Vermittlungsvorschlag ohne RFB erhalten und nur per Mail bewerben, Pflicht? (1 Betrachter)

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qwertz123

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Hallo,
ich habe einen Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung erhalten. Ich habe keine Lust mich bei dieser Zeitarbeitsfirma zu bewerben, da unpassend (wie immer) und werde das auch nicht tun, außderdem kenne ich diese Zeitarbeitsfirma sowie den Ansprechpartner und will mir das ersparen, notfalls sage ich einfach ich habe den Brief nie erhalten was sie mir nachweisen müssten. Nun meine Fragen.
Muss ich mich da überhaupt ohne RFB bewerben. Es steht eine Adresse da aber es steht auch da ich soll mich umgehend per E-Mail bewerben (muss ich ja nicht haben) oder telefonisch anrufen (muss ich ja auch nicht haben). Bekommt eine Firma bei VVs ohne RFB auch einen Rückantwortbogen fürs Amt?
 
H

hierheute

Gast
steht da als Überschrift "Stelleninformation" und weiter unten irgendwo sowas wie "... was durch ... nicht betreut wird..."?

Dann wäre das eigentlich hinfällig, weil die Teile IMMER hochgradig unseriös - wenn nicht zumindest halbkriminell sind - und das wissen die selber! Garantie darauf, dass die dir dann auf eine Nichtbewerbung keinen Strick drehen, gibt es aber nicht.


karrer45 meinte:
Bist du in ALG I oder ALG II?
wofür ist das wichtig?:icon_kinn:
 

tortenwilli

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Auf den letzten VV habe ich mich trotz fehlender RFB beworben. Sollte mich „umgehend“ bei einer Zeitarbeitsfirma über arbeitsagentur.de oder per E-Mail bewerben, alternativ sollte „umgehend“ ein Vorstellungsgespräch vereinbart werden. Ein Nachbarn hat sich mein Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf und das Arbeitszeugnis durchgelesen, das kuvertieren beobachtet und mich in die Postfiliale begleitet. Der Brief wurde per Einwurfeinschreiben aufgegeben. Auf die Rückseite des Briefes kam handschriftlich der Vermerk „Brief bezeugt aufgesetzt, kuvertiert und aufgegeben“. Der Nachbar hat mir noch seine Unterschrift auf eine Kopie des Bewerbungsschreiben gesetzt. Das Ganze ist jetzt über 3 Monate her und ich habe bis heute weder etwas von der AfA noch von der ZAF gehört. Allerdings hat sich eine andere ZAF einen Monat nach meiner Bewerbung (auch VV ohne RFB) schriftlich bei mir beschwert, weil in den Bewerbungsunterlagen weder Festnetz- noch Handynummer, geschweige denn eine E-Mail-Adresse vorhanden war. Zu dem Zeitpunkt der Bewerbungen war ich im ALG I-Bezug, bin seit einigen Wochen sozialversicherungspflichtig beschäftigt („normale“ Firma), kein ALG II-Anspruch.
 
H

hierheute

Gast
Also ich bewerbe mich auch nachweisbar auf sonen Mist. Sicher ist sicher, und dann kann ich meinen guten Willen zumindest schrifltich nachweisen, falls es mal hart auf hart kommt.

Ich mache das so, dass ich das per extra E-Mail-Adresse tue, die ich mir extra für Zwangsbewerbungen eingerichtet habe. Wenn dann was zurückkommt, weiss ich, woher es kommt.

Ich setze in der Bewerbungsmail in die Addi-Leiste meine extra-Addi in das Adressfeld "CC" (Kopie an) zusätzlich an die Schergen-E-Mail-Adresse. Dann bekomme ich das Teil zusätzlich zum Postausgang selber und keiner kann behaupten, es sei nie was verschickt worden.

Jetzt gehts ans Formale:
ich schicke denen ausser meinem Bewerbungsanschreiben NICHT EINMAL eine Kurzversion meines Lebenslaufes. Dafür habe ich hier im Forum schon harsche Kritik geerntet, aber bis jetzt bin ich "dort" immer wunderbar geschmeidig damit durchgekommen.

In dem Anschreiben bemerke ich höchst freundlich, dass ich "jederzeit gerne bei näherem Interesse meine vollständigen Unterlagen zur Einsicht zu einem Vorstellungsgespräch mitbringe.... blabla" oder so ähnlich.

Ich beschäftige die auch immer gerne mit Fragen, z.B. worum es sich hinsichtlich Branche und Arbeitsbereich bei dem "Kunden" angeblich handelt (bei den imaginären Jopps) und ich Fristen setze, bis wann ich deren Antwort erwarte, damit ich meine Bewerbungsunterlagen adäquat sortieren und selektieren kann. Kommt auch immer gut an.

Und immer alles ohne Telefonangabe!

Wenn die dann telefonieren wollen (was die IMMER wollen), bestehe ich immer freudig auf die Schriftversion, das geht dann meistens mindestens 3-5 mal hin und her (ähnlich wie Tango) bis sie´s aufgeben.

Es gibt anschliessend noch den sog. Fahrtkostentango, welcher von Pixelschieberin erfolgreich inventiert worden ist. Diesen musste ich bisher allerdings noch nicht beanspruchen. Toitoitoi. :)

Zum Inhaltlichen:
Diese VV oder/und SI passen i.d.R. NIE. Darüber freue ich mich jedesmal fast schon diebisch und betone ausdrücklich mit Inbrunst, wie sehr ich mich darauf freue, meine Neugier und Lernbegierigkeit hinsichtlich "dies und das (raussuchen, was am Wenigsten passt!)" befriedigen zu dürfen. Die Formulierung passe ich selbstverständlich jedesmal individuell an die Höflichkeitsstufe des/der angeblichen Interessenten/in an.

Da kann man sich schön phantasievoll austoben bei solchen Sachen. Darf halt ein gewisses Maß nicht überschreiten und muss immer im Hinterkopf behalten, evtl. RÜckfragen eines SG- oder sonstigen Richters die Stirn bieten zu können.

Solange man das bei jedem Satz berücksichtigt, ist man relativ frei darin, sich schön beim Sklaventreiber "anzubiedern" oder wonach auch immer einem der Sinn steht.

Lies dich auch mal im Anti-ZaF-Anschreiben-Thread durch, da stehen auch einige nette Anregungen drinne.

:biggrin:
 

Neudenkender

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Ich möchte der ehrenwerten "Firma", die sich da beschwert hat, mein Beileid aussprechen. Ich bin untröstlich!

Im Rahmen meiner Trauerarbeit würde ich noch einige Zeit verstreichen lassen und dann, als Zeugnis meiner sich einfach nicht mindern wollenden Betroffenheit, dem "Unternehmen" einen detaillierten 34er BDSG als weitere Kondolenzbekundung zukommen lassen ... aus prinzipieller Nettigkeit heraus. Auch wegen Nachhaltigkeit und so.

Das mit dem Zeugen hast du vorbildlich gemanagt, RESPEKT! :dank:
 
H

hierheute

Gast
...dem "Unternehmen" einen detaillierten 34er BDSG als weitere Kondolenzbekundung zukommen lassen ...
Ja, tortenwilli, das wäre nicht ganz unwichtig, das im Nachgang noch hinterherzuschieben, sonst verdienen die sich noch mit deinen Daten dümmer und dusseliger.

Hier im Forum gibt es Vordrucke, wie man denen mit sofortiger Wirkung sämtliche Nutzung und Weiterleitung deiner sämtlichen Daten bis auf unbestimmte Zeit untersagt. Mach das noch und ansonsten herzlichen Glückwunsch zum Job und alles Gute. Bleib uns bitte erhalten und melde dich und mische weiter mit :icon_mrgreen:
 

qwertz123

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Ach jeder Elo hat doch mindestens 10-20 Zeugen die jedesmal zum Briefkasten mitlaufen und sehen wie die Bewerbung eingeworfen wird.:biggrin::biggrin::biggrin:
 

qwertz123

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Primär will ich mich da eigentlich nicht drauf bewerben weil ich den Ansprechpartner persönlich kenne (normales oberflächiges Verhältnis, smalltalk Kontakt aus dem Sportstudio) und keine Lust drauf habe dass der von mir ne Bewerbung bekommt. Anti ZA Bewerbung etc. etc.. ist mir alles bewusst, abschmettern eigentlich auch kein Problem geht mir momentan nur um meinen Ruf.
Grad eine sehr bescheidene Situation.
 
H

hierheute

Gast
wenn du die Frage aus #3 positiv beantworten kannst, stehen die Chancen relativ gut...
 
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