Vermittlungsvorschlag mit Rechtsbehelfsbelehrung

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kk1981

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Hallo,

ich habe letzte Woche einen Vermittlungsvorschlag bekommen. Weil ein Rechtsbehelf mit dran war, habe ich mich beworben. In ein paar Tagen habe ich ein Vorstellungsgespräch. Dort werde ich auch hingehen, ABER ich kann schon jetzt sagen, dass mir die Stelle nicht gefällt, nachdem, was in der Stellenbeschreibung stand.

Man soll dort Leuten Zeug aufquatschen und ehrlich gesagt, bin ich dafür gar nicht der Typ. Was mache ich, falls die Wahl auf mich kommt, das wieder los zu werden? Dem Arbeitsamt wird es egal sein, ob ich dafür der Typ bin oder nicht, die wollen mich sowieso aus der Statistik haben, darauf nehmen sie keine Rücksicht.
 

Dagegen72

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wenn du gut "reden" können musst, könntest ja in deinen kommunikativen Fähigkeiten ein paar Lücken einfließen lassen, damit die dich eher aussortieren

Könntest dein Vorstellungsgespräch so gestalten, dass es nicht auffällt, dass du das Gespräch und damit eine mögliche Einstellung boykottierst, du dem Personaler aber als aussortier-würdig unangenehm auffällst.

Höflichkeitsfloskeln vielleicht verschludern. Einmal Begrüßung, nicken, lächeln, hingereichte Hand des Personalers übersehen u.ä. :biggrin::icon_hihi:

je nach dem könntest (vorübergehende) Zahn- oder Ohrenprobleme einwerfen, damit könnten sprech- und hör-Aktivitäten für diese Tätigkeit eingeschränkt sein, vielleicht hattest auch gerade Ohrenschmerzen und willst das im nachhinein von einem Arzt noch einmal checken lassen, und das Arzbesuche geplant sind - na ja - jedenfalls alles so, dass es nicht so aussieht, als würdest absichtlich als Arbeitnehmer da nicht passend sein und auch in der Abstimmung mit dem Gesagten in deinen Unterlagen. Feinarbeit ist gefragt.

Zur Not bleibt das - vorgebliche - Verhageln der Probezeit. Schauspiel-Fähigkeiten sind gefragt. "Mich armer Tropf will ja keiner" :biggrin:

Du schaffst das schon :icon_hihi:

Dem Arbeitsamt ist das auf jeden Fall egal, ob der Job was für dich ist, die wollen dich aus der Zahlstelle raushaben. Das macht das ganze JC -System ja so asozial. Demnach besteht die Frage: wer ist hier asozial? Der betroffene Erwerbslose oder der ganze staatliche, politische, gesellschaftliche Rest, der da dran hängt.
 

kk1981

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Hallo,

ich hoffe ich kriege das hin. Ich bin immer so doof, mache alles, auch wenn es gegen meinen Willen ist.

Mich ärgert, dass mir das Arbeitsamt das zuschickt, was nicht meinen Vorstellungen entspricht bzw. das wofür ich ungeeignet bin. Genauso ist es mit einem Call-Center...ständig diese Vermittlungsvorschläge, obwohl ich so eine Quasselstrippe nicht bin - bin eher der schüchterne Typ -. Das bringt doch gar nichts....

Was mache ich, wenn ich es nicht richtig verhauen habe, weil ich "noch zu freundlich" war und der Arbeitgeber sich dann vielleicht immer noch für mich entscheidet...manchmal ist es ja auch so, dass bestimmte AG gar keinen Bewerber finden, weil alle schon den Braten gerochen haben....wie komme ich dann aus der Nummer raus?
 

Dagegen72

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hast du eine EGV unterschrieben? Falls ja, was steht drin, vor allem im Bezug auf die Art der Jobs.

"doof" sein, also ehrlich sein ist in diesem System nicht erwünscht, also doof sein ja, ehrlich sein nein, man schadet sich selbst damit, wie in deinem Fall ungeliebten Job machen sollen - also: trainiere zu deinen Gunsten zu lügen um dich selbst zu retten -

Arbeitgeber müssten auch längst wissen, dass sie nicht über die Jobbörse (Mittelfinger) nach passenden ArbeitnehmerInnen suchen sollen, da da meistens nur Zwangs-Bewerbungen daraus resultieren mit entsprechend motivierten Arbeitskräften.

Aber Callcenter und ZAFs haben in der Hinsicht halt nichts zu verlieren, allenfalls und sei es nur kurzzeitig bis ein AN wieder abspringt zu gewinnen.

Meiner Meinung nach besteht schon die Gefahr, dass lieb und freundlich und ehrliche Arbeitskräfte vom Arbeitgeber (AG ) genommen werden, da er Leistung und geringe Gegenwehr erwarten kann. In dem Fall: Anti-Angst-Training, was sowas betrifft.

Gesunden Egoismus dir selbst anerziehen :) Wird auch hilfreich sein, für spätere, gewollte Arbeitsvertrags- und Gehaltsverhandlungen
 

AnonNemo

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kk1981

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Hallo,

hatte heute das Vorstellungsgespräch. Leider ist es mir nicht so richtig gelungen, die Sache abzubiegen.

Es ist Telefonaquise, also Kunden/Leute, bequatschen, dass sie kaufen sollen. Habe dem Personalchef dann gesagt, dass ich nur im Einkauf tätig war und das ich keine praktischen Erfahrungen im Verkauf habe. Da hat er gesagt, dass das nicht so schlimm wäre, wenn ich im Einkauf mit Lieferanten Preise besprechen könnte, dann könnte ich die Kundenaquise auch...toll ich konnte mich irgendwie nicht rauswinden

....soll übernächste Woche eventuell eine Probewoche machen, aber ehrlich gesagt, möchte ich das nicht, da für mich die Stelle einfach nichts ist. Ich möchte einfach wieder einen reinen Bürojob haben.

Mit Lohn oder Pendeln, dass trifft alles nicht zu, weil es am Ort ist. Bezahlt ist es auch für die Region in Ordnung. Wie komme ich da wieder raus...wegen dem Vermittlungsvorschlag, habe auch noch kommende Woche Termin bei Arbeitsamt...dann wird sie mich fertig machen.

Könnte man auch damit rauskommen, wenn die Stellenbeschreibung nicht genau dem Vermittlungsvorschlag entsprochen hat?

Wie erreiche ich beim Arbeitsamt, dass ich nicht nur Call-Center, Vermögensberatungen, Selbstständigkeit o.ä. machen muss. Ich will eine NORMALE Stelle haben? Hat man da denn kein Anrecht mit auszusuchen?
 

AnonNemo

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Hallo kk1981,

ich habe den Eindruck, als ob du noch nicht alle Möglichkeiten bedacht und/oder ausgeschöpft hast.

Was hat die Lohnhöhe damit zu tun, dass es für die Region in Ordnung ist?
Im ALG1 ist dein alter Lohn wichtig, ob es zumutbar ist :wink:. Oder bist du im ALG2?

Probewoche? Womöglich noch unbezahlt? :icon_evil:
Da musst du dem Call-Center klar machen, dass das nur im Zusammenhang mit einem (befristeten) Arbeitsvertrag - als anständig bezahlte und vertraglich geregelte Probezeit - gemacht wird. Du bist nicht bereit schwarz zu arbeiten. Du willst dich nicht strafbar machen :icon_twisted:!
Lass dich auch vom Amt nicht überreden!

Es ist Telefonakquise, also Kunden (...). Bestandskunden oder Neukunden?
Bei Neukundenakquise beschäftige dich mal mit den (straf)rechtlichen Konsequenzen, Stichworte; Kaltakquise / Cold-Call!

(...) wenn die Stellenbeschreibung nicht genau dem VV entsprochen hat?
... rein rechtlich; JA! Dafür brauchst du einen guten Nachweis, dass es auch eine andere Stelle ist.
Beachte den "Hinweis vom Landesbeauftragten für Datenschutz" (https://www.elo-forum.org/zeitarbei...invereinbarung-138662/index2.html#post1755108 #43) wegen der anderen Stellen, auf die du dich nicht beworben hast, aber dir vorgeschlagen wurde.

Wie erreiche ich beim Arbeitsamt, dass ich nicht nur (...)
... bei Selbstständigkeit; meiner Meinung nach, kann das Amt dich nicht in eine Selbstständigkeit zwingen.
... bei Vermögensberatung; die ist meistens(?) mit einer (Schein)Selbstständigkeit verbunden.
... d. h., du musst in einem Termin den SB davon überzeugen, dass du keine Selbstständigkeit anfängst, oder
solche VVs mit einer entsprechenden Begründung ablehnen.

AnonNemo
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koloss

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Hallo kk1981,

ich war auch mal so wie Du .. konnt zu nix nein sagen oder mich wehren .. frei nach dem motto wird schon gut gehen.

an deiner stelle hätte ich unverblümt im vorstellungsgespräch gesagt das daß nichts für mich ist und ich in dem Bereich kein Erfahrungen vorweisen kann.

Das musst Du dringend lernen "NEIN" zu sagen je nach Gespräch und Situation lernen zu agieren.

Ich weiß ist nicht immer einfach aber das habe ich auch erst spät gelernt das man immer eine andere Möglichkeit hat und niemals zu allem ja und amen sagen sollte.

AnnonNemo hat ja bereits einige gegenfragen gestellt mit denen Du dich dringend ausseinander setzen solltest!

ich habe auch mal so eine massnahme vom Alg1 träger angenommen gehabt vor ca.10jahren und da ging es auch um kundenNEUaquise...nur weil ich im Handel gearbeitet habe war ich dafür "geeignet".

Für mich war das absoulut nichts gewesen und konnte zumindest 3 Monate geld verdienen und danach meinen Weg gehen...allerdings hatten von 5 Leuten 2 eine Festanstellunge erhalten ...aber wie es denen ergangen ist das weiss ich leider nicht.

Wie Du da wieder rauskommen kannst wäre eine möglichkeit erst mal das zu überprüfen was AnonNemo dir mitgegeben hat und den Vertrag vorher ANFORDERN damit eine Fachkundige Person drüber schauen kann ... bevor du den unterschreibst!!!

Lass dich nicht darauf ein den Vertrag vor Ort zu unterschreiben!

Konfrontiere den AG mit Fragen ohne ende und der AG wird eventuell von dir absehen als Arbeitnehmer :biggrin: sowas kommt immer gut an wenn der Arbeitnehmer informiert ist(zumindest wenn er seine Rechte kennt...) :biggrin:

Ich drück dir die Daumen das alles gut geht.

Gruß
 

kk1981

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Hallo,

ich bin Nichtleistungsempfänger und seit mehreren Jahren arbeitslos. Habe einen geringfügigen Job seit meiner ARbeitslosigkeit.

Das schlimme ist, die SB erpresst mich trotzdem und macht mich fertig. Sie will mich dann immer rauswerfen und dann werde ich nicht bei der Rentenversicherung gemeldet. So gehen mir da Zeiten verloren, die als Überbrückung gerechnet werden, falls ich dochmal einen sozialversicherungspflichtigen Job bekomme.

Ich habe ausgerechnet Dienstag noch ein Gespräch bei der SB . Vielleicht meldet der Personalchef sich ja auch nicht mehr, weil er ja auch weiß, dass ich schwerbehindert bin...ich weiß es nicht. Für mich ist der Fall eigentlich erledigt. Weil sowas ist nichts für mich. Ich habe eben indirekt versucht es abzuwürgen, war wieder mein Fehler, weil ich keine klipp und klare Ansage gemacht habe...aber ich bin immer so dumm...das kann mir Kopf und Kragen kosten....ich werde mir ne Strategie einfallen lassen müssen, weil wenn ich jetzt persönlich absage, dann meldet er es bestimmt beim Arbeitsamt. Die Arbeitgeber kriegen doch immer einen Zettel mit, warum sie den- oder diejenige(n) nicht genommen haben, hab ich doch Recht.....
 

Heiliger Geistl

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Hallo,

ich bin Nichtleistungsempfänger und seit mehreren Jahren arbeitslos. Habe einen geringfügigen Job seit meiner ARbeitslosigkeit.

Das schlimme ist, die SB erpresst mich trotzdem und macht mich fertig. Sie will mich dann immer rauswerfen und dann werde ich nicht bei der Rentenversicherung gemeldet. So gehen mir da Zeiten verloren, die als Überbrückung gerechnet werden, falls ich dochmal einen sozialversicherungspflichtigen Job bekomme.

Ich habe ausgerechnet Dienstag noch ein Gespräch bei der SB . Vielleicht meldet der Personalchef sich ja auch nicht mehr, weil er ja auch weiß, dass ich schwerbehindert bin...ich weiß es nicht. Für mich ist der Fall eigentlich erledigt. Weil sowas ist nichts für mich. Ich habe eben indirekt versucht es abzuwürgen, war wieder mein Fehler, weil ich keine klipp und klare Ansage gemacht habe...aber ich bin immer so dumm...das kann mir Kopf und Kragen kosten....ich werde mir ne Strategie einfallen lassen müssen, weil wenn ich jetzt persönlich absage, dann meldet er es bestimmt beim Arbeitsamt. Die Arbeitgeber kriegen doch immer einen Zettel mit, warum sie den- oder diejenige(n) nicht genommen haben, hab ich doch Recht.....

Vor was hast Du nur Angst?? Vor den 10 Euro weniger oder auch nicht, wenn Du nicht als arbeitssuchend ohne Leistungsbezug gemeldet bist?? Das ist doch sinnlos. Nichts kann dir passieren.
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