Vermittlungsvorschlag - noch kein Termin beim Sachbearbeiter gehabt

California95

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Hallo zusammen,

ich bin das erste Mal in einem Forum aktiv. Ich hoffe, dass ich meine Fragen an der richtigen Stelle platziere.

Ich bin seit 1.8.2018 arbeitslos. Gemeldet habe ich mich pünktlich und meinen Antrag auf ALG1 habe ich gestellt (leider warte ich noch auf meine Arbeitsbescheinigung und mein Arbeitszeugnis). Mein erster Termin bei meiner Sachbearbeiterin ist leider erst nächste Woche.

Ich habe bereits 4 Vermittlungsvorschläge (ohne Rechtsfolgenbelehrung soweit ich das erkenne, aber mit Aufforderung mich bitte umgehend zu bewerben) erhalten:

Vermittlungsvorschlag 1 - beworben, aber wurde abgelehnt (weswegen ich auch nicht traurig bin :icon_wink: )
In der E-Mail wurde folgende Begründung genannt:
"Unsere Entscheidung beruht nicht nur auf dem spezifischen Anforderungsprofil für die Aufgabenstellung (obwohl ich dieses erfüllt habe), sondern auch auf den uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln für die Stelle. Leider mussten wir hier feststellen, dass wir hier nicht zueinander finden werden"

In der Bewerbung musste ich meine Gehaltsvorstellungen angeben, was ich auch tat. Ich bin sogar unter meinem letzten Gehalt geblieben. Beim Vermittlungsvorschlag liegt ein Antwortschreiben bei. Ich möchte da ungern hinschreiben, dass es an meinen finanziellen Ansprüchen gescheitert ist, da ich fürchte ,dass das Amt sonst verlangt noch viel weiter unter mein letztes Gehalt zu gehen. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber ich weiß, dass es ein sehr angemessenes Gehalt war für die Tätigkeit.
Meine Frage nun: Was kann ich als Begründung angeben?

Vermittlungsvorschlag 2 - beworben, noch keine Rückmeldung

Vermittlungsvorschlag 3 + 4
Das sind beides Stellen die ich schon über die Jobbörse gesehen hatte, aber mich gegen eine Bewerbung entschieden habe, weil ich nicht städtisch angestellt sein möchte und ich absolut etwas dagegen habe mich über so ein Online-Portal anzumelden/bewerben. Eine der Stellen ist sogar für die Bundesagentur für Arbeit als Hilfe der oberen Ebene.

Ich möchte nächste Woche einen guten Start mit meiner Sachbearbeiterin haben und es mir nicht mit ihr verscherzen.

Daher meine zweite Frage, wie soll ich mit VV 3+4 umgehen? Soll ich mich lieber bewerben und nicht so viel Mühe hineinstecken? Ich möchte ungern erzählen, dass ich mich nicht bei "ihrem Arbeitgeber" bewerben möchte von dem ich ja gerade/bald Geld bekomme. Kann das Amt verlangen, dass ich mich über solche Online-Portale bewerbe?


Neben den Vermittlungsvorschlägen habe ich selbst 3 Bewerbungen nebenher am laufen, Antworten stehen noch aus.

Ein dickes DANKESCHÖN vorab an alle die mir helfen können.:cheer2:
 

Helga40

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Soweit die Angebote den Kriterien des § 140 SGB III entsprechen und mit einer Rechtsfolgenbelehrung versehen sind, solltest du dich auch bewerben. Und ja, in der Form, die der AG wünscht.

Vorrangig solltest du das hier:

(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
zur Kenntnis nehmen. Du scheinst noch am Anfang der Arbeitslosigkeit zu stehen, also muss der angebotene Lohn noch ziemlich hoch sein (20% unter dem Arbeitsentgelt, das zur Bemessung herangezogen wurde). Für Fall 1 musst du das dann mal prüfen.

Für Fall 3 und 4 (Stadverwaltung + BA) natürlich ebenfalls. In den Ausschreibungen stand ja sicherlich, um welche Entgeltstufe oder Tätigkeitsebene es sich handelt.

Grundsätzlich solltest du dich aber daran gewöhnen, dass Bewerbungen über Online-Portale mehr und mehr zum Standard werden. Gerade auch in höheren Einkommensgruppen.
 

California95

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Vorstellungsgespräch beim Amt persönlich - Was tun?

Hallo zusammen, ich mache mich bald verrückt....

Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch und zwar beim Amt persönlich! Die haben LEiDER intern einen Job (zuarbeit, in einer höheren Ebene als meine Arbeitsvermittlerin) der auf mein Profil passt, ich musste mich bewerben, aber wer möchte schon auf Zwang beim Amt arbeiten...

Ich habe mir schon extra nicht viel Mühe bei den Bewerbungsunterlagen gegeben in der Hoffnung dass ich nicht eingeladen werde.. Aber meine Qualifikationen und Noten allein haben wohl für eine Einladung gereicht.

Ich habe noch NIE ein Bewerbungsgespräch gehabt und möchte wirklich nicht fürs Amt arbeiten. Hat jemand Tipps was ich tun kann um mich ins Aus zuschiessen?

Hilft es, wenn ich viel über Weiterbildung rede? Ich habe meine Absichten schon im Anschreiben erwähnt, da fragen sie sicher nach.

Die Stelle ist auf 5/6 Monate befristet

Was soll ich bloß tun??

Ich möchte wirklich keinen Ärger oder Sanktionen bekommen.

Ich bin um jeden Tipp dankbar!!!
 

Helga40

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AW: Vorstellungsgespräch beim Amt persönlich - Was tun?

Was erwartest du für einen Ratschlag? Hingehen und dich präsentieren oder halt eine Sperrzeit kassieren, falls der VV mit RFB war. Wo liegt das Problem, ggf. ein paar Monate ohne Arbeitslosengeld leben zu können, weitere berufliche Erfahrungen zu machen und Kontakte zu knüpfen?

Im Übrigen schließt sich das Thema an dein erstes an:

https://www.elo-forum.org/alg-i/196699-vermittlungsvorschlag-kein-termin-sachbearbeiter-gehabt.html

du hättest auch dort weiter schreiben können.

Klar kannst du dich z. B. auch krank schreiben lassen, aber, wenn deine Abwehrhaltung auf Dauer angelegt ist, wird dein Vermittler das sicher nicht mit der Finanzierung einer Wunschweiterbildung honorieren.
 

Zeitkind

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Willkommen im Forum. :welcome:Rezeption
Das sind beides Stellen die ich schon über die Jobbörse gesehen hatte ...
und ich absolut etwas dagegen habe mich über so ein Online-Portal anzumelden/bewerben.
Es besteht keine Pflicht, sich auf Online-Portalen zu registrieren. Das gilt auch für die sog. Jobbörse.
Auch dort können Erwerbslose ohne Registrierung suchen.

Was die Zumutbarkeit nach § 140 SGB III betrifft, sind im Vergleich Einmalzahlungen wie etwa Urlaubs- oder Weihnachtsgeld einzubeziehen.
Ab dem siebenten Monat der Erwerbslosigkeit werden bei der Berechnung der Zumutbarkeit
vom zu erwartenden Nettolohn auch Aufwendungen, wie Fahrtkosten oder Gewerkschaftsbeitrag abgezogen.
Ich habe noch NIE ein Bewerbungsgespräch gehabt und möchte wirklich nicht fürs Amt arbeiten.
Hat jemand Tipps was ich tun kann um mich ins Aus zuschiessen?
Einfach mal Erfahrungen sammeln. Auch wenn die Stelle befristet ist,
kann sie Dich doch noch ohne Blessuren ein Stück weiter bringen.
Nicht hält Dich davon ab, währenddessen nach einer längerfristigen Anschlußbeschäftigung Ausschau zu halten.
Je länger die Unterbrechungen im Beschäftigungsleben, so schwerer die Chancen auf einen Wiedereinstieg.
 
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