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Vermittlungsvorschlag ZAF

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Philas

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Habe einen Vermittlungsvorschlag zur Direktvermittlung über ZAF erhalten.
Meine Meinung über diese Branche möchte ich hier nicht laut äußern. Bisher habe ich sie immer gut umgehen können, aber heute ist es mir nicht geglückt. Habe dort angerufen und mich explizit nach der angegebenen Stelle erkundigt. Mitarbeiterin stammelte rum und meinte, sie hätten mehrere Stellen in diesem Gebiet frei, ich solle meine Unterlagen senden. Ich antwortete daraufhin, mich interessiert nur die angegebene Stelle. Sie meinte daraufhin, jaja, schicken sie die Unterlagen.

Für mich sieht das so aus, als ob die Stelle garnicht mehr frei ist bzw. nie frei war, sondern dass ich in einen Bewerberpool soll. Das möchte ich umgehen und auch nicht bei ZAF arbeiten. Ich möchte bei keiner ZAF irgendwo namentlich gemeldet sein.

Was kann ich tun? Bewerben muss ich mich ja, wenn ich Kürzungen vermeiden will. Kann ich im Anschreiben schon erwähnen, dass ich mich nur für diese eine Stelle bewerbe und in keinen Bewerberpool aufgenommen werden will? Oder wird das schon als Verweigerung gedeutet und entsprechend sanktioniert?

Bitte dringendst um Hilfe.
Grüsse
Philas
 

Paolo_Pinkel

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Habe einen Vermittlungsvorschlag zur Direktvermittlung über ZAF erhalten.

Rechtsfolgebelehrung dabei?

Meine Meinung über diese Branche möchte ich hier nicht laut äußern.

Verständlich. Wie die ist sollte wohl jedem klar sein der nicht zu den Sklavenhaltern gehört.

Bisher habe ich sie immer gut umgehen können, aber heute ist es mir nicht geglückt. Habe dort angerufen und mich explizit nach der angegebenen Stelle erkundigt. Mitarbeiterin stammelte rum und meinte, sie hätten mehrere Stellen in diesem Gebiet frei, ich solle meine Unterlagen senden. Ich antwortete daraufhin, mich interessiert nur die angegebene Stelle. Sie meinte daraufhin, jaja, schicken sie die Unterlagen.

Für mich sieht das so aus, als ob die Stelle garnicht mehr frei ist bzw. nie frei war, sondern dass ich in einen Bewerberpool soll.

So verfahren fast alle ZAF´s. Es sind überwiegend Lockvogelangebote. Aber das weißt du ja sicherlich.
Könnte also in deinem Fall auch so sein.

Das möchte ich umgehen und auch nicht bei ZAF arbeiten. Ich möchte bei keiner ZAF irgendwo namentlich gemeldet sein.

Wenn eine RFB dabei ist dann musst du dich wohl oder übel bewerben um keine Sanktion zu riskieren. Du musst aber nicht alle Daten angeben. Postalische Anschrift reicht. Mehr nicht. Das löst ja auch Aufwand auf der Gegenseite aus, weil man nicht direkt greifbar ist (Handy, E-Mail usw.) für diese Gallerte.

Was kann ich tun? Bewerben muss ich mich ja, wenn ich Kürzungen vermeiden will. Kann ich im Anschreiben schon erwähnen, dass ich mich nur für diese eine Stelle bewerbe und in keinen Bewerberpool aufgenommen werden will? Oder wird das schon als Verweigerung gedeutet und entsprechend sanktioniert?

Ne ne. Laß das mal! Es gibt Urteile die solche Vorgehen und die daraus resultierenden Sanktionen als rechtskonform bestätigen, weil du somit das Zustandekommen eines Vetrags fahrlässig verhinderst. Bewerben kannst du dich ja. Nicht aufwendig. Kurz und knapp. Das nötigste eben.

Dann wirst du wahrscheinlich eingeladen werden zwecks Vorstellungsgespräch. Das mündet dann dadrin, dass man dir einen Personalbogen vorlegt den du unterschreiben musst. Musst du aber nicht. Immerhin können die dich ja kontaktieren wenn der Vertrag vorlagebereit ist. Adresse ist ja vorhanden. Da du kein Handy, keine E-Mailadresse und wahrscheinlich keinen eigenen PKW hast bist du sowieso zu unflexibel und für die ZAF-Branche nicht attraktiv genug um ausgebeutet zu werden. Evtl. hast du ja noch gesundheitliche Einschränkungen. Dann winken die schnell ab.


Bitte dringendst um Hilfe.
Grüsse
Philas
Gruss

Paolo
 

Philas

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Danke für prompte Antwort!

Das nötigste eben.
Was ist das nötigste? Anschreiben + Lebenslauf oder auch Zeugnisse?


Dann winken die schnell ab.



Ich kann's nur hoffen... - aber das glaube ich eben nicht. Kenne meine Attraktivität für ZAF's. Sollte es doch zu einem Vertragsangebot kommen, wie sieht es dann aus mit Vertragsbestandteilen. Kann ich verlangen, das Einsatzort nur mein Wohnort ist? Und kann ich die Anwendung des Tarifvertrages im Vertrag ablehnen? (BIn (noch)nicht in Gewerkschaft)
 

Rounddancer

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Moment, wenn da dransteht Direktvermittlung, dann sollte das kein Zeitarbeitsverhältnis sein, sondern da nähme die ZAF die Funktion einer externen Personalabteilung wahr für ein richtiges Unternehmen.

Das kommt immer öfter vor.

Das Nötigste zum Bewerben ist die Kurzbewerbung, bestehend aus dem Anschreiben, das unten den Satz enthalten sollte, daß man sich mit weiteren Unterlagen gerne persönlich vorstelle,- und dem Lebenslauf, dazu evtl. noch das Tätigkeitsprofil der "Die dritte Seite",- aber das Wichtigste sind Anschreiben plus Lebenslauf.
 

Paolo_Pinkel

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Danke für prompte Antwort!



Was ist das nötigste? Anschreiben + Lebenslauf oder auch Zeugnisse?

Korrekt. Eine komplette Bewerbungsmappe eben.

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Ich kann's nur hoffen... - aber das glaube ich eben nicht. Kenne meine Attraktivität für ZAF's. Sollte es doch zu einem Vertragsangebot kommen, wie sieht es dann aus mit Vertragsbestandteilen.

Du musst dich erkundigen ob die Firma sich nach einem Tarifvertrag der Zeitarbeitsbranche richtet wie z.B. diesen:
Tarifverträge Zeitarbeit BZA – DGB-Tarifgemeinschaft

Kann ich verlangen, das Einsatzort nur mein Wohnort ist?

Das ist schwierig. Zeitarbeit baut ja eben auf das Prinzip "heute hier und morgen dort" auf. Kann man aber mal in einem Gespräch ansprechen ob und inwiefern die Einsatzorte variieren.


Und kann ich die Anwendung des Tarifvertrages im Vertrag ablehnen? (BIn (noch)nicht in Gewerkschaft)
Moment, wenn da dransteht Direktvermittlung, dann sollte das kein Zeitarbeitsverhältnis sein, sondern da nähme die ZAF die Funktion einer externen Personalabteilung wahr für ein richtiges Unternehmen.

Das kommt immer öfter vor.

Das ist in der Tat richtig und wurde mir auch einmal von einer Mitarbeiterin einer großen ZAF bestätigt, dass sich dieser Trend, weg vom Personalleasing hin zur Direktvermittlung, durchsetzen wird. Die Frage ist nur ob das auch in Philas Fall zutreffend ist oder ob dies nur ein Vorwand ist. Immerhin stecken wir in einer Wirtschaftskrise und nur die wenigsten Wirtschafsektoren werden sich JETZT Personal in die Aktiva schreiben wenn sie nicht wissen was morgen ist und somit nicht flexibel sein können.
Gruss

Paolo
 

Philas

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...... ob das auch in Philas Fall zutreffend ist
Ich gehe davon aus, dass die von Arge vorgeschlagene Stelle gar nicht mehr existiert, sondern nur ein Vorwand ist, um an Adressen zu kommen. Dafür spricht das Verhalten der Mitarbeiterin von der ZAF.

Wie sieht es aber eigentlich bei der Direktvermittlung aus. Sind das dann seriöse Stellenangebote mit vernünftigem Gehalt oder auch nur im unteren Segment, da über ZAF vermittelt?

@Rounddancer

Ich traue den ZAF weder in der AÜ noch in der Vermittlung. Für mich gehört die ganze Branche in die :icon_tonne:.

Grüsse
Philas
 

Paolo_Pinkel

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Ich gehe davon aus, dass die von Arge vorgeschlagene Stelle gar nicht mehr existiert, sondern nur ein Vorwand ist, um an Adressen zu kommen. Dafür spricht das Verhalten der Mitarbeiterin von der ZAF.

Wie sieht es aber eigentlich bei der Direktvermittlung aus. Sind das dann seriöse Stellenangebote mit vernünftigem Gehalt oder auch nur im unteren Segment, da über ZAF vermittelt?

Das soll wohl so laufen, dass die ZAF zwischen dir und dem AG ein Mittelsmann/Zwischenhändler ist der dich bei einem potentiellen AG anpreist und dich dort auch bewirbt. Wenn der AG näheres Interesse bekundet wird er dich einladen. Bei Erfolg fliesst natürlich Vermittlungsprovision für die ZAF damit hast du dann aber nix zutun. Es sei denn du unterschreibst irgendetwas vorschnell wo du dich zu dieser Zahlung verpflichtest. Das sollte aber mit dem Vermittlungsgutschein abgegolten sein.

Das gute daran ist, dass diese mit dir kein weiteren Profit machen kann. Du wirst dann beim AG auch zu den normalen betrieblichen Konditionen eingestellt. Darauf hat dann die ZAF keinen Einfluß mehr. Die Konditionen dürften dann auch besser sein, weil es ja sonst immer so war, dass sich die Gewinnmarge einer ZAF daran bemessen hat wieviel sie dir als Entgelt zahlt und sie für den Entleihn deiner Arbeitskraft bekommt.

Somit wurden dann die Zeitsklaven auch bei fachlicher Qualifizierung (Gesellenbrief usw.) wie ungelernte Kräfte eingruppiert damit.....na? Genau! Die Gewinnmarge dadurch grösser wird. Bei der Direktvermittlung fällt sowas dann "theoretisch" weg.


@Rounddancer

Ich traue den ZAF weder in der AÜ noch in der Vermittlung. Für mich gehört die ganze Branche in die :icon_tonne:.

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Philas
Gruss

Paolo
 

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Die Schilderungen lassen mich auch direkt einen Bewerberpool und kein konkretes Stellenangebot vermuten.

Sollte nach einer Kurzbewerbung ein Gespräch bei der ZAF stattfinden, rate ich Dir zu einem sparsamen Umgang mit persönlichen Daten und Vorsicht im Hinblick auf Datenschutzerklärungen.
 
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