Versicherungspauschale für jeden BG-Mitglied?

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ArtNr5

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Hallo :)

Mein Sohn, knapp 25, mit eigenem Einkommen und nicht leistungsberechtigt lebt in meiner BG. Ich erhalte noch Kindergeld. Bei mir wurden 30€ als Absetzung vom Gesamteinkommen (Versicherungspauschale?) berücksichtigt. Bei meinem Sohn ist das nicht der Fall. Ist das korrekt? Hat nicht jedes BG-Mitglied Anspruch darauf? Ich finde irgendwie keine Antwort auf meine Frage.. und hoffe auf Eure Hilfe..

LG
 

ArtNr5

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Wenn er nicht leistungsberechtigt ist, dann ist er seine eigene BG.
Das hat man mir aber anders erklärt..solange er bei mir wohnt und keine 25 ist, gehört er automatisch zu meiner BG - unabhängig davon, ob er sein eigenes Geld verdient. Hab schon öfter drüber "diskutiert" mit dem JC. Er wird bis Dezember als BG-Mitglied geführt.
 

ArtNr5

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Das heißt für mich, dass er knapp über 25 ist und somit wäre er seine eigene BG.
Wenn er im Dezember erst 25...
Das habe ich schon alles versucht, incl. Widerspruch. Es hat nichts gebracht. Ich bekomme bereits seit September 2017 Hartz4. Solange hat mein Sohn schon sein eigenes Geld verdient - erst noch in der Ausbildung und jetzt als Angestellter. Das war für das JC alles unwichtig. Bis er 25 ist, gehört er zur BG. :icon_rolleyes:

Ich kam nicht dagegen an.

Aber wie verhält es sich nun mit der Versicherungspauschale :icon_kinn:
 

ArtNr5

Elo-User*in
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AW: Versicherungspauschale für jedes BG-Mitglied?

Wenn du jetzt noch verrätst
Also: im 2017 war der monatliche Bruttolohn 1108€ und 2018 1021€

Ich hätte da gleich noch 2 Fragen:
1. was wäre der Freibetrag auf den Bruttolohn von 2414€
2. müsste denn nicht in der Spalte "Absetzungen vom Einkommen" die tägliche Fahrt zur Arbeit/Berufsschule berücksichtigt werden? Es waren ja immerhin 40 Km einfache Fahrt

Ich steige da einfach überhaupt nicht durch :(
 

Optierer

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Bedarfsgemeinschaft/Einkommensbereinigung

Der Sohn ist bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres in der Tat Teil der elterlichen Bedarfsgemeinschaft (§ 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II). Das gilt allerdings nur, solange evtl. Einkünfte des Kindes für die eigene Bedarfsdeckung nicht ausreichen. Anders ausgedrückt: Sobald das Kind durch die eigenen bereinigten Einkünfte den individuellen Bedarf vollständig decken kann, gehört es nicht zur Bedarfsgemeinschaft. Da die von dir genannten Bruttoeinkünfte (und damit dann auch das Nettoeinkommen) nicht sehr hoch sind, kann es tatsächlich sein, dass diese zur Bedarfsdeckung eben nicht ganz ausgereicht haben. Dann wäre die Auffassung des Jobcenters, dass der Sohn ungeachtet der eigenen Einkünfte Teil der Bedarfsgemeinschaft war/ist, zutreffend.

Da du für den Sohn noch Kindergeld bezogen hast und die Berufsschule erwähnst, reden wir für die Vergangenheit über eine Ausbildungsvergütung und aktuell über regulären Arbeitslohn. Die Ausbildungsvergütung wird wie "normales" Erwerbseinkommen bereinigt. Das bedeutet, dass zunächst ein Grundfreibetrag in Höhe von 100,00 € abgezogen wird (§ 11b Abs. 2 S. 1 SGB II). Mit diesem Grundfreibetrag sind die Versicherungspauschale sowie Fahrtkosten zur Arbeits-/Ausbildungsstelle abgegolten. Das bedeutet, dass die Versicherungspauschale nicht gesondert berücksichtigt wird und demzufolge im Bewilligungsbescheid nicht aufgeführt ist.

Sofern allerdings die Versicherungspauschale sowie die Fahrtkosten in Summe den Grundfreibetrag überschreiten, kann sich ein erhöhter Freibetrag ergeben, der an die Stelle des Grundfreibetrages tritt (§ 11b Abs. 2 S. 2 GB II). Um das prüfen zu lassen, solltest du beim Jobcenter die Neuberechnung des Freibetrages beantragen. Das tust du, indem du genaue Informationen lieferst, an wie vielen Tagen im Monat der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule jeweils aufgesucht wurden und wie hoch die einfache Entfernung dorthin ist. Sollte der Sohn bereits selbst Fahrzeughalter sein und Beiträge zur Kfz-Haftpflicht fällig werden, lege dem Jobcenter auch hierüber einen Nachweis vor, denn diese sind ebenfalls Teil des erhöhten Freibetrages.
 

ArtNr5

Elo-User*in
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Danke für die ausführliche Antwort :)

Der Bedarf meines Sohnes 2017 wurde auf 608€ festgesetzt bei 1108,59 Brutto, 874,75 Netto und 653,89 zu berücksichtigendes Einkommen, also deckte er doch seinen Bedarf selbständig? Auch der Freibetrag von dieser Summe kommt mir nicht richtig vor. Es sind 290,86. Soweit ich es weiss, müssten es einmalig 100€ sein und 20% vom Bruttolohn? Das ergibt aber mehr als das, was berechnet wurde.

Ähnlich verhält es sich eben mit der ersten Hälfte 2018.

Ab Juli 2018 ist er angestellt, verdient brutto 2414€ und nun hab ich Angst, ich muss das erhaltene Geld zurück zahlen (obwohl es vorläufig bewilligt wurde), weil er ja erst im Dezember 25 wird.

Leider blick ich überhaupt nicht durch bei den Berechnungsgrundlagen :icon_rolleyes:
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Der Bedarf meines Sohnes 2017 wurde auf 608€ festgesetzt bei 1108,59 Brutto, 874,75 Netto und 653,89 zu berücksichtigendes Einkommen, also deckte er doch seinen Bedarf selbständig?
Ja, und damit gehört er nach § 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II nicht zur Bedarfsgemeinschaft.
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
1. die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten,
[...]
4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
Dein Sohn kann seinen Bedarf selber decken, gehört also nicht zur BG.

Auch der Freibetrag von dieser Summe kommt mir nicht richtig vor. Es sind 290,86. Soweit ich es weiss, müssten es einmalig 100€ sein und 20% vom Bruttolohn? Das ergibt aber mehr als das, was berechnet wurde.
Der Freibetrag stimmt.
20% gibt es nur bis 1000€, darüber sind es 10%.
 

ela1953

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Vom Gehalt deines Sohnes darf nichts an dich übertragen werden.

Unberechtigter Weise greift sich das JC das Kindergeld.

Ich habe seinerzeit eine Abzweigung durchgesetzt. Denn als ALG II Empfänger nehme ich das "Kind" nicht in meinen Haushalt auf.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Helga40

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Wieso bekommt er noch Kindergeld, wenn er im Juni ausgelernt hat?! Wenn dem so ist, könnte da eine Rückforderung auf euch zukommen.

Dein Sohn deckt seinen Bedarf selbst, Freibetrag wird auch berücksichtigt, da sind die 30 Euro schon drin. Deshalb wird dir das Kindergeld angerechnet mit 30 Euro FB. Soweit vom JC her alles korrekt.
 
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