Vermittlungsvorschlag für "Personaldienstleister aka Zeitarbeit erhalten, muss ich mich bewerben und wenn ja, wie? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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densch

Gast
Hallo,
ich habe beigefügten Vermittlungsvorschlag erhalten.
Eine Rechtsfolgenbelehrung fehlt komplett.
Auch sind viele Informationen wie Standort, Lohn und so erst gar nicht gegeben, ich nehme an dass das so läuft dass man sich dort bewirbt, die dann meine Daten haben und mich mit allen möglichen Angeboten und Zeitarbeitsdingern zuschütten.

habe ich natürlich keinerlei Lust drauf.
Was meint ihr, was ich tun soll bzw. ob und wie ich mich bewerben soll?

Habe mal unten auch ein paar Sachen beigefügt.
Zum einen meinen Lebenslauf. zum Anderen meine Standartbewerbung (für die monaltichen zwangsbewerbungen) sowie die Bewerbung, die ich für vermittlungsvorschläge benutze.

könntet ihr mir Tipps und Tricks geben, wie ich da vorgehen soll?
Und vor Allem was in der Bewerbung stehen muss (erinnere mich da bspw. an die Sache dass man sich ausschließlich auf das angebotene Stellenangebot bewirbt und nicht für anderweitige Angebote bereit ist. so in etwa)


Bin für Tipps und Tricks jeder Art dankbar :)
 

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densch

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Was ist eigentlich damit gemeint wenn da steht dass das nicht von der Agentur für Arbeit betreut wird?
Kann ich dann überhaupt dazu gezwungen werden?
(spiele gerade darauf an dass ja auch wenn ich als Hartz4ler beim jobcenter untergebracht bin, mir die Agentur für Arbeit (ehemals Arbeitsamt) keine VVs schicken darf.)
 

Couchhartzer

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ich habe beigefügten Vermittlungsvorschlag erhalten.
Nein, so etwas hast du nicht erhalten.
Ich sehe nicht einmal ansatzweise einen echten Vermittlungsvorschlag, sondern ausschliesslich eine reine "Information mit einem Hinweis auf ein Stelleangebot" (so wird es auch in Anhang 1 sehr deutlich nachlesbar benannt), die zudem ja ebenfalls deutlich sichtbar nicht im Geringsten eine, für einen echten Vermittlungsvorschlag vom Gesetz vorgeschriebene, Rechtsgrundlagenbenennung und Rechtsfolgenbelehrung enthält.

Es handelt sich folglich nicht um einen rechtlich korrekten und damit verbindlichen Vermittlungsvorschlag.
 

Imaginaer

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Hallo @densch,

besteht eine gültige Eingliederungsvereinbarung (EGV) bzw. dessen ersetzender Verwaltungsakt (VA)? Wenn ja, steht da irgendwas WIE und auf WAS Du dich bewerben sollst? Bitte sichten. Wenn keine besteht bzw. die EGV/VA das nicht hergibt gilt: Ohne gleichzeitige Rechtsfolgenbelehrung, keine Rechtsfolgen.

Eine generelle Datenschutzklausel in der Bewerbung halte ich für problematisch, da man mit dieser dem Arbeitgeber (ZAF) unterstellt sich grundsätzlich nicht an Datenschutzgesetze zu halten. Da geht das Jobcenter dann nach dieser gesetzlichen Grundlage:

2. sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,
(Quelle: § 31 SGB 2 - Einzelnorm)

Die Datenschutzklausel kann man noch nachschieben, sofern die ZAF einen Anlass dazu gibt. Zum Beispiel das sie sich bei Folgeschreiben nicht mehr auf die konkrete Stelle bezieht.

Hoffe aber das es sich um eine unverbindliche Information zu einer Stelle handelt. :icon_daumen:
 
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densch

Gast
Hallo @densch,
besteht eine gültige Eingliederungsvereinbarung (EGV) bzw. dessen ersetzender Verwaltungsakt (VA)?
Habe mal unten die EGV beigefügt.

Fürchte fast, ich müsste mich da bewerben.

Wobei nun natürlich fraglich ist ob das Schreiben oben als vermittlungsvorschlag erkennbar ist bzw eine solchen darstellen könnte :-/
 

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Also ich sehe keinen Bezug auf "Stelleninformationen" und somit Bewerbungspflicht. Auf Seite 3 der 3 Absatz ist relevant, da bezieht das JC sich auf Vermittlungsvorschläge. Oder woran erkennst Du die Bewerbungspflicht?

Grundsätzlich ist die EGV starker Tobak. Seite 3 hat es in sich. Telefonische Vermittlungsvorschläge (!?), ABC Team. Und verpflichtend ist als die Nutzung von Telekom Hotspots und deren Telefone. Übrigends schließt das JC die Kosten dafür aus (Seite 2). Ich würde gucken ob man dieses Machwerk nicht aufkündigen kann. Selten sowas selbstherrliches gelesen.
 
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densch

Gast
Also ich sehe keinen Bezug auf "Stelleninformationen" und somit Bewerbungspflicht.
ja, es gab da im dezember auch schon mal einen termin danach wo sie mir eine neue EGV geben wollte.
Hatte es nicht unterschrieben und bekam nun VA im Januar.
hab dagegen widerspruch eingelegt beim jobcenter, auch ans Sozialgericht Antrag auf aufschiebende Wirkung gemacht.
Habe bisher weder vom Einen noch von Anderen etwas gehört :-/
 

Imaginaer

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@densch Die EGV in #6 ist aber kein VA! Oder besteht zur verlinkten EGV in #6 ein VA? Das Du nicht unterschrieben hast ist schon gut, aber hast Du auch dein Recht auf Bedenk/Prüfzeit (Minimum 14 Tage) genommen und eine Verhandlung angestrebt!? Die EGV hätte jedenfalls einiges wo man ansetzen könnte.

Kommt nicht gut wenn man zuvor nicht den Konsens nachweislich suchte und dann gerichtlich "Mängel" geltend macht. Das BSG Urteil, das eine EGV verhandelt gehört, ist keine Einbahnstraße. Ich denke das wird Fragen aufwerfen vor Gericht nach dem Schema...warum haben sie das der Beklagten zuvor mitgeteilt. (Dabei gilt schriftlich und nachweisbar zu reagieren bzw. agieren)

Gerichte sind überbelastet wegen der Krankenkassen Klagen. Klagewelle von Krankenkassen überrollt Sozialgerichte
 
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densch

Gast
@densch Die EGV in #6 ist aber kein VA!
ehm, ne.
Das in #6 ist die alte egv (vom oktober), die ich dummerweise unterschrieben hatte.

im dezember sollte dann eine neue egv unterschrieben werden, die ich im Prinzip verweigerte und dann im januar den VA bekam
(hier bei den anlagen zu finden, ab bild 3: Einladung zum Meldetermin erhalten, schiebe Panik, bitte um Tipps wie ich mich verhalten soll)

Naja, ich hatte damals im dezember hier auch nachgefragt (als mir die zu unterschreibende egv vorlag) und so manche stimmen meinten, ich solle das ignorieren und auf den VA warten.
Dass ich hätte trotzdem verbesserungsvorschläge hinschicken sollen, wurde erst später klar bzw. klargestellt.
 

Imaginaer

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Naja, ich hatte damals im dezember hier auch nachgefragt (als mir die zu unterschreibende egv vorlag) und so manche stimmen meinten, ich solle das ignorieren und auf den VA warten.
Dass ich hätte trotzdem verbesserungsvorschläge hinschicken sollen, wurde erst später klar bzw. klargestellt.

WO ist dieser Thread? WOZU dann neue Thread und somit Unübersichtlichkeit deines Falls? Effektive Hilfe bzw. Antwort können nur durch Chronologische Schilderung des Sachverhalts erfolgen und nicht über 2-x Thread bzw. Beiträge. Bitte sortiere dich erst einmal und führe den Fall im Ursprungsthread weiter.

Ich bin hier erst einmal raus.
 

Georg1975

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Die Bewerbungsunterlagen....... :D

Mein SBchen würde versuchen mir da nen Strick draus zu drehen.
 

Seepferdchen 2010

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densch

mal ein Hinweis in eigener Sache, schau dir bitte mal diesen Thread an
zum Thema richtiges zitieren, hier wird das Schritt für Schritt erklärt.


Bedenke richtiges zitieren spart dem Forum Ressourcen

(Server) daher schau dir mal diesen Beitrag aus dem Forum an, hier ist

Schritt für Schritt und bildlich gut von @Texter50 und von @Zeitkind erklärt zum

Thema richtiges zitieren.

Auch sollte man an die user denken die mit dem Handy/ Smartphone in das Forum kommen und ggf. erst "ellenlang" Zitate lesen sollen.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Spiegelsaal

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Es handelt sich um eine reine Stelleninformation der JOBBÖRSE wie sie auch per E-Mail bei manch einem eintrudelt, daher übernimmt die AfA auch keine Verantwortung und wer keine Verantwortung für etwas übernimmt, kann demnach auch nicht anderen (Dir) eine Verantwortung in Verbindung mit Sanktionen übertragen. In deiner EGV unter Punkt 5 steht klar geschrieben: "Sie bewerben sich zeitnah, d.h. spätestens am dritten Tage nach Erhalt des Stellenangebotes auf Vermittlungsvorschläge die sie von der AfA und/oder dem Träger der Grundsicherung JC erhalten." Eine Stelleninformation ist zudem auch kein VV, also nicht zu berücksichtigen.
 
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densch

Gast
In deiner EGV unter Punkt 5 steht klar geschrieben: "Sie bewerben sich zeitnah, d.h. spätestens am dritten Tage nach Erhalt des Stellenangebotes auf Vermittlungsvorschläge die sie von der AfA und/oder dem Träger der Grundsicherung JC erhalten." Eine Stelleninformation ist zudem auch kein VV, also nicht zu berücksichtigen.
Das ist halt die Sache.
ich blick da nicht wirklich durch wie jetzt der ganze Saftladen von AfA, "Träger der Grundsicherung JC", stinknormales Jobcenter, Bundesagentur für Arbeit, stinknormale Agentur für Arbeit (aka ehemals Arbeitsamt, wo die ALG1 Leute hingehen.), etc.


z.b. was soll dieser bullsh*t von wegen "...,das nicht durch die Agentur für Arbeit betreut wird,..." heißen?
Dachte ich bin ALG2 Bezieher, also das Jobcenter für mich zuständig und nicht die Agentur für Arbeit, das ehemalige Arbeitsamt?

Und von dem anderen noch umständlicheren und unnötigeren Kram wie optionskommune und co. will ich erst gar nicht anfangen.

mich reichts schon dass die kreuz und quer miteinander rummachen und der eine träger von anderen ist und ähnliche undurchsichtigen geschichten -.-


gibts irgendwo ne Seite wo man den bullsh*t etwas aufgeschlüsselt erklärt bekommt, welcher von den Saftläden wie für mich zuständig ist?
und welcher davon,auch wenn er es gern täte, mich nicht zu belästigen hat?

WO ist dieser Thread? WOZU dann neue Thread und somit Unübersichtlichkeit deines Falls? Effektive Hilfe bzw. Antwort können nur durch Chronologische Schilderung des Sachverhalts erfolgen und nicht über 2-x Thread bzw. Beiträge. Bitte sortiere dich erst einmal und führe den Fall im Ursprungsthread weiter.

Ich bin hier erst einmal raus.
Wolltest du mich stalken? :-D


ist doch nicht schwer.
Im oktober hab ich ne egv unterschrieben.

im dezember wollte sie, dass ich schon wieder eine neue egv unterschreibe, habe ich nicht gemahct.
also kam januar ein Va, dem ich natürlich widersprochen habe. (inklusive aufschiebende wirkug beantragt beim sozialgericht)


ob jetzt noch die alte egv vom oktober oder die neue egv va vom januar gültig ist, weiß ich nicht so genau.

und ich halte es für sinnvoll 2 separate threads zu machen da der geshcickte VV (oder stelleninformation, was auch immer es sein möge)
so gut wie gar nichts mit dem kommenden Termin zu tun hat.

der andere thread ist zwar hierfür herzlich unwichtig.
Aber wenn du dich unbedingt vergnügen willst, hast du locker 7 seiten Lesematerial hier:
 

Imaginaer

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Wolltest du mich stalken? :-D
Nö, hab besseres zu tun!


ist doch nicht schwer.
Im oktober hab ich ne egv unterschrieben.

im dezember wollte sie, dass ich schon wieder eine neue egv unterschreibe, habe ich nicht gemahct.
also kam januar ein Va, dem ich natürlich widersprochen habe. (inklusive aufschiebende wirkug beantragt beim sozialgericht)


ob jetzt noch die alte egv vom oktober oder die neue egv va vom januar gültig ist, weiß ich nicht so genau.
Eine Kurzfassung mit der ich wieder wenig anfangen kann. Das fett markierte ist eben das was man herausfinden müsste.



und ich halte es für sinnvoll 2 separate threads zu machen da der geshcickte VV (oder stelleninformation, was auch immer es sein möge)
so gut wie gar nichts mit dem kommenden Termin zu tun hat.
Woher willst Du das wissen? Es hat alles miteinander zu tun. Deswegen warf ich ja die Frage nach der EGV/VA auf, da sie meistens dort die Hintertürchen befinden die einen DOCH verpflichten sich auf Stelleninformationen zu bewerben. Trifft jedoch nicht auf deine EGV/VA zu.


der andere thread ist zwar hierfür herzlich unwichtig.
Aber wenn du dich unbedingt vergnügen willst, hast du locker 7 seiten Lesematerial hier:
Du solltest dort mit den Leuten weiterreden die dort bereits in der Materie sind. Hoffe Du hast denen auch alles mitgeteilt!? Ob und wie neu vorgelegte EGV bzw. ersetzende VA relevant sind klären die dort. Die Frage der zwei Accounts werfe ich jetzt nicht groß in die Fragerunde, musst Du wissen was Du uns an Informationen gibst oder nicht. Aber beachte: Wir können nur mit den Informationen arbeiten die du uns gibst. Alles andere geht auf deine Kappe!

Mir ging es nur um die Eingangsfrage ob man Du dich auf Stelleninformationen bewerben musst oder nicht. Nach Einsicht in deine EGV/VA gehen wir bzw. ich davon aus das Du dich nicht drauf bewerben musste. Daher ist das Thema für mich erledigt!

Viel Glück für den weiteren Weg.
 
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densch

Gast
bin ja nur mal gespannt ob die mich am Mittwoch nicht unter Druck setzen will, endlich ne neue EGV zu unterschreiben bzw. den Widerspruch der EGV VA zurückzunehmen.
Shcließlich war die letzte EGV, die ich ohne Probleme unterschrieb, vom oktober, da wird sie wohl Panik schieben weil bald die 6 Monate rum sind 🆒


Hoffe Du hast denen auch alles mitgeteilt!?
Da gehe ich doch davon aus, dort ging es schließlich ausschließlich um die Sache mit der neuen EGV wo ich die Unterschrift verweigert habe und dann der VA kam.
 
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densch

Gast
Eine generelle Datenschutzklausel in der Bewerbung halte ich für problematisch, da man mit dieser dem Arbeitgeber (ZAF) unterstellt sich grundsätzlich nicht an Datenschutzgesetze zu halten. Da geht das Jobcenter dann nach dieser gesetzlichen Grundlage:


(Quelle: § 31 SGB 2 - Einzelnorm)

Die Datenschutzklausel kann man noch nachschieben, sofern die ZAF einen Anlass dazu gibt. Zum Beispiel das sie sich bei Folgeschreiben nicht mehr auf die konkrete Stelle bezieht.

Naja, ich habe mich hierbei eigentlich am Forum hier orientiert, konkret an den bewerbungsmustern im Anti ZAF Thread, der sich ja auch um VVs drehen soll:


Hoffe doch dass das kein Problem ist? :)
 

Spiegelsaal

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z.b. was soll dieser bullsh*t von wegen "...,das nicht durch die Agentur für Arbeit betreut wird,..." heißen?
Dachte ich bin ALG2 Bezieher, also das Jobcenter für mich zuständig und nicht die Agentur für Arbeit, das ehemalige Arbeitsamt?
Der Arbeitgeberservice der AfA ist für ALG1 und ALG2 Bezieher zuständig und verschickt Vermittlungsvorschläge, unabhängig von VV - welche du vom Jobcenter bekommst. Diese werden dann auch betreut, wenn VV draufsteht. Das was Du bekommen hast, ist eine Stelleninformation, nicht zu vergleichen mit einem rechtlich verbindlichen VV, sondern dieser wird vom AG in Auftrag gegeben und die AfA dient nur als Weiterleitungsstelle, deshalb wird so eine Stelleninformation nicht betreut. Muss man also nicht nutzen.
 

Imaginaer

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@densch Es hat sich seit 2012 viel getan. Auch im Anti ZAF Thread sind Fälle aufgetaucht wo aufgrund der GENERELLEN Datenschutzklausel Anhörungen bzw. Sanktionen kamen. Ob gerichtliche Entscheidungen bereits dazu vorliegen müsste jemand anderes mal was verlinken. Im Anti ZAF Thread waren einige zu lesen. Hab aber jetzt keine Lust den ganzen Thread zu durchforsten.

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet den Datenschutz (Gesetz!) einzuhalten. Mit der Datenschutzklausel in der Bewerbung (was die erste Kontaktaufnahme mit AG ist) unterstellt man dem Arbeitgeber das er sich nicht an den Datenschutz hält. Daher überflüssig im Anschreiben und "könnte" als negatives Bewerbungsverhalten ausgelegt werden. Daher auch mal hinterfragen was da so geraten wird, nicht immer das erst beste nehmen was einem "gefällt".

Meiner Meinung nach stellt man sich mit der GENERELLEN Datenschutzklausel in der Bewerbung auf ein sehr dünnes Brett.
 

Zeitkind

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Mit der Datenschutzklausel in der Bewerbung (was die erste Kontaktaufnahme mit AG ist)
unterstellt man dem Arbeitgeber das er sich nicht an den Datenschutz hält.
Dann wäre die Frage zur Übernahme der Fahrtkosten zum VG ebenso eine Unterstellung,
daß der AG sich nicht an die allgemeingültigen Regeln hält?
Eine Bitte sollte natürlich freundlich formuliert sein, so daß sie nicht unterstellend wirkt.
Daher überflüssig im Anschreiben und "könnte" als negatives Bewerbungsverhalten ausgelegt werden.
Eine solche Auslegung wäre hier tatsächlich einer Unterstellung gleichzusetzen.
Demnach dürfte der pot. AN nicht einmal eine Entgeltvorstellung nennen,
da diese dem AG unterstellen könnte, daß er die Arbeit nicht richtig entlohnt.
Mit der dehnbaren Begrifflichkeit im § 31 SGB II
Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern
hat der ELO nicht automatisch alle Rechte abgegeben, auch wenn SB versucht, sein Ermessen zu mißbrauchen.
Nach dem Verhältnisgrundsatz wäre hier immernoch der Vorsatz nachzuweisen, was schwerfallen dürfte.
SG Cottbus Az. S 40 AS 1768/16 ER v. 12.08.2016 meinte:
1. Eine Weigerung im Sinne des § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II setzt stets die vorsätzliche Ablehnung eines bestimmten,
vom Jobcenter geforderten Verhaltens oder die zielgerichtete Verweigerung, eine bestimmte Verpflichtung zu erfüllen
bzw. den vom SGB II-Träger geforderten Nachweis zu führen, voraus.
2. Insbesondere die erheblichen Einschnitte in das verfassungsrechtlich garantierte Existenzminimum
als Rechtsfolgen der Sanktionierung nach Pflichtverletzungen (§ 31 SGB II i. V. m. den §§ 31a und 31b SGB II)
lassen für eine Absenkung und einen Wegfall des ALGII (§ 31a Abs. 1 Satz 1 bis 3 SGB II)
ein nur fahrlässiges Fehlverhalten erwerbsfähiger Leistungsberechtigter nicht ausreichen.
3. Die Beweislast für das Vorliegen einer vorsätzlichen Weigerung oder die Verhinderung
der Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten liegt stets beim Jobcenter.
Der Mißtrauensgrundsatz der Behörden sollte unsere Kommunikation nicht soweit beugen,
daß wir auch noch verlernen, dem gesundem Menschenverstand zu folgen. :icon_wink:
 

erwerbsuchend

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Demnach dürfte der pot. AN nicht einmal eine Entgeltvorstellung nennen,
da diese dem AG unterstellen könnte, daß er die Arbeit nicht richtig entlohnt.
Das kommt darauf an, wie dieser Punkt in der Stellenanzeige gestaltet ist.
Wenn der AG um die Nennung einer Einkommensvorstellung bittet, dann sollte man als Bewerber diese auch nennen. Diese sollte realistisch sein.
Wenn der AG nicht darum bittet, dann sollte man eher keine Einkommensvorstellung in der Bewerbung nennen, sondern dies erst im VG bekannt geben.
 
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