Versagungsbescheid wegen fehlender Unterlagen / Widerspruch

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salo

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Hallo,

ich habe mich beim Arbeitsamt nach einer betriebsbedingten Kündigung fristgerecht Arbeitslos und Arbeitssuchend gemeldet. ALG 1 wurde am 01.02.19 beantragt. Am 18.03.19 habe ich ein Versagensbescheid aufgrund fehlender Unterlagen (Beschäftigungsnachweiße, Klageschrift Rechtsstreit mit Arbeitgeben, Urteil/Vergleich) erhalten, welchen ich heute erst geöffnet habe.

Es ist korrekt das ich nach Antragstellung die geforderten Unterlegen leider nicht erbracht habe. Ich bin aufgrund der Kündigung und weiterer privater Umstände in ein großes Loch gefallen und habe es einfach mental nicht geschafft mich darum zu kümmern. Ebenfalls habe eingehende Post deshalb nicht geöffnet. Ich bin wegen meiner psychischen Probleme und Depression seit zwei Wochen bei einem Psychologen und bin dabei mich jetzt um meine Pflichten zu kümmern. Heute war ich auf Anraten meines Psychologen beim Hausarzt wegen einer Krankschreibung, da ich aktuell nicht arbeitsfähig bin (erstmal von 04.04. bis 18.04.).

Ich habe die möglichkeit innerhalb eines Monats Wiederspruch einzulegen, hoffe damit die Angelegenheit klären zu können und rückwirkend die Leistung in vollem Umfang bewilligt zu bekommen, denn mit der letzten Miete sind meine letzten finanziellen Rücklage aufgebraucht.

Meine Frage ist nun: welche Begründung soll ich bei dem Widerspruch angeben?

Ich werde natürlich schnellstmöglich die geforderten Unterlagen nachreichen. Den Vergleich werde ich direkt dem Wiederspruch beilegen (und ggf. weitere Unterlagen die ich gleich nachreichen kann). Das Dokument, welches vom Arbeitgeber ausgefüllt werden muss, werde ich Morgen persönlich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber einwerfen und nochmal per Email bei einer alten Kollegin um dringliche bearbeitung bitten.

Soll ich in dem Widerspruch auf die psychische Überforderung eingehen wodurch ich es nicht geschafft habe die Unterlagen einzureichen. Und das ich deswegen seit dem 18.03. (erster Termin bei Psychologe) deswegen in Behandlung bin? Gegebenenfalls gleich die Kranschreibung seit dem 04.04.19 beilegen?

Oder interessiert das den Sachbearbeiter herzlich wenig und ich sollte darauf garnicht eingehen, da ich bei meinem HA wegen meiner Psychischen Probleme erst kürzlich vorstellig war und die Krankmeldung somit auch erst nach dem Versagungsbescheid besteht? Besser einfach um Entschuldigung wegen der Probleme mit den fehlenden Unterlagen bitten und die geforderten Unterlagan beilegen bzw. darauf verweisen das ich meinen alten Arbeitgeber kontaktiert hab und die Unterlagen schnellstmöglich eingehen werden? Mit der bitte um genemigung weil ich finanziell dringend auf die Leistung angewiesen bin?

Ich hoffe mir kann hier jemand einen Rat geben. Mir ist mein Fehler mit den fehlenden Unterlagen äußerst unangenehm und ich möchte die Angelegenheit möglichst bald klären und hoffe das dies keine weiteren konsequenzen für die Leistung hat.

Vielen Dank
 

Helga40

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Mit dem Widerspruch verzögerst du m. E. n die weitere Bearbeitung. Die Versagung ist doch korrekt, du hast die notwendigen Unterlagen nicht eingereicht. Was soll der Widerspruch bringen?

Die Prüfung, ob nach Nachholen der Mitwirkung die Leistungen rückwirkend gewährt werden können, ist von Amts wegen vorzunehmen, mit einem Widerspruch hat das nichts zu tun.

Also Unterlagen hinsenden (besser noch: selbst hingehen) mit Anschreiben, dass man bitte nach § 67 SGB X prüfen soll, ob dir Leistungen rückwirkend zustehen. Bei finanzieller Notlage wird dich die Agentur aber wohl aufs Jobcenter verweisen.
 

salo

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Vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

Ich bin davon ausgegangen das der Versagungsbescheid nach Ende der Frist entgültig ist und ich mit dem Wiederspruch quasi Stellung nehmen kann um die Unterlagen Nachzureichen.

Aber ich verstehe, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Der Versagungsbescheid ist grundsätzlich korrekt und ein Widerspruch macht deshalb keinen Sinn.

Ich werde mich gleich Montag darum kümmern und versuchen einen persönlihen Termin zu bekommen.

Trotzdem nochmal die Frage, soll ich versuchen die Situation zu erklären, warum ich die Unterlagen nicht eingereicht habe (psychische Porbleme und das ich jetzt psychologische Unterstützung habe)? Ist das für die Prüfung einer ggf. rückwirkenden Leistung eventuell relevant? Oder einfach nur meinen Fehler annerkennen und mich für mein Versäumnis entschuldigen?
 

Makale

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Trotzdem nochmal die Frage, soll ich versuchen die Situation zu erklären, warum ich die Unterlagen nicht eingereicht habe (psychische Porbleme und das ich jetzt psychologische Unterstützung habe)? Ist das für die Prüfung einer ggf. rückwirkenden Leistung eventuell relevant?

Mach das mal. Es sind Umstände die für dich günstig Berücksichtigung finden können. Im Übrigen sind diese Informationen ohnehin vermittlungsrelevant (Stichwort "persönliche Umstände"). Keine Sorge, sie unterliegen dem Sozialdatenschutz.
Wie Helga schon schrieb, suche umgehend das persönliche Gespräch mit den geforderten Unterlagen. Dafür benötigst nicht zwingend einen Termin. Einfach hingehen während der Öffnungszeiten. Sollte man dich abwimmeln o.Ä. freundlich um Vorgesetzten bitten, ggf. hartnäckig bleiben. Kommt aber eher selten in der AfA vor. :)
 

Agent

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Hallo salo,

im Prinzip brauchst du dich nicht erklären und dich auch nicht entschuldigen.
Du hast einen Antrag gestellt, zu dem Unterlagen gefehlt haben. Damit dieser nicht ewig zur Bearbeitung rumliegt, setzt die AA eine Frist, um die Unterlagen einzureichen. Schließlich wird der Antrag versagt, mit dem Hinweis auf erneute Prüfung bei Nachholung der Mitwirkung.

Reiche also einfach die fehlenden Unterlagen ein und dann sollte auch der zurückliegende Zeitraum bewilligt werden.

Viele Grüße
Agent
 
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