Vermittlungsvorschlag Zeitarbeit - Einladung zum Vorstellungsgespräch

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JackG

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Hallo, ich habe eine Einladung von einer recht bekannten Zeitarbeitsfirma mit nicht sonderlich gutem Ruf erhalten. Man hätte meine Kontaktdaten von der Arbeitsagentur und wolle mit mir über Einsatzmöglichkeiten in der Nähe meines Wohnortes sprechen. Ein Termin für das Vorstellungsgespräch wurde genannt. Ich war ziemlich überrascht, weil ich mich dort nicht beworben habe. Zwei Tage später bekomme ich vom Jobcenter einen Vermittlungsvorschlag für genau diese Firma und einen Job, den ich eigentlich gar nicht beherrsche, zumindest diesen Bereich. Ich solle mich dort bewerben. Es gab noch den Hinweis, dass diese Firma berechtigt ist, dem Jobcenter das Ergebnis mitzuteilen. Mich wundern einige Dinge. Zum einen, dass von dem Job in der Einladung gar nichts steht, zum anderen, dass die Kontakt Email auf der Einladung eine ganz andere ist als auf dem VV. Wie würdet Ihr jetzt vorgehen? Bewerbung muss ich wohl schreiben. Muss mir mal die Vorschläge zur Anti-Zeitarbeits-Bewerbung anschauen. Was mache ich mit der Einladung? Termin erst mal verschieben? Dankeschön für Eure Hilfe.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Hallo, ich habe eine Einladung von einer recht bekannten Zeitarbeitsfirma...
Erinnert mich an meine Begebenheit mit einer ZA.
Der Brief der ZA kann wie jeder sonstigen Werbebrief behandelt werden.
Der VV mit RFB muß beachtet werden und Du musst Dich genau auf diese Stelle bewerben.
Falls der Termin passt gehe hin. Hast es dann hinter Dir. Den Fragebogen um den Pool beizutreten füllst Du falls vorgelegt, nicht aus.
Ansonsten sage ab und oder bitte um eine Verschiebung.
Ansonsten gilt die umfangreiche Literatur zum Thema ZA-Bewerbung im Forum.
 

JackG

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In dem VV wird explizit ein Führerschein verlangt. Habe ich nicht. Darf ich das in der Bewerbung vermerken oder wird mir das negativ ausgelegt?
 

gila

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In dem VV wird explizit ein Führerschein verlangt. Habe ich nicht. Darf ich das in der Bewerbung vermerken oder wird mir das negativ ausgelegt?

Du musst dich darauf nicht bewerben, wenn du die geforderten Grundvoraussetzungen nicht erfüllst, auch nicht wenn eine RFB dem VV beigefügt wäre.
Und die Post von der ZAF kannst du getrost den Müllschlucker überlassen Punkt das hat keine Rechtskraft auf dich.

Auf dem VV ist ja meistens eine Rückseite wo man drauf schreiben kann, warum man sich nicht beworben hat und daher würde ich schreiben, dass du die Grundvoraussetzungen für die Ausübung dieser Tätigkeit nicht erfüllst, dies wäre ein Führerschein, bei der Gelegenheit bittest Du um eine verbindliche Auskunft vom Jobcenter ob es nicht möglich ist, da das häufiger verlangt wird, dir zur besseren Eingliederung über das Vermittlungsbudget einen solchen zu finanzieren. Wenn dies nicht ginge möchtest Du darauf hinweisen dass bei der Auswahl der Vermittlungsvorschläge hierauf geachtet wird , so dass keine überflüssigen Bewerbungen geschrieben werden müssen
😂😂😂
 

Frank71

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Hat der VV eine RFB-Rechtsfolgebelehrung?

Bezüglich der Bewerbung bewirbst du dich einfach per Post zu 0,80 Cent, Anschreiben und Lebenslauf ist da vollkommen ausreichend,als Bewerbung kannst du die Anti-ZAF-Bewerbung hier aus dem Forum nehmen.
 

gila

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Wieso soll er sich bewerben? Auch bei einer RFB wenn die Grundvoraussetzung für eine Stellenausschreibung nicht erfüllt ist muss man keine sinnlosen Bewerbungen schreiben.

Aus der Antwort, den Erwerb eines Führerscheins zu fördern, könnte sich außerdem eine neue Möglichkeit bieten.
Zudem kann auch der Arbeitsvermittlung nicht wahllos auf seinen Drucker Knopf drücken, sondern hat die Pflicht die Vermittlungsvorschläge ganz besonders wenn sie mit Rechtsfolgenbelehrung, auch dahingehend zu prüfen ob sie überhaupt passend sind.

1000-fache Bewerbungen auf unpassende Vermittlungsvorschläge führen des Weiteren bei vielen Firmen schon dazu, dass Hartz4 Empfänger überhaupt nicht mehr eingeladen werden, weil man es gar nicht mehr als Firma leisten kann, sinnfreie Termine für Vorstellungsgespräche zu vergeben
 

franzi

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Steht in dem VV "Führerschein zwingend erforderlich" oder ist dies einfach nur als eine von mehreren Erwartungen genannt, die der Arbeitgeber an den Bewerber hat?
Hier wäre zu klären, ob man den Führerschein braucht, um zur Arbeit zu kommen und ob der Arbeitsort - im Rahmen der Arbeitszeiten - auch mit Öffis erreichbar wäre.
Oder ob der Führerschein zur Ausübung der Tätigkeit erforderlich ist, z. B. für eine Tätigkeit als Fahrer.

Bewerben würde ich mich. Wenn es nicht passt, erfährt man es ohnehin später vom Arbeitgeber.

Manche Details klären sich erst im Vorstellungsgespräch - so denn eines stattfinden wird.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Stellenbeschreibungen manchmal ungenau, fehlerhaft oder irreführend formuliert sind (gilt auch für Stellenangebote in der Zeitung).
Erst im Gespräch klärte sich dann, was der Arbeitgeber tatsächlich im Detail will.

Beispiel: Ich bewarb mich auf einen VV, in dem stand, dass der Arbeitgeber eine Verkaufshilfe sucht. Im Gespräch zeigte sich dann, dass er eine Näherin sucht, die auch die Warenannahme macht und mit den Kunden kommuniziert. Der Tätigkeitsschwerpunkt lag aber auf Nähen und nicht auf Verkauf.
 

faalk

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führen des Weiteren bei vielen Firmen schon dazu, dass Hartz4 Empfänger überhaupt nicht mehr eingeladen werden,
Außer bei ZAF. Die kommen am liebsten noch Nachts an das Bett nur um einen Geldbringenden Sklaven zu bekommen. ;-)

Führerschein zwingend erforderlich
Da kommt es wohl auf die Wortwahl an. "Führerschein erforderlich" = Muss
"Führerschein erwünscht" = Wäre schön, muss abe rnicht.
 

gila

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Erst im Gespräch klärte sich dann, was der Arbeitgeber tatsächlich im Detail will.

Sofern ein Gespräch stattfindet. Wir haben hier vor Ort neulich eine Diskussion mit mehreren großen Arbeitgebern gehabt in der Presse und einhellig sind alle der Meinung dass die Leute die von Jobcentern geschickt werden, teilweise auch vor der Agentur für Arbeit, auch völlig unzureichende und ungeprüfte Vermittlungsvorschläge geschickt werden und von daher die Personaler oftmals Abstand nehmen solche Leute einzuladen. Das nachlässige Verhalten in dieser Beziehung der Jobcenter verursacht hier einer Menge Probleme die dann letztlich den Arbeitssuchenden in die Schuhe geschoben werden . Das würde ich in in keinem Falle unterstützen und daher jeden ungenauen Vermittlungsvorschlag, zumal auch mit Rechtsfolgen behaftet, auseinandernehmen und zurücksenden
 
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franzi

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Wenn es sich eindeutig um einen völlig fremden Beruf handelt, der absolut nicht zum eigenen Profil passt, melde ich das mittels Antwortbogen an den SB.
In anderen Fällen ist es aber nicht so eindeutig.
Bisher hat sich etwa ein Drittel aller VVs für mich als unpassend herausgestellt.
Oft bewirbt man sich dann doch, wenn es einigermaßen passt. Schließlich muss dann der Arbeitgeber entscheiden, ob man geeignet ist, ob die Kenntnisse ausreichen, ob man sich einarbeiten kann etc.

Das "nachlässige Verhalten" der Jobcenter liegt oft darin begründet, weil die Bewerberprofile in der Jobbörse bis zur Unkenntlichkeit willkürlich verändert werden, sodass am Ende ein SB, der passende Vorschläge für den Bewerber heraussuchen soll, auch mal daneben greift. Da braucht man sich über skurrile Angebote nicht zu wundern.
Solange sich das nicht ändert, wird es immer wieder Fehlgriffe geben.
 

gila

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Das ist ein kleiner Irrtum, liebe Franz, die Vermittlungsvorschläge haben seitens des JC nach einem ausreichenden Profiling "passend" bzw. wie als Pflicht in EGV s formuliert "geeignet" zu sein, alles andere ist Verschwendung von Ressourcen, Steuergeldern, und der Bereitschaft von Arbeitgebern sich mit Bewerbungen von Elos zu befassen.

Die Geeignetheit bestimmt sich nicht nur auf das Profiling, sondern auf Prüfung der Zumutbarkeit nach dem sozialrechtlichen Kriterien, sowie auch sittliche Kriterien -wir erinnern uns an eine Pressemeldung, als schon mal jemand ein Angebot für einen Job in einem zwielichtigen Etablissement bekommen hat- und "eigentlich" auch, ob der Job finanziell den geltenden Kriterien entspricht... Besonders im Hinblick auf Mindestlohn etc.

hier sehe ich persönlich das Jobcenter im Vorfeld in der Pflicht, mich nicht mit Rechtsfolgen zu belegen für unsauber recherchierte Vermittlungsvorschläge. Das sehe ich eigentlich unter dem Stichwort Sorgfalt, bevor die staatliche Gewalt auf mich einschlagen kann


Übrigens gibt es hier mal so einen interessanten Einblick hinter die Kulissen


Noch einer


Noch ein Nachsatz: diese Zahlen sind wirklich erhellend und zeigen welche Sanktionsindustrie auch hier drin steckt... und der letzte Satz unter diesem Artikel ist besonders bezeichnend:

Allerdings habe ich bei rund nur einem Prozent erfolgreicher Vermittlungsvorschläge auch keine Antworten mehr. Damit führen sich die Argumentationen, dass die Masse der Einladungen, die Sofortangebote beim Erstgespräch oder die „hohe“ Anzahl der Stellenangebote zu mehr Vermittlungen führt völlig ad absurdum. Erfolgreich sind diejenigen, die sich aus eigener Initiative bewerben oder Vitamin B besitzen. Das ist allerdings auch nicht neu.
 
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JackG

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Was mich ein wenig wundert - ich suche mir die Stellen, wo ich mich bewerbe normalerweise selbst - ist, dass ich selten mal einen Vermittlungsvorschlag vom JC bekomme. Wenn ich dann mal einen bekomme, dann ausgerechnet einen solchen. Wie kann das sein?
 

gila

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hast du nicht die links gelesen die ich oben eingestellt habe? Dann weißt du warum...
 

JackG

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Habe Dich versehentlich überscrollt. Lese ich sofort nach.
 

franzi

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Ja, "Millionen von hellgrauen Briefumschlägen ohne Mehrwert", das bringt es auf den Punkt.
Dass die Erfolgsquote bei VVs nur bei 1 % liegt, wundert mich nicht.
In 90 % der Fälle erhielt ich bisher auf derartige Stellenvorschläge keine Antwort auf meine Bewerbung.
Vermutlich geht es anderen ähnlich.
Ein enormer Aufwand, der nichts bringt. Effizienz verschwindend, sodass man sie vernachlässigen kann.
Von den Kosten in Millionenhöhe ganz zu schweigen. Ein Irrsinn an Steuerverschwendung! Und das seit Jahren!
 
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Frank71

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Da ist nicht viel mit überprüfen durch den SB oder den Arbeitgeberservice, die hauen die VV nur so raus,da geht es nur um Quote und sonst nichts.
 

Einfachicke

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Meine SB hat mir bei meinem letzten (hoffentlich allerletzten) Termin wortwörtlich gesagt: "Ich schicke Ihnen dann immer mal wieder VV zu. Wenn die nichts für Sie sind, dann bewerben Sie sich einfach nicht. Ich kann nicht jedesmal für jeden Kunden jeden einzelnen mit dem Profil vergleichen. Sie wissen selbst am besten was sie können."

Das alles im Beisein meines Beistandes.

Ich muss dazu sagen, dass es auch unser erster Termin war, ich damals schon über ein Jahr einen 450,-Euro-Job ausübte UND frisch aus einer Bewerbungsschikane kam, die noch ihre Vorgängerin angeleiert hatte.

Mittlerweile hat sich das Thema für mich noch einmal ein wenig mehr entspannt, weil ich von meiner Firma auf 80 h im Monat erhöht wurde. Damit habe ich die einzige Pflicht in meiner EGV erfüllt - nämlich eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufzunehmen.

Ich bin von Anfang an in der H4-Menschenvernichtungsmaschinerie drin. (Vorher Sozialhilfe). Und in der ganzen Zeit habe ich lediglich 3 VV bekommen, von denen nicht ein einziger für mich geeignet war. U. a. "Hostess auf Veranstaltungen der Messe Berlin" Arbeitszeit vorrangig abends und am Wochenende. Zum damaligen Zeitpunkt war ich alleinerziehend mit mehreren Kindern, das jüngste gerade mal 3 Jahre alt. War natürlich eher suboptimal. Seit damals weiß ich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit", dass diese Dinger einfach ohne Sinn und Verstand rausgeschleudert werden. (Und jedesmal stirbt ein bißchen Regenwald).
 

Wholesaler

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In dem VV wird explizit ein Führerschein verlangt. Habe ich nicht.

Dann bist du für Leihbuden in der Regel uninteressant. Wenn du im Vorstellungsgespräch zusätzlich eventuelle gesundheitliche Probleme anführst, biste komplett aus dem Rennen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65752

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"Einladungen" bevor überhaupt ein VV vorliegt, kommen bei dir nicht an ;)
Wenn dann der VV bei dir reinflattert, schickst du eine anti ZAF Bewerbung wenn der VV zumutbar ist und du die nötigen Qualifikationen aufweisen kannst.
 

Buerosklave

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Viele Briefe derartige Briefe bezüglich Jobs sind überflüssig und werden m.E. automatisiert rausgeschickt. Und zwar sowohl VV, als auch Schreiben, die ZAF selbst an Leute rausschicken, deren Kontaktdaten sie von BA bzw JC haben. Niemand mit gesundem Menschenverstand würde allen Ernstes davon ausgehen, dass jemand, der örtlich gebunden ist oder mittelfristig andere Pläne hat, tatsächlich für einen mies bezahlten Zeitarbeitsjob umziehen würde. Das ist ganz einfach unwirtschaftlich.

Gesundheitliche Probleme ist u.U. mit gewissen Risiken verbunden, zumindest solange das Amt davon nichts weiß. Will sagen: wenn man sowas behauptet, sollte man zumindest in der Lage sein, es auch ggf. beweisen zu können. Sprich: tatsächlich vorhandene Probleme ok, bei ausgedachten Wehwehchen sollte man aber besser was wählen,was man nicht so einfach prüfen kann.
 
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