Verständnisfrage Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und wann werden sie unterbrochen in Verbindung mit Krankengeld?

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Hallo zusammen,

ich habe eine Verständnisfrage. Bei einem Freund von mir ist folgende Situation:

Er war vom 03.12.2018 - 07.12.2018 AU wegen der Diagnose X

Am 07.12.2018 hatte er einen Termin bei einem Facharzt, der ihn wegen Diagnose Y längerfristig krank geschrieben hat.

Die Person steuert auf den Krankengeldbezug. Die Krankenkasse rechnet aber dem 03.12.2018. Ist das richtig? Ich mein auch wegen der Diagnose her. Ich hab mal gehört, dass man Krankengeld bzw. dessen AUs nur immer mit der selben Diagnose bekommen kann. Die letzte Diagnose wäre ja Y und nicht X.

Ich hoffe, ihr könnt mich verstehen und weiterhelfen.

Danke.
 

Kerstin_K

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Da die AU mit der zweiten Diagnose sich um 1 Tag mit der ersten überschneidet, gilt diese als hinzugetretene Krankheit und es wird zusammengerechnet.

Wäre er 1 Tag spaeter beim Facharzt gewesen, wäre es eine neue Erkrankung und es ginge bei null wieder los.
 

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Da die AU mit der zweiten Diagnose sich um 1 Tag mit der ersten überschneidet, gilt diese als hinzugetretene Krankheit und es wird zusammengerechnet.

Wäre er 1 Tag spaeter beim Facharzt gewesen, wäre es eine neue Erkrankung und es ginge bei null wieder los.
Hat das irgendwelche Auswirkungen auf das Krankengeld an sich oder ist es egal, solange keine Datumslücke entsteht? Die KK hat der Person nämlich einen Fragebogen zugeschickt. Es geht unter anderem um das beendete Arbeitsverhältnis, was sich mit der letzten AU (Diagnose Y) überschneidet. War nix besonderes, sondern nur ein befristet Verhältnis, dass nicht verlängert wurde. Dort wird unter danderem danach gefragt, wann (Datum/Uhrzeit) die Person diese AU bei Arbeitgeber eingereicht hätte. Dann will man noch den Arbeitsvertrag und das Kündigungsschreiben als Kopie. Ist das heutzutage normales Vorgehen beim Krankengeld?
 

Kerstin_K

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Zu dem Fragebogenn usw.kann ich nichts weiter sagen.
Auf das Krankengeld hat das in diesem Fall erstmal keine Auswirkungen. wenn das Arbeitsverhältnis weiter vestehen würde, würde das KG eben, wäre er eine Tag später zum FA gegangen, erst sechs Wochen nach der 2. Diagnose beginnen und hinten raus eben etsprechend länger getahlt werden. Zudem würde sich die Blockfrist entsprechend verschieben, das kommt aber erst zum Tragen, wenn diese 2. Krankheit länger als 78 Wochen anhält oder immer wieder AU Zeiten verursacht. Das muss man dann im Einzelfall sehen.

Schau Dir in diesem Zusammenhang mal die Beiträge von Machts Sinn an, der kennt sich da bestens aus.
 

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@ Kerstin_K

Hab noch eine Frage. Wenn meine AU bekommt, dann besteht sie ja aus insg. 3 Durchschlägen. 1 x für den AG, 1 x für den AN und 1 x für die KK. Wie sieht das im Krankengeldbezug aus? Bekommt die KK zusätzlich zum Durchschlag für die KK auch den für den AN?
 

Kerstin_K

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Nö, die KK bekommt ihren Durchschlag und einen behält der Arbeitnehmer. Den dritten bekommt auch im KG-Bezug der Abeitgeber, soweit vorhanden, denn sonst müsste man ja zur Arbei erscheinen. Gibt es keine Arbeitgeber, käme noch das JC in Frage. Ansonsten einfach zu Hause abheften.
 

Doppeloma

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Hallo Proletarier,

War nix besonderes, sondern nur ein befristet Verhältnis, dass nicht verlängert wurde. Dort wird unter danderem danach gefragt, wann (Datum/Uhrzeit) die Person diese AU bei Arbeitgeber eingereicht hätte. Dann will man noch den Arbeitsvertrag und das Kündigungsschreiben als Kopie. Ist das heutzutage normales Vorgehen beim Krankengeld?

Dann möge die KK doch bitte die Rechtsgrundlagen für ihre ungezügelte Neugierde bekannt geben (schriftlich bitte, damit ein Anwalt das prüfen könnte), wann der AG die AU erhalten hat kann denen egal sein, es zählt nur der Eingang bei der KK für den Anspruch auf Krankengeld.

Wer merkt sich denn bitte um welche Uhrzeit der AG die AU bekommen hat, meist weiß man das gar nicht ... ich habe die jedenfalls immer mit der Post geschickt.
Die haben keinen Anspruch auf solche Auskünfte, es ist (fast) völlig EGAL aus welchem Grund ein Arbeitsverhältnis endet, wenn eine AU besteht hat die KK Krankengeld zu zahlen wenn der Arbeitsvertrag beendet ist, auch wenn theoretisch noch (bis zu 6 Wochen) Lohnfortzahlung zu leisten wäre, das entfällt aber logischerweise wenn es keinen AG mehr gibt, der das noch zahlen müsste ...

Der AG wird den Betroffenen von selber bei der KK (als Mitarbeiter) abmelden und der Arbeitsvertrag geht die GAR NICHTS an ... was wollen die denn daraus entnehmen ...
Es könnte nur anders kommen wenn man z.B. fristlos gekündigt wurde und es dafür keinen ernsthaften Grund gegeben hast ...

Zum befristeten Arbeitsverhältnis kann man ja (mündlich) Auskunft geben (um des lieben Friedens willen) aber der Arbeitsvertrag muss nicht vorgelegt werden und eine Kündigung gibt es in diesem Falle normalerweise gar nicht, die ginge die KK auch nur in ganz seltenen Fällen was an.

Das spielt sich dann meist im Rahmen einer Kündigungsschutzklage ab, aber das wird wohl in diesem Falle nichts nützen, befristet ist eben befristet und endet mit der Frist.

Die versuchen schon wieder "linke Dinger", um den Betroffenen an die AfA abdrängen zu können, zur baldigen Arbeitsvermittlung ... Arbeitslose Kranke sind nicht besonders "beliebt" bei den KK.

MfG Doppeloma
 

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Nö, die KK bekommt ihren Durchschlag und einen behält der Arbeitnehmer. Den dritten bekommt auch im KG-Bezug der Abeitgeber, soweit vorhanden, denn sonst müsste man ja zur Arbei erscheinen. Gibt es keine Arbeitgeber, käme noch das JC in Frage. Ansonsten einfach zu Hause abheften.
Sorry, hab mich falsch ausgedrückt. Ich meine, wenn kein AG mehr vorhanden ist. Was passiert dann mit dem Durchschlag für den AG? Auch zur KK?

@ Doppeloma

Das kam mir auch spanisch vor. Zumal in dem Schreiben keine Rechtsgrundlage genannt wurde, diese Informationen einzufordern. Der Betroffene hat die Informationen jetzt allerdings der KK geschickt, weil er möglichst schnell und ohne Komplikationen sein KG erhalten will. Die Stelle war befristet. Da gibt es nix dran zu rütteln. In Zukunft werden wir aber auf jeden Fall vorsichtiger und kritischer sein.
 

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@ Doppeloma

wie sollte man sich deiner Meinung am besten in so einer Situation verhalten? Die KK hatte die Forderung dieser Unterlagen unter anderem damit begründet, dass man prüfen wolle, ob nicht Anspruch auf verminderte Entgeltfortzahlung besteht. Sollte man in Zukunft solcherlei Forderung generell verweigern, weil die KK keine Anspruch darauf hat, der sich dadurch begründet, dass sie keine Rechtsgrundlage nennt? Inwiefern erschwert das die Bearbeitung bzw. Auszahlung des KK? Ich bin da in meiner JC-Denke verhaftet.
 

Kerstin_K

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Verminderte Entgelstfortzahlung? Was bitte soll das denn sein und auf welcher Rechtsgrundlage?

Ichhabe noch nie gehört, dass eie KK sich für einen Arbeitsvertrag interessiert.
 

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Ich hab mich wohl falsch ausgedrückt. Sorry. Die Person hat mir das Schreiben der KK zugeschickt. Dort steht folgenden
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sehr geehrter Herr XY,

nach unseren Informationen erhalten Sie wegen Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses keine Entgeltfortzahlung bzw.
Entgeltfortzahlung nur in verminderten Umfang.

Damit wir Ihre Ansprüche auf die gesetzliche Entgeltfortzahlung und Krankengeld klären können, reichen Sie und
den beigefügten Fragebogen bitte kurzfristig ausgefüllt zurück.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns bitte an, vereinbaren Sie mit uns einen Termin. Wir beraten Sie gerne.


Mit freundlichen Grüßen

XY
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
In dem Fragebogen werden dann auf drei Seiten Fragen zum Arbeitsverhältnis gestellt. Zur Einreichung der AU usw. usf.
Zudem wird um eine Kopie des Arbeitsvertrages und des Kündigungsschreibens des AG gebeten.
 

Kerstin_K

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Wieder was gelernt.

Interessant ist das mit der Kündigung während der Probezeit. Da mussder Arbeitggeber ja gar keinen Grund nennen. wird also schwerig für die Krankenkasse, oder? Wenn dem nicht so wäre, würden wohl nicht so viele ZAFs sofort kündigen, wenn emand währen der Probezeit krank wird.
 

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Wie lange dauert es in der Regel, bis die KK über das Krankengeld bescheidet? Die Sache läuft nun schon 3 Wochen und die Person hat weder Geld noch Bescheid gesehen.
 
G

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Oben steht doch AU seit 03.12.18.

Da besteht doch Krankengeldanspruch erst seit gestern, oder habe ich da was falsch verstanden?

Bitte bedenken: Krankengeld wird immer nur rückwirkend bis zum Datum der erneuten Feststellung des Arztes gezahlt.
 

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Oben steht doch AU seit 03.12.18.

Verstehe aber nicht, wie du darauf kommst

Da besteht doch Krankengeldanspruch erst seit gestern, oder habe ich da was falsch verstanden?
Krankengeldanspruch besteht ab dem 1.1.2019.

Bitte bedenken: Krankengeld wird immer nur rückwirkend bis zum Datum der erneuten Feststellung des Arztes gezahlt.
Mir geht es aber auch um die Bescheidung. Es leigt ja bis Dato nichts vor, obwohl die KK seit dem 1.1.2019 Bescheid weiß und auch
schon Formulare angefordert und bekommen hat. Bekommt man da als Versicherter keinen Bescheid drüber?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Man bekommt eine Mitteilung über die Zahlung.
Einen „Antrag“ in dem Sinne gibt es für Krankengeld nicht.

Meist hakt es beim Arbeitgeber, der muss ja auch eine Bescheinigung ausstellen.

Wie geschrieben, wird Krankengeld nur rückwirkend gezahlt.
Da Du die Daten nicht nennst, gehe ich davon aus, dass die letzte AU aus dem letzten Jahr war und in die Krankengeldzahlung ab 01.01.19 reinläuft.

Ab 01.01.19 wegen Kündigung, verstehe ich jetzt.

Dann gibt es erst Geld bei der nächsten AU rückwirkend bis zum 01.01.19. Bearbeitungszeit mit bedenken.
 

Proletarier

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Man bekommt eine Mitteilung über die Zahlung.
Einen „Antrag“ in dem Sinne gibt es für Krankengeld nicht.
Achso. Dachte, man bekommt einen offiziellen Bescheid darüber.

Wie geschrieben, wird Krankengeld nur rückwirkend gezahlt.
Da Du die Daten nicht nennst, gehe ich davon aus, dass die letzte AU aus dem letzten Jahr war und in die Krankengeldzahlung ab 01.01.19 reinläuft.
Ja, so ist es. Ab 1.1.2019 besteht zudem Erwerbslosigkeit. Ist bereits die 2. AU. Lt. Rückmeldung aber noch kein Zahlungseingang.
 

Proletarier

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Anbei mal die Daten der AUs

1. 07.12.2018 - 06.01.2019
2. 07.12.2019 - 18.01.2019
3. 15.01.2019 - 14-02-2019

Der Krangengeldanspruch ist faktisch seit dem 1.1.2019. Die KK hat bis dato nicht geleistet. Ist das so richtig?
 

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Leute, ich brauch mal eure Hilfe. Der Betroffene hat sich heute wieder bei mir gemeldet. Die KK stellt immer neue Forderungen an den Betroffenen. Heute erreichte ihn ein weiterer Fragebogen, der von dem MDK kommt. Darin werden folgende Fragen gestellt.

1. Welche Beschwerden begründen Ihre AU. Seit 3wann bestehen diese und wie haben sie sich seit AU-Beginn geändert.
2. Gibt es Belastungsfaktoren, die die Beschwerden aufrecht erhalten? Falls ja, bitte erläutern
3. Wer sind Ihre behandelnde Ärzte und Therapeuten?
4. Welche Medikamente nehmen Sie ein (Präparate, Dosierung)
5. Sind diagnostische Maßnahmen und/oder Therapieänderungen geplant? Falls ja: bitte erläutern.
6 Welche Tätigkeit führen Sie mit welchen Arbeitszeiten durch?
7. Sonstige

Aus meiner Sicht könnte die KK sich die Fragen 1., 3., 4., selbst beantworten, da sie in der Au selbst stehen.

Zudem behauptet die KK, dass man diesen Fragebogen bereits schon am 02.01. zugeschickt hätte. Der Betroffene versicherte mir aber, dass da nichts angekommen ist. Die KK. setzt eine Frist zur Beantwortung der Fragen bis zum 31.01.2019. Ansonsten würde man die Leistungen gem. § 60 SGB I bis zur Nachholung einstellen. Zudem verweist man darauf, dass dieses Schreiben als Anhörung gem. § 24 SGB X gilt.

Was kann man hier machen?
 

Couchhartzer

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Was kann man hier machen?
Beantworten, denn nicht alles steht in der AU.

Z.B. steht dort nichts oder nicht alles über (fett gekennzeichnet):
1. Welche Beschwerden begründen Ihre AU. Seit 3wann bestehen diese und wie haben sie sich seit AU-Beginn geändert.
2. Gibt es Belastungsfaktoren, die die Beschwerden aufrecht erhalten? Falls ja, bitte erläutern
3. Wer sind Ihre behandelnde Ärzte und Therapeuten?
4. Welche Medikamente nehmen Sie ein (Präparate, Dosierung)
5. Sind diagnostische Maßnahmen und/oder Therapieänderungen geplant? Falls ja: bitte erläutern.
6 Welche Tätigkeit führen Sie mit welchen Arbeitszeiten durch?
 
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