Versucht da Verdi über Linkspartei Druck auf die Zahltage auszuüben?

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Martin Behrsing

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folgendes lief heute über den Verteiler der BAG Hartz IV. Da versucht Verdi Köln wohl Einfluss auf den Zahltag zu nehmen und hat sogar echt kölsche Knaller (Kamelle) als vorschläge dabei. :icon_lol::icon_lol:
Ich glaube, dass Verdi sich da gerade in Köln wiedermal nicht ganz so beliebt macht.

Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe MitstreiterInnen,

ich möchte Euch eine Mail eines Genossen aus Köln weiterleiten, mit der Bitte, seinen Appell zu beherzigen.
Ich habe heute vor dem Jobcenter Berlin-Mitte wieder schlimme Verhaltensweisen von Angestellten des Jobcenters
erfahren können. Aber bitte bedenkt: Erstens sind nicht alle Mitarbeiter gleich und zum Zweiten sind auch
diese mehr oder weniger Opfer.

MsG

Werner Schulten

Von: Frank, Benedikt
Gesendet: Dienstag, 15. September 2009 11:22
An:
Cc:


Betreff: Unsere Sozial-Beratung der LINKEN in Köln



Mit der Bitte um Weiterleitung an die Projektgruppe „Aufstehen gegen Hartz IV“ und zur Kenntnisnahme des Kreisvorstandes

Liebe Genossinnen und Genossen der Hartz IV-Beratung im Kreisverband Köln,
erst einmal möchte ich zum Ausdruck bringen wie froh ich bin, dass ihr euch anbietet, z.B. Betroffene von Hartz IV zu beraten und gelegentlich auch auf dem schweren Gang zur ARGE zu begleiten.
Ich glaube, dass wir viel mehr solche Projekte brauchen, durch die wir den Menschen vermitteln können, dass wir „die Partei der Menschen“ sind. Dabei sind wir besonders die Partei der Lohnabhängigen und Erwerbslosen. Dies sollten wir immer wieder zum Ausdruck bringen. Euer Projekt ist ein Ausdruck davon.
Ich würde mir wünschen, dass wir mehr solche Projekte (wie z.B. Hausaufgabenhilfe besonders für Kinder aus sozial schwachen Haushalten oder Beratung für Migrant/innen und vieles mehr) anbieten. Leider fehlt uns für Vieles, was sinnvoll ist, die Kraft. Da ist gut, dass wir „wenigstens“ die Hartz IV-Beratung in Köln anbieten können. Gerade bei dem Wissen darum, dass Mitarbeiter/innen der Agentur für Arbeit sowie der ARGE zwar nicht offiziell, aber doch wohl subtil „von Oben“ dazu angehalten sind, den Betroffenen nicht zu helfen möglichst gut ihre Ansprüche geltend zu machen, sondern „von Oben“ eher gern gesehen wird, dass Ansprüche eben möglichst nicht geltend gemacht werden und man eben z.B. nicht auf Fehler bei der Geltendmachung hinweist. Gerade mir als Gewerkschaftssekretär fällt das auf, gleichwohl es hierzu selbstverständlich keine Arbeitsanweisung o.ä. der ARGE gibt.

Aber:
Die Beschäftigten der ARGE und der Agentur für Arbeit sind nicht unser Feind! Ich möchte euch bitten, dies zu berücksichtigen. Wie wir die Institution ARGE bzw. Hartz IV als Instrument sehen, steht auf einem anderen Blatt. Mir ist ein Fall über eine gute Freundin (und Wählerin der LINKEN!) bekannt geworden, die bei der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach beschäftigt ist. Ihr Kollege (ebenfalls bisher! Wähler der LINKEN) bekam mit seinem Klienten Besuch von zwei unserer Genoss/innen aus Köln. Auf Anfrage wer diese seien, kam zuerst nur die grimmige Auskunft, dass diese das nicht sagen müssen, während diese sich während des Gesprächs wie Bodyguards hinter dem Klienten postierten. Der Kollege fühlte sich eher bedroht als respektiert. Mittlerweile sind mir auch weitere Fälle berichtet worden (diese allerdings unkonkret).

Macht diese Herangehensweise wirklich Sinn?

Wie ich schon eingangs erwähnte: Wie sich von den Beschäftigten bei der ARGE und Agentur für Arbeit verhalten wird, dazu wird „von Oben“ (meist subtil) Druck ausgeübt. Dort sitzen Menschen! Bitte behandelt diese auch so! Mensch, die bei Behörden arbeitet, Banker/innen, Angestellte im Versicherungswesen, der Polizei, Kontrolleur/in bei der KVB, Arbeiter/in in der Rüstungsindustrie oder Atomkraftwerken und in vielen anderen Branchen, ja „selbst“ Soldat/innen: Das sind alles nicht „nur“ Menschen, sondern ebenfalls unser Klientel, die es für uns zu gewinnen gilt.

Deshalb bitte ich euch:
Macht weiter mit eurer hervorragenden Arbeit, aber zeigt auch den Menschen die hinter den Schreibtischen sitzen, Respekt. Den haben sie nicht nur verdient, sondern die gehören nicht mehr und nicht weniger „zu uns“ wie die vor den Tischen. Helft den Berater/innen der ARGE, die menschlich handeln wollen, indem ihr mit den Hartz IV-Betroffenen ihre Geltendmachung von Ansprüchen gut aufarbeitet und gern auch selbstbewusst aber freundlich begleitet. Viele Beschäftigte der ARGE freuen sich sicher darüber, dass sie dadurch wasserdicht gegenüber ihrem Arbeitgeber begründen können, warum auch der kleinste Anspruch beglichen werden muss. Und gegenüber den Arbeitnehmer/innen dort, die sich nicht freuen (eventuell, weil diese durch „hervorragende Zahlen“ Karriere machen wollen)… tja.. die freuen sich eben nicht, können aber auch nicht anders handeln, als richtig geltend gemachte Ansprüche zu gewähren. Wie auch immer: Respekt und Freundlichkeit ist in jedem Falle Trumpf und ein wesentlich günstigeres und wirkungsvolleres Werkzeug als die Brechstange (die zugegebener Maßen in Ausnahmefällen auch mal das richtige Werkzeug seien kann).

Also bitte ich euch nochmal: Damit unsere Partei noch weiter nach vorn kommt:
Macht weiter wie bisher, aber lächelt dabei!

Ich möchte dem Kreisverband deshalb im Weiteren Folgendes vorschlagen: In einem Arbeitskreis –dem ich mich auch gern anschließe- könnten z.B. aus den verschiedensten Berufs- und Personengruppen Ehrungen oder Hilfe zu Teil werden.

Beispiele:

  • Im nächsten Tarifkonflikt der Polizei backen wir für einige/alle Polizeiwachen in Köln Kuchen und überbringen die mit Aussagen wie: „Wir können euch nachempfinden, wie schwer es sein muss, Nazis vor Antifaschisten zu schützen und andere „Schmutzarbeit“ für den Staat zu machen. Hier eine Aufmunterung von uns. Haltet durch im Tarifkonflikt. Ihr habt mehr verdient“
  • Wenn wir einen Soldat finden, der im Kriegseinsatz ist und nun begriffen hat wie sinnlos der Krieg ist und vor allem, wie sinnlos es ist, sein Leben und das Leben anderer in Gefahr zu bringen, diesen zu unterstützen nachträglich zu verweigern, anstatt den als Mörder zu verunglimpfen
  • Wir lassen den Berater/innen der ARGE, die sich besonders positiv verhalten eine Dankeskarte über Klienten zukommen, allerdings ohne, dass es die Teamleiter mitbekommen (denn das würde denen sicher nicht helfen) und überreichen gleichzeitig dem Chef der miesesten Einrichtung im Einzugsgebiet Köln medienwirksam eine „saure Zitrone“.
Dies sage ich als einer, der schon auf Demos von Polizisten verprügelt wurde, die Armee zutiefst ablehnt und auch nicht gezwungen sein will bei der ARGE zu arbeiten und Ansprüche anderer Menschen „abzubügeln“.

Mir (und auch euch) fallen noch sicher viel mehr (auch witzige und medienwirksame) Ideen ein, wie wir Menschen (auch in für euch und mir unangenehm scheinenden Berufen) ansprechen können und dabei insgesamt unser Image (und Mitgliederzahlen, Wählerstimmen, etc.) verbessern, anstatt bei der einen Seite Sympathien zu verspielen, weil es uns –berechtigterweise- wichtig ist z.B. eins unserer „Stammklientels: Hartz IV-Betroffene“ besonders zu helfen.

Wir können das eine tun ohne das andere zu lassen.

Ich würde mich freuen, darüber mit euch nachzudenken und es umzusetzen.

Beste Grüße
Benedikt
Benedikt Frank
Gewerkschaftssekretär

ver.di Bezirk Köln
Fachbereich Handel, Fachgruppe Einzelhandel
Hans-Böckler-Platz 9
50672 Köln

Telefon: 0221/48558524
Telefax: 0221/48558499

www.darum-verdi.de
www.Mindestlohn.de
 

Martin Behrsing

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Nur ein Beispie was gestern bei uns in der Beratung

Eine junge Frau (noch in der Ausbildung) ist schwanger geworden und hatte deshalb schon alles rechtzeitig geregelt. Anträge im Januar gestellt. Ihr Baby kam dann im Mai und sie hatte auch glück eine entsprechende Wohnung zu finden.

Die Arge schaffte es dann tatsächlich am 20. August Bescheide rückwirkend zu erlassen. Geld ist bis dato noch nicht geflossen.

Eine Freundinn hatte die Erstausstattung und die anderen Kosten, die im Rahmen der schwangerschaft entstehen vor finanziert. Die Arge bot ihr dann 3 Monate später einen Gutschein an.

Die junge Frau hat nun leider Kontakt zu ihren Eltern - der ist wohl schon länger völlig abgebrochen und sie ist alleinstehend.

Soviel zum Verständnis für Mitarbeiter in der ARGE. Ich frage mich, welche Gefühle die junge Frau gegenüber solchen Mitarbeitern hat, wo ihr jetzt langsam die Wohnungslosigkeit droht, weil kein Geld gezahlt wurde. Gut man könnte sagen, sie hätte früher zu uns kommen sollen. Aber erst eine Frauenberatungssgtelle, an die sich in ihrer Not wandte, hat sie zu uns geschickt. Wir haben das ganze dann sofort einen Anwalt übergeben, weil hier sofort gehandelt werden muss.
 
F

FrankyBoy

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Das derartig mit Betroffenen umgegangen wird, zeigt klar auf, dass das System in Deutschland einfach nur noch absurd ist - die Familienministerin erzählt laufend wir brauchen mehr Kinder und wenn eine Frau dies dann auch tatsächlich in die Welt setzt, dann hat sie Aussichten, wie sie gerade mein Vorschreiber geschildert hat - haben die Arge Mitarbeiter eigentlich noch alle Tassen im Schrank?

Tja, wenn es nur diese währen aber ich denke, hier wird der von oben diktierte Spaarzwang mal eben so an eine Person übertragen die 1. Nichts dafür kann und 2. dadurch, dass sie eine Ausbildung begonnen hat, gezeigt hat, dass sie nicht zu jenen gehört, die sich faul auf der "sozialen Hängematte" ausruhen wollen.

Ich kann so etwas nicht begreifen - die Realität, die uns die regierenden Volksverräter - und hier schließe ich die FDP mit ein weil sie im Bundesrat immer härtere Hartz IV Gesetze gefordert hat als alle anderen Parteien (eigene Einschätzung).

Wir erleben mehr und mehr eine Politik des maximalen Schwachsinns und ich fordere euch auf, diese Schweinebande ab zu wählen, so etwas darf es einfach nicht geben!

Heute hatte ich einen Handwerker zu Gast, der eigentlich täglich bei uns ist und der hatte gemeint, dass der Westerwelle wohl am meisten für uns kleine Leute unternimmt - der war leider zu angetrunken als das er auf meine Bemerkungen eingehen wollte - mensch Leute, was soll sich das Volk und damit wir alle, eigentlich noch von so unfähigen Politikern bieten lassen - geht endlich auf die Barrikaden und zeigt es diesen Volksverrätern am übernächstem Sonntag.
 

sun2007

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1
Dann bring ich zu meinem nächsten Termin auch Kuchen mit. Mit den Worten:

"Sie müssen es ja schwer mit mir haben und es muss schlimm für Sie sein, für den Staat die Drecksarbeit machen zu müssen, sich mit Menschen wie mir zu befassen."
 
E

ExitUser

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hier ein Plätzchen für Sie. Stimmt es, dass es einen Test gibt: ob sie hart genug für den Job sind und auch "durchziehen" können? Das muss schwer sein. :icon_sad:
Aber den Wunsch nach freundlicher Behandlung kann ich nachvollziehen. Wer ist eigentlich "Da Oben"? Sind das nicht auch Menschen? Kann man sich nicht auch an die wenden? Es ist in der Tat so dass einige paps so sehr verschreckt von "die da Oben" sind, dass sie die Verhältnismässigkeit aus den Augen verlieren. Wenn ein pap mich fragt, helfe ich ihm/ihr auch gerne gegen die da Oben. Ist mir egal wer von denen für den Murks verantwortlich ist. (sein soll)
 
E

ExitUser

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Benedikt Frank

gibts da eigentlich zwei davon?

Beide bei ver.di, einer Köln, einer Berlin-Brandenburg
 

Volker

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Benedikt Frank

gibts da eigentlich zwei davon?

Beide bei ver.di, einer Köln, einer Berlin-Brandenburg

Ich find das was das Posting aussagen will, schon vernünftig.
Beistände haben sie vernünftig zu benehmen. So gleiches mit
gleichem zu vergelten macht es nicht besser. Einzelfälle mal
abgesehen.

Martins Auflistung sind natürlich richtig, sowas darf nicht sein.
Als Bodygard inne ARge herumzulaufen geht aber auch nicht.
Da sollten wir mehr Benehmen zeigen. Aufgebaute Drohkulisse
bringt es nicht. Wie bei Zahltagen mit den Demonstranten
umgegangen wird, entzieht sich meiner Kenntniss, rechtfertig
aber nicht sowas in die Räume zu tragen.

Herbes Auftreten seitens ARGE, darf durchaus so beantwortet werden,
die Konfrontation aber nicht aus unseren Seiten provozieren.


Volker
 
E

ExitUser

Gast
Ich find das was das Posting aussagen will, schon vernünftig.
Beistände haben sie vernünftig zu benehmen. So gleiches mit
gleichem zu vergelten macht es nicht besser. Einzelfälle mal
abgesehen.

Martins Auflistung sind natürlich richtig, sowas darf nicht sein.
Als Bodygard inne ARge herumzulaufen geht aber auch nicht.
Da sollten wir mehr Benehmen zeigen. Aufgebaute Drohkulisse
bringt es nicht. Wie bei Zahltagen mit den Demonstranten
umgegangen wird, entzieht sich meiner Kenntniss, rechtfertig
aber nicht sowas in die Räume zu tragen.

Herbes Auftreten seitens ARGE, darf durchaus so beantwortet werden,
die Konfrontation aber nicht aus unseren Seiten provozieren.


Volker

Das hatte jetzt nichts mit dem Auftreten in den ARGEn zu tun, mir fiel nur auf, das der gleiche Benedikt Frank in Berlin und Köln ist, die gleiche Mailadresse hat und zufällig auch für ein Grundeinkommen einsetzt.
3. Grundeinkommenskongress Berlin 2008 » Blog Archiv » Benedikt Frank
 

Martin Behrsing

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Darum geht es nicht. Benedikt Frank versucht zu spalten und ist wieder einmal einer der typischen Beruhigungspillen, die von Seiten der Gewerkschaften da rüber gebracht werden. Nur wird diesmal der Weg über die Partei die Linke versucht. Das was er da geschrieben hat, glaube ich erstmal so nicht. Ich bin ja nun oft genug bei Zahltagen dabei gewesen und so ein Auftreten hat es nicht gegeben. So etwas passiert höchstens dann, wenn von Belgeitpersonen der Ausweis verlangt wird oder man versucht Begleitpersonen zu Bevollmächtigten zu machen.

Die Aussage des Schreibens ist nichts anderes, die ARGE ist nicht der Ort der auseinandersetzung und außerdem gibt es ja noch so viel anderes, worum man sich kümmern müsste. Erinnert mich an den Geschäftsführer der ARGE Bonn: Die Arge ist nicht der Ort der Auseinandersetzung. Ja wo denn sonst, hier verlieren Menschen ihre Würde und nur an diesen Orten können sie ein Stück ihrer Würde wieder bekommen.
Die bekommen sie nicht in Berlin auf Großdemos oder von Verdi zurück.

Natürlich schere ich auch nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm; es gibt da durch aus welche, die weder ein Problem mit Begleitpersonen haben noch vernünftiges Ermessen ausüben oder auch schon mal völlig unkompliziert Dinge regeln. Nur sind die in der absoluten Minderheit und suchen immer sehr schnell das weite - sprich anderen Arbeitsplatz außerhalb der ARGE.
 

Merkur

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Wir erleben mehr und mehr eine Politik des maximalen Schwachsinns und ich fordere euch auf, diese Schweinebande ab zu wählen, so etwas darf es einfach nicht geben!
Was um 18.00 Uhr pünktlich auf dem Tisch kommt steht doch lange schon mal fest.
In Afghanistan wurde es wenigstens schon mal aufgedeckt ,
EU-Beobachter monieren massiven Wahlbetrug

NETZEITUNG POLITIK AUSLAND NACHRICHTEN: EU-Beobachter monieren massiven Wahlbetrug
Bei der Präsidentschaftswahl in Afghanistan sind nach Angaben der EU-Wahlbeobachter mehr als ein Viertel der Stimmen gefälscht oder zumindest verdächtig. Betroffen seien 1,5 Millionen der bislang veröffentlichten 5,5 Millionen Stimmen
Es wird kommen wie die Umfragen sind .
 

KK aus C

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Wie war das doch mit der Zivilcourage? Sie macht seit dem Tod von Herrn Brunner an der Münchner S-Bahn wieder in allen Medien als DIE TUGEND einer demokratischen Gesellschaft die Runde.

Nur leider ist die Zivilcourage eine sehr seltene Art geworden und wo sie doch auftritt, diffamiert man sie oft mit Querulantentum, Unangepassheit, Nörgelei und Gemecker. Und ebenso selten, wie die Zivilcuorage noch zu finden ist, genauso oft wird Zivil-couragierten Menschen jeder nur auffindbare Stein in den Weg geworfen. Das zeigt den Zustand unserer Demokratie.

Auch AfA und Arge-Mitarbeiter haben immer die Möglichkeit menschlich und couragiert zu handeln. Ich habe es leider nur selten erlebt. Die meisten von Ihnen beugen sich dem Druck von oben.

Aber einige sind Überzeugungstäter: für diese sind Erwerbslose faule Subjekte, die man mal so richtig erziehen muss und die man - ungestraft - nach Herzenslust schikanieren kann.
Diese üble Sorte ruiniert den Ruf.

LG von KK von KK
 

Devona

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Nur leider ist die Zivilcourage eine sehr seltene Art geworden und wo sie doch auftritt, diffamiert man sie oft mit Querulantentum, Unangepassheit, Nörgelei und Gemecker. Und ebenso selten, wie die Zivilcuorage noch zu finden ist, genauso oft wird Zivil-couragierten Menschen jeder nur auffindbare Stein in den Weg geworfen. Das zeigt den Zustand unserer Demokratie.

LG von KK von KK


Ja, genauso sieht das aus.

LG, Devona
 
S

Stinkstiefel

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Höflich zu bleiben ist manchmal schwer. Da kann ich ein Lied von singen. Eine kühle beherrschte Art hat jedoch i.d.R. besseren Erfolg.
 

Volker

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Darum geht es nicht. Benedikt Frank versucht zu spalten und ist wieder einmal einer der typischen Beruhigungspillen, die von Seiten der Gewerkschaften da rüber gebracht werden. Nur wird diesmal der Weg über die Partei die Linke versucht. Das was er da geschrieben hat, glaube ich erstmal so nicht. Ich bin ja nun oft genug bei Zahltagen dabei gewesen und so ein Auftreten hat es nicht gegeben. So etwas passiert höchstens dann, wenn von Belgeitpersonen der Ausweis verlangt wird oder man versucht Begleitpersonen zu Bevollmächtigten zu machen.

Ja, das wäre zu ergründen was davon war ist und in welchen kontext und wie häufig.

Volker
 
D

dr.byrd

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Wenn es nicht so traurig wäre. :eek:

Es hat schon was Skurriles, wie der Kollege Gewerkschatssekretär hier die Opfer zu Tätern machen will... Opfer und ihre Beschützer sollen freundlich und höflich zu den Tätern sein. - Ja, wo leben wir eigentlich.

Besser wäre es gewesen der Kollege Gewerkschaftssekretär hätte mal seine Kollegen in den Argen in einem offenen Brief aufgefordert, sofort ihr ungesetzliches Treiben einzustellen! Sich ab sofort zu weigern, die Menschen mit lebensbedrohenden Sanktionen zu überziehen!
Da hört man nix von Verdi.
 

Drueckebergerin

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Höflich zu bleiben ist manchmal schwer. Da kann ich ein Lied von singen. Eine kühle beherrschte Art hat jedoch i.d.R. besseren Erfolg.
Das sehe ich genauso.... :icon_smile:

Das wäre auch hier angeraten.

Und bei meiner letzten Begleitung ( sorry.... aber wir sind mal wieder an eine freundliche, kompetente SBin geraten) habe ich einen Vorfall erlebt......
Der Beistand eines anderen HE war wirklich von Anfang an sehr aggressiv.... okay, ich kenne die Hintergründe nicht, aber SBin hat wirklich x-mal geschluckt um nicht ihrerseits unfreundlich zu werden, also ich hätte dem Beistand wohl irgendwas um die Ohren gehauen.:icon_eek:
SBin hat es wirklich geschafft, die Lage zu entspannen und eine Lösung zu finden.

Vergeßt eines nicht... es gibt überall so`ne und solche :icon_pause:
 
D

dr.byrd

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Wie kann aber einer gleichzeitig in Berlin und Köln Gewerkschaftssekretär sein?

Geht das überhaupt?

Er war in Berlin (Postdienste) und ist jetzt in Köln (Handel). Das kann noch nicht sehr lange her sein.
Dass er sich da jetzt gleich so aus dem Fenster hängt, ist mir eigentlich unverständlich. Vielleicht will er sich Köln auch mal gleich profilieren.
Dieser Schuss scheint aber nach hinten losgegangen zu sein. Jedenfalls hat er wohl eine Menge Post in den letzten Tagen bekommen. :icon_daumen:
 

Martin Behrsing

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Was ich so gelesen habe, hat es jede menge Stoff gegen ihn gegeben. Der ist aber einer vom Schlage Bernhard Jirku (Verdi). Und da geht es um Einflussnahme.

Es scheint mir wichtig, dass wir solche Menschen dazu einladen, sich die Zustände mal 3-6 Wochen jeden Tag anzusehen und erst dann darf er sich wieder äußern. Ebenso könnte er auch mal innerhalb von Verdi eine Botschaft rausgeben, wie man denn Hartz IV-Betroffene behandelt. Weit aus die meisten Menschen bei der BA sind gewerkschaftlich organisiert und da geht ganz bestimmt was.


Er war in Berlin (Postdienste) und ist jetzt in Köln (Handel). Das kann noch nicht sehr lange her sein.
Dass er sich da jetzt gleich so aus dem Fenster hängt, ist mir eigentlich unverständlich. Vielleicht will er sich Köln auch mal gleich profilieren.
Dieser Schuss scheint aber nach hinten losgegangen zu sein. Jedenfalls hat er wohl eine Menge Post in den letzten Tagen bekommen. :icon_daumen:
 
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dr.byrd

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Hallo Benedikt,

nach dem Du Dich ja offensichtlich so über die heftigen Reaktionen aus Erwerbslosenkreisen wunderst, hier mal einige Anmerkungen dazu von mir.

Schön wäre es, wenn Du Dich mal in einem offenen Brief an die Arge-Mitarbeiter wenden würdest, um diese aufzufordern, ihr verfassungswidriges und menschenverachtendes Treiben unverzüglich einzustellen.

Hier ist von den Mitarbeitern z.B. bei Sanktionen sofortiger zivilcouragierter Widerstand gefragt. Das würde Dein merkwürdiges Geschreibsel zu diesem Thema etwas glaubwürdiger machen.

Niemand ist gezwungen in der Arge zu arbeiten und die Menschen zu schikanieren. Freundlichkeiten sind da nach meiner Meinung fehl am Platze, wenn Menschen auf Null sanktioniert werden, ohne dass es einen Aufstand der Mitarbeiter gibt.

Also, aus meiner Sicht wird umgekehrt ein Schuh draus. Was soll sowas,von Verdi? Die sollten sich mal endlich ein Beispiel an den Gewerkschaften Frankreich nehmen:
„Unsere Aufgabe ist es vor allem, den Arbeitsuchenden zu helfen, eine Beschäftigung zu finden und das erwarten die Arbeitsuchenden von uns. Aber es gibt einfach keine Arbeit für Alle. Die Zunahme von Gesprächen, die ständigen Aufforderungen zum Besuch der Agentur werden keine Arbeit schaffen, sondern erhöhen nur das Risiko für die Arbeitsuchenden, gezwungen, schikaniert und abgestraft zu werden.
Wir, die Beschäftigten der ANPE, erklären, dass wir auf keine Weise Menschen schaden wollen, die schon durch den Verlust der Beschäftigung und des Einkommens verletzt sind.
Wir verweigern uns, sie auszugrenzen und wir werden keine Streichungen mehr durchführen, ohne vorher die moralischen und menschlichen Folgen mitzubeachten.
Wir schlagen Angebote vor, wir zwingen aber Angebote nicht auf. Wir werden die Arbeitsuchenden nicht zwangsweise in kleine Kästen stecken. Wir erpressen sie auch nicht mit Streichung.
Wir verweigern uns auch der Wut der Arbeitsuchenden ausgesetzt zu werden. Wir verweigern uns, eine soziale Polizei zu sein, angewiesen zur Unterdrückung anstatt als öffentlicher Ratgeber für Beschäftigung agieren zu können."
Weiterlesen auf: Initiative für soziale Gerechtigkeit

Auf sowas wartet man aber von Verdi bisher vergebens.

Sobald ich von einer derartigen Initiative von Dir und Verdi und den Arge-Mitarbeitern höre, werde ich mir das mit der Freundlichkeit gegenüber meinen Peinigern mal überlegen.
Einen dieser Briefe an den Kollegen Frank darf ich mal hier veröffentlichen.
 

Martin Behrsing

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Einen dieser Briefe an den Kollegen Frank darf ich mal hier veröffentlichen.
hab ich jemals was anderes gesagt. Ich glaube, dass ich einer der letzten bin, der irgend ein Verständis für MA der ARGEN zeige. Wieß ich doch genau, wie sie ausgewählt sind. Leider weiß ich auch, dass es zunehmend ehemalige Hartz I-Bezieher gibt, die sich jetzt als besonders knall hart erweisen. Sie sind bestesn darin, von vorne herein Menschen abzuwimmeln, so dass es erst gar nicht zu Leistungsauszahlungen kommt. Wie Du oben gelesen hast, dauerte eine Antragsbearbeitung inzwischen 8 Monate. Und das erleben wir zunehmend und das nicht nur in Bonn, sondern bundesweit. Dies hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, dass es keineswegs mehr hinnehmbar ist. Dies passiert besonders bei Alleinerziehenden, Menschen mit Migrationshintergrund und jungen Menschen. Auch bei der Verlängerung von Anträgen.

Hier müssen wir uns ab Herbst was überlegen. Denn dort werden die meisten Kosten m. E. inzwischen eingespart. Die VERWEIGERUNG VON ZUSTEHENDEN LEISTUNGEN.

Das nächste Problem ist, die zunehmende Strafverfolgung von angeblichen Leistungsmissbrauch. Da schein mir Baden-Württemberg z. Zt. Vorreiter zu sein. Es nimmt aber inzwischen zu. Die Strafverfolgung wird auch durchgezogen, wenn Sozialgerichte anders entscheiden haben. Und Amtsgerichte tickern leider ganz, ganz anders.

Das nächste Problem betrifft zwar nicht Hartz IV, scheint aber wesentlich gravierender zu sein. Die Sperrung von Leistungen des ALG I und zwar direkt 12 Wochen komplett. Die meisten ALG I-Bezieher haben zudem schon weniger Leistungsansprüche, wie sie mit Hartz IV bekommen würden. Es wird ihnen aber auch nicht gesagt, dass sie Ansprüche darauf hätten. Sobald sie nur den kleinsten Fehler machen, sei es zu spät arbeitslos gemeldet, Meldeversäumnisse wird das ALg bis zu 12 Wochen gesperrt und die Menschen hängen ohne einen Cent da. Da ist inzwischen ein Riesenproblem, was aber in der Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wird, da die Spaltung zwischen ALG I und Hartz IV inzwichen schon perfekt ist. Leider auch auf Seiten der Erwerbslosen.
 
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