Versagungsbescheid erhalten & was nun?

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Misery

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Hallo liebe Elo Nutzer,

habe heute mit schrecken einen Brief der Arge erhalten, wo mir mitgeteilt wurde, das mir ab dem 1.10. sämtliche Leistungen für alle Mietglieder der Bedarfgemeinschaft entzogen werden.

Grund: Angebliche Nichtmitwirkungspflicht.

Nun auf anfang, auch wenn es mir nicht einfach fällt darüber zu berichten.
Am 1.8.2013 habe ich eine Fehlgeburt erlitten, dies habe ich dem Amt einige Tage später schriftlich mitgeteil. Darauf gab es keine reaktion. Anfang diesen Monats, kam ein Brief in dem ich Unterlagen zum Vater des Kindes ausfüllen sollte, habe ich nicht getan, jedoch habe ich dem Amt nochmals schriftlich Mitgeteilt, das ich darüber keine Angaben mehr machen brauche, weil es kein Baby mehr gibt, für dessen Unterhalt man informationen einholen müsste.
Dies war dann am 13.9.
Heute dann wie oben genannt der Schock, des Versagungsbescheides im Briefkasten.

Ich habe vorhin direkt wieder einen Brief aufgesetzt wo ich noch mal alles lang und breit erklärt habe, mit bitte um klärung des Falles.

Grade bin ich wirklich am Verzweifeln, ich habe ein Kleinkind im Haus, bin alleinerziehend und muss wie jeder andere am 1. des Monats meine Miete überweisen, vom Essen mal ganz zu schweigen.

Morgen werde ich versuchen die Arge telefonisch nochmal zu erreichen. Vielleicht kann ich das auch so klären.

Was mache ich wenn die Arge sich stur stellt? Wie soll ich mich im Allgemeinen überhaupt nun verhalten?
Ich bin wirklich euch dankbar für Ratschläge.

Liebe Grüsse
Misery
 

EMRK

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Seepferdchen 2010

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Zunächst hast du deine Schreiben belegbar versendet oder eingereicht?

ch habe vorhin direkt wieder einen Brief aufgesetzt wo ich noch mal alles lang und breit erklärt habe, mit bitte um klärung des Falles.

Diesen Brief bitte persönliche beim JC abgegeben gegen Bestätigung!

Gleichzeitig um ein persönliches Gespräch bitten, beim SB!

Du mußt persönlich zum JC mit telefonieren kommst du nicht weiter.

Wenn möglich auch noch einen Beistand mitnehmen § 13 SGB X.

Aber für dich wünsche ich dir in dieser schweren Zeit viel Kraft und ich bin mir sicher
das du noch einige Hinweise bekommst.

Gruß Seepferdchen
 

Misery

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Das erste schreiben habe ich direkt dort eingereicht. Irgendwie scheint es mir aber, das sie das verschlampt haben, eben weil es auch keine Reaktion darauf gab.

Ich werde nun morgen mit einem Beistand zum JC gehen und versuchen das zu klären.
 

gila

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Hallo Misery - erst einmal mein Mitgefühl zu deinem Verlust ...

Wie ich die Sache sehe:

Es KÖNNTE schlicht ein Fehler sein - eine ungeheure Schlampigkeit.
Hast du geschaut, welche Person als Bearbeiter auf dem Mist steht?
Manchmal ist es so, dass die eine Hand da nicht weiß, was die andere tut ...

Ich pers. würde dir raten, gleich morgen ins JC zu gehen - möglichst mit einem Beistand - und GLEICH zum Teamleiter - und NICHT abweisen lassen!
Bleibe dabei, es sei dringend - ansonsten gingest du direkt zum Sozialgericht.

Es gibt in meinen Augen KEINEN "Tatbestand", der zu einer Anhörung führen würde.
Denn du bist deiner Mitwirkungspflicht UMGEHEND nachgekommen und hast dem JC von deiner Fehlgeburt berichtet.
Punkt.
Alles andere ist DEREN Fehler.

Solltest du morgen nicht zu Potte kommen dort, wende dich an das Sozialgericht und dort in der Rechtsantragsstelle zum Rechtspfleger.
Dem sagen, du willst einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung einreichen - er soll beim Formulieren helfen.
Oder selbst einen Antrag schreiben und einreichen - ist nicht schwer und wird meist schneller bearbeitet als so eine Sache im JC.
Darin soll beantragt werden, dass der Bescheid umgehend aufzuheben ist und dir ab 1.10. die volle und bereits wie bisher bewilligte Leistung fort zu zahlen ist.
Begründung: Obwohl du deiner Mitwirkungspflicht nach dem tragischen Verlust deines Kindes umgehend nachgekommen bist und sogar mehrfach, wurde hier seitens des JC nicht reagiert. Statt dessen erhältst du einen Aufhebungsbescheid - dies sei rechtswidrig.
Eine Eilbedürftigkeit sei zudem gegeben, da der Monatsanfang bevor steht und du auch noch ein kleines Kind im Hause hast. Vom psychischen Druck - gerade nach so einer traurigen Erfahrung - nicht zu reden. Kann man aber auch alles hinein bringen!!!

Mehr braucht es nicht. Aber ich wette, wenn du morgen beim TL vorstellig wirst und deine Empörung äußerst, regelt sich das ohne SG!
:icon_daumen:
 

Misery

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Vielen dank für eure Tipps.

Gute idee das mit dem Teamleiter, ich hoffe dort habe ich mehr glück als bei den eigendlichen Leuten die dort sitzen.
Ansonsten Sozialgericht, ohje..ich hoffe das lässt sich alles ohne klären.
Werd nochmal alle unterlagen zusammen suchen, auch meinen Mutterpass wo es ja vermerkt ist und dann morgen dort mit meinem Beistand hingehen.

Vielen vielen dank nochmal !
 

gila

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Lass dich einfach nicht verunsichern.
Nimm die Kopie der Mitteilung mit, die du dem JC geschickt hast und dann müsste das reichen.
Bestehe darauf, dass dieser Bescheid SOFORT zurück genommen wird und drohe ruhig damit, dass du ansonsten umgehend zum SG wanderst und noch diese Woche eine einstweilige Verfügung erwirken wirst.
Die mögen das nicht so gerne, wenn ein Richter bei so einem Schwachsinn den Telefonhörer in die Hand
nimmt und wissen will, was das soll ... :wink:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Misery,

alles Wichtige wurde ja schon geschrieben.
Ich möchte Dir nur ein bisschen Mut machen. Ich hatte auch schon häufiger Probleme mit denen und bei mir ließ sich immer alles ohne Gericht klären. Meist lag es daran, dass die meine eingereichten Unterlagen verschlampt hatten oder der SB schlicht einen Fehler gemacht hat. Oder mein SB mittendrin gewechselt hat und der neue nicht wusste, was der vorherige gemacht hat.
Es könnte also sein, dass sich das morgen ganz schnell aufklärt. Ich wünsch es Dir jedenfalls von Herzen.
Falls nicht hat gila ja schon alles geschrieben.
 
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