Vermittlungvorschläge erhalten, aber muss ich mich auch dort zwingend bewerben?

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Guten Tag,
ich habe mehrere Vermittlungsvorschläge erhalten für Stellenangebote, die ich ehrlich gesagt nicht gerne machen möchte.

Im Anhang habe ich die Vermittlungsvorschläge, ein pdf-Dokument pro Vermittlungsvorschlag,
beigefügt.

Mich würde sehr die Meinung der Gemeinschaft hier interessieren, wie ich womöglich einer Bewerbung bei diesen Stellen entgehen könnte.

Eine Sache, bei der ich ansetzen würde, wäre die Frage ob überhaupt alle notwendigen Angaben vorhanden sind um die Vorschläge auf Zumutbarkeit hin zu prüfen.
Denn, meines Wissens nach, kann es ohne die erforderlichen Angaben nicht auf Zumutbarkeit geprüft werden und daher ist auch eine Bewerbung nicht zwingend erforderlich.

Grundsätzlich habe ich das Problem dass fast alle Vermittlungsvorschläge von mir eine Online Bewerbung wollen.
Normalerweise bewerbe ich mich immer und ausschließlich per post, egal was gerne gefordert wird.

Nun habe ich aber das Problem dass leider dank Corona alle Copyshops und Dergleichen zu sind, selbst das gerne angepriesene BIZ hat wahrscheinlich zu.
Sodass ich derzeit weder etwas kopieren noch ausdrucken kann.
Was kann ich hier tun?
Per Email, Webseite oder so will ich mich nicht bewerben.
Aber der Sachbearbeiter wird die geschlossenen Läden sicher nicht als Nicht-Bewerbungsgrund durchgehen lassen da ja "eh online Bewerbung gefordert war".


Was mir zudem bei den einzelnen Stellenangeboten als potentieller Ansatzpunkt aufgefallen ist:

Stellenangebot 1:
Das Stellenangebot stammt nicht von meinem Fallmanager sondern von einem mir völlig unbekannten Mitarbeiter des Jobcenters.
Ist hier trotzdem eine Bewerbung zwingend erforderlich obwohl der Vermittlungsvorschlag nicht von meinem Fallmanager stammt?
Arbeitszeit ist hier irgendwie gar nichts angegeben, wie wann wie lange man dort arbeitet pro Woche.
Frei nach dem Motto "wir bieten Alles, geben aber nix konkretes an".

Stellenangebot 2:
Hier ist gar nichts konkretes zum Lohn angegeben.
Wäre das nicht zwingend erforderlich in einem Vermittlungsvorschlag?

"wenn sie über einen PKW verfügen und ..., dann bewerben sie sich über ..."
Hier wird wohl ein eigener PKW vorausgesetzt, oder?
Oder verstehe ich das falsch?

Ich kann auch nicht wirklich mit erweiterten Kenntnissen bei der Fahrzeugführung punkten,
ich habe sprichwörtlich das letzte Mal vor 10 Jahren (in 2010) bei der praktischen Fahrprüfung hinter einem Lenkrad gesessen.
Ich hatte bisher nie das Geld für ein eigenes Auto, zudem ist die Bus Anbindung hier sehr gut sodass kein wirklicher Bedarf bestand,
von daher habe ich seitdem gar kein Auto mehr gefahren.

Was genau man sich unter Grundkenntnisse in Paketzustellung vorzustellen hat, weiß ich nicht.
Habe ich jedenfalls bisher noch nie gemacht.


Stellenangebot 3:
Arbeitszeiten kann man streiten ob hier nicht was Konkreteres als "Teilzeit oder Vollzeit" gegeben sein müsste.
Arbeitsort ist so eine Sache, müsste man schon genauer wissen denn je nachdem wo in meinem Ort das ist, müsste ich da mit Bus hin.
Ob und wie genau der Bus dorthin fährt noch vor 6 Uhr, wäre dann so eine Sache...
Sprich, ob ich es mit dem Bus überhaupt schaffen kann, vor 6 Uhr dort zu sein.


Stellenangebot 4:
Laut dem Backoffice der Arbeitsagentur (wenn man dort die Vermittlungsvorschläge durchguckt) ist das Stellenangebot bereits geschlossen,
ich kann auch nicht mehr darauf klicken um auf die Beschreibungsseite zu kommen.
Finde es auch nicht über Referenznummer oder Dergleichen.
Auch Googeln entweder nach der Referenznummer oder nach Arbeitgeber+Stellenangebot führt zu keinem Ergebnis.

Hier bin ich mir unsicher ob man als Fahrer üblicherweise das Fahrzeug bei Arbeitsbeginn abholt und bei Arbeitsende wieder abliefert oder wie sowas abläuft.
Der Einsatzort ist 25 km von mir entfernt, habe keine Chance da ohne Bus und Bahn hinzukommen (Wie erwähnt habe ich kein Auto).

Nach einem beispielhaften Blick auf die Fahrplanauskunft von Bus und Bahn, mit der Vorgabe dass ich von meiner Adresse zum angegebenen Arbeitsort fahren und spätestens Montag um 2:55 dort ankommen will, wurden mir nur Verbindungen Sonntag um 19:47 Uhr und dann wieder Montag um 5:26 Uhr angezeigt. Erste dauert rund 5 Stunden mit Unmengen Umstiegen, Zweitere 2 Stunden mit ebenso vielen Umstiegen.
(Stichwort zulässige Pendelzeiten, nur so am Rande)

Ich bezweifle dass es sich an den anderen Tagen anders verhält.
Kurz: Auto habe ich keins und Bus/Bahn fährt um diese Uhrzeit offensichtlich nicht.
Ich habe keine Ahnung wie ich zu solchen Uhrzeiten da hin kommen soll.

Ich bezweifle auch dass der Fahrplan durch Corona so negativ eingeschränkt ist, beweisen kann ich es natürlich nicht.
 

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Buchfan

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Moin Dieter und willkommen hier!
Sag mal, hast Du eine EGV und könntest Du sie ggf. auch noch einstellen?
Der VV mit dem geschilderten Paket Dienst lässt sich meiner Ansicht nach nicht durchsetzen, weil Du kein Auto hast und der Arbeitsweg unzumutbar lang wäre.
Aber es werden sich sicher noch andere User hier einklinken.
 

Fox29

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Du musst immer bedenken, dass es im SGB II nur die Zumutbarkeiten nach §10 SGB II gibt. Und da steht nix bezüglich Arbeitszeit, Berufsschutz oder Gehalt. Nach der Logik des Gesetzes hast du alles an zumutbarer Arbeit anzunehmen, um deine Hilfebedürftigkeit zu verringern.
Such auch mal in Internet nach der fachlichen Weisung für den §10, das sollte bissl Klarheit bringen.

Denn, meines Wissens nach, kann es ohne die erforderlichen Angaben nicht auf Zumutbarkeit geprüft werden und daher ist auch eine Bewerbung nicht zwingend erforderlich.
s.o.
Das Stellenangebot stammt nicht von meinem Fallmanager sondern von einem mir völlig unbekannten Mitarbeiter des Jobcenters.
Ist hier trotzdem eine Bewerbung zwingend erforderlich obwohl der Vermittlungsvorschlag nicht von meinem Fallmanager stammt?

Es macht keinen Unterschied von welchem Mitarbeiter der VV stammt. Wenn eine RfB dran ist, herrscht erstmal die Pflicht zur Bewerbung. Auch die Mitarbeiter vom Arbeitgeberservice verschicken VVs. Und das sehr gerne im Gießkannenprinzip, egal obs passt oder nicht.

Hier ist gar nichts konkretes zum Lohn angegeben.
Wäre das nicht zwingend erforderlich in einem Vermittlungsvorschlag?

Nein, musst du erfragen. Ist bei normalen Stellenangeboten auch nicht üblich das Gehalt anzugeben, da sich der AG die Chance zu handeln kaputt machen würde. Tarifgebundene AG mal beiseite gelassen.


Arbeitszeiten kann man streiten ob hier nicht was Konkreteres als "Teilzeit oder Vollzeit" gegeben sein müsste.

Ist ebenfalls zu erfragen. Heißt letztendlich nur, dass der AG verschiedene Arbeitszeiten anbieten kann. Trotzdem ist es im SGB II egal, ob VZ oder TZ. Hauptsache es kommt Geld rein😔
 
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avrschmitz

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Aber der Sachbearbeiter wird die geschlossenen Läden sicher nicht als Nicht-Bewerbungsgrund durchgehen lassen da ja "eh online Bewerbung gefordert war".
Du hast keinen PC sondern nur ein Handy. Mit dem ist Online bewerben nicht möglich. Ich würde in die Offensive gehen und denen das schreiben. Ebenfalls, dass es Dir daher erst möglich ist Dich zu bewerben wenn die Copy-Shops wieder geöffnet haben.
 

Sodele

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Was mir zudem bei den einzelnen Stellenangeboten als potentieller Ansatzpunkt aufgefallen ist:

Stellenangebot 1:
Das Stellenangebot stammt nicht von meinem Fallmanager sondern von einem mir völlig unbekannten Mitarbeiter des Jobcenters.
Ist hier trotzdem eine Bewerbung zwingend erforderlich obwohl der Vermittlungsvorschlag nicht von meinem Fallmanager stammt?

Alle Vermittlungsvorschläge und alle anderen Schreiben von Behörden kommen nicht von einer Person, sondern von der Dienststelle, was man am Zusatz "im Auftrag" erkennen kann.

Die meisten von Dir gestellten Fragen können im Bewerbungsprozess geklärt werden. Sieh Dir einfach mal Stellenanzeigen in den Zeitungen an, da sind all die Details, die Du einfordert, zumeist auch nicht von vorneherein angegeben. Oft sind die Einzelheiten Verhandlungsache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Egal ob dies der Umfang der Wochenarbeitszeit ist oder das Einkommen. Wenn der Arbeitgeber DICH will, weil DU ihn überzeigt hast, bietet er Dir andere MOdalitäten an, als wenn er im Vorstellungsprozess feststellt, dass er am Bewerber nicht interessiert ist.

Und Du kannst Dir (vielleicht) sicher vorstellen, wie ein Arbeitgeber auf Deine Bewerbung anspringt, wenn er ausdrücklich Online-Bewerbungen fordert, Du Dich aber in althergebrachter Weise per Post bewirbst. Er könnte sich z.B. denken, dass der "mutmaßlich" Interessierte 1. nich lesen kann und 2. noch nicht in der Neuzeit angekommen ist und 3. tatsächlich gar kein wirkliches Interesse an der Stelle hat.
Es ist ähnlich wie im restlichen Leben... wenn ein Lebensmittelgeschäft angibt, dass nur Kartenzahlung möglich ist, dann kannst Du eben mit Deinem Bargeld nichts kaufen. Der Anbieter ist der, der die Bedingungen bestimmt - zumindest aktuell!

Und nun los: bewerte meinen Post wieder mit "nervt"! Ich freue mich über jede - auch negative - Beurteilung!
 
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Hallo,
@Buchfan:
eine EGV habe ich zurzeit Keine.

Es gab vor einiger Zeit Streit über den Inhalt einer vorgeschlagenen EGV, die das Jobcenter dann per VA durchsetzen wollte.
Letzten Endes wurde der Verwaltungsakt dann vom Sozialgericht im Eilverfahren vorübergehend ausser Kraft gesetzt.
Und seitdem gab es dann keine EGV mehr.

Insofern habe ich zurzeit keine wirksame EGV.


@Fox29:
Naja, aber ohne den Lohn zu kennen, kann ich ja nicht einmal prüfen ob das Ganze alle Gesetze wie Mindestlohn und Co. einhält.
Arbeitszeit müsste man ja schon wissen, wenn die bspw. wie die Bäckerei unter 4. wollen würde dass ich von 0 bis 8 Uhr arbeite, wäre das wahrscheinlich mangels Busanbildung unmöglich!

Sollte ich der Firma da einen Brief schreiben dass sie mir für eine potentielle Bewerbung bitte das zu erwartende Gehalt bei der Stelle mitteilen sollen?

@avrschmitz: aber ob die mir das so glauben? Hatte bisher denen öfter die Unterlagen für die Bewerbungskostenerstattung per Fax geschickt.
Gut, ich hatte aber auch vor Ewigkeiten meine Emailadresse und Telefonnummer bei Denen löschen lassen.

@Sodele:
"Die meisten von Dir gestellten Fragen können im Bewerbungsprozess geklärt werden. "
Das ist mir bewusst, so weit soll es ja idealerweise auch erst gar nicht kommen.

Ein Vermittlungsvorschlag hat aber bestimmt zu sein damit man prüfen kann ob er zumutbar ist.
Dass im freien Markt gerne Sachen erst kurz vor Schluss geklärt werden ist klar, gerade auch bei Zeitarbeitsfirmen (erst den Vertrag unterschreiben, dann reden wir übers Gehalt).
Man muss ja aber den VA auf Zumutbarkeit prüfen können. und das kann ich ohne das nötige Wie, Wann, Wo, Für wie viel Euro nicht.

"Und Du kannst Dir (vielleicht) sicher vorstellen, wie ein Arbeitgeber auf Deine Bewerbung anspringt, wenn er ausdrücklich Online-Bewerbungen fordert, Du Dich aber in althergebrachter Weise per Post bewirbst."

Auch dies ist, in einem gewissen Maße, durchaus beabsichtigt.


Ob irgendein Arbeitgeber bestimmen kann, unter welchen gesetzlichen Bedingungen und in welcher Form sich ein Arbeitsloser auf einen VV bewerben darf oder auch nicht, bezweifle ich doch stark.
Der nächste Arbeitgeber fordert von mir womöglich noch die Bewerbung ausschließlich mittels einer von ihm gebauten Scam App :)

Was du mit wieder meinst, weiß ich nicht. Erinnere mich gerade an Nichts.
 

Fox29

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Naja, aber ohne den Lohn zu kennen, kann ich ja nicht einmal prüfen ob das Ganze alle Gesetze wie Mindestlohn und Co. einhält.
Arbeitszeit müsste man ja schon wissen, wenn die bspw. wie die Bäckerei unter 4. wollen würde dass ich von 0 bis 8 Uhr arbeite, wäre das wahrscheinlich mangels Busanbildung unmöglich!

Das gilt es dann bei einem kurzen Telefonat vorher zu erfragen, wenn du es vor der Bewerbung wissen willst. Und geh einfach mal davon aus, dass ein AG sich an das Mindestlohngesetz hält, ohne dass du es prüfen musst. Da gibts nämlich empfindliche Strafen.
Wenn solche ungewöhnlichen Arbeitszeiten verlangt werden steht es aber meist drin. Branchenüblich ist hier das Zauberwort.

Sollte ich der Firma da einen Brief schreiben dass sie mir für eine potentielle Bewerbung bitte das zu erwartende Gehalt bei der Stelle mitteilen sollen?

Würde ich nicht empfehlen. Wenn der AG das ans JC weiterleitet könnte es so ausgelegt werden, dass du das Bewerbungsverfahren sabotierst.

Ein Vermittlungsvorschlag hat aber bestimmt zu sein damit man prüfen kann ob er zumutbar ist.
Man muss ja aber den VA auf Zumutbarkeit prüfen können. und das kann ich ohne das nötige Wie, Wann, Wo, Für wie viel Euro nicht.

Außer den in §10 SGB II genannten Fällen gibt es keine Zumutbarkeit, die du prüfen könntest. Für dich gilt kein Berufsschutz oder Lohnvorstellungen. Einzig die Pendelzeit könnte man argumentieren, zusätzlich zur Erreichbarkeit mit ÖPNV. Was genau willst du dem JC denn erzählen was du für eine Zumutbarkeit prüfst?

Wenn du nicht arbeiten willst oder dir die Stellen nicht passen musst du dir nen clevereren Weg suchen. Selbst eine Stelle finden z. B. (Arbeitswille vorausgesetzt)
 

Sodele

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Aber eins ist Dir wohl entfallen - da das Einkommen Bestandteil des Arbeitsvertrages ist, wird dies vor der Vertragsunterzeichnung vereinbart...

Du willst also gar nicht arbeiten - so zumindest liest sich Deine Antwort... Dann sag das doch Deinem Sachbearbeiter, dann schikaniert er Dich auch nicht mit irgendwelchen Vermittlungsvorschläge und nervt mit Eingliederungsvereinbarungen :unsure:. Aber das willst Du offenbar auch nicht!?



Und - um Deiner Gedächtnislücke auf die Sprünge zu helfen: genervt
 

Buchfan

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Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, vor der Bewerbung anzurufen und vermischt mit etwas smalltalk die für mich nötigen Infos zu erfragen getreu dem Motto: ich bin Freund der...und will mich bewerben...haben Sie gerade etwas Zeit für mich? Notfalls rufe ich auch 2 oder 5 mal an bis der richtige Moment da ist. Warum? Wenn ich an der Stelle interessiert bin, kann ich mit etwas Übung viele Infos aus dem Gespräch ziehen wie Interesse des Gegenübers, Tonlage, Arbeitszeiten u.a.m
Wenn Du kein wirkliches Interesse an einer Beschäftigung hast, sieht das natürlich anders aus.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Nicht Freund der sondern derundder
 

abcabc

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Mich würde sehr die Meinung der Gemeinschaft hier interessieren, wie ich womöglich einer Bewerbung bei diesen Stellen entgehen könnte.
Die VVs enthalten alle eine RFB (Rechtsfolgebelehrung) = Bewerbungspflicht.
Bei VVs OHNE RFB gäbe es hingegen nur eine Bewerbungspflicht, wenn was in der EGV oder im VA diesbezüglich stehen würde...

Grundsätzlich habe ich das Problem dass fast alle Vermittlungsvorschläge von mir eine Online Bewerbung wollen.
Normalerweise bewerbe ich mich immer und ausschließlich per post, egal was gerne gefordert wird.
Kann man nicht sanktionieren, wenn du dich per Post bewirbst.... so lange es keine Anti-Bewerbungen sind.

Nun habe ich aber das Problem dass leider dank Corona alle Copyshops und Dergleichen zu sind, selbst das gerne angepriesene BIZ hat wahrscheinlich zu.
Sodass ich derzeit weder etwas kopieren noch ausdrucken kann.
Was kann ich hier tun?
Die dreisteste Lösung wäre: Handschriftlich einen Antrag ans JC schicken mit dem Inhalt:
- Dein Internet funktioniert derzeit nicht.
- Drucker/Kopierer nicht vorhanden --> Antrag auf Konstenübernahme für ein Multifunktionsgerät (Drucken +Kopieren+Scannen) aus dem Vermittlungsbudget (dann ist offiziell ein Bekannter so nett es für dich zu bestellen).
- Aufforderung dir einen Kopierer zugänglich zu machen, falls man dir die Anschaffung nicht finanzieren will, da CopyShops usw. geschlossen haben.
- Im Falle einer Ablehnung der Kostenübernahme um Antwort bitten, ob sie die Bewerbungspflicht aussetzen oder ob du lieber kurze handschriftliche Anschreiben (ohne Anhänge, da Kopierer nicht vorhanden) verschicken sollst.

Mit etwas Glück kannst du ein gratis Multifunktionsgerät abstauben. Kann man immer gebrauchen. ;)
 
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Eine Frage:
Die Zeitarbeit, die sich auch "Personalservice" nennt, schreibt bei Lohn von "leistungsgerechte Vergütung nach IGZ Tarifvertrag".

Was meinen die damit?
Dass man nur wenig bis nix verdient wenn man dem dementen Herrn Rentner nicht den Staubsauger andrehen kann oder will?

Oder was meinen die mit "Leistungsorientiert"?
Klingt mir jetzt schon nach Ausrede, um später so wenig wie möglich zu zahlen "Sie haben halt einfach nicht die Leistung gebracht für eine richtige Bezahlung" :)

Und was meint ihr: Auf dem Deckblatt ist ja die Rede von "ortsüblich/verhandelbar":
Wenn es, Gott bewahre,zu einem Vorstellungsgespräch kommen sollte und diemich direkt fragen "Wie viel Gehalt wollen sie?" was antwortet man da?
Ich sehe da sehr viel Sanktionspotenzial "Sie haben zu viel/zu wenig verlangt, deswegen wollten die sie nicht! Sanktion!"
Wie verhält man sich dort richtig?
 

Sodele

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Eine Frage:
Die Zeitarbeit, die sich auch "Personalservice" nennt, schreibt bei Lohn von "leistungsgerechte Vergütung nach IGZ Tarifvertrag".

Hast Du Dir denn mal den IGZ-Tarifvertrag, der 2020 gilt, angeschaut? Wäre vielleicht hilfreich, sich selber schlau zu machen, oder? Dann beantwortet sich manche Frage von selbst!?
 

abcabc

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Eine Frage:
Die Zeitarbeit, die sich auch "Personalservice" nennt, schreibt bei Lohn von "leistungsgerechte Vergütung nach IGZ Tarifvertrag".
Das müsste der hier sein: https://www.ig-zeitarbeit.de/sites/...microsites/2020/200403_Haupttarifwerk_web.pdf
Erschreckend viele bekannte Gewerkschaften haben sich für diesen möchtegern "Tarifvertrag" prostituiert.... eigentlich ein Skandal.

Das Problem ist die "Eingruppierung" in der Entgeldgruppe. Da wird gerne getrickst und geschummelt.


Und was meint ihr: Auf dem Deckblatt ist ja die Rede von "ortsüblich/verhandelbar":
Wenn es, Gott bewahre,zu einem Vorstellungsgespräch kommen sollte und diemich direkt fragen "Wie viel Gehalt wollen sie?" was antwortet man da?
Ich sehe da sehr viel Sanktionspotenzial "Sie haben zu viel/zu wenig verlangt, deswegen wollten die sie nicht! Sanktion!"
Wie verhält man sich dort richtig?
Die Arbeitsagentur bietet auch Berufsberatung für Schüer an. Einfach mal nach dem Beruf googlen. Bei allen Ausbildungsberufen steht auf den Seiten der AfA das zu erwartende Gehalt - oft überdurchschnittlich viel. An deiner Stelle würde ich dann diese Summe einfach nennen: Wenn die Arbeitsagentur behauptet das sei der übliche Lohn mit Ausbildung XY, dann kann man dich wohl kaum dafür sankionieren, wenn du dich an deren Werten orientierst. ;)
Ansonsten einfach mal googlen was allgemein so für Gehaltsspannen üblich sind und dann einfach was im mittleren Bereich nennen.
Bei Helferjobs ist es schwieriger, da gibt es keine wirklichen Gehaltsvergleiche, wie bei abgeschlossener Ausbildung.
Und Gehaltswünsche niemals schriftlich einreichen, sondern immer nur mündlich beim Gespräch äußern.
 
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Darf ich eigentlich in meinem Anschreiben sowas in der Art schreiben wie
"Obwohl ich schon seit 8 Jahren kein Auto mehr gefahren bin, bin ich mir sicher dass ich ihre Erwartungen diesbezüglich erfüllen werde" oder so?
Um denen eben indirekt mitzuteilen dass ich shcon Ewigkeiten kein Lenkrad mehr in der Hand hatte?


Oder wäre das etwas was man nicht "üblicherweise in einer Bewerbung shcreibtt"?

Geht natürlich nur um den Job mit dem Lieferauto fahren :)
 

Antihartzer19

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"Obwohl ich schon seit 8 Jahren kein Auto mehr gefahren bin, bin ich mir sicher dass ich ihre Erwartungen diesbezüglich erfüllen werde" oder so?
ein pingiliger Sachbearbeiter würde sich freuen

In 1992 hatte ich mal einen Job wo mir ein Auto (200er Benz) hingestellt wurde und täglich dann Kunden besuchte. Die letzte Autofahrt zuvor war 1984. Na und?
In der Bewerbung spielte das keine Rolle.
 

avrschmitz

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Obwohl ich schon seit 8 Jahren kein Auto mehr gefahren bin, bin ich mir sicher dass ich ihre Erwartungen diesbezüglich erfüllen werde
Ich würde das so schreiben. M.E. kann man das nicht negativ auslegen. Es entspricht der Wahrheit. Wenn es Deinem SB nicht passt, soll er Dir vorher Fahrstunden spendieren.

In 1992 hatte ich mal einen Job wo mir ein Auto (200er Benz) hingestellt wurde und täglich dann Kunden besuchte. Die letzte Autofahrt zuvor war 1984. Na und?
Dir ist aber klar, dass es ein Unterschied ist ob Du einen PKW oder einen Transporter fährst? Stichwort kein Innenspiegel, man sitzt auf der Vorderachse und nicht zwischen den Achsen, höher, länger, breiter, schwerer.
 
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Ich würde das so schreiben. M.E. kann man das nicht negativ auslegen. Es entspricht der Wahrheit. Wenn es Deinem SB nicht passt, soll er Dir vorher Fahrstunden spendieren.


Dir ist aber klar, dass es ein Unterschied ist ob Du einen PKW oder einen Transporter fährst? Stichwort kein Innenspiegel, man sitzt auf der Vorderachse und nicht zwischen den Achsen, höher, länger, breiter, schwerer.

Fährt sich ein Transporter so anders als ein normales Auto?
 

avrschmitz

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Fährt sich ein Transporter so anders als ein normales Auto?
Zumindest am Anfang, bis man dran gewöhnt ist und vorher immer PKW gefahren ist.

Man muss z.B. beachten, dass man später einschlägt. Sonst rasiert man alles weg. Auch dass der Transporter breiter ist u. U. bei Beladung den längeren Bremsweg.
 
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Kennst du dich zufällig aus, wie das morgens bei der Post so läuft als Brief und Paketzusteller?

Gibt es da so ein Depot oder so etwas,zu dem man morgens anreist,seinen Routenplan+Briefe in die Hand bekommt und den Transporter vom Hof aus weg fährt?

Ich versuche gerade recht wehement die Adresse des Arbeitsortes (zu dem ich shcließlich morgens vor 6 Uhr hin muss) rauszufinden, aber ausser meinem Ort als Solchen finde ich wenig.
Klicke ich auf Standortauf der Deutsche Post Seite, wird mir ein in einem Vorort gelegener Standort angezeigt.
Aber ob die echt so ausserhalb sitzen mit ihrer Zentralstelle, bezweifle ich irgendwie :-/
 

avrschmitz

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Kennst du dich zufällig aus, wie das morgens bei der Post so läuft als Brief und Paketzusteller
Nee, keinen Plan. Ich habe vor meinem Studium als LKW-Fahrer gearbeitet. Daher kann ich etwas zum Transporterfahren sagen. Mehr kann ich Dir aber dazu nicht sagen.

Wenn es bei der Post selbst ist, würde ich das aber für seriös halten. Im Gegensatz zu Hermes und Konsorten.
 

abcabc

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Ich versuche gerade recht wehement die Adresse des Arbeitsortes (zu dem ich shcließlich morgens vor 6 Uhr hin muss) rauszufinden, aber ausser meinem Ort als Solchen finde ich wenig.
Wenn das eine ZAF ist und du den Job nicht haben willst, ist der Arbeitsort egal. Dann reicht es wenn du morgens zur vereinbarten Zeit beim Firmensitz der ZAF erscheinst. Ab dann zählt jede Minute als Arbeitszeit und die ZAF hat entweder 100% der Kosten für den ÖPNV zu zahlen oder dich zu fahren. Selbst wenn du einen privaten PKW hast, kannst du den bei der ZAF parken und dich weigern den zu nutzen um zur Arbeitsstelle zu fahren.
Wobei du natürlich schon beim Vorstellungsgespräch offiziell natürlich kein Auto hast, oder das grad kaputt ist und unklar ist ob und wann sich das reparieren lässt. Solltest halt nicht direkt bei der ZAF parken. ;)
 
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