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Verschärfungen in Knästen

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Mario Nette

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#1
Es wird ja immer gelabert, es brächte nix, wenn man die bösen, bösen Menschen einfach einknastet - man müsse sie (re-)sozialisieren, z. B. durch Knastarbeit, aber auch durch Freigang u. ä. In diesem Kontext dies:
Paketverbot für alle Gefängnisse geplant

Lebensmittel und Kosmetik künftig tabu - Geldgeschenke möglich

Chemnitz/Dresden. Zum bevorstehenden Weihnachtsfest werden die rund 3500 Gefängnisinsassen in Sachsen wahrscheinlich zum letzten Mal ein Päckchen mit Stollen und Kaffee von Angehörigen oder Freunden öffnen können. Der sächsische Landtag will sich auf seiner Sitzung diese Woche mit einem Gesetz befassen, wonach künftig keine Pakete mit Nahrungs-, Genuss- und Körperpflegemitteln mehr in Haftanstalten geschickt werden dürfen. Passiert der Gesetzentwurf das Parlament, könnte die Neuregelung ab Januar 2011 in Kraft treten.
www.freiepresse.de/Paketverbot für alle Gefängnisse geplant

Zum Thema einige Beiträge des Gefangenen Thomas Meyer-Falk:
de.indymedia.org | Knastshop Massak -- ein Erlebnis!
de.indymedia.org | Neues aus den Knästen
de.indymedia.org | Interview mit Thomas Meyer-Falk
de.indymedia.org | Kin gutes Jahr für Gefangene
... und weitere


Und noch was am Rande (es geht um URANgelas Grillparty mit George W. Bush (klick mich :icon_lol:)):
PORTRÄT THOMAS MEYER-FALK STREITBARER HÄFTLING:


Mario Nette
 

hemmi

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#2
Und was soll das bringen?:icon_question:
Ansonsten scheint Sachsen keine Probleme zuhaben?:icon_lol:
 
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Gast
#4
Strafe soll Strafe sein. Nix mit Kuscheln. Is halt Strafe!
Sach mal - gehts noch? Was bisten Du fürn Heinzelmann? Diese Menschen sind bereits mit FREIHEITSENTZUG bestraft - warum also noch weitere SANKTIONEN? Mit welcher Rechtfertigung?????????
 

lupe

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#5
Nachts gehen die Trolle um :wink:. Obwohl, Geisterstunde ist ja vorüber :icon_mrgreen:
 

Speedport

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#8
:icon_kotz2:
Sach mal - gehts noch? Was bisten Du fürn Heinzelmann? Diese Menschen sind bereits mit FREIHEITSENTZUG bestraft - warum also noch weitere SANKTIONEN? Mit welcher Rechtfertigung?????????
Die arbeiten halt auf das bayerische Vollzugsgefühl hin: Eisenkugel am Bein und ständige leichte Unterkühlung und Hunger.:icon_pfeiff:

Soll das Paketverbot auch für Untersuchungsgefangene gelten?
Die sind ja nicht verurteilt, also unschuldig.

Die Begründung würde mich interessieren, vermutlich Schmuggelmöglichkeiten für Drogen?

Leider steht aber fest, daß die meisten Drogen durch Bedienstete ins Gefängnis gelangen.
 

Hexe45

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#9
Strafe soll Strafe sein. Nix mit Kuscheln. Is halt Strafe!
Du bist wahrhaft eine Fehlbestzung bei der Arge.
So einer wie du kann keine Menschen in Arbeit bringen, daß willst du aber wahrscheinlich auch gar nicht.

Sorry, aber ich habe mir mal deine Beiträge reingetan, aber ein Mensch mit deiner sozialen Einstellung, darf auf Menschen in Not nicht losgelassen werden.

DU nein lieber Sie, dürften eigentlich nicht in Berufen arbeiten bei denen es um soziale Aufgaben geht.

Sie mögen sich auf ihrem Stuhl sicher fühlen, da sie ja nicht persönlich zum Gericht müssen.

Daß ist ja das fatale, daß sich vor Gericht andere mit ihrem Sozialzynismus rumschlagen müssen.

Tun sie sich und vor allem uns einen großen Gefallen und melden sich hier ab.

Es gibt so viele Stammtischforen, wo sie mehr als willkommen sind.
Und dort wird man sie auch als sehr intelligent einshätzen, können ihre Sülze posten und erhalten auch noch Zustimmung.

Oder sind sie hier, um es im Stammtischforum als Abenteuer zu verkaufen?

So in etwa wie--Ich allein unter den sozialschmarozenden Wölfen.

Eine Freundin von mir ist FM für Rehafälle, selbst ihr wird schlecht, wenn sie ihre Posts ertragen muß.
 

larifari33

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#10
:icon_kotz2:

Die arbeiten halt auf das bayerische Vollzugsgefühl hin: Eisenkugel am Bein und ständige leichte Unterkühlung und Hunger.:icon_pfeiff:

Soll das Paketverbot auch für Untersuchungsgefangene gelten?
Die sind ja nicht verurteilt, also unschuldig.

Die Begründung würde mich interessieren, vermutlich Schmuggelmöglichkeiten für Drogen?

Leider steht aber fest, daß die meisten Drogen durch Bedienstete ins Gefängnis gelangen.


In Bayern dürfen Häftlinge die wegenVerstoßes gegen das BTMG einsitzen schon seit Jahren keine Pakete mehr erhalten ....... allerding können sie für eine gewisse Summe einen Zusatz Einkauf in der jeweilligen JVA tätigen



Gruß aus München
 

Mario Nette

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#11
Hm genau. Und bei wem konkret kaufen die da ein? Zu welchen Preisen (sprich: Wer macht sich die Taschen voll)?

Mario Nette
 

Speedport

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#12
Hm genau. Und bei wem konkret kaufen die da ein? Zu welchen Preisen (sprich: Wer macht sich die Taschen voll)?

Mario Nette
Normalerweise wird das an einen ortsnahen Einzelhändler vergeben.

Der Witz ist nur, daß der Großteil der Häftlinge arbeitslos in Ihren Zellen hocken und logischerweise nicht von den hohen Stundenllöhnen der Gefängniswerkstätten (im Centbereich) profitieren können.
Die können dann nichts kaufen. Keinen Tabak, keinen Kaffee usw.

Wenn ich Häftling wäre, würde ich gegen ein solche Regelung bis vor das BVG gehen.
Ein Lebenslanger kann sich damit die Zeit vertreiben, die Frage ist, wie er sich das Schreibmaterial besorgt!
 

PandorasBox

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#13
Strafe soll Strafe sein. Nix mit Kuscheln. Is halt Strafe!
Und das ist der Weisheit letzter Schuss oder wie??? Herr lass Hirn vom Himmel regnen für diesen Menschen!!! Wieviele sitzen UNSCHULDIG in Haft??? Von einem wie Ihnen kann man schon andere Anworten nicht erwarten.... OB Knast oder ALGII (sprich HartzIV) es geht immer noch um Menschenwürde!!! Jeder hat ein Recht darauf .... auf auf Päckchen der Familien....

Sach mal - gehts noch? Was bisten Du fürn Heinzelmann? Diese Menschen sind bereits mit FREIHEITSENTZUG bestraft - warum also noch weitere SANKTIONEN? Mit welcher Rechtfertigung?????????
Ganz meine Meinung Danke Dir.:icon_daumen:

Du bist wahrhaft eine Fehlbestzung bei der Arge.
So einer wie du kann keine Menschen in Arbeit bringen, daß willst du aber wahrscheinlich auch gar nicht.

Sorry, aber ich habe mir mal deine Beiträge reingetan, aber ein Mensch mit deiner sozialen Einstellung, darf auf Menschen in Not nicht losgelassen werden.

DU nein lieber Sie, dürften eigentlich nicht in Berufen arbeiten bei denen es um soziale Aufgaben geht.

Sie mögen sich auf ihrem Stuhl sicher fühlen, da sie ja nicht persönlich zum Gericht müssen.

Daß ist ja das fatale, daß sich vor Gericht andere mit ihrem Sozialzynismus rumschlagen müssen.

Tun sie sich und vor allem uns einen großen Gefallen und melden sich hier ab.

Es gibt so viele Stammtischforen, wo sie mehr als willkommen sind.
Und dort wird man sie auch als sehr intelligent einshätzen, können ihre Sülze posten und erhalten auch noch Zustimmung.

Oder sind sie hier, um es im Stammtischforum als Abenteuer zu verkaufen?

So in etwa wie--Ich allein unter den sozialschmarozenden Wölfen.

Eine Freundin von mir ist FM für Rehafälle, selbst ihr wird schlecht, wenn sie ihre Posts ertragen muß.
Danke auch Dir, besser hätte man es nicht schreiben können!:icon_daumen:
 
E

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#14
Sach mal - gehts noch? Was bisten Du fürn Heinzelmann? Diese Menschen sind bereits mit FREIHEITSENTZUG bestraft - warum also noch weitere SANKTIONEN? Mit welcher Rechtfertigung?????????
Oh bitte!
Warum kränkst Du den unschuldigen Heinzelmann :icon_smile:?
Der arme Kerl kann am allerwenigsten dafür, dass hier trollige SB's einen inneren Reichsparteitag feiern, wenn sie mitbekommen, dass wieder Neues ersonnen wurde, um denen, die ganz unten angekommen sind, nochmals tüchtig in die Fre**e zu schlagen!
Ignoriere (ich kann es leider auch nicht immer) solche Äusserungen am Besten, dann verstopft irgendwann das Frustventil eines solch Argen Kleingeistes.

Zum Thema:
USA lässt grüßen.Und da auch hier seit längerem schon mit der endgültigen Privatisierung der Knäste geliebäugelt wird,könnte dies ein vorbereitender Schritt sein.Private Knäste müssen ja wirtschaftlich handeln, unterm Strich soll ein Plus stehen.Von daher muss an Allem gespart werden,Personal,Röntgengeräte,Zeit....
Mit einem solchen Gesetz ist schon Einsparpotential möglich.
Ist aber nur so ein Gedankengang, da lasse ich mich gerne korrigieren.

Christine
 
E

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#15
Christine,

sind nicht in Hünfeld schon private Knastangestellte?

Ich denke, Hessen war da ein Vorreiter........ das gibt es schon.

Oh bitte!
Warum kränkst Du den unschuldigen Heinzelmann :icon_smile:?
Der arme Kerl kann am allerwenigsten dafür, dass hier trollige SB's einen inneren Reichsparteitag feiern, wenn sie mitbekommen, dass wieder Neues ersonnen wurde, um denen, die ganz unten angekommen sind, nochmals tüchtig in die Fre**e zu schlagen!
Ignoriere (ich kann es leider auch nicht immer) solche Äusserungen am Besten, dann verstopft irgendwann das Frustventil eines solch Argen Kleingeistes.

Zum Thema:
USA lässt grüßen.Und da auch hier seit längerem schon mit der endgültigen Privatisierung der Knäste geliebäugelt wird,könnte dies ein vorbereitender Schritt sein.Private Knäste müssen ja wirtschaftlich handeln, unterm Strich soll ein Plus stehen.Von daher muss an Allem gespart werden,Personal,Röntgengeräte,Zeit....
Mit einem solchen Gesetz ist schon Einsparpotential möglich.
Ist aber nur so ein Gedankengang, da lasse ich mich gerne korrigieren.

Christine
 

Piggylein

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#16
Normalerweise wird das an einen ortsnahen Einzelhändler vergeben.

Der Witz ist nur, daß der Großteil der Häftlinge arbeitslos in Ihren Zellen hocken und logischerweise nicht von den hohen Stundenllöhnen der Gefängniswerkstätten (im Centbereich) profitieren können.
Die können dann nichts kaufen. Keinen Tabak, keinen Kaffee usw.

Wenn ich Häftling wäre, würde ich gegen ein solche Regelung bis vor das BVG gehen.
Ein Lebenslanger kann sich damit die Zeit vertreiben, die Frage ist, wie er sich das Schreibmaterial besorgt!
Aus den NRW-Gefängnissen:

Das Schreibmaterial bekommt er kostenlos von der Anstalt, steht im zu, und darf ihm nicht verwehrt werden.

Es gibt ausserdem die Verpflichtung zu arbeiten, und genauso eine Verpflichtung der Anstalten Arbeit anzubieten. Beides gilt nicht für Untersuchungsgefangene, aber für Strafgefangene, denen muss man zwingend nach sechs Wochen einen Job anbieten. Verdienst liegen bei von 120 bis zu 250 Euro im Monat, von denen 3/7 als sog. Hausgeld ausgezahlt werden und der Rest als sog. Übergangsgeld angespart wird, für die Zeit nach der Entlassung. Bei Krankheit oder Arbeitssperre (als Sanktion) wird nicht gezahlt.

Vom Hausgeld kann man dann einkaufen, die Versorgung wird von einem externen Kaufmann, der die Waren zu üblichen Marktpreisen anbieten muss gewährleistet.

Pakete kann man drei mal im Jahr empfangen, eines zu Weihnachten, eines zu Ostern und ein sog. Wunschpaket, zu jeder beliebigen Jahreszeit. In den NRW-Gefängnissen sind Pflegeprodukte in den Paketen nicht erlaubt. Auch keine Puderförmigen Lebensmittel wie Mehl, Zucker etc.. Süssstofftabletten, Selbstgebackenes, auch nicht vom Bäcker, sondern nur originalverschweisst aus dem Supermarkt.

Quelle: Meine Freundin, die Bereichsleiterin eines NRW-Gefängnis ist.
 
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#17
Im Knast kriegt man als Sanktion die Arbeit gesperrt (arbeiten verboten) u. draußen gibt's 'ne Geldsperre, wenn man nicht arbeitet.

:biggrin:


 

Speedport

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#18
Im Knast kriegt man als Sanktion die Arbeit gesperrt (arbeiten verboten) u. draußen gibt's 'ne Geldsperre, wenn man nicht arbeitet.

:biggrin:


Erstmal muß Arbeit da sein. Wo Du nicht bist, Herr Jesus Christ .......

Sicher ist das auch je nach Gefängnis unterschiedlich.
Das einzige was wirklich sicher ist, daß es in den Gefängnissen weniger Arbeit, als Arbeitswillige gibt.

Verpflichtung zur Arbeit? Wenn das mal nicht mit dem Verbot von Zwangsarbeit in Konflikt käme.
Ist wahrscheinlich so, wie gesetzlich garantiertes, schönes Wetter.
 

Erolena

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#19
Im Augenblick können nur etwa 50 bis 55 % der Gefangenen zur Arbeit eingesetzt werden. Zum Einen erweisen sich einige Gefangene aus unterschiedlichen Gründen für die vorhandene Arbeit als nicht geeignet, zum Anderen ist nicht in ausreichendem Maß Arbeit vorhanden.
Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede

Wie unter solchen Umständen eine JVA-Leitung jedem nach 6 Wochen ein Beschäftigungsangebot unterbreitet, wäre interessant zu erfahren.

Arbeitsverbot heißt vielleicht eher, es wird ein Privileg entzogen.
 

arbeitslos in holland

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#20
Arbeitsverbot heißt vielleicht eher, es wird ein Privileg entzogen.
ja, das stimmt :icon_daumen:

normaler knast kennt nur routine. die einzige ausnahmen sind umschluß, sport und eben arbeit.
man muß sich vorstellen, dass man in der eigenen wohnung 8h im selben zimmer sitzt. abends der umschluß ermöglicht den kontakt zu anderen gefangenen, gemeinsames kochen etc.

durch die (haus)arbeit hat man dann mehr soziale kontakte, kann einkaufen, möglicherweise eine ausbildung, einen (schul)abschluß machen. die rückfallgefahr dürfte sich verringern, weil man eher "sauber" bleibt. leider gibt es kaum noch angebote von firmen zur knastarbeit. auch dort ist die "krise" angekommen und die gesellschaft zahlt einen hohen preis :icon_sad:
 

Erolena

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#21
Hier die offizielle Sicht auf die Landtagsbeschlüsse vom 14.12.2010:
Zusammen mit dem Sächsischen Untersuchungshaftvollzugsgesetz wurde auch das Sächsische Justizvollzugssicherheitsgesetz verabschiedet.
...
Der Empfang von Paketen mit Nahrungs-, Genuss- und Körperpflegemitteln wird durch erweiterte Einkaufsmöglichkeiten ersetzt, um der Gefahr des Einschmuggelns verbotener Gegenstände entgegenzuwirken.
Quelle: Staatsministerium der Justiz und für Europa - Justizminister Dr. Jürgen Martens begrüßt die Verabschiedung des Sächsisches Untersuchungshaftvollzugsgesetzes durch den Sächsischen Landtag
 

Piggylein

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#22
Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede

Wie unter solchen Umständen eine JVA-Leitung jedem nach 6 Wochen ein Beschäftigungsangebot unterbreitet, wäre interessant zu erfahren.

Arbeitsverbot heißt vielleicht eher, es wird ein Privileg entzogen.
In der Anstalt in der meine Freundin arbitet, wird unter anderem ein Fortbildungsprogramm aus dem ESF finanziert. So können viele in Arbeit gebracht werden.

Ausserdem muss man bei den genannten Werten auch tatsächlich jene bedenken, die nicht arbeiten können, und die in U-Haft sitzen, und die keine Verpflichtung zur Arbeit haben.

Die Verpflichtung zur Arbeit ist übrigens nicht kollisionsgefährdet mit dem GG, sondern ist einfach eine Verpflichtung über die Arbeit (und den damit verbundenen geringen Lohn) für die Haftkosten aufzukommen. Wenn man das verweigert, kann man privat dafür rangezogen werden.
Wer beispielsweise im offenen Vollzug sitzt, wird ebenfalls für seine Haftkosten herangezogen, wenn er ausserhalb der Anstalt Arbeit hat.
 

druide65

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#23
man muß sich vorstellen, dass man in der eigenen wohnung 8h im selben zimmer sitzt.
Also wie H4....

durch die (haus)arbeit hat man dann mehr soziale kontakte, kann einkaufen, möglicherweise eine ausbildung, einen (schul)abschluß machen.
Also wie Sinnlose Maßnahmen....

Jut...das war jetzt Sarkasmus:icon_wink:

Die Drogenproblematik in den Knästen ist natürlich gewaltig.Aber ob das Verbot der Päckchen da die richtige Maßnahme ist:icon_kinn:
Durchleuchten würde ja reichen.
 

Mario Nette

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#24
Durchleuchten würde ja reichen.
Soweit ich weiß wird es durchaus so gehandhabt, dass das Paket im Beisein des Eingeknasteten von einem Knastmitarbeiter geöffnet wird. Der guckt sich also genau an, was da reinkommt. Beim Durchleuchten kannst du nicht so genau gucken. Offensichtlich hat man aber auch in die Tätigkeit der Mitarbeiter kein Vertrauen und muss eben Päckchen gleich ganz verbieten.

Mario Nette
 

hemmi

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#27
Manche Leute sind halt eben schon mit sich selbst bestraft, nur wenn sie es merken ist es meist zuspät.:icon_mrgreen:
 
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