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Vermittlungsvorschlag unzumutbar

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ExitUser

Gast
Letzte Woche bekam ich Post vom Arbeitsamt, einen Vermittlungsvorschlag für eine 25 Stunden-Stelle, Arbeitszeit abends und am Wochenende.
Nun liegen aber dem Amt Gutachten über meine schwer traumatisierte Tochter, 12 Jahre, und den dadurch nötigen erhöhten Betreuungsaufwand vor. Ich kann also nur während des Schulunterrichts arbeiten, und selbst da kann mal das Telefon läuten, ich müsse sie abholen, sie wäre zusammengebrochen. Wie könnte ich sie abends und am Wochenende alleine lassen?

Damit hatte ich Vollzeitvermittlungen abwehren wollen, die mit ihr völlig unmöglich sind.
Eine Belehrung über die Rechtsfolgen ist bei dem Schreiben nicht dabei, Eingliederungsvereinbarung existiert auch keine.

Kann ich diesen Wisch mit Kommentar, warum ich mich nicht beworben habe, zurückschicken ohne eine Sanktion zu riskieren?

Das Schreiben kam im Übrigen, wie mehrere andere noch wesentlich üblere, nach meiner Gerichtsverhandlung am Mittwoch über zu Unrecht gekürzte KdU in der Vergangenheit. Ich bekam sie von der Richterin zugesprochen.
Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

Viele Grüße,
angel
 

druide65

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Wenn der ARGE ein Gutachten vorliegt ,würde ich es zurückschicken mit dem Hinweis auf das Gutachten.

Besser wäre noch persönlich vorzusprechen und mal nachfragen was das soll.
 
E

ExitUser

Gast
Was anderes als zurückschicken wird mir wohl nicht übrig bleiben. Persönliche Vorsprache ist zu umständlich. Erstens ist es weit und teuer, zweitens ist ja immer meine Tochter bei mir und das Thema ist denkbar schlecht für sie geeignet - wochenlange Panik wäre sicher.
Während sie in der Schule ist, arbeite ich auf Minijobbasis. Die Umwandlung in einen Teilzeitjob hat das Arbeitsamt erfolgreich verhindert, indem sie die vom AG beantragte Förderung 60% 6 Monate lang nur mit 30 % 3 Monate bewilligen wollten.

Aber wie ist das nun mit der Belehrung über die Rechtsfolgen? Macht es einen Unterschied, ob sie dabei ist? Oder kann immer sanktioniert werden?
Was hätte das Belehrungsgewäsch dann überhaupt für einen Sinn?

Viele Grüße,
angel
 

druide65

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Also ich sehe das so:Solange keine Belehrung,solange keine Sanktionen.

Woher sollst du denn wissen was dir "blüht" wenn du nicht darauf hingewiesen wirst?
 

Rounddancer

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Also wenn ich Dich wäre, dann würde ich mich da selbstverständlich bewerben, und auch reinschreiben, daß ich gerne arbeiten würde, aber, da ich niemand zur Betreuung für mein Kind hast, dieses werde zur Arbeit mitbringen, und entweder in meinem ständigen Sicht- und Eingriffsbereich "parken", oder im u.U. von der Firma gestellten innerbetrieblichen Kinderhort (oder dem Vorzimmer des Chefs) abgeben müßte...
Nun, wenn Du da auf einen kinderfreundlichen Chef triffst, den Versuch ist's Wert , denke ich... Dann liegt die Entscheidung bei dem Chef,- und niemand kann Dir vorwerfen, Du hättest Dich nicht beworben....
 
E

ExitUser

Gast
Die Idee ist schon gut, würde aber in dem Fall nach hinten losgehen.
Der Arbeitsplatz wäre eine Kneipe, der Chef hätte sicher nichts dagegen, daß ich die Kleine "parke" - schon mal, weil ich eine erstklassige Bedienung bin. Das ist in der Umgebung bekannt, ich habe bis vor zwei Jahren hier im größten Restaurant gearbeitet. Da hatte ich noch drei Familienmitglieder als Rundumbetreuung, die allesamt weggefallen sind.
Aber eine Kneipe ist kein Platz für ein Kind, außerdem gehört sie ja nachts ins Bett.

Mein Minijob ist im Büro, Sekretärin. Ich habe mir alles selbst beigebracht, mit Hilfe meiner Computerfreak-Söhne. Das ist für mich eine Zukunftsperspektive, schließlich muss ich noch mindestens 24 Jahre arbeiten. Mir vier Bandscheibenvorfällen komme ich als Bedienung nicht mehr weit.

Ich hasse die Arge und das Arbeitsamt! Alles müssen sie zerstören.

Viele Grüße,
angel
 

Dopamin

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angel,

schonmal über den von mir in letzter Zeit öfters erwähnten § 8a des SGB III nachgedacht?

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf"?

Dopamin
 

Nimrodel

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Musst du denn deine erst 12-jährige Tochte überhaupt schon am Abend und am WE alleine lassen?
Gegen ein paar Stunden hätte ich ja nichts, hab ich mit meinem Sohn auch gemacht, ich habe aber um die Ecke gearbeitet, war also im Notfall sofort zur Stelle.
Können die denn Verlangen, dass du deine Tochter stundenlang alleine lässt? Ich glaube nicht.
Ich denke auch, wenn du dich tatsächlich bewerben musst und du ehrlich zum AG bist, hat sich die Sache schneller von selbst erledigt als du vielleicht denkst.
Du wärest ja bei der Arbeit quasi immer auf dem Sprung...nach Hause.
 

Borgi

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Bewirb dich auf die Stelle und mach klar und deutlich, dass es passieren kann, dass du ohne Vorwarnung plötzlich während der Arbeitszeit verschwinden musst, weil deine Tochter halt mehr Aufmerksamkeit benötigt. Keine Kneipe und auch kein Kunde hat gerne eine volle Bude ohne Bedienung. Die Mitnahme des Kindes in die Kneipe ist zudem nicht verantwortbar (Jugendschutz & Co)
 
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Gast
§ 8a des SGB III : Zieht nicht, weil sie schon 12 ist. Nur wenn ich ein aktuelles Gutachten vorlegen könnte, daß sie unter Panikattacken und permanenten Angstzuständen leidet, würde sie wie ein jüngeres Kind eingestuft.
Es wurden schon fünf (!) Gutachten erstellt, das letzte von einer Gerichtpsychologin dauerte das ganze Jahr 2006. Für die Kleine ist es ein unglaubliche Zumutung, ständig "begutachtet" zu werden, das manifestiert so richtig das "nicht normal-sein".

Deswegen wollte ich wissen, ob man ein Stellenangebot ohne Rechtsbelehrung einfach so zurückschicken kann, mit einer Begründung natürlich.

@ nimrodel und borgi:
Der potentielle AG hätte eben nichts dagegen, wenn ich die Kleine mitnehme. Aber mir wäre das aus nachvollziehbaren Gründen nicht recht.

Viele Grüße,
angel
 

Dopamin

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angel,

was besagen denn die bisherigen Gutachten? Und ich nehme mal stark an, das die Lütte noch immer in Therapie ist, dann sollte es doch möglich sein, dass Du ein Attest bekommst, oder?

Dopamin
 

Rounddancer

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Kneipe und Kinder

Nun, die Kneipen werden ja nun rauchfrei,- so wäre ein großes Problem da aus dem Weg.
Zumal Kneipen auch oft Nebenräume haben.

Allerdings, wenn Du die lange stehende und tragende Arbeit nicht mehr machen kannst, wegen der vier Prolapse,- und wer weiß, mal prüfen, vielleicht hast Du ja, wie ich einen essentiellen Tremor,- sowas nannte man früher einen "Datterich",- also ich kann damit nicht mehr ruhig und sicher einschenken,- oder ein Tablett mit Gläsern tragen, etc.,- oder eine Tasse anders als mit beiden Händen halten, ohne etwas zu verschütten.

Vielleicht würde ja ein Schwerbehinderungsantrag auch Deine vier Prolapse berücksichtigen?

Aber wenn ich Dich wäre, ich würde mich pflichtgemäß bewerben,- und dann vor Ort sagen, das mit den Prolapsen und Deiner Verwendungseinschränkung,- und dem Kinde und daß Du immer mit nem Babyphon an der Schürze herumgehen müßtest (von "rumrennen" kann mit vier BS-Vorfällen ja nicht mehr die Rede sein...

Aber wer weiß, vielleicht entdeckst Du ja doch Deine alte Liebe zum Gastgewerbe wieder?
Gute Leute sind da ja gerne und mit Herzblut dabei...
 
E

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Gast
Ich meine mal, dass das auch ohne Bewerbung durchgeht. Man blickt zwar in das Hirn einer ARGE nicht rein, aber wenn du den Vorschlag mit der Begründung: § 8a SGB X + Gutachten deiner Tocher + dein Prolaps zurückschickst, mit was könnten die denn dann noch kommen? Evtl. eine Anhörung? Dann schreibst du den selben Sums in deren Formular rein. Das sind drei sehr triftige Argumente.
 
E

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Gast
angel,

was besagen denn die bisherigen Gutachten? Und ich nehme mal stark an, das die Lütte noch immer in Therapie ist, dann sollte es doch möglich sein, dass Du ein Attest bekommst, oder?

Dopamin
Die bisherigen Gutachten besagen, daß sie schwer traumatisiert ist, durch Mißbrauch und das Miterleben von schweren Mißhandlungen, deren Opfer ihre Brüder waren.
Sie wurden aber nicht im Hinblick auf das Arbeitsamt erstellt, sondern es ging um die vom Mißbraucher und Mißhandler gestellte Klage auf Umgang mit ihr (in Bayern ist so was normal). Das Theater dauerte fünf Jahre.

Und nein, sie ist nicht mehr in Therapie. Nach Ansicht ihrer wirklich guten Psychologin braucht sie inzwischen nur noch Folgendes: Ruhe und Frieden, ein Stückchen "heile Welt" zuhause und die Gewissheit, daß ich immer für sie da bin. Mit der Pubertät löst sich das zu enge Mutter-Tochter-Band dann aller Voraussicht nach in einem Tempo, daß sie selbst vorgibt.

Und nun pfuscht dieses blöde Arbeitsamt dazwischen.

Viele Grüße,
angel
 
E

ExitUser

Gast
Vielleicht würde ja ein Schwerbehinderungsantrag auch Deine vier Prolapse berücksichtigen?
Nein, mir gehts fast perfekt. Ich darf nur nicht mehr schwer heben (Auslöser der letzten beiden in der Halswirbelsäule waren die schweren Tellerstapel) und muss mich halt im Alltag rückenschonend verhalten.
Sport ist kein Problem, also keine Spur von behindert.

Viele Grüße,
angel
 
E

ExitUser

Gast
Ich meine mal, dass das auch ohne Bewerbung durchgeht. Man blickt zwar in das Hirn einer ARGE nicht rein, aber wenn du den Vorschlag mit der Begründung: § 8a SGB X + Gutachten deiner Tocher + dein Prolaps zurückschickst, mit was könnten die denn dann noch kommen? Evtl. eine Anhörung? Dann schreibst du den selben Sums in deren Formular rein. Das sind drei sehr triftige Argumente.

Das werde ich auch machen.

Danke Euch allen für die guten Ratschläge!

Viele Grüße,
angel
 

Dopamin

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Die bisherigen Gutachten besagen, daß sie schwer traumatisiert ist, durch Mißbrauch und das Miterleben von schweren Mißhandlungen, deren Opfer ihre Brüder waren.
Sie wurden aber nicht im Hinblick auf das Arbeitsamt erstellt, sondern es ging um die vom Mißbraucher und Mißhandler gestellte Klage auf Umgang mit ihr (in Bayern ist so was normal). Das Theater dauerte fünf Jahre.

Und nein, sie ist nicht mehr in Therapie. Nach Ansicht ihrer wirklich guten Psychologin braucht sie inzwischen nur noch Folgendes: Ruhe und Frieden, ein Stückchen "heile Welt" zuhause und die Gewissheit, daß ich immer für sie da bin. Mit der Pubertät löst sich das zu enge Mutter-Tochter-Band dann aller Voraussicht nach in einem Tempo, daß sie selbst vorgibt.

Und nun pfuscht dieses blöde Arbeitsamt dazwischen.

Viele Grüße,
angel
angel,

wenn Du DAS schriftlich bekommen kannst oder sogar im Schrank hast, dann ist DAS etwas wo das Amt drauf RÜCKSICHT nehmen sollte/muss *nurmalsohinweis*

Arbeite damit...:biggrin:

Dopamin
 
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