Vermittlungsvorschlag MAE ?

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paulchen111

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Hallo

Habe heute Post vom Jobcenter bekommen mit einem Vermittlungsvorschlag zu einer MAE Arbeitsangelegenheit.

Meine Frage ist das rechtens und wie kann ich mich dagegen wehren?
Habe so etwas noch nie bekommen.
egv va läuft noch bis 23.03.13
Danke schonmal für alle Ratschläge
lg:icon_sad:
 

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Lilastern

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Diese MAE müsste auf ihre Zusätzlichkeit geprüft werden.

In den meisten Fällen ist so eine MAE nämlich gar nicht zusätzlich, sondern man hat Anspruch auf eine reguläre Entlohnung.

Was steht in deiner EGV dazu drinnen?

Verpflichtest du dich einen Euro-Job anzunehmen?
 

Couchhartzer

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Oder zusätzlich auch folgende Kriterien die etwas dazu aussagen, wann solche Jobs (wie der hier maßgeblich angesprochene als "Helfer Forstwirtschaft / Helfer Gartenbau - für die Gemeinde") als NICHT zusätzlich anzusehen sind:
Gemeinnützige Arbeit ... ist nur dann "zusätzlich", wenn es sich um Arbeiten handelt, die im Rahmen vorhandener Arbeitsplätze regelmäßig nicht durchgeführt werden. An dem Merkmal der Zusätzlichkeit mangelt es, wenn die Arbeiten in jedem Fall durchgeführt werden müssen. (OVG Lüneburg 23.06.1983, FEVS 1984, 26 ff.)


Straßenreinigen, Heckenschneiden und Laubkehren in Grünanlagen oder Friedhöfen, Schwimmbäder putzen, Sportanlagen pflegen, Wäschereiarbeiten im Krankenhaus, Ausleihe in Bibliotheken, Hausmeistertätigkeiten in Schulen usw. sind keine zusätzliche Arbeiten. Schneeräumen im Winter ebenfalls nicht. (VG Berlin, ZfSH 1984, 374)

Arbeiten, die nur zur Einsparung normaler Arbeitskräfte dienen bzw. die wegen haushaltspolitisch bedingten Personalmangels nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden können, obwohl sie zur eigentlichen Aufgabenerfüllung (etwa der Gemeinde) gehören, fallen nicht hierunter (unter zusätzliche Arbeiten). (OVG NW 27.05.1991, FEVS 1993, 30, ebenso OVG NW 19.07.1995 Az: 8 A 46/92)


Die Grenze der Zusätzlichkeit wird dann überschritten, wenn der Arbeitseinsatz in den Bereich von vorhandenen regulären Arbeitsplätzen hineingeht oder wenn er auf unabdingbar notwendige Verrichtungen zielt," erklärt der VGH BW in Bezug auf Archiv und Registraturarbeiten beim Sozialamt. (22.01.1992, FEVS 1993, 412)
Zudem ist in der noch geltenden EGV sehr deutlich erkennbar als Ziel die "Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt" benannt und nicht ansatzweise etwas von einem solchen "Ein-Euro-Job" / einer solchen "MAE-Maßnahme" aufgeführt.
 

elo237

RIP
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der arme soll ja nicht mal 1,50 Euro die Stunde erhalten

naja der Stadt sind halt inzwischen die Bulgaren und Rumänen zu teuer
 

Couchhartzer

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Was soll es dann für einen Job sein. 132 Euro im Monat, 30 Stunden.

Deutet schon auf 1-Euro Job hin.
Sehe ich genauso, denn in der Buchhaltung werden pro Monat für die durchschnittlichen Berechnung von Monatsstunden 4,3 Wochen angesetzt.
Bedeutet:
4,3 Wochen x 30 Wochenstunden = 129 Monatsstunden
132 Euro/mtl. ./. 129 Monatsstunden = 1,02 €/Std. (Durchschnitt)
 

paulchen111

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ist nen 1,10 euro Job habe ich durch einen Bekannten erfahren.
Was soll ich machen Termin wahrnehmen oder AU.
Bin seit 12.02.13 bis heute AU.:icon_pause:
 

elo237

RIP
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Danke für die Klarstellung und Aufklärung des entstandenen Missverstehens, denn daraus wird ersichtlich warum oftmals ganze Sätze überaus nützlich sind. :biggrin:


ich nahm halt an wir sind alle Insider
bei Merkel und Co braucht man immer ganze Bücher
deswegen gibt es auch erstmal ein Gremium für 5 - 10 Jahre :biggrin:
 

Lilastern

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diese Aussage scheinen ein paar nicht zu verstehen

"ist glasklar keine Ein-Euro-Job"
bezieht sich logisch auf die Arbeit
die Arbeit ist hier nicht zusätzlich

und der TE müßte einen regulären Vertrag bekommen

Es ist in diesem Sinne ein rechtwidriger Ein-Euro Job.

Ja, und wenn er gegen diesen vorgehen würde, dann würde er gewinnen.
 

Couchhartzer

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Was soll ich machen Termin wahrnehmen oder AU.
Bin seit 12.02.13 bis heute AU.:icon_pause:
Ich denke, das gründliche Auskurieren deiner bereits vorhandenen Erkrankung ist erheblich wichtiger, als das Bedienen der Abzockmentalität einer Kommune, welche die Erwerbslosen dazu mißbraucht um ihren öffentlichen Haushalt mit derartigen rechtwidrigen MAE-Maßnahmen zu entlasten. :icon_wink:
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Was soll das denn sein?
Ne Zuweisung?
Wenn es das wäre, dann bräuchte man kein Vorstellungsgespräch und die AGH müsste besser bestimmt sein.

Auf jeden Fall keine Bewerbungsunterlagen bei diesem Vorstellungsgespräch im JC mitnehmen. Zu AGHs braucht man sich nicht vorstellen. Man wird zugewiesen. Der Träger hat da kein Wahlrecht. Um ein Meldetermin scheint es sich auch nicht zu handeln. Zur Vorsicht hingehen, aber nichts über einen selbst erzählen. Wenn da ein SB rummosert, dann soll er dir die gesetzliche Grundlage benennen, nach dem man sich für eine AGH bewerben muss. Falls du mitbekommst das der SB irgendwelche Unterlagen über dich an den Maßnahmeträger weitergibt, untersagst du die Weitergabe von Nichtweitergabefähigen Daten(§ 4a BDSG). Dir ist auch schleierhaft warum du kommen solltest, da das JC entscheidet ob du zur AGH hingehst und nicht der Träger.
Vielleicht vergisst man dann dich rechtskonform zuzuweisen und belässt es bei dieser rechtswidrigen "Zuweisung".
 
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