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terri

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#1
Hallo,
wie seht ihr dieses EEJ Angebot.
Mithilfe im Sekretariat/Schularchiv, Postdient. EDV-Eingaben, Telefondienst, Bücherverwaltung u. archivierung, Kopierarbeiten, Botengänge, Statistiken führen. gutes Deutsch in Wort und Schrift,
suchtfrei***
Berufsschule
Teilzeit ohne genaue Stundenangabe

Für mich liest sich das wie eine Halbtagsstelle als Bürokraft.

Der Witz ist: in meiner EV ist keine EEJ-Verpflichtung angeführt.
Das nächste ist, ich müsste Arbeiten aufgeben bei denen ich mehr verdienen könnte wenn mich die ARGE mal richtig abrechnen würde.
Bin ja immer noch nicht in der Lage meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, kann also gar keine schlecht bezahlte Tätigkeit annehmen da die ARGE mich in die totale ARmut getrieben hat.
Wie seht ihr das.
Auch wegen der EV ohne EEJ-Vereinbarung.
Bitte dringend Rat.
terri
 

hansklein

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#2
Hallo Terri

Wie definierst du "in die totale Armut" getrieben?

Ein gewisser Satz Geld steht ja eigentlich jedem zu. Auch nach Kürzung.

Das Angebot würde ich so als Arbeitsstelle interpretieren und nachfragen, ob das ein EEJ job sein soll oder eine reguläre Stelle. Soweit ich mich bisher eingelesen habe, muss die ARGE auch reguläre Stellen anbieten... Von wegen fördern und fordern... Ich kenn bisher nur fordern von Seiten der ARGE....

Wie bestreitest du denn deinen Lebensunterhalt, wenn du das nicht kannst?

Das nächste ist, ich müsste Arbeiten aufgeben bei denen ich mehr verdienen könnte wenn mich die ARGE mal richtig abrechnen würde.
Also hast du Arbeiten und verdienst im Mom mehr damit wie dir Arge dir mit nem EEJ bieten könnte?

LG

Hans
 

terri

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#3
Hallo hansklein,
schön dass du um die Nachtschlafene Zeit noch da bist.
ist ein bisschen verwirrend ich weiß.
Mir wird seit Monaten kein Regelsatz mehr bezahlt wegen Widersprüchen die aber auch schon fast ein Jahr auf fernen Galaxien verstauben.
Mein Einkommen ist im November abgesunken und das wird eben nicht gewürdigt. Begründung Widersprüche noch nicht bearbeitet.
Habe jetzt einen little Barbetrag bei der ARGE erbettelt da ich nicht mal die Miete bezahlen konnte.
Am 1.3. Endlich mal neuer Bescheid (für 3 Monate) aber wieder mit Phantasie-Einkommen
Aus diesem Phantasie-Einkommen einen Freibetrag ausbezahlt bekommen.
Antrag auf EV liegt seit mitte Januar beim Sozialgericht.
Richterin in Skiferien.
Könnte ich normal werkeln könnte ich mir im Monat 200-300 Euro verdienen. Ab April sogar 400 Euro.
Musste ende Februar einen Auftrag ablehnen da nicht mehr mobil.
Schulden beim Energieversorger für Strom und Gas.
Sogar das Surfen hier treibt mich weiter in die Verschuldung. Weil mir ja nicht mal der REgelsatz bezahlt wird.
Gibt schon einige Postings hier von mir.
Kann nur manchmal nicht mehr schreiben weil mein Nervenfilter mürbe geworden ist.
Vor allem die Forderung dass ich mich nur noch den Verhaltensrichtlinien der ARGE zu unterwerfen hätte. Ansonsten systematische Vernichtung.
Hat für mich Sektencharakter.
KDU wurde ja auch gekürzt weil Wohnung zu groß.
Die Miethöhe liegt tatsächlich 6 Euro unter der Miethöchstgrenze.
Dafür Kürzung von 85 Euro im Monat.
Da seit November 05 ohne Bescheid Ablehungen bei Vermietern. Kann Mietzahlung nicht nachweisen.
Und jetzt diese zeitlich begrenzte EEJ-####
Mobbing pur.
terri
 

wolliohne

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#4
Klagen Klagen Klagen

Lieber Terri,
ich wiederhole mich gerne.

Aber 1. ein Soz.Vs.Pfl. Job hat immer Vorang vor 1,-€ Job.
2. Ein Antrag auf EV liegt beim SG ? (das musst Du schon erklären)
3. Nimm sämtliche Unterlagen mache Kopien und gehe direkt zu Deinem SG
der Rechtspfleger dort wird Dir kostenlos behilflich sein beim Aufsetzten der Klage.

Es gibt ja nicht nur eine/n Richter/in!
Ansonsten Beschwerde/Dringlichkeit ans SG !

Also,ab damit.
 

peter_S

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#5
terri sagte :
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Krass,

1. seit wann sind sekretariatsmitarbeiter in Schulen "zusätzlich" oder "gemeinnützig" ? bekomm mal raus welche Schule das ist und schick das ver.di

2. "suchtfrei***" - Muhaha, ich bin Raucher, na so ein Pech aber auch
 

terri

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#6
Hallo,
den Namen der Schule kenne ich, steht auf Anschreiben,
wollte den bloß jetzt noch nicht hier rein stellen.
Brauche erst mal mein GEld das mir die ARGE seit Monaten schuldet.
Genau was Peter_S schreibt dachte ich auch.
So was ist nicht zusätzlich, das wäre eine gepflegte versicherungspflichtige Halbtagsstelle.
Das werde ich an ver.di schicken.
Meine EV habe ich lezten Sommer unterschreiben müssen aber ausdrücklich ohne EEJ da ich ja Arbeit hatte.
Allerdings als Selbständige. Und das ist denen ein Dorn im Auge, speziell wenn Selbständige offiziell arbeiten.
Also, kann ich ablehnen und auf meine EV verweisen und natürlich auf meine Tätigkeit oder habe ich in meiner Situation nur noch ein Recht: schweigend unter dem Teppich herum zu kriechen.
Ansonsten weiter Teppichfransen fressen.
terri
 

achim2

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#7
peter_S sagte :
Krass,

1. seit wann sind sekretariatsmitarbeiter in Schulen "zusätzlich" oder "gemeinnützig"? bekomm mal raus welche Schule das ist und schick das ver.di
GUTE IDEE!!!

Gruß Achim
 

achim2

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#8
terri sagte :
So was ist nicht zusätzlich, das wäre eine gepflegte versicherungspflichtige Halbtagsstelle.

terri
KORREKT!!!
 

achim2

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#9
terri sagte :
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Was ist bitte schön der Unterschied zwischen MITHILFE und MITARBEIT???

Mithilfe heißt, man hilft bei der Mitarbeit mit oder wie oder wo oder was oder warum....???

Deutsche Sprax, schwäre Sprax!!!
 

terri

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#10
Genau achim2, das meine ich.
Ist nicht die erxte Stelle in einem Schulbüro die auf die Art und Weise herunter genudelt wird.
terri
Der Witz ist ja ein ganz anderer,
ich habe mich 2000 oder 2001, weiß nicht mehr genau, beim Kultusministerium als Schul-Bürokraft beworben und bin abgelehnt worden.
Mich würde inteessieren wie ich bei der Absage richtig vorgehe.
In der EV ist das nicht vorgesehen.
terri
 

heinbloed

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#11
moin moin

Mir wird seit Monaten kein Regelsatz mehr bezahlt wegen Widersprüchen die aber auch schon fast ein Jahr auf fernen Galaxien verstauben.

Mein Einkommen ist im November abgesunken und das wird eben nicht gewürdigt.

Am 1.3. Endlich mal neuer Bescheid (für 3 Monate) aber wieder mit Phantasie-Einkommen Aus diesem Phantasie-Einkommen einen Freibetrag ausbezahlt bekommen.

Antrag auf EV liegt seit mitte Januar beim Sozialgericht.
Richterin in Skiferien.

KDU wurde ja auch gekürzt weil Wohnung zu groß.
Die Miethöhe liegt tatsächlich 6 Euro unter der Miethöchstgrenze.
Dafür Kürzung von 85 Euro im Monat
ich versuche es mal tabellarisch

1) erstbescheid - falsch (miete zu niedrig angesetzt - einkommen zu hoch angesetzt?) - widerspruch - ohne antwort?

2) folgebescheid? - wieder falsch - widerspruch? - antwort?

3) sinkendes einkommen - änderungsmitteilung abgegeben? - widerspruch? antwort?

4) antrag auf einstweilige anordnung - mitteilung?

4) folgebescheid - wieder falsch - widerspruch? - antwort?

da wo ein fragezeichen steht ist die sache unklar.

was jedoch klar ist, dass zu 1 und 2 schon längst eine untätigkeitsklage raus sein sollte. ausserdem kann man auch beim gericht anfragen wieso es noch dauert mit der ea.

wir haben z.b. mal bei einer sozialausschuß-sitzung nachgefragt, wieso ein sachbearbeiter 7 monate an einem widerspruch arbeitet, hat geholfen.

durch warten kommst du nicht weiter, dann kannst du lieber deine selbständige arbeit canceln und den 1ej annehmen.

den eej kannst du nur annehmen, wenn sie dir den regelsatz zahlen,
weil du nebenbei nur beschränkt selbständig arbeiten kannst.

ich würde dir einen anwalt empfehlen oder eine gute selbsthilfegruppe.

grüsse
 

terri

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#12
Hallo heinbloed,
danke für deine Antwort.

1., Erstbescheid war noch richtig mit Miete u. Einkommen, bzw. Einkommen wurde falsch berechnet (Freibeträge u. Kosten)

2. Folgebescheid wurde verweigert wegen Widerspruch zu 1. Bescheid.
dafür Vorwegabzug von Einkommen, wurde von Mai bis heute nicht abgerechnet.

Ankündigung zur Senkung der KDU mit Infobrief. Kein Bescheid.
Änderungsmitteilung wegen Einkommen in November für Dezember.

4. Antrag auf EV mitte Januar. Schonzeit für ARGE zum Einreichen der Unterlagen bis 28. Februar. Zeit verstrichen. ARGE hat nicht eingereicht.
Richterin froh da sich der Schreibtisch unter der Arbeit biegt???

5. Nach Antrag auf EV vor dem SG neuer Bescheid am 2. März nach langem betteln. Freibetrag von geschätztem Einkommen als Regelsatz. Nun neue Kostenübernahme der KDU mit gekürzter Miete. Wenn ich Miete bezahlt habe bleiben von dem Regelsatz noch 137,88. Davon muss ich alleine 152 Euro Strom u. Gas bezahlen.
ARbeit kann ich auch nicht aufnehmen. Möchte auch nicht für einen EEJ Kilometerweit zu Fuß gehen weil das Geld fehlt.
Wegen des fehlenden Bescheides von November 05 bis März 06 ohne Aussicht auf Wohnung. Vermieter wollen Absicherung der Mietzahlung.

EEJ nicht möglich weil zu wenig Einkommen.
Reicht nicht um all diese Kürzungen und den Abrechnungswahnsinn zu decken. Und ich möchte mich auch nicht an der staatl. lizenzierten Arbeitplatzvernichtung beteiligen. Solange es nur irgendwie geht.

Wo ich wohne habe ich noch keine Selbsthilfegruppe gefunden wo es zeitlich für mich passt. Eine die ich kenne trifft sich Vormittags. Und wenn ich arbeite geht das eben nicht.
Leider.
terri
 

heinbloed

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#13
moin moin,

vom prinzip sieht es bei mir ähnlich aus.

nur gabs zu 1 gleich einen antrag auf einstweilige anordnung,
dann haben sie erstmal den bescheid und den folgebescheid geändert.

dann gabs eine änderungsmitteilung, gegen deren bescheid jetzt ein widerspruch läuft.

danach den nächsten folgebescheid, dem ein antrag auf einstweilige anordnung meinerseits folgte. gegen den änderungsbescheid läuf jetzt noch ein widerspruch

weil das schreiben mein hobby ist, habe ich dann gegen alle bescheide von 2005 noch einen überprüfungsantrag gestellt, gegen dessen ablehnung widerum ein widerspruch läuft.

jetzt stelle ich noch einen antrag auf finanzierung eines jurastudiums und einen antrag auf finanzierung unserer initiative :pfeiff:

grüsse
 
E

ExitUser

Gast
#14
hansklein schreibt:
Ein gewisser Satz Geld steht ja eigentlich jedem zu. Auch nach Kürzung.

Das war einmal...

Heute ist das so:

Von der Absenkung nach § 31 Abs. 3 SGB II können auch Leistungen nach den §§ 21 bis 23 SGB II betroffen sein, wenn aufgrund mehrerer
Sanktionstatbestände die Regelleistung um mehr als 100 Prozent emindert
wird.
Hierbei werden die Leistungen nach den §§ 21 bis 23 in folgender Reihenfolge gekürzt:
• Mehrbedarfe
• Leistungen nach § 23 Abs. 1 und 2
• Leistungen nach § 23 Abs. 3
• Kosten für Unterkunft und Heizung
Ob und inwieweit derartige Kürzungen tatsächlich realisiert werden, hat die Arge unter pflichtgemäßer Ausübung des ihr eingeräumten Ermessens (§ 39 SGB I) zu entscheiden. In diesem Zusammenhang sind sämtliche Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. Insbesondere im Falle der Kosten für Unterkunft und Heizung kommt eine Minderung infolge drohender Obdachlosigkeit in aller Regel nicht in Betracht.

(aus dem Fachinformationskatalog der AfA)
terri schreibt:
2. Folgebescheid wurde verweigert wegen Widerspruch zu 1. Bescheid.
dafür Vorwegabzug von Einkommen, wurde von Mai bis heute nicht abgerechnet.

Ja, wovon lebt sollt ihr den eure Kosten bezahlen!!!

Ich habe kürzlich ein Gerichtsurteil von einem Arbeitsgericht (nicht Sozialgericht) gelesen, da hat sich einer in einen regulären Arbeitsplatz hineingeklagt.

Wenn du magst, suche ich das Urteil mal raus.
 

hansklein

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#15
So einfach nun auch nicht. Ist zwar hart, aber da muss was

zusamenkommen.

SGB II § 31 Absenkung und Wegfall des Arbeitslosengeldes II

(1) Das Arbeitslosengeld II wird unter Wegfall des Zuschlags nach § 24 in einer ersten Stufe um 30 vom Hundert der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach § 20 maßgebenden Regelleistung abgesenkt, wenn

1. der erwerbsfähige Hilfebedürftige sich trotz Belehrung über die
Rechtsfolgen weigert,
a) eine ihm angebotene Eingliederungsvereinbarung abzuschließen,
b) in der Eingliederungsvereinbarung festgelegte Pflichten zu erfüllen,
insbesondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen,
c) eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit aufzunehmen
oder fortzuführen, oder
d) zumutbare Arbeit nach § 16 Abs. 3 Satz 2 auszuführen,
2. der erwerbsfähige Hilfebedürftige trotz Belehrung über die Rechtsfolgen
eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit abgebrochen oder
Anlass für den Abbruch gegeben hat.

Dies gilt nicht, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige einen wichtigen Grund für sein Verhalten nachweist.

(2) Kommt der erwerbsfähige Hilfebedürftige trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen einer Aufforderung des zuständigen Trägers, sich bei ihr zu melden oder bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht nach und weist er keinen wichtigen Grund für sein Verhalten nach, wird das Arbeitslosengeld II unter Wegfall des Zuschlags nach § 24 in einer ersten Stufe um 10 vom Hundert der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach § 20 maßgebenden Regelleistung abgesenkt.

(3) Bei wiederholter Pflichtverletzung nach Absatz 1 oder Absatz 2 wird das Arbeitslosengeld II zusätzlich um jeweils den Vomhundertsatz der nach § 20 maßgebenden Regelleistung gemindert, um den es in der ersten Stufe gemindert wurde. Hierbei können auch die Leistungen nach den §§ 21 bis 23 betroffen sein. Bei einer Minderung der Regelleistung um mehr als 30 vom Hundert kann der zuständige Träger in angemessenem Umfang ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen erbringen. Der zuständige Träger soll Leistungen nach Satz 3 erbringen, wenn der Hilfebedürftige mit minderjährigen Kindern in Bedarfsgemeinschaft lebt. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige ist vorher über die Rechtsfolgen nach den Sätzen 1 bis 4 zu belehren.

(4) Die Absätze 1 und 3 gelten entsprechend
1. bei einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, der nach Vollendung des 18.
Lebensjahres sein Einkommen oder Vermögen in der Absicht vermindert hat,
die Voraussetzungen für die Gewährung oder Erhöhung des Arbeitslosengeldes
II herbeizuführen,
2. bei einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, der trotz Belehrung über die
Rechtsfolgen sein unwirtschaftliches Verhalten fortsetzt,
3. bei einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,
a) dessen Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht oder erloschen ist, weil die
Agentur für Arbeit den Eintritt einer Sperrzeit oder das Erlöschen des
Anspruchs nach den Vorschriften des Dritten Buches festgestellt hat
oder
b) der die in dem Dritten Buch genannten Voraussetzungen für den Eintritt
einer Sperrzeit erfüllt, die das Ruhen oder Erlöschen eines Anspruchs
auf Arbeitslosengeld begründen.

(5) Bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die das 15. Lebensjahr, jedoch noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, wird das Arbeitslosengeld II unter den in den Absätzen 1 und 4 genannten Voraussetzungen auf die Leistungen nach § 22 beschränkt; die nach § 22 Abs. 1 angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung sollen an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden. Die Agentur für Arbeit soll Leistungen nach Absatz 3 Satz 3 an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen erbringen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige ist vorher über die Rechtsfolgen nach den Sätzen 1 und 2 zu belehren.

(6) Absenkung und Wegfall treten mit Wirkung des Kalendermonats ein, der auf das Wirksamwerden des Verwaltungsaktes, der die Absenkung oder den Wegfall der Leistung feststellt, folgt. Absenkung und Wegfall dauern drei Monate. Während der Absenkung oder des Wegfalls der Leistung besteht kein Anspruch auf ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach den Vorschriften des Zwölften Buches. Über die Rechtsfolgen nach den Sätzen 1 bis 3 ist der erwerbsfähige Hilfebedürftige vorher zu belehren.
Vorher kann man schon was dagegen unternehmen, zumindest seh ich das so... Einer der das alles geschafft hat, muss wohl einiges nicht beachtet und mit verursacht haben. Die Frage ist dann warum. Unwissenheit? Weil belehrt wird man i.d.R. vorher, wehren darf man sich denn auch, nötigenfalls mit Eilantrag und Beratungsschein.

Wenn/bevor man soweit ist, sollte man schnellstens einen Eilantrag stellen und die Hilfe nehmen, die einem geboten wird, bevor man nichts mehr auf dem Teller hat. Die Hilfe gibt's ja kostenlos in der Situation, wenn berechtigt.

LG

Hans
 

terri

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#16
Also, eine Aufregung war umsonst.
Der EEJ ist seit einem Jahr nicht mehr Aktuell nach Auskunft von Träger.
Nicht mal mehr die Mitarbeiterin ist dort beschäftigt.
Jetzt lach ich mich fast krumm.
Sogar bei den MAW-Tätigkeiten gibts dieses Theater mit überalteten Stellen.
Und das von der Arbeitsagentur.
Natürlich, hätt ich das machen müssen hätt ich geheult.

Na ja, wie ich lebe.
Bin mittlerweile verschuldet beim Energielieferanten (also Strom u. Gas)
Telefon zahle ich in einen Monat, in einen Monat nicht.

Alle Nebensächlichkeiten wie RS-Versicherung u.s.w. gekündigt.
Es geht nur noch ums nackte überleben.
Wenn ich mir vorstelle dass ich noch nie Schulden gemacht habe. Das war ein echtes Freiheits-Prinzip von mir. Und jetzt muss ich nach den Verhaltensvorgaben von Sachbearbeiern und Arbeitsvermittlen leben. Das tut weh.
terri
 

hansklein

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#17
Hallo Terry, da geb ich dir voll recht!

Es tut sehr weh, zu sehn, wie man seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, irgendwann kommt so ein Geri und will was von einem, dann muss man ne EV ablegen (Keine Frage des Goodwills...), Kontopfändung ken ich auch schon..

Durch die Schulden bei der T-com und mangels Konkurrenz dazu verliert man seinen Telefonanschluss und DSL.

Was ich pers. als wichtig erachte sind keine Schulden bei Energie, also Strom und Gas. Und dagegen wehren, dass die Behörden willkürlich mit einem umgehen :trost

Ich hab mich auch nie in meine Lage gewünscht, 2 Jahre länger gearbeitet, wären alle Schulden bezahlt gewesen.

Ehemalige nicht deutsche Kollegen von mir meinten, selber schuld.. Hättse 2-3 Kider, könntste prima in Deutschland leben... Aber als Junggeselle... Naja, das resultiert aus dem demographischen Lügenfaktor und dem Schneeballsystem der Rente.

Ich denke, hier läuft einiges schief und man kann nur das beste draus machen... Nehm dich einfach mal tröstend in den Arm.

Und die Behörden setzen dann noch einen drauf, Fordern statt Fördern... Das Schicksal nicht sehen, sondern nur die Erfüllung Ihrer Vorgaben um gut dazustehen.

Dagegen versuch ich mich zu wehren, erinnert mich irgendwie an ne Zeit als einige ne Uniform anziehen durften und aufeinmal wichtig waren...

Wegen Strom und Gas. Hast du nen Antrag auf Übernahme der Kosten gestellt? Nach ein paar Streiterein wurd mir einiges bewilligt. Wenn ja, wie hast du den Antrag begründet?

LG

Hans
 

Stella0815

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#18
Die Härte ist ja, das du ja keine Untätigkeitsklage mehr machen kannst gegen den Antrag/Bescheid/Widerspruch,der grad beim SG ist!

Die können sich jetzt eeeeeeeeeeeeeeeeeewig Zeit lassen. Und erst wenn sich rausstellt, wie das SG entscheidet, dann bekommste vielleicht mal nen anderen Bescheid von der Widerspruchsstelle. Joa und gegen den kannste dann komplett klagen.


:motz: :motz: :motz: :motz: :motz: Ich find dieses Vorgehen echt total mieeeeeeeeeeees. Die Gesetzesänderungen sind alle nur zu gunsten der ARGE ausgelegt. Zum Beispiel das sich selbst für die Zeit des Widerspruchsverfahrens du trotzdem nicht genügend Geld bekommst terrie.
Grad Personen, die einen Job haben sollte man doch unterstützen. Falsche Abrechnungen und Kalkulationen, das machen die am laufenden Band.



Mein Tipp, schreibe mal an deine Regionaldirektion! und mach dort Stunk, was deine örtliche ARGE da betreibt!

Schreibe aber auch nach Nürnberg :

Bundesagentur für Arbeit
-Kundenreaktionszentrum-
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg


Manchmal hilft ein bisschen Druck von Oben auf die Herrschaften Wunder!!!
 

terri

Elo-User/in

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#19
Juhuuuu,

es gibt tatsächlich jetzt einen Termin beim Sozialgericht.
Ich bin ja gespannt was da nun heraus kommt.

Der neue Bescheid ist natürlich ein Maulhalte-Bescheid und das bisschen Geld ist natürlich ein Maulhalte-Geld.

Danke für eure Anregungen und lieben Worte
das kann ich in meiner Situation richtig gebrauchen.

Das mit Nürnberg halte ich mir geistig fest wenn die Berechnung für das vergangene Jahr nicht bald rüber kommt.

Aber ich glaube dass da wieder eine Sauerei ausgeheckt wird was alles nicht angerechnet wird u.s.w.
Ich werde auf jeden Fall hier berichten.
Leider muss ich meine Netz-Zeiten wegen der Tel.-Rechnung stark reduzieren und kann nur immer kurz hier vorbei schauen.
Grüße
terri
 
E

ExitUser

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#20
Leider muss ich meine Netz-Zeiten wegen der Tel.-Rechnung stark reduzieren und kann nur immer kurz hier vorbei schauen.
Grüße
Dreifach nett, dass du es tust. Danke!

Und halt uns auf dem laufenden. Wir platzen alle vor Wißbegierde. Macht es dem einen oder anderen doch Mut, auch diesen Schritt zu gehen.
 

Arco

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#21
terri sagte :
Juhuuuu,

es gibt tatsächlich jetzt einen Termin beim Sozialgericht.
Ich bin ja gespannt was da nun heraus kommt.

Aber ich glaube dass da wieder eine Sauerei ausgeheckt wird was alles nicht angerechnet wird u.s.w.
Ich werde auf jeden Fall hier berichten.
Leider muss ich meine Netz-Zeiten wegen der Tel.-Rechnung stark reduzieren und kann nur immer kurz hier vorbei schauen.
Grüße
terri
Hallo terri (anna)

was lange währt, wird hoffentlich gut !!!! :daumen:

Was macht der Brief an den OB Uhde !! :pfeiff: :pfeiff:

Tschüß aus Kassel :hug: :hug: wir mailen uns :daumen:
 
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