Versicherungsgelder wie Einkommen ??

Totti

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Moin Moin ...

Vorab erstmal ein grosses Lob an dieses Forum... Es hat mir in der Vergangenheit öfters schon geholfen hier zu lesen... Doch nun habe ich auch mal eine Frage... Und zwar :

Ich hatte vor kurzem einen unverschuldeten Unfall mit meinem Motorrad.. Ich beziehe aufstockend Sozialleistungen da ich nen Teilzeitjob habe....

Nun scheint es sich nach 2 Monaten so langsam mit der gegnerischen Versicherung zu klären.. Nach Gutachten etc.... Mein Fahrzeug ist ein Totalschaden . Welche Gelder werden vom Jobcenter von der Versicherung angerechnet?

Zur Debatte stehen :
Wiederbeschaffungsaufwand für mein Fahrzeug ( Summe ca 500Euro)
Schmerzensgeld (Summe XXX Euro)
Unkostenpauschale (25 Euro)
Nutzungsausfall (Summe XXX Euro).

Endgültige Summen stehen noch nicht fest, das wird noch durch einen Anwalt meinerseits geprüft und verhandelt.Und dann mal sehen wieviel die gegnerische Versicherung bereit ist zu zahlen.

Zudem befinde ich mich seit einem halben Jahr in der Privatinsolvenz. Das würde wohl heissen Schmerzensgeld geht an den Insolvenzverwalter... Das Fahrzeug wurde bereits von diesem Freigegeben , da ich es für den Arbeitsweg brauche... Es ist also in meinem Fall etwas kompliziert ... Tante Google wollte mir auch nicht so recht weiterhelfen... Deswegen bin ich echt für jeden Ratschlag dankbar...

LG Totti
 

Zeitkind

Super-Moderation
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... Deswegen bin ich echt für jeden Ratschlag dankbar...
Herzlich willkommen im Forum. :wink:
Wiederbeschaffungsaufwand und Schmerzensgeld dürfen nicht angerechnet werden.
SGB II meinte:
§ 12 Zu berücksichtigendes Vermögen
(3) Als Vermögen sind nicht zu berücksichtigen ...
2. ein angemessenes Kraftfahrzeug für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende erwerbsfähige Person, ...

§ 11a Nicht zu berücksichtigendes Einkommen
(2) Entschädigungen, die wegen eines Schadens, der kein Vermögensschaden ist,
nach § 253 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geleistet werden, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen.
BGB meinte:
§ 253 Immaterieller Schaden
(1) Wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, kann Entschädigung in Geld nur in den durch das Gesetz bestimmten Fällen gefordert werden.
(2) Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten,
kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.
Anders sieht es bei Nutzungsausfall und Unkostenpauschale aus.
Siehe dazu die Ausführungen unter sozialrechtsexperte.blogspot.de.
 
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