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Versicherungspauschale, wenn ALG I als Einkommen vom Bedarf abgezogen wird?

gast_

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#1
Steht einem die Versicherungspauschale zu, wenn ALG I als Einkommen vom Bedarf abgezogen wird?

Meiner Ansicht nach nicht, laut SB ja.(Im Bescheid berücksichtigt)

Da ich Widerspruch (wegen etwas anderem) einlegen muß muß ich wissen, wer Recht hat.


weitere Frage: AlG I wurde im Februar überwiesen, für Januar und Februar. In welchem Monat müssen diese Summen vom Bedarf abgezogen werden?

SB machts in dem Monat, für den das Geld bestimmt ist und war, ich meine, im Monat des Zuflusses.

Wer hat Recht?
 

biddy

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#2
Steht einem die Versicherungspauschale zu, wenn ALG I als Einkommen vom Bedarf abgezogen wird?
Ja, Arbeitslosengeld ist zu bereinigendes Einkommen

ich meine, im Monat des Zuflusses.
Sehe ich genauso wie Du.
Nur hätte die "SB-Regelung" ja den Vorteil, dass es zweimal die 30 € Vers.pauschale gäbe.
 

Hartzeola

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#3
Steht einem die Versicherungspauschale zu, wenn ALG I als Einkommen vom Bedarf abgezogen wird?

Meiner Ansicht nach nicht, laut SB ja.(Im Bescheid berücksichtigt)
So genanntes müheloses Einkommen (z.B. Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Rente, Unterhalt)
  • Bei diesen Einkommensarten wird weder der 100 Euro-Grundfreibetrag noch der Erwerbstätigenfreibetrag abgezogen.
  • Es wird nur die so genannte Versicherungspauschale in Höhe von 30 Euro abgezogen. Tatsächliche Versicherungen brauchen nicht nachgewiesen werden.

    Ggf. können weitere Beträge wie eine KFZ-Haftpflichtversicherung oder der Beitrag für die Riester-Rente abgezogen werden. Dafür ist dann aber ein konkreter Nachweis notwendig. Die Beiträge insgesamt müssen die oben genannte 30 Euro-Pauschale übersteigen.
prosoziales.de - Einkommen
 

gast_

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#4
Ja, Arbeitslosengeld ist zu bereinigendes Einkommen

Danke


Sehe ich genauso wie Du.
Nur hätte die "SB-Regelung" ja den Vorteil, dass es zweimal die 30 € Vers.pauschale gäbe.
Ja - aber: Kein anzurechnendes Einkommen, also muß Bedarf voll überwiesen werden - und das ist mehr als die 30 €

Und den will ich durch Widerspruch für die junge Frau durchsetzen..

Hab dann gleich die nächste Frage: 17 % Mehrbedarf wegen Schwangerschaft...

vom Regelsatz gerechnet oder vom Gesamtbedarf? Hat er mal so und mal so gemacht...

Da stehen auch Zahlen, die ich nicht nachvollziehen kann....
 

biddy

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#5
Dafür würde aber das Alg II für den Monat des Zuflusses des gesamten Alg I wegfallen oder zumindest sehr viel geringer ausfallen, wenn lediglich im Monat, in dem das Alg I auf's Konto kommt, angerechnet wird (was m. M. n. korrekt ist). Könntest Du mal ungefähre Zahlen (Bedarf und Höhe des Arbeitslosengeldes) nennen? Bin gerad' ein bisschen durcheinander.
 

gast_

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#6
Dafür würde aber das Alg II für den Monat des Zuflusses des gesamten Alg I wegfallen oder zumindest sehr viel geringer ausfallen, wenn lediglich im Monat, in dem das Alg I auf's Konto kommt, angerechnet wird (was m. M. n. korrekt ist). Könntest Du mal ungefähre Zahlen (Bedarf und Höhe des Arbeitslosengeldes) nennen? Bin gerad' ein bisschen durcheinander.
Im Monat des Zuflusses (Februar) hat sie schon mit der ALG I Zahlung für den Monat keinen Anspruch mehr, im Berechnungsbogen für Februar und März steht nur 0,00 überall und daß sie in diesen beiden Monaten keinen Anspruch hat.. Deshalb ists günstiger wenn beide ALG I Zahlungen in dem Monat angerechnet werden.

Hast du eine Antwort auf meine Frage aus Beitrag 4, Biddy- wegen der Berechnung des Mehrbedarfs?
 

MarcoS

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#7
Im Monat des Zuflusses (Februar) hat sie schon mit der ALG I Zahlung für den Monat keinen Anspruch mehr, im Berechnungsbogen für Februar und März steht nur 0,00 überall und daß sie in diesen beiden Monaten keinen Anspruch hat.. Deshalb ists günstiger wenn beide ALG I Zahlungen in dem Monat angerechnet werden.

Hast du eine Antwort auf meine Frage aus Beitrag 4, Biddy- wegen der Berechnung des Mehrbedarfs?
Mehrbedarfe gibt es immer auf die RL.
 

gast_

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#8
Mehrbedarfe gibt es immer auf die RL.
Also hab ich das doch richtig im Kopf...

dann hat er da auch Fehler fabriziert...

man, was hat der SB Glück daß ich da nicht persönlich auftauchen kann - der würde meinen Besuch nie vergessen!:icon_dampf:

Wie kann man nur in einem Bescheid dermaßen viele Fehler machen....in jedem Monat stimmt was nicht...


Ich rechne vom zugeflossenen Einkommen (ALG I) die Versicherungspauschale ab...dann hab ich das Einkommen...

dann Regelsatz 364 € + Mehrbedarf Schwangerschaft 17 % davon + KDU... dann hab ich den Bedarf....

Dann Einkommen minus Bedarf und schon weiß man, was überwiesen werden muß...

wo ist das Problem?:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
 

MarcoS

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#9
Also hab ich das doch richtig im Kopf...

dann hat er da auch Fehler fabriziert...
Alles andere machte ja auch keinen wirklichen Sinn. Wieso sollte jemand in Frankfurter Wohnviertel einen höheren Mehrbedarf für Ernährung haben als jemand in Buxtehude?
Ergänzend eine Übersicht: Regelbedarfsstufen rückwirkend ab dem 01. Januar 2012
man, was hat der SB Glück daß ich da nicht persönlich auftauchen kann - der würde meinen Besuch nie vergessen!:icon_dampf:

Wie kann man nur in einem Bescheid dermaßen viele Fehler machen....in jedem Monat stimmt was nicht...


Ich rechne vom zugeflossenen Einkommen (ALG I) die Versicherungspauschale ab...dann hab ich das Einkommen...

dann Regelsatz 364 € + Mehrbedarf Schwangerschaft 17 % davon + KDU... dann hab ich den Bedarf....
Bei 364,00 Euro ist aber von 2011 die rede, oder? Weil sonst wären es wohl 374,00 Euro.

Ich frage mich allerdings auch warum nicht (wie von biddy auch schon gefragt) die vom SB doch m.E. eHB-freundliche Ansicht angewendet werden soll bzgl. der ALG I-Anrechnung?
Dann Einkommen minus Bedarf und schon weiß man, was überwiesen werden muß...

wo ist das Problem?:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
Mir möchte ein SB verkaufen das der Grundfreibetrag und die 10% aus 1000,01-1200,00 entfallen wenn die Absetzbeträge alle angerechnet werden. Er wollt's mir leider so nicht schriftlich geben :icon_neutral: So haben sie wenigstens auch eine Daseinsberechtigung. Was wäre denn mit den ganzen Richtern die plötzlich einen Platz in der Statistik vom SGB III finden müssten?
 

gast_

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#10
Alles andere machte ja auch keinen wirklichen Sinn. Wieso sollte jemand in Frankfurter Wohnviertel einen höheren Mehrbedarf für Ernährung haben als jemand in Buxtehude?

Da hast du was falsch verstanden.

Ich habe in fast jedem bescheid eine andere Sume unter mehrbedarf, deshalb wollte ich wissen ob der vom Regelsatz oder vom Gesamtbedarf grerechnet wird, also mit KDU



Ergänzend eine Übersicht: Regelbedarfsstufen rückwirkend ab dem 01. Januar 2012
Danke

Bei 364,00 Euro ist aber von 2011 die rede, oder?

Ja, im Bescheid für Dezember 20112 stehen 62,00 €, da hab ich mirgedacht daß das gerundet vom Regelsatz ist.

Weil sonst wären es wohl 374,00 Euro.

ab Januar 2012 wird nicht mehr gerundet
374:100x17= 63,58


Ich frage mich allerdings auch warum nicht (wie von biddy auch schon gefragt) die vom SB doch m.E. eHB-freundliche Ansicht angewendet werden soll bzgl. der ALG I-Anrechnung?

habe ich beantwortet, in Beitrag 6.

Mir möchte ein SB verkaufen das der Grundfreibetrag und die 10% aus 1000,01-1200,00 entfallen wenn die Absetzbeträge alle angerechnet werden. Er wollt's mir leider so nicht schriftlich geben :icon_neutral: So haben sie wenigstens auch eine Daseinsberechtigung. Was wäre denn mit den ganzen Richtern die plötzlich einen Platz in der Statistik vom SGB III finden müssten?
Das zu verstehen bin ich wohl inzwischen zu müde, sitzt seit heute morgen an der Überprüfung der diversen Bescheide/Berechnungen :icon_sleep:
 

gast_

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#11
Rechnet mal nach:

Januar Einkommen 0

KDU 185,57
Regelsatz 374,00
Mehrbedarf Schwangerschaft 17 % 63,58

Bedarf also 623,15 €

............................................
Februar Zufluß: Einkommen 735,98 -30 € Versicherungspauschale= 705,98

(ALG I für Februar 531.51
ALG I für Januar 204, 47)

Nun rechnet mal, was sie bekommt, wenn das ALG I für Januar auch im Januar angerechnet würde....
 

MarcoS

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#12
Rechnet mal nach:

Januar Einkommen 0

KDU 185,57
Regelsatz 374,00
Mehrbedarf Schwangerschaft 17 % 63,58

Bedarf also 623,15 €

............................................
Februar Zufluß: Einkommen 735,98 -30 € Versicherungspauschale= 705,98

(ALG I für Februar 531.51
ALG I für Januar 204, 47)

Nun rechnet mal, was sie bekommt, wenn das ALG I für Januar auch im Januar angerechnet würde....
Die Rechnung ist um ~50 Euro günstiger, stimmt. :icon_smile:


Code:
ALG I [COLOR=Red]Januar  204,47[/COLOR] €
[U]./. Versp.        30,00 €[/U]
EK               174,74 €

Bedarf      623,15 €
.[U]/ EK        174,47 €[/U]
Anspruch  448,68 €

ALG I [COLOR=Red]Februar 531,51 [/COLOR]€
 [U]./. Versp.      30,00 €[/U]
EK               501,51 €

Bedarf      623,15 €
.[U]/ EK        501,51 €[/U]
Anspruch  121,64 €

Januar    [COLOR=Red]448,68[/COLOR] €
[U]Februar  [COLOR=Red]121,64[/COLOR] €[/U]
Gesamt  570,32 €

Demnach 570,32 € zu 623,15€
Ist aber eher selten das es so läuft.

Da gibt's nicht noch was abzusetzen für Februar? Riester, KFZ-Versicherung?


EDIT: Berechnungsmonate korrigiert
 

gast_

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#13
nein, nichts was sie noch absetzen könnte.

Kann es sein, daß deine Rechnung nen Fehler hat, weil du das ALG I von Februar in die Januar Berechnung genommen hast?

204 € hat sie für Januar bekommen...
 

MarcoS

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#14
Kiwi sagte :
Das zu verstehen bin ich wohl inzwischen zu müde, sitzt seit heute morgen an der Überprüfung der diversen Bescheide/Berechnungen :icon_sleep:
Ich habs auch ziemlich misserabel formuliert ... ist aber auch nicht wirklich relevant für den Fall hier.

nein, nichts was sie noch absetzen könnte.
Eine Idee war's wert.
Kann es sein, daß deine Rechnung nen Fehler hat, weil du das ALG I von Februar in die Januar Berechnung genommen hast?

204 € hat sie für Januar bekommen...
Stimmt, habe ich verdreht. Vom Ergebnis her sollte es aber gleich bleiben: Das Zuflussprinzip bleibt um gut 50 Euro günstiger.
 

gast_

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#15
Das Zuflussprinzip bleibt um gut 50 Euro günstiger.
Dann muß ich es wohl einfordern :)

Zumal: ab Mai bekommt sie Mutterschaftsgeld... bisher wurde noch nichts ausgezahlt... das hat er aber auch schon in seiner Berechnung drin, wenn ich das richtig seh... da muß ich aber erst noch genau nachrechnen.

Gar nicht so einfach durchzusteigen, was der da rechnet...Kaution hat er nach seiner Aussage wohl auch einbehalten - taucht aber auf den erten Blick nix im Bescheid auf...
 

gast_

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#16
Dann muß ich es wohl einfordern :)
Nu hatte ich den Widerspruch fertig, aber noch nicht abgegeben - da trudelt der nächste Änderungsbescheid ein... hatte kurz mit SB telefoniert, um ihm klar zu machen, daß er wie vereinbart die Mieten für April/Mai überweisen muß... ob er will oder nicht... und sich das Geld wie beantragt bei der Krankenkasse (Mutterschaftsgeld) zurückholen muß.

Das hat er nun berücksichtigt...aber natürlich wieder ein nicht nachvollziehbarer Bescheid mit Fehlern, seh ich auf den ersten Blick
Zum Beispiel 30 € Versicherungspauschale, ohne das Einkommen angerechnet wird :biggrin:


Nu kann ich wieder von vorn anfangen mit der Widerspruchsbegründung... mal sehen wie oft noch :icon_kinn:

Den Fristwahrenden kriegt er auf jeden Fall heute schon...

Da ich die Widerspruchsbegründung nun nicht mehr ändern konnte frage ich nochmal:

AlG I wurde im Februar überwiesen, für Januar und Februar.

Ich meine, es müssen beide Überweisungen im Februar, dem Monat des Zuflusses, angerechnet werden, und das möchte ich durchsetzen.

Hat jemand dafür eine Rechtsgrundlage?
 

gast_

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#18
Nu hatte ich den Widerspruch fertig, aber noch nicht abgegeben - da trudelt der nächste Änderungsbescheid ein...
Hilfe, der SB will mich offenbar in seinem Papier ersticken ;-)

Immer mehr Änderungsbescheide... in denen weitere angekündigt werden...

bin nur noch fristwahrende Widersprüche am einreichen:biggrin:
 

geonic

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#19
Guten Morgen,

der Mehrbedarf für Schwangerschaft ist als Bedarf eine konstante Größe mit 17 % vom Regelbedarf, hinsichtlich der ausgezahlten Leistung ist nach § 19 Abs 3 SGB II durch das zu berücksichtigende Einkommen aber durchaus ein unterschiedlicher Leistungsbetrag für den Mehrbedarf f. Sch. zwischen 0€ und 63,58€ möglich und als Auszahlungsbetrag auf dem Bescheid mitunter auch ausgewiesen.

Aber das dürfte ja hier nicht der springende Punkt sein, da der MB f. Sch. wohl von einer falschen Bedarfsbasis (Regelbedarf und Bedarf für KdU) ermittelt wurde.

geonic
 

gast_

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#20
AlG I wurde im Februar überwiesen, für Januar und Februar.

Ich meine, es müssen beide Überweisungen im Februar, dem Monat des Zuflusses, angerechnet werden, und das möchte ich durchsetzen.
Hat jemand dafür eine Rechtsgrundlage?
 

biddy

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#21
Also ich kenne nur das Zuflussprinzip (vom BSG ja immer wieder bestätigt) nach § 11 Abs. 2 (ggf. Abs. 3) SGB II als Rechtsgrundlage und das sollte maßgeblich sein - wüsste nicht, dass es hier Ausnahmen gibt, jedenfalls nicht per Gesetz.

Wie ich eben lese, wird es wie in dem hier vorliegenden Fall aber wohl öfter mal gemacht:
Aufgrund des Vorrangs anderer Sozialleistungen vor solchen des SGB II wird das Zuflussprinzip häufig auf Sozialleistungen wie Krankengeld[1] oder Arbeitslosengeld I nicht angewandt. Diese werden stattdessen taggenau auf die Tage angerechnet, für die sie bestimmt sind. Diese taggenaue Anrechnung ist umstritten.
Keine sichere Quelle

Bei Elterngeldbezug, meine ich, habe ich es auch schon gelesen: Wird gerne mal für den Monat angerechnet, für den es bestimmt ist, nicht in dem es tatsächlich mit ggf. anderem Elterngeld zugeflossen ist.
 

gast_

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#22
Also ich kenne nur das Zuflussprinzip (vom BSG ja immer wieder bestätigt) nach § 11 Abs. 2 (ggf. Abs. 3) SGB II als Rechtsgrundlage und das sollte maßgeblich sein - wüsste nicht, dass es hier Ausnahmen gibt, jedenfalls nicht per Gesetz.

Wie ich eben lese, wird es wie in dem hier vorliegenden Fall aber wohl öfter mal gemacht:
Keine sichere Quelle

Bei Elterngeldbezug, meine ich, habe ich es auch schon gelesen: Wird gerne mal für den Monat angerechnet, für den es bestimmt ist, nicht in dem es tatsächlich mit ggf. anderem Elterngeld zugeflossen ist.
Elterngeld war in den Bescheiden schon angerechnet, obwohl noch nicht einmal beantragt.

Das hat SB im nächsten Änderungsbescheid wieder rückgängig gemacht... hatte ihn aufs Zuflußprinzip aufmerksam gemacht.

Ebenso beim Kindergeld... aber das ist immer noch angerechnet.

Werd SB weiter auffordern nur anzurechnen, was auch tatsächlich zufließt. :icon_neutral:
 
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