Versagung von Leistungen, nachdem Termine nicht wahrgenommen werden konnten

Annaelena

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Hallo,

nachdem ich 3x einen Termin zur Antragsabgabe (Erstantrag) nicht wahrnehmen konnte, war gestern die Benachrichtigung von "Versagung von Leistungen zur Sicherhalt des Lebensunterhalts" im Briefkasten.

Zwei der Termine konnte ich nicht wahrnehmen, weil ich arbeiten musste (450€-Job) und bei uns personell landunter war. Am 3. Termin hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Alle Termine habe ich ordnungsgemäß vorher abgesagt.
Der letzte Termin wäre am 2.6.2016 gewesen. Ich habe um einen neuen Termin gebeten, den bekam ich nie, auch nach über einem Monat warten nicht. Stattdessen eben diesen Brief, in dem festgestellt wird, dass ich meiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen sei.

Die Mitarbeiterin vom Arbeitsamt sagte mir aber damals ganz klar, dass es berechtigte Gründe sind, Termine abzusagen, wenn man arbeiten muss (schließlich solle man den vorhandenen Job keinesfalls in gefahr bringen) oder ein Vorstellungsgespräch hat - zumal man ja keinerlei Mitspracherecht bei der Terminvereinbarung hat.

Was kann ich jetzt tun? Schriftlich Widerspruch einlegen? Wenn ja, wie formuliere ich den am besten? Gibt es da Vorlagen? Oder soll ich bei meinem Sachbearbeiter um einen neuen Termin zur Antragsabgabe bitten?

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Viele Grüße
 

Helga40

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Du solltest auf alle Fälle in Widerspruch gehen, denn, wenn du jetzt nur einen neuen Antrag stellst, gilt der auch erst ab Juli. Und dein alter Antrag dürfte ja schon von April oder Mai sein, oder? Die Zeit würde dir verlustig gehen.

Du musst auch nicht großartig mit Paragrafen ausführen. Einfach so, wie du es auch hier geschrieben hast:

"Ich erhebe gegen den Bescheid vom .... über die Ablehnung meines Antrages vom .... Widerspruch. Den Termin vom .... und den Termin vom .... musste ich absagen, weil ich arbeiten musste. Den Termin vom .... habe ich abgesagt, da ich an diesem Tag ein Vorstellungsgespräch bei Fa XYZ hatte. Hiernach habe ich um einen neuen Termin gebeten, aber es erfolgte keine Reaktion.

Ich bin hilfebedürftig im Sinne des SGB II, mein Antrag ist zu bearbeiten. Bitte teilen Sie mir mit, welche Nachweise und Unterlagen Sie hierfür noch benötigen."

BTW: Du hättest dir die Antragsformulare auch im Internet ausdrucken können und mit Kopien der nötigen Nachweise (Mietvertrag, Einkommensbescheinigung, Kontoauszüge etc...) per Post ans JC schicken können, denn 3 Termine abzusagen klingt schon irgendwie nach "So ganz nötig hab ichs ja eigentlich nicht."...

Oder bei den Terminabsagen mitteilen können, wann du nicht arbeiten musst und es dir besser passt.
 

Wutbuerger

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Üblicherweise steht doch in den Schreiben die sich auf fehlende Mitwirkung beziehen das die Mitwirkung nachgeholt werden kann . Es war dumm 2 Termine abzusagen , weil im Nebenjob irgendwer Personalmangel hatte. Du rettest anderen Leuten den Hintern und hast selbst den Schaden.
Anträge gibt man am empfang ab gegen Stempel, per Post oder per Fax.
Termine sind höchstens dazu da das man gleich den Antrag bearbeitet und Rückfragen klären kann .
Geht dann schneller. Keinesfalls heißt das , man könnte Anträge nur an diesem Termin einreichen.
Gehe in Widerspruch, stelle deine angefragten Unterlagen dem JC schnellstens zu und bitte um Einsetzung in den vorherigen Stand.
 
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