Vermittlungsvorschlag nichtvorhandene körperliche Belastbarkeit ist Voraussetzung in der Stellenbeschreibung

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samlowry85

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Hallo,

ich habe da mal ein Problem und 1 bis 2 Fragen dazu:

mir wurde von einem neuen Fallmanager ein Vermittlungsvorschlag für eine Stelle zugestellt bei der ich in
Ausnahmefällen schwer heben können muss. Körperliche Belastbarkeit ist Voraussetzung in der Stellenbeschreibung.

Ich bin körperlich nicht voll belastbar, habe dies den verschiedenen Fallmanagern auch schon mehrfach mündlich mitgeteilt und der neue Fallmanager möchte es jetzt wohl durch die Hintertür schriftlich abklären.

An jedem Vermittlungsvorschlag hängt auch ein Antwortbogen an. Ich habe mich auch per EGV verpflichtet die Anschreiben mit vorzulegen.

Meine Frage(n):

Bewerbe ich mich nun nicht und mache auf diesem Antwortbogen gesundheitliche Gründe geltend?

Oder bewerbe ich mich und vermerke meine nicht volle körperliche Belastbarkeit im Bewerbungsanschreiben?

LG
 

erwerbsuchend

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Ich bin körperlich nicht voll belastbar, habe dies den verschiedenen Fallmanagern auch schon mehrfach mündlich mitgeteilt und der neue Fallmanager möchte es jetzt wohl durch die Hintertür schriftlich abklären.

Wurde dies bereits vom äD verbindlich festgestellt? Wenn nein, dann solltest du eine Begutachtung durch den äD beantragen, damit deine Einschränkungen für das JC aktenkundig werden. Dann darf dir das JC nur noch VV schicken, die für dich körperlich machbar sind.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
der neue Fallmanager möchte es jetzt wohl durch die Hintertür schriftlich abklären.

Hallo s.!

Glaube ich nicht. Die achten auf solche Kriterien bei Auswahl der VV schlicht nicht, selbst wenn die offiziell in Gutachten festgehalten sind.
Das musst du selbst übernehmen. Ein kurzer Anruf beim AG kann die Sache schnell im gegenseitigen Einvernehmen klären, denke ich.

Wenn du dir sicher bist, kannst du die Bewerbung auch einfach unterlassen und auf die Einschränkungen hinweisen. Natürlich musst du damit rechnen, dass du das gegenüber dem Ärztlichen Dienst dann belegen musst oder dass der SB ein Attest fordert.

Gruß
 

Doppeloma

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Hallo cibernauta,

Glaube ich nicht. Die achten auf solche Kriterien bei Auswahl der VV schlicht nicht, selbst wenn die offiziell in Gutachten festgehalten sind.

So-So, das glaubst du also nicht, dann denkt sich der TE das wohl nur aus um den SB "zu ärgern", dass er bisher (trotz Hinweisen darauf) NICHT zum ÄD geschickt wurde um seine Leistungs-Einschränkungen (auch verbindlich für den SB) dort feststellen zu lassen ???

Und die "armen SB denken" da gerade nicht dran ... das ist aber ihre PFLICHT ... gerade was die Gesundheit betrifft ... die Zumutbarkeit nach § 10 SGB II zu beachten.

Das musst du selbst übernehmen. Ein kurzer Anruf beim AG kann die Sache schnell im gegenseitigen Einvernehmen klären, denke ich.

Das "denkst" du, die SB und FM denken meist ganz anders und direkt über Sanktionen nach wenn man "eine Einstellung vereitelt", weil man den AG über seine gesundheitlichen Einschränkungen informiert hat. :doh:

Besonders gut beweisen lassen sich dann auch Telefonate ... wenn man sich eigentlich zu bewerben hatte ist das wohl ein wenig sinnvoller Tipp.

Wenn du dir sicher bist, kannst du die Bewerbung auch einfach unterlassen und auf die Einschränkungen hinweisen. Natürlich musst du damit rechnen, dass du das gegenüber dem Ärztlichen Dienst dann belegen musst oder dass der SB ein Attest fordert.

Gut erkannt, nur hat der SB den ÄD bereits einzuschalten wenn er Hinweise vom LE auf gesundheitliche Einschränkungen bei der Vermittlung bekommen hat und das nicht mit "Zusatz-Zetteln" am VV klären zu wollen ...

Ein Attest (für sich) zu fordern hat der schon mal gar nicht, vielleicht magst du uns auch mal mitteilen wo das alles so geschrieben steht was du hier vorschlägst ... gar nicht bewerben ist natürlich auch eine Option, zumindest wenn man eine sichere Sanktion anstrebt ... :doh:

Wenn der TE dann mal zum ÄD geschickt wird deswegen wird er seine Gesundheitsprobleme bestimmt auch ärztlich belegen können, beim ARZT und nicht beim SB / FM oder gar am Telefon beim AG ... :sorry:

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Liebe Doppeloma,

was Pflicht ist und was in deutschen Behörden passiert, sind erfahrungsgemäß zwei Paar Schuhe. Ich habe das noch nicht erlebt, dass wirklich mit dem AG abgeglichen wurde, ob eine Stelle leidensgerecht ist. Das kann nach einfachen Kriterien wie Schichtarbeit etc. erfolgen, aber doch nicht dem Einzelfall angemessen.

Wenn ich eine Stelle suche, dann muss ich doch wissen, was ich leisten kann und was nicht.

Ich muss kein Telefonat nachweisen. Die Stelle eignet sich nicht und aus.

Wenn die Abklärung durch den Fachdienst noch nicht erfolgt ist, dann kann ohnehin nichts konstruiert oder vorgeworfen werden, denn dann wären VV noch gar nicht zulässig, die EGV rechtswidrig.

Also bitte nicht immer alles dramatisieren und alle möglichen Konsequenzen heraufbeschwören.

Gruß
 

Matt45

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Vielleicht passt es zum Thema.

Ein Freund macht schon lange einen Reha Kurs bei der KK wegen seiner Schulter und Rückenproblematik.

Er bekommt deshalb natürlich keine Rente wegen Erwerbsminderung, aber sein SB weiß darüber Bescheid.

Er bekommt zumindest keine VV mit körperlicher Belastung.

Allerdings der ÄD oder ein Amtsarzt sind wohl darüber nicht informiert.
 

Doppeloma

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Hallo cibernauta,

was Pflicht ist und was in deutschen Behörden passiert, sind erfahrungsgemäß zwei Paar Schuhe.

Vielen Dank, dass du mich dazu nun endlich aufgeklärt hast, da wäre ich sonst (mit inzwischen 65 Jahren) immer noch nicht drauf gekommen ... :doh:

Ich habe das noch nicht erlebt, dass wirklich mit dem AG abgeglichen wurde, ob eine Stelle leidensgerecht ist.

Wo habe ich das in der Art geschrieben, es war doch DEINE Idee weiter oben, dem AG ganz nett am Telefon die gesundheitlichen Probleme zu schildern, damit der kein weiteres Interesse am TE zeigen wird ... :sorry:

Das kann nach einfachen Kriterien wie Schichtarbeit etc. erfolgen, aber doch nicht dem Einzelfall angemessen.

Dann habe ich doch glatt ALLES missverstanden was man dazu so in den Sozial-Gesetzen lesen darf ... die konkrete gesundheitliche Eignung für die Vermittlung hat der ÄD festzustellen wenn es dafür offenbar Gründe gibt und bis dahin KANN überhaupt NICHT "zumutbar" vermittelt werden ... :icon_evil:

Dafür gibt es sogar sehr umfassende und relativ genaue Kriterien, die sich nicht nur auf Schichtarbeit beschränken (das hat ja fast NICHTS mit rein körperlicher Belastbarkeit zu tun :icon_evil:), die der ÄD in der Regel auch kennt (kennen sollte) und anwendet.

Jedenfalls wenn der wenigstens seine Arbeit ordentlich macht, was auch häufig sehr zu wünschen übrig lässt ...
Diese (genormten) Vorgaben für die Einschätzung der beruflichen Leistungsfähigkeit findet man auch in jedem Reha-Bericht sofern du so was schon mal gesehen hast, da beurteilen das aber auch Ärzte und keine Arbeitsvermittler.

Wenn ich eine Stelle suche, dann muss ich doch wissen, was ich leisten kann und was nicht.

Einen VV suche ich mir aber nicht freiwillig SELBER aus, liest du auch mal was der TE schreibt, ehe du deine Weisheiten von dir gibst ???

Wie "mager" darauf meist die Angaben zur angebotenen Tätigkeit schon sind, ist dir hoffendlich nicht ganz unbekannt. Auf eine Stelle von der ich nicht weiß was ich dort überhaupt machen soll würde ICH mich gar nicht bewerben, das wäre schon kein zulässiger VV und das hätte dann der SB abzuklären ...

Darum geht es hier aber gerade gar nicht, es geht um einen VV der gesundheitlich (wahrscheinlich) unpassend ist.

Ich muss kein Telefonat nachweisen. Die Stelle eignet sich nicht und aus.

Du WILLST es nicht verstehen, oder ???

Der SB hat nur zumutbare Stellen anzubieten, was ich mir selber suche dürfte wohl problemlos auch meinen Vorstellungen (und meiner gesundheitlichen Belastbarkeit) entsprechend auswählbar sein.

Wenn die Abklärung durch den Fachdienst noch nicht erfolgt ist, dann kann ohnehin nichts konstruiert oder vorgeworfen werden, denn dann wären VV noch gar nicht zulässig, die EGV rechtswidrig.

Lies mal deinen ersten Satz noch mal nach und dann erkläre mir genau das noch einmal ... :idea:
Und DANN vergleiche deinen "Kinderglauben" mit der Realität an den JC überall in D ...

Also bitte nicht immer alles dramatisieren und alle möglichen Konsequenzen heraufbeschwören.

Bist du wirklich so naiv oder tust du nur so, die negativen Konsequenzen kommen von ganz alleine wenn man deinen Ratschlägen folgen würde ... :doh:

Wenn du nicht mehr zu bieten hast, dann bist du hier RAUS ...

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo samlowry85, :welcome:

mir wurde von einem neuen Fallmanager ein Vermittlungsvorschlag für eine Stelle zugestellt bei der ich in
Ausnahmefällen schwer heben können muss. Körperliche Belastbarkeit ist Voraussetzung in der Stellenbeschreibung.

Ist der VV mit Rechtsfolgenbelehrung (RFB) sonst brauchst du dich NICHT bewerben ...

Ich bin körperlich nicht voll belastbar, habe dies den verschiedenen Fallmanagern auch schon mehrfach mündlich mitgeteilt und der neue Fallmanager möchte es jetzt wohl durch die Hintertür schriftlich abklären.

Dann solltest du das deinem JC-FM mal auch schriftlich (und nachweislich) mitteilen und die erforderliche Untersuchung beim ÄD verlangen, damit die gesundheitliche Zumutbarkeit deiner Vermittlung erst mal geklärt wird.

Der hat auch Vorgesetzte (Teamleiter) und eine Geschäftsführung sollte es auch geben bei deinem JC ...

An jedem Vermittlungsvorschlag hängt auch ein Antwortbogen an. Ich habe mich auch per EGV verpflichtet die Anschreiben mit vorzulegen.

Was für ein spezieller "Antwortbogen" ist denn das, vermutlich KEIN amtlich geprüfter und zugelassener ... du selbst hast ja bereits darauf hingewiesen, dass es gesundheitliche Einschränkungen gibt, das brauchst du nicht erneut für jeden unpassenden VV selber wieder aufzuschreiben ...

Genau dafür wurde der ÄD "erfunden", damit das ordentlich und medizinisch belegt abgeklärt wird und danach hat sich dann dein SB / FM bei der Vermittlung zu richten, damit es eben KEINE komplett unzumutbaren Vorschläge geben soll.

Auch in einer EGV dürfen keine Dinge von dir verlangt werden die offiziell gar nicht gefordert werden, das Gesetz steht ÜBER einer EGV und eine EGV soll dir zusätzlich Vorteile sichern und nicht nur mehr Sanktions-Möglichkeiten schaffen als im Gesetz schon vorgesehen sind.

Wie lange soll denn deine EGV noch gültig bleiben, eine nachfolgende solltest du besser nicht mehr unterschreiben wenn es für dich NUR Nachteile bringt was da drin steht.

Bewerbe ich mich nun nicht und mache auf diesem Antwortbogen gesundheitliche Gründe geltend?

Wenn du dich bewerben willst brauchst du ja nicht mehr gesondert begründen, warum du dich (eigentlich) nicht bewerben willst (und kannst), weil du diese Arbeit nicht leisten KANNST gesundheitlich.

Es gibt doch schon ein amtliches Formular in der Regel auf der Rückseite von jedem VV ... :idea:
Was ist denn das für ein besonderer Bogen, die SB können nicht einfach selbstgebastelte Formulare verteilen, weil sie den ÄD einsparen wollen. :icon_evil:

Magst du das mal hochladen (natürlich OHNE dass persönliche Daten erkennbar sind), dass man sich mal ansehen kann was du da beantworten sollst ???
Könnte ein Fall für den Datenschutz sein und / oder auch ein Fall für eine Beschwerde beim KRM (sofern dein JC keine Options-Kommune ist), dafür müsstest du erst mal unsere Fragen beantworten.

Oder bewerbe ich mich und vermerke meine nicht volle körperliche Belastbarkeit im Bewerbungsanschreiben?

Gesundheitliche Dinge gehören NICHT in ein Bewerbungsschreiben, zudem geht das einen AG NICHTS an was du für gesundheitliche Probleme hast, schon gar nicht wenn du ohnehin nicht vor hast dort zu arbeiten.

Das sind auch keine Ärzte die das medizinisch zu beurteilen hätten, ob das stimmt oder nicht ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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