Vermögensumwandlung & Schulden (1 Betrachter)

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iGel

Elo-User*in
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Hallo,

kann mir jemand sagen was genau und zu welchem Betrag etwas als Vermögensumwandlung zählt?

Ich habe einiges an Schulden angehäuft (Finanzamt, Miete, Strom, Nebenkosten, Finanzierungen für Gewerbe) und möchte nun meine privaten Dinge verkaufen um diese wieder in Griff zu bekommen (nur damit man zu keinem falschen Schluss kommt: diese Dinge habe ich gekauft als ich keine Schulden gehabt habe und nicht vom Amt abhängig war). Die Schulden belaufen sich auf mehrere Tausend Euro. Wenn ich ALLES verkauft bekomme, würde ich vll. auf 5000€ kommen und damit könnte ich wenigstens das schlimmste abzahlen.

Ich hätte Privat CDs, DVDs, ein Smartphone, Spielkonsolen & Games, Comics und sehr viele Comicfiguren (alles unter Neuwert) zu verkaufen. Würde dies als Vermögensumwandlung zählen?

Macht es für das Amt ein Unterschied ob ich damit Schulden bezahle? Im Prinzip kann es denen doch egal sein ob ich jetzt ein paar Figuren um Regal stehen habe oder diese Verkaufe um Schulden zu zahlen, da ich mich ja nicht daran bereichere. (vermutlich sehen die vom Amt das jedoch anderes)
 
E

ExitUser

Gast
Das kommt darauf an, wie alt du bist und ob du im Formular Vermögen alles bei Erstantrag richtig angegeben hast. Die Grenze liegt bei 150€ pro Lebensjahr inklusive Auto. Ob diese Figuren unter wertvolle Sammlungen laufen, weiß ich nicht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Steht alles im SGB II

§ 12 Zu berücksichtigendes Vermögen


(1) Als Vermögen sind alle verwertbaren Vermögensgegenstände zu berücksichtigen.

(2) 1Vom Vermögen sind abzusetzen

1.
ein Grundfreibetrag in Höhe von 150 Euro je vollendetem Lebensjahr für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende volljährige Person und deren Partnerin oder Partner, mindestens aber jeweils 3.100 Euro; der Grundfreibetrag darf für jede volljährige Person und ihre Partnerin oder ihren Partner jeweils den nach Satz 2 maßgebenden Höchstbetrag nicht übersteigen,

1a.
ein Grundfreibetrag in Höhe von 3.100 Euro für jedes leistungsberechtigte minderjährige Kind,

2.
Altersvorsorge in Höhe des nach Bundesrecht ausdrücklich als Altersvorsorge geförderten Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge, soweit die Inhaberin oder der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig verwendet,

3.
geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit die Inhaberin oder der Inhaber sie vor dem Eintritt in den Ruhestand auf Grund einer unwiderruflichen vertraglichen Vereinbarung nicht verwerten kann und der Wert der geldwerten Ansprüche 750 Euro je vollendetem Lebensjahr der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person und deren Partnerin oder Partner, höchstens jedoch jeweils den nach Satz 2 maßgebenden Höchstbetrag nicht übersteigt,

4.
ein Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750 Euro für jeden in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Leistungsberechtigten.

2Bei Personen, die

1.
vor dem 1. Januar 1958 geboren sind, darf der Grundfreibetrag nach Satz 1 Nr. 1 jeweils 9.750 Euro und der Wert der geldwerten Ansprüche nach Satz 1 Nr. 3 jeweils 48.750 Euro,

2.
nach dem 31. Dezember 1957 und vor dem 1. Januar 1964 geboren sind, darf der Grundfreibetrag nach Satz 1 Nr. 1 jeweils 9.900 Euro und der Wert der geldwerten Ansprüche nach Satz 1 Nr. 3 jeweils 49.500 Euro,

3.
nach dem 31. Dezember 1963 geboren sind, darf der Grundfreibetrag nach Satz 1 Nr. 1 jeweils 10.050 Euro und der Wert der geldwerten Ansprüche nach Satz 1 Nr. 3 jeweils 50.250 Euro

nicht übersteigen.

(3) 1Als Vermögen sind nicht zu berücksichtigen

1.
angemessener Hausrat,

2.
ein angemessenes Kraftfahrzeug für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende erwerbsfähige Person,

3.
von der Inhaberin oder dem Inhaber als für die Altersvorsorge bestimmt bezeichnete Vermögensgegenstände in angemessenem Umfang, wenn die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person oder deren Partnerin oder Partner von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit ist,

4.
ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung,

5.
Vermögen, solange es nachweislich zur baldigen Beschaffung oder Erhaltung eines Hausgrundstücks von angemessener Größe bestimmt ist, soweit dieses zu Wohnzwecken behinderter oder pflegebedürftiger Menschen dient oder dienen soll und dieser Zweck durch den Einsatz oder die Verwertung des Vermögens gefährdet würde,

6.
Sachen und Rechte, soweit ihre Verwertung offensichtlich unwirtschaftlich ist oder für den Betroffenen eine besondere Härte bedeuten würde.

2Für die Angemessenheit sind die Lebensumstände während des Bezugs der Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende maßgebend.

(4) 1Das Vermögen ist mit seinem Verkehrswert zu berücksichtigen. 2Für die Bewertung ist der Zeitpunkt maßgebend, in dem der Antrag auf Bewilligung oder erneute Bewilligung der Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende gestellt wird, bei späterem Erwerb von Vermögen der Zeitpunkt des Erwerbs. 3Wesentliche Änderungen des Verkehrswertes sind zu berücksichtigen.
Der beste Zeitpunkt zum Verkaufen ist nach erfolgreichem Wiederbewilligungsbescheid.
Verscherbel erstmal soviel Dinge das du damit auf ca. 2500,- € kommst.
Bezahl dann deine Schulden.
Warte 2 Monate und verscherbel den Rest(wieder max. 2500,-) usw.
Den Krempel denn du jetzt verscherbelst hast du nämlich von den vorherigen 2500,- angeschafft.
 
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