Versorgungsamt - GdB - Erhöhung nach Widerspruch

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inserv

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Guten Abend, liebe Schwarmintelligenz!

Nur eine kleine Interessensfrage meinerseits.

Wenn ich einen SBA beantrage und dann gegen eine, mir zu gering erscheinende Einstufung, Widerspruch einlege, ist es dann normal, dass das Versorgungsamt bzw. Integrationsamt von sich aus den GdB erhöht/anbietet? Gleichzeitig aber auch fordert, dass man den eingelegten Widerspruch bei der überprüfenden, übergeordneten Stelle zurück nimmt?

Sollte man darauf eingehen oder doch lieber die Entscheidung über den Widerspruch abwarten?

 

Katzenstube

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Ich habe gerade aktuell einen Widerspruch eingelegt und auch ein solches Schreiben bekommen. Ich selber habe den Vorgang einer RA übergeben (da spare ich dann lieber ewig auf diese Kosten als zu verspielen von 40 auf 50 zu kommen).

Erst wollte ich es selber durchfighten, musste dann aber auch eine Arbeitserprobung und die Zeit hätte nicht gereicht. Im Schriftverkehr der Anwältin merke ich aber sie hat sich auf eine andere Taktik verlegt, als ich es getan hätte. Genau die Info habe ich auch aus der Arbeitserprobung in Sachen Widerspruch bekommen. Ich solle von meiner Blindheit, einäugig, eine Konzentration auf die anderen Leiden durchführen, da bei der Blindheit mehr als 30% "nicht drin" sind.

Es ist wie auf dem türkischen Basar: mir haben sie 40 bestätigt, wenn ich meinen Einspruch zurücknehme erhalte ich vielleicht 50 … vielleicht hätte die Rechtsanwältin mehr erreicht?? Ich als Privatperson werde an diesem Marktstand über den Tisch gezogen …. es wird zumindest versucht!

Kannst Du nicht Prozeßkostenhilfe/Anwaltsberatung beantragen und Dich informieren lassen? Mir wurde vom BFW gesagt, dass rund 50% der Bescheide falsch sind und durch einen Widerspruch angepasst werden.

Gruß von Katzenstube
 

inserv

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Danke für deine Antwort!

Die gute Frau vom Amt hat ja schon schriftlich zugegeben, dass mein Widerspruch gerechtfertigt war. Hat dann ja auch den GdB schon mal von 40 auf 50 erhöht. Und gebeten den Widerspruch zurückzuziehen. Da die Mitarbeiterin aber vorher schon sehr unzugänglich war, denke ich eher, dass sie einen Hinweis von der übergeordneten Stelle bekommen hat. Naja, werde ich das Verfahren mal abwarten. Zumal es da auch noch um das Merkzeichen G geht.

Ich mache das Widerspruchsverfahren momentan alleine, obwohl ich einen guten, beratenden Anwalt im Hintergrund habe. Und Beratungsschein/PKH brauche ich nicht, da ich eine recht umfassende Rechtschutzversicherung habe :wink:
 

Katzenstube

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Hallo Inserv,
na, mit Rechtsschutzversicherung kann ja alles gebombt sein.

Mein Grund für meine Hartnäckigkeit ist nicht nur die falsche Einstufung und Beurteilung sondern auch die Tatsache, dass es nur eine Ersteinstufung gibt - diese sehr häufig falsch ist - und ein Verschlechterungsantrag nur dann durchgezogen werden kann, wenn wesentliche Verschlechterungen auftreten. Ich selber versuche alles, dieses zu verhindern und möchte dadurch nicht noch benachteiligt werden.

Gerade dann, wenn es Dir um die Merkzeichen geht, dann würde ich mir wirklich überlegen, ob ich nicht die Kanonen herausholen soll. Eines habe ich durch und mit meiner Erblindung (einseitig) gelernt: Krankenkasse, Rentenversicherung oder Versorgungsamt - sie alle ähneln einem türkischen Basar. Nun gut, dann fange ich eben auch an zu "handeln", auch wenn es mir nicht liegt.

Gruß von Katzenstube
 

inserv

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Ich habe auch mit so "kleinen" Problemen wie einer Fussheberschwäche, PNP, Teillähmung Bein links, Probleme & Schäden LWS angefangen. Seit 2,5 Jahren addiert sich aber echt alles zusammen.

Hast du dich an ein Problem gewöhnt, dann kommt das nächste dazu. Ich habe dann mit einem Melanozytom am linken Augenhintergrund (inklusive folgender Biopsie) weiter gemacht. Daraus folgte dann natürlich (wie in 90 % der Fälle, wenn man die Augenflüssigkeit zur Probenentnahme enfernt) der graue Star. Behoben durch eine Kunstlinse. Alles schön und gut, jetzt sehe ich aber, gerade bei sonnigem Wetter, auf dem einen Auge warme Farben auf dem anderen eher kalt-weiss. Störend, kann man aber mit leben.

Aber das war ja noch nicht genug, denn dazu kamen jetzt auch noch ein ekelhafter Tinnitus, der manchmal die Konzentration sehr stört und neuerdings auch noch ein Tremor der Finger beidseitig. Da konnte, wenigstens das war mal was positives, beginnender Parkinson erst einmal ausgeschlossen werden.

Und von dem Merkzeichen G möchte ich ja jetzt noch nicht mal reden. Dir ortsübligen Gehstrecken (2000 m in 30 min) schaffe ich auch laut Gutachten des äD der BfA auch nicht mehr. Weiterbildung/Umschulung? Garantiert nicht mehr. Der Widerspruch zu der "Idioten"-Massnahme der DRV läuft auch noch. Bei meinen Negativmerkmalen bin ich mal gespannt, ob da überhaupt noch was geht. Meine SB bei der BfA war auf jeden Fall froh, dass erst einmal die DRV sich um mich kümmern muss (wegen genehmigter LTA) :bigsmile:

Ich darf mal kurz aus den Negativmerkmalen zitieren:

:icon_evil:Auszuschließen sind::icon_evil:
  • Hohe Anforderungen an das Konzentrations- und Reaktionsvermögen.
  • Zeitdruck, Nachtschicht
  • Anhaltende Zwangshaltungen der Wirbelsäule.
  • Häufiges Bücken, Knien und Hocken.
  • Häufiges Heben und Tragen ohne mechanische Hilfsmittel.
  • Klettern, Steigen oder Bewegen in unebenem Gelände.
  • Lange Arbeitswege, Wegefähigkeit nach den Kriterien des Rentenversicherungsträgers (4 x täglich 500 m in je 20 Minuten) ist aber gegeben

Na, da bin ich mal gespannt, was da noch für tolle Ideen der DRV bzw. BfA kommen werden. Auf EMR habe ich auf jeden Fall noch keine Lust ;)
 
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