitsschutz, Krankheitsanfälligkeiten, Allergien und und und.
Erkläre das mal bitte genauer. Fragst du den AG ob die sich an den Arbeitsschutz halt und ob man bei denen Krankheiten bekommt? :bigsmile:

Da Du oder ich im Regelfall nur einer von vielen Bewerbern bist werden die uns kaum hinterherkontrollieren oder uns eine Träne nachweinen.
In Mangelberufen, wo die nicht genug Sklaven finden, hängen die leider an einem wie Kletten, trotz multipler Vermittlungshemmnisse.



Grundsätzlich ist im Arbeitsvertrag die erste Betriebsstätte zu nennen. Dies ist meistens die ZAF-NL bei der man eingestellt wird.
Darf man dann im AV die oben benannten Punkte einbauen?

Es ist gar nicht mal so selten, dass als erste Betriebsstätte der Ort A genannt wird, der Entleiher am Ort B ist und der LAN im Ort C wohnt.
Dann muss die ZAF zwar glaub nicht mehr für den Weg zwischen ZAF und Entleihbetrieb sorgen aber wie sieht es mit Lohn für den Weg zwischen den beiden aus?

Dies ist dir aber sicherlich schon im ZAF-Forum aufgefallen
Ist dir schon mal ein Urteil aufgefallen, wo ein ELO die LAF = Arbeitsort und Fahrtweg = Arbeitszeit Geschichte erfolgreich durchgefochten hat?

Dich hindert wer nochmal genau daran, diesen Punkt vor der Unterschrift für beide Seiten konkret zu klären?
Die Sanktionsgefahr hindert mich daran.



Nein, das stimmt, ich hatte das - in einem deiner anderen Threads - so verstanden, dass du generell offen für Nachtschichten bist.
Ja bin ich auch.

Kommt es denn in der Praxis so häufig vor, dass die Fahrtkosten zwischen 50 und 150 Euro monatlich schwanken?
Nicht wenn man immer zu dem gleichen Entleihbetrieb fährt, meinte wenn Entleihbetrieb A 10km entfernt ist und B 50km.

Ist die Wahrscheinlichkeit sooo groß, dass sie dich unbedingt einstellen bzw. anschwärzen wollen?
Ja, seit meiner letzten Sanktionsanhörung ist für mich die Wahrscheinlichkeit gestiegen.



hat mal wer ausprobiert was passiert wenn man equal pay fordert bei einer ZAF.
Das dürfte man doch auch nur fordern, wenn die ZAF keinem Tarifvertrag gebunden ist.
 

noillusions

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Dann muss man auch wirklich krank sein, wie willst du dich doof im VG stellen? Wenn du Vermittlungshemmnisse hast, bekommst du eine Maßnahme oder ein Termin beim Amtsarzt.
Es ist zwar etwas aufwendig aber das beste ist du liest dir von A-Z durch wie die Bewerbung plus evtl. VG auf miese Jobs per VV+RFB am geschicktesten abläuft. Einige dieser Fragen die du nanntest sind hier unter "ZAF-Fragebogen" mal niedergeschrieben worden.
Das dürfte man doch auch nur fordern, wenn die ZAF keinem Tarifvertrag gebunden ist.
Welche ZAF ist so wahnsinnig, da nicht dabei zu sein?
Wenn du nicht einer der DGB-Gewerkschaften angehörst, fällst du auch nicht darunter.
Die ZAF darf ihn dir natürlich dennoch anbieten den DGB-Tarif. Das eigentlich verrückte ist ja, dass Gewerkschaften was Schlechteres als das Gesetz verhandeln können. Wenn die ZAF anbieten würde unter Bundesurlaubsgesetz zu bleiben, dann müßte man das nicht hinnehmen.
So müßen Gewerkschaftsmitglieder eine Schlechterstellung
hinnehmen - und die Übrigen? Eigentlich ja nicht...
 

Matt45

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Ich kann mir vorstellen was TE mit dem Thema bezwecken möchte.

Ich habe es schon hier öfter geschrieben, aber man muss auch einmal "Kante" und Paroli bieten im VG. Natürlich im Rahmen des Gesetzes.

Jeder hier hat andere Biografien, ist Mutter oder Vater oder hat andere Probleme(Alter,Krankheit....).

Gerade im Mindestlohnbereich sehe ich unwahrscheinlich sehr viele Probleme. Manche arbeiten sind aber Aufstocker(und bleiben es) und einige können aus gewissen Gründen in diesen Bereich nicht arbeiten(Krankeit,kein Auto,Kinderbetreuung...).

Die Gruppen gegeneinander aufzuspielen bringt gar nichts.

Bei mir(habe Kinder) bringt z.B. Mindestlohn gar nichts mehr, die Zeiten sind schon sehr lange vorbei. Selbst das JC kennt diese Fälle und kann nichts machen.

Früher konnte man mit einen Job eine Familie ernähren, die Zeiten sind fast vorbei. Deutschland hat den größten Niedriglohnsektor aufgebaut in Europa, wir haben mittlerweile Millionen mit Niedriglohn.

Wer ist Schuld?
Aus meiner Sicht kann Jeder das Problem lösen auf seinen eigenen Weg.

Ach wenn ich nun vielleicht "anecke": Der Satz"Besser Arbeit als keine.." hat nichts besser gemacht. Das Gegenteil ist der Fall(Armut jetzt und bei der Rente).

Daher mein Appell: Genau überlegen, bringt mich der Job im Mindestlohn wirklich weiter?

Natürlich haben wir übrigens eine Vertragsfreiheit im Arbeitsrecht und dafür sollten WIR alle hier "kämpfen".


Nachtrag: Ich kenne übrigens bislang keinen Fall vor Gericht, wo die Vertragsfreiheit eingeschränkt worden ist.
Wie aber schon oben beschrieben: Immer im Rahmen des Gesetzes handeln!

Wer also meint: Der AG muss mir einen "Porsche" zur Verfügung stellen als Dienstwagen und dies im AV haben will, der ist auf dem "Holzweg".
 

Regensburg

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Hi :)
Bei mir steht schon einer im Verdacht -> der 2010 Gerdi:
Drittens: Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich damit beschäftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur mit den Berichten über die Gegebenheiten. Deutschland neigt dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen, obwohl es das Falscheste ist, was man eigentlich tun kann. Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.
Quelle: https://archiv.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2001_2007/2005/08-2_Schröder.html
 

Mueller1852

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Einige dieser Fragen die du nanntest sind hier unter "ZAF-Fragebogen" mal niedergeschrieben worden.
Hab grad auch noch 2 solche Fragebögen auf meiner Platte gefunden, die müssten auch von hier sein. Weiß nicht ob die noch aktuell sind. Auf denen steht sogar oben drauf "Da ich keiner Gewerkschaft angehöre gilt ein Individuell abgeschlossener Arbeitsvertrag". Klingt so als ob man als nicht Gewerkschaftsmitglied wirklich alles verhandeln darf, ohne eine Sanktion zu befürchten. Beide Bögen hab ich mal hochgeladen, welcher von beiden ist besser?

Bei normalen AG gilt das gleiche, wenn ich keiner Gewerkschaft angehöre, dann darf ich auch wenn der Betrieb tarifgebunden ist, alles im AV verhandeln?

Für mich heißt Vertragsfreiheit das ich jeden AV zu unterschreiben ablehnen darf, ohne das ein Nachteil entsteht und ohne das ich überhaupt begründen muss warum ich nun diesen Vertrag nicht unterschrieben hab.

Das eigentlich verrückte ist ja, dass Gewerkschaften was Schlechteres als das Gesetz verhandeln können.
Zu was es überhaupt noch Leute gibt die einer Gewerkschaft angehören.

Jeder hier hat andere Biografien, ist Mutter oder Vater oder hat andere Probleme(Alter,Krankheit....).
Ich hab keine Kinder und bin noch relativ jung. Psychische Krankheiten gibt es aber davon kann ich dem AG nichts erzählen, da ich sowieso bei Psychologen als nicht therapierbar abgestempelt werde.

Bei mir(habe Kinder) bringt z.B. Mindestlohn gar nichts mehr, die Zeiten sind schon sehr lange vorbei. Selbst das JC kennt diese Fälle und kann nichts machen.
Das stimmt, hab zwar wie gesagt noch keine Kinder aber bei den Löhnen möchte ich mir auch keine anschaffen, die würden meine Ängste nur verstärken.

Nachtrag: Ich kenne übrigens bislang keinen Fall vor Gericht, wo die Vertragsfreiheit eingeschränkt worden ist.
Wir müssen auch keinen AV unterschreiben, bekommen ja wie gesagt keine Pistole an den Kopf gehalten aber es könnte halt passieren das der SB durch irgendwelche Hintertürchen eine Sanktion durchbringt, die auch vor dem Gericht standhält.
 

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atasteofbunny

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In Mangelberufen, wo die nicht genug Sklaven finden, hängen die leider an einem wie Kletten, trotz multipler Vermittlungshemmnisse.
Hast du den einen Mangelberuf? Dann müsstest du doch eigentlich eine Anstellung finden ohne dich mit ZAF herumärgern zu müssen. Okay, vielleicht nicht zu den besten Konditionen, aber du müsstest in der Firma dann ja nicht bis zur Rente bleiben sondern könntest dir in ca. 2 Jahren, wenn du wieder aktuelle Berufserfahrungen gesammelt hast, eine bessere Stelle suchen?

Generell: Ich weiß, dass eine Sanktion möglich ist (leider). Trotzdem finde ich es sinnvoll, sich ganz auf die Stellensuche zu konzentrieren und das Risiko der Sanktionen zwar im Hinterkopf zu haben, aber bloß nicht im Vorstellungsgespräch immer wieder daran zu denken - und davor, und danach - das kann einen ja ganz kirre machen.
 

noillusions

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Mueller1852

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Hast du den einen Mangelberuf?
Bin Fachkraft für Lagerlogistik und denen fehlt es anscheinend an willigen Sklaven.

Dann müsstest du doch eigentlich eine Anstellung finden ohne dich mit ZAF herumärgern zu müssen.
Ja könnte ich, wie gesagt, bisher noch nicht mal eine Stelle gefunden die wenigstens einigermaßen gut bezahlen.

du müsstest in der Firma dann ja nicht bis zur Rente bleiben sondern könntest dir in ca. 2 Jahren, wenn du wieder aktuelle Berufserfahrungen gesammelt hast, eine bessere Stelle suchen?
Das würde ich keine 2 Monate abhalten, mir war das vor paar Jahren schon nach 1 Woche alles zu viel und ich musste mich krankschreiben lassen, dann gab es gleich eine Kündigung und mir ging es psychisch wieder besser.
Kenne einige Beispiele die in dem gleichen Beruf schon Jahre, manche sogar über 10 Jahre arbeiten. Da gibt es kaum finanzielle Aufstiegschancen. Die Leute verharren über Jahre auf einem Hungerlohn, da alles teurer wird, werden die sogar von Jahr zu Jahr trotz Arbeit noch ärmer.

Trotzdem finde ich es sinnvoll, sich ganz auf die Stellensuche zu konzentrieren
Das zieht mich schon lange einfach nur noch mehr runter. Ich hab mich schon bei allen Firmen in meiner Umgebung beworben und wenn man zum VG eingeladen wird, dann bin ich die nächsten Tage erst mal wieder depri.



So siehts aus. Du darfst verhandeln - aber es könnte Rechtsfolgen haben.
Was ist wenn man gar nicht erst verhandelt, man sagt der AV muss mit Heim genommen werden und wenn alles in Ordnung ist, schickt man den unterschrieben zu. Danach meldet man sich nicht mehr. Wenn die ZAF dann beim JC sich beschwerd das man den AV nicht unterschrieben hat - also wenn dann nicht die Vertragsfreiheit gilt ...
Glaub man kommt da wirklich besser wenn man das VG einfach mit den Worten verlässt "Ich überlege mir noch mal Ihr Angebot" und man meldet sich nie wieder. So habe ich über Jahre noch keine Sanktion erhalten, bestimmt auch Glück gehabt. Einmal hab ich bei einer ZAF im VG direkt den Hungerlohn abgelehnt, weil ich nach XX VG nach dem Lohnangebot extrem gereizt war und schon gibt es gleich eine Sanktionsanhörung.
 

Mueller1852

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Unterschiedlich, manche mit der EG1, viele mit der EG2 und einige mit EG3. Vom Helfer bis zur Fachkraft ist alles dabei.
 

atasteofbunny

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Ja könnte ich, wie gesagt, bisher noch nicht mal eine Stelle gefunden die wenigstens einigermaßen gut bezahlen.
Das ist sehr schade. Wenn du noch jung bist, vielleicht kommt eine Weiterbildung für dich in Frage.

Den Bewerbungsfrust kenne ich auch zur Genüge :frown: Jemand, der das nicht selbst erlebt hat, kann sich glaube ich gar nicht vorstellen, wie ätzend das ist, man freut sich aufs Vorstellungsgespräch, bereitet sich gut vor und kriegt dann doch ne Absage. Und das immer wieder. Oder nicht einmal eine Antwort auf die schriftliche Bewerbung.
 
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