Vermittlungsvorschlag mit Rechtsbelehrung unzumutbar? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

stepo

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Moin, ich bin sei zwei Monaten arbetislos und suche fleißig ein Job, momentan mit der Hoffung auch ähnlich gute Konditionen. Heute bekam ich ein Brief vom Amt mit einem rechtsverbindlichen Vermittlungsvorschlag, Vollzeit mit 1500€ brutto und ca 37km entfernt. Ich hab mich heute ganzen Tag im Internet gesucht und bin der Meinung dass der Vermittlungsvorschlag unzumutbar sei. Jetzt wollte ich natürlich mal eure Meinung hören, ob ich auch alles richtig verstanden habe. Mein Bemessungsentgeld täglich wurde auf 82€ festgesetzt und das für 12 Monate. Kann ich den Vermitlungsvorschlag mit dem Verweis auf die Unzumutbarkeit §141 ablehnen? Irgendwo im Internet habe ich gelesen dass man kein rechtsverbindlichen Vermittlungsvorschlag bekommt wenn der nicht zumutbar ist?!

Grüße stepo
 

elo237

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§ 140 SGB III sagt ja bis 30 % weniger gehen in den ersten 6 Monaten

also ist dann nicht zumutbar nach dem Gesetz
 

stepo

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Hi elo237, danke für deine Antwort, ich bin ja erst zwei Monate arbeitslos, in den ersten drei Monaten sind es ja 20% weniger oder nicht. Danach 30%. Hab ich die Berechnung das richtig verstaden, es wird ja immer von dem Netto ausgegeangen, man nimmt das Bemessungsentgeld * 20 Werktage - 20% weniger, weil nicht mehr als drei Monate arbeitslos. Bei dem 1500€ brutto hab ich mit dem einem Onlinerechner ca. 1089€ netto rausbekommen, das sind 34% weniger. Ist das richtig so? Muss ich richtigen Widerspruch schreiben oder reicht wenn das Blatt mit der Rückantwort nehme und dort unter "ich habe mich nicht beworben" mit dem Verweis auf die Unzumutbarkeit laut § 140 SGB III.
 

Seepferdchen 2010

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@stepo mal eine Frage, wer sagt denn das du den Job bekommst, dieser Vorschlag
ist an zig Bewerber/Arbeitssuchenden gegangen.

Mitunter sind diese Stellen überhaupt nicht mehr aktuell, vieleicht auch schon besetzt?

Muss ich richtigen Widerspruch schreiben
Nein, das ist kein Verwaltungsakt.

nehme und dort unter "ich habe mich nicht beworben" mit dem Verweis auf die Unzumutbarkeit laut § 140 SGB III.
Und das würde ich mir sehr gut überlegen, warum sich Stress verschaffen, wo nicht nötig.
Ruf doch erstmal dort an, ob die Stelle überhaupt noch offen ist.

Und niemand erwartet von dir das du dich mit den §§ auskennst.

Frage hast du einen Antrag gestellt aus dem Vermittlungsbugdet für Bewerbungskosten?

§ 44 SGB III
 

elo237

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ich ging jetzt von 30 % aus da es ja noch dauern würde bis man den Arbeitsvertrag hätte und dann greift ja schon die 30 % Regel

aber Bemessung wird doch für 30 tage bezahlt meines Wissens

also müssen es doch 2460 Euro im Monat sein
 

stepo

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Nein ich bekomme kein Geld für meine Bewerbungen zurück, mein Berater beim Amt meinte ich würde nichts bekommen, da mein Arbeitslosengeld so hoch sei... 1500€ brutto plus Fahrtkosten, da bleibt nicht viel über, deswegen frage ich.
@elo das Bemessungsentgeld wird ja irgendwie vom Brutto berechnet, aber es soll ca. dem Netto entsprechen. 1640€ kommt schon hin, so in etwa hatte ich damals mal.
Kein Plan was ich jetzt machen soll. Bewerben und Widerspruch?
 

Seepferdchen 2010

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Bewerben und Widerspruch?
Widerspruch hatte ich geschrieben,kannst du nicht schreiben, da kein Verwaltungsakt.

Bewerben, ruf doch erstmal an und dann kannst du dich ggf. immer noch bewerben.

Ob du die Stelle bekommst steht auf einem anderen Blatt, weil du bist nicht der einzige Bewerber und ob die Stelle überhaupt noch offen ist, weißt du auch nicht.
 

stepo

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Was heisst kein Verwaltungsakt, muss ich mich trotz der Unzumutbarkeit Bewerben? Oder ist das so, dass wenn die Stelle unzumutbar ist dass man dann nichts unternimmt und dann vorgeladen wird um sich zu erklären?!
Ich hab gerade geschaut, die Stellenausschreibung ist noch frisch, erst drei Tage.
 

Bakunin

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Bewerben und Widerspruch?
Mein Tipp: Bewerben und abwarten, was der AG antwortet! Und vor allem erst mal entspannen! Kein Grund zur Panik!!

Sollte das Angebot des AG, bei einem ggf. eintretendem VG, unter Deinem ALG I sein, kannst Du ggü. der AfA immer noch auf "§140 SGB III wg. Unzumutbarkeit" verweisen und ablehnen!

Keep cool!

:icon_hug:
 

Seepferdchen 2010

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Was heisst kein Verwaltungsakt, muss ich mich trotz der Unzumutbarkeit Bewerben?
Bitte richtig lesen, du kannst keinen Widerspruch einlegen, du hast einen Vermittlungsvorschlag bekommen und keinen Bescheid, das ist der Unterschied, was ich dir damit sagen/schreiben will.

Ob du dich bewirbst oder nicht ist deine Entscheidung.
 

Fritz Fleißig

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@stepo

1. In den ersten sechs Monaten der Arbeitslosigkeit werden immer Bruttoentgelte verglichen. Zumutbarkeitsgrenze: 80 % beziehungsweise später 70 % des Bemessungsentgelts.

2. Das Bemessungsentgelt bezieht sich nicht auf einen Arbeitstag, sondern auf einen Kalendertag. Dein durchschnittliches vorheriges Monatsentgelt wird auf der Basis von 30 Kalendertagen pro Monat entsprechend umgerechnet. Das Bemessungsentgelt ist ebenfalls brutto gemeint. Das Leistungsentgelt ist dagegen das pauschal berechnete Nettoentgelt.

3. Wenn du zuvor 2460 Euro brutto monatlich verdient hast, muß das Gehalt (bei gleicher Arbeitszeit) mindestens 1968 Euro beziehungsweise später 1722 Euro brutto betragen. Nach mehr als sechs Monaten Arbeitslosigkeit wird der Vergleich anders berechnet.

4. Gehe nicht davon aus, daß die Arbeitsagentur von sich aus eine Prüfung auf Zumutbarkeit vornimmt. Du mußt dich leider selbst drum kümmern.

5. Du kannst dich - das ist wahrscheinlich die bessere Methode - einfach kurz bewerben (Kurzbewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf reicht) und abwarten, was draus wird. Vielleicht löst sich das Problem dann von selbst. Du kannst den VV auch vorab mit Hinweis auf die finanzielle Unzumutbarkeit ablehnen. Das ist deine Entscheidung. Unzumutbar ist der Vorschlag nach deinen Angaben auf jeden Fall, so daß so oder so keine Sperrzeit droht.
 

stepo

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Danke für die Zahlreichen Antworten, kann mir einer sagen wie ich rechtlich richtig den VV ablehne? Rückantwortschreiben vom Amt ausfüllen reicht?
 

Bakunin

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Kann ich den Vermitlungsvorschlag mit dem Verweis auf die Unzumutbarkeit §141 ablehnen? Irgendwo im Internet habe ich gelesen dass man kein rechtsverbindlichen Vermittlungsvorschlag bekommt wenn der nicht zumutbar ist?!
Noch mal zur Ergänzung:

Du hast ja mit dem VV einen "Rückschein" erhalten. Du musst den VV nicht ablehnen! :icon_stop:

Aus "taktischen Gründen" würde ich mich mit einer "Kurzbewerbung" bewerben. Sieht erst einmal ggü. der AfA positiv aus, da man sich um einen neuen Job "bemüht"!

Ob dann was für Dich "Positives" dabei rumkommt, steht auf einem anderen Blatt. Ablehnen kannst Du im Nachhinein immer noch!

Und die AfA schickt erst mal alles Mögliche, egal ob sinnvoll oder nicht! Du musst auch damit rechnen, dass Dir Angebote von ZAF's zugehen.

Suche Dir mal im Net Tariftabellen zu Deinem vorher ausgeübten Job. Sollten die entsprechenden Tarife unter Deinem ALG I liegen, kannst Du dann bei Deinem SB hervorragend wg. Unzumutbarkeit argumentieren.

Fazit:

Es gibt Nichts zum Widersprechen. Kurzbewerbung schreiben und abwarten!

Eröffne keine "Kriegsschauplätze" solange es nicht nötig ist!!! Du musst keine "Feindbilder" aufbauen, die Dir zukünftig mehr schaden als nützen!

Und ALG I ist gegenüber dem JC wie "Kindergeburtstag"!
 
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Häng mich mal hier an.

Vorgestern habe ich einen VV mitbekommen. Extra RFB ist nicht dabei. Nur der Satz, daß ich mich per Brief oder Mail umgehend bewerben solle u. das Ergebnis meiner Bemühungen mitteilen.

M.M.n. ein Drecksjob.

Der AG verlangt ausdrücklich keinerlei Eintragungen im FZ als auch in der Schufa. Meine Schufa ist dermaßen grauslig... :icon_pfeiff:
Da gibt es 'ne ganze Latte von Einträgen, beginnend mit gerichtlichem Mahnverfahren, Eidesstattlicher Versicherung (Gerichtsvollzieher) bis hin zur Privatinsolvenz.

Teile ich der Vermittlung mit, daß die Voraussetzungen aus diesem Grund nicht passen, oder?
Zukünftig brauchen die mir so einen Mist nicht mehr raussuchen.

Die wissen doch, wie bei mir die Verhältnisse sind.

:icon_kratz:
 

Seepferdchen 2010

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Teile ich der Vermittlung mit, daß die Voraussetzungen aus diesem Grund nicht passen, oder?
Schreibe das du in der Privatinsolvenz/Verfahren bist und somit der Anforderung für
diese Stellenausschreibung in keinster Weise nachkommen kannst.

Die wissen doch, wie bei mir die Verhältnisse sind.
Da wird nur geschaut ob Stelle und mehr nicht.

:icon_pause:
 
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ExitUser

Gast
Teile ich der Vermittlung mit, daß die Voraussetzungen aus diesem Grund nicht passen, oder?
Zukünftig brauchen die mir so einen Mist nicht mehr raussuchen.

Die wissen doch, wie bei mir die Verhältnisse sind.

:icon_kratz:
Sollte man denken. Ist aber pure Statistik und solche ungeprüften und unpassenden VV kommen trotzdem weiterhin, selbst wenn Du denen 10 mal mitteilst das es nicht hinhaut wegen
der Anforderungen seitens der AG. ''Versuchen können Sie es ja dennoch sich dort um eine Stelle zu bemühen `` ist so ne Standardfloskel die man dann hört. Spätestens mit dem Probezeit oder jährlichem SB Wechsel im JC geht das immer wieder von Vorne los.

''Vollzeit mit 1500€ brutto und ca 37km entfernt'' Wer bietets so einen Hungerlohn an ? Fast Food Kette ''ich hartze es?'' Damit gibts nicht mal Rentenpunkte genug.
 
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ExitUser

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Okay, ich schreibe unten auf das Antwortformular, daß ich mit dem AG schon im Vorfeld Kontakt hatte u. er nur saubere Schufa-Auskünfte akzeptiert.

Dann tüte ich den Wisch ein u. schmeiß ihn morgen in den Briefkasten.
 

Seepferdchen 2010

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Dann tüte ich den Wisch ein u. schmeiß ihn morgen in den Briefkasten.
Öhmm, wäre es nicht besser das Schreiben per Fax mit Sendebericht, da hast du was in der Hand. (Qualifizierter Sendebericht, Kopie der Sendeseite)

Du weißt alles was man schriftlich hat...................
 
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ExitUser

Gast
Öhmm, wäre es nicht besser das Schreiben per Fax mit Sendebericht, da hast du was in der Hand. (Qualifizierter Sendebericht, Kopie der Sendeseite)

Du weißt alles was man schriftlich hat...................
Hmm........ naja, RFB ist nicht dabei...
 
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