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Aris

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#1
hallo zusammen,

nicht das die situation um ALG II schon schlimm genug ist, nun bekam ich auch noch einen VV für eine FA. die mit betrug in verbindung steht.

am 21.07.16 habe ich diesen VV erhalten und habe mich heute darauf beworben. um 19.00 uhr ging mein telefon, der chef war persönlich dran und möchte mich zum vorstellungstermin einladen, er meldet sich nächste woche wieder bei mir.
es handelt sich um ein internethandel für reparaturen. ich habe dann mal danach gegoogelt und dabei herausgefunden, dass der inhaber bereits auf ebay gesperrt wurde und auch schon andere firmen hatte, die ähnliche dienste (nicht) leistete. hierbei scheint es sich um ein betrüger zu handen.

was soll ich nun machen, habe ich eine möglichkeit dem JC das zu verklickern, dass ich da nicht arbeiten kann?
ich bin wirklich verzweifelt, in solch einer firma kann und will ich nicht arbeiten.

habt ihr einen tipp für mich?
 

Sawastro

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#2
Wenn du handfeste Beweise hast, natürlich. das wären zum Beipiel Gerichtsurteile, Aussagen Betroffener, eine Bestätigung des Sperrgrundes bei Ebay (wirst du wohl kaum bekommen) o.ä.

Ohne diese Bewise ist alles nur höhrensagen und kann dir unter Umständen sogar eine Anzeige wg Verleumdung und übler Nachrede einbringen

Ich verstehe deine Bedenken, ich fürchte aber dein SB wird dafür kein offenes Ohr haben.

Was du tun kannst ist, wenn du es geschickt macht, eine Art Verhinderungstaktik.Geh zum Vorstellungsgespräch und stell dich so dämlich an, das du den Job nicht bekommst. Wie schwer oder einfach ist, kann ich nicht beurteilen.
Die Taktik birgt natürlich auch die Gefahr das du vom SB nicht grade wohlwollend betrachtet wirst. Wenn der nämlich ein Feedback vom Arbeitgeber bekommt warum er dich nicht eingestellt hat, kann das auch unangenehm werden. Wie weit, hängt dann wieder vom SB ab. Die reaktionen können von verständsvoll bis Sanktion reichen.

Ziemlic blöde Situation. Aber nach den Buchstaben des Gesetzes bist du gezwungen, jede zumutbare Arbeit anzunehmen. Und du glaubst nicht was alles zumutbar ist. Da spielt ein evtl schlechte Leumund des Arbeitgebers überhaupt keine Rolle.
Bis vor einigen Jahren galt es zum Beispeil durchaus als zumutbar eine Frau als Bardame in einen Bordellbetrieb zu vermitteln.
 

Aris

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#3
@Sawastro
es gibt im internet einige foren, wo der Inhaber bekannt ist und wo veröffentlicht wurde, was er alles getürkt hat. anzeigen scheint es wohl auch gegeben zu haben (würde das reichen für das JC?). trotz allem, hat er immer weiter gemacht und immer wieder firmen neu eröffnet.

seine frau ist seit 9 jahren auch dabei und beide scheint es sehr gut zu gehen, mit ihren betrügereien.
 

Sawastro

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#4
Nurr sind Foren leider keine verlässliche Informationsquelle bzw. deren User keine verlääslichen Zeugen ( weilua. anonym und in ihrer Motivlage nicht bestimmbar) um daraus einen strafrechtlichen Vorwurf zu konstruieren.

Und nur bei einem (beweisbarem) strafbarem oder sittenwidrigem Verhalten des potentiellen Arbeitgebers hättest du mgl. eine Chance die Stelle abzulehnen.

Kennst du jemanden persönlich, den der Mann betrogen hat? Wurdest du von Ihm aufgefordert dich an strafbaren Geschäftspraktiken zu beteiligen? Dann sähe die Sache anders aus.
Zu jetzigen Zeitpunkt hast du nichts Konkretes in der Hand. Du schreibst ja selber "hierbei scheint es sich um ein Betrüger zu handen."

Hast du vllt. Gelegenheit noch mal mit deinem SB zu sprechen bevor du zum Vorstellungsgespräch gehst? Möglicherweise kannst du ihm ja deine bedenken bzgl. dieses Arbeitgebers nahe bringen. Aber ich glaube um das Vorstellungsgespräch wirst du nicht herumkommen.

Es sei denn der VV weißt selber irgendwelche Mängel auf . Um das zu überprüfen müsstest du den mal heir anonymisiert hier einstellen..
 

Aris

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#5
den VV scannen kann ich heute leider nicht, ich bin nicht mehr daheim.

mit meinem SB wollte ich nicht sprechen, wenn ich keine fundierte grundlage habe. ich möchte ihn auch nicht sensibilisieren, wenn ich es schaffen sollte, den job nicht zu erhalten.

ich benötige dann noch etwas hilfe, wie ich mich bei dem vorstellungsgespräch verhalten soll. was darf ich sagen und was könnte mir negativ angelastet werden?
ich möchte mich wirklich nicht drücken, mein wunsch ist es zu arbeiten, aber nicht bei jemanden, wo ich angst habe, da werden kunden über das ohr gehauen ...damit kann ich nicht umgehen.
 

Wampel

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#6
Im VG evtl. mal auf die Ebay-Sperre ansprechen?
(Aus reiner Neugier, du hältst ihn natürlich nicht für einen Betrüger.)
 

Aris

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#7
@Wampel

daran habe ich auch schon gedacht. oder ihn fragen, warum er so oft den firmennamen gewechselt hat.

kann ich ihn auch darauf ansprechen, dass ich auf google nach seine firma gesucht habe und darauf gestoßen bin, dass er mit dubiosen geschäften in verbindung gebracht wird?
 

Wampel

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#8
und darauf gestoßen bin, dass er mit dubiosen geschäften in verbindung gebracht wird?
Das wird mit ziemlicher Sicherheit eine negative Rückmeldung beim JC zur Folge haben.
In solchen Fällen ist m.A.n. Diplomatie angesagt.

es gibt im internet einige foren, wo der Inhaber bekannt ist und wo veröffentlicht wurde, was er alles getürkt hat. anzeigen scheint es wohl auch gegeben zu haben (würde das reichen für das JC?).
Sind weitere Quellen vorhanden/verlinkt (Zeitungsartikel, Polizeiberichte oder sowas)?
Anonyme Foreneinträge reichen leider nicht aus.
 

Linuxfan

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#9
Eventuell könnte folgendes helfen: Bei GmbHs und AGs kann man unter www.bundesanzeiger.de die Bilanzen des Unternehmens abrufen. Vor Vorstellungsgesprächen mache ich das ziemlich oft und man kann ggf. fragen:

"Ihrer Bilanz zum Stichtag XYZ entnehme ich dass ihr Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um XYZ Prozent geschrumpft ist. Welche unternehmerischen Schritte möchten Sie in Zukunft unternehmen um diese Verluste wieder wett zu machen?" (Immerhin lesen die Unternehmen ja auch unsere Lebensläufe.)

Mir ist es auch mal vorgekommen, dass ein Vorgesetzter mit seiner GmbH ziemlich angegeben hat und sich dann herausstellte, dass er die 25000 Euro Grundkapital gar nicht eingezahlt hatte und noch Kapital ausstand.

Wenn das Unternehmen unter einer Ltd. firmiert kannst Du kostenlos Infos bei "Companies House" in England abrufen.
 
E

ExitUser

Gast
#10
habt ihr einen tipp für mich?
Wie Vorposter auch schon sagten: Ohne objektivierbare Fakten wirst du deinem SB kaum sanktionslos verklickern können, dass du dort nicht arbeiten willst. Foreneinträge und gesperrte Internet-Accounts sind keine hinreichenden Indikatoren für Nicht-Seriosität. Da bedarf es konkreter Verurteilungen des AG, die man belegen können muss. Von daher greift immer noch folgende Möglichkeit:

Anfangen dort zu arbeiten, sich einen ersten Eindruck verschaffen. Mitunter kann es ja mal vorkommen, dass die eigenen Bedenken unbegründet waren und die Arbeit ganz okay ist. Sollte das nicht der Fall sein, hilft: Zum Hausarzt des Vertrauens gehen und sich wegen psychischer Probleme (Mobbing, Angst bei der Arbeit etc.) krankschreiben lassen.

Nach spätestens 2 Wochen AU in den ersten Wochen der Probezeit sollte in der Regel die Kündigung folgen, aufgrund derer keine Sanktion erfolgen darf, da eine Kündigung in Folge der Erkrankung personbedingt ist, eine Sanktion aber nur in Folge verhaltensbedingter Vorkommnisse erfolgen kann.

Dass man krank wird, ist durch eigenes Verhalten wenig beeinflussbar, das kann dir nicht als sozialwidriges Verhalten angekreidet werden (und daher nicht sanktioniert werden). Wenn du dich bei der Arbeit dagegen bewusst und intendiert total blöde anstellst, kann es immer das Problem geben, dass der SB das als verhaltensbedingt (also beeinflussbar) wertet, was dann sanktionsbeschwert ist.

Im Klartext: Wenn nix mehr geht, ist eine AU der sicherste Weg, um sanktionslos aus einem Arbeitsverhältnis zu kommen. Wenn du einen verständnisvollen Hausarzt hast, wird der dir eine AU aufgrund von psychischen Problemen in Folge von Arbeitsbelastungen auch ausstellen.

Du kannst natürlich auch vorher versuchen, das Gespräch mit deinem SB zu suchen. Aber wenn das nach Hinten losgeht und er sich nicht einsichtig zeigt, wird er dich danach, wenn du dich dann krankschreiben lässt, erst Recht auf dem Kieker haben. Es kommt halt darauf an, wie du deinen SB einschätzt. Eine immer richtige Strategie gibt es leider nicht.

Ich würde in jedem Fall aber davon abraten, im Vorstellungsgespräch bewusst einen schlechten Eindruck zu machen und plakativ Nicht-Arbeitswilligkeit zur Schau zu stellen. Da kommt die negative Rückmeldung - und dann Probleme mit dem JC - mit Sicherheit.
 
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#11
am 21.07.16 habe ich diesen VV erhalten und habe mich heute darauf beworben. um 19.00 uhr ging mein telefon, der chef war persönlich dran und möchte mich zum vorstellungstermin einladen, er meldet sich nächste woche wieder bei mir.
es handelt sich um ein internethandel für reparaturen. ich habe dann mal danach gegoogelt und dabei herausgefunden, dass der inhaber bereits auf ibääh gesperrt wurde und auch schon andere firmen hatte, die ähnliche dienste (nicht) leistete. hierbei scheint es sich um ein betrüger zu handen.
Wie schon gesagt: solange es keine Beweise gibt, ist das unwichtig.

Du frägst vorher, ob er die Reisekosten zum Vorstellungsgespräch übernimmt. Wenn nicht, dann beantragst du diese zunächst beim Jobcenter.

Und dann bist du eben im Gespräch ziemlich langsam und schusselig, hast zittrige Hände, wirkst ziemlich doof... lass dir was einfallen.
 

Jaskolki77

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#12
Du kannst natürlich auch vorher versuchen, das Gespräch mit deinem SB zu suchen. Aber wenn das nach Hinten losgeht und er sich nicht einsichtig zeigt, wird er dich danach, wenn du dich dann krankschreiben lässt, erst Recht auf dem Kieker haben. Es kommt halt darauf an, wie du deinen SB einschätzt. Eine immer richtige Strategie gibt es leider nicht.
Ich glaube, in dem Fall wäre ich offensiver, und würde SB naiv-freundlich um eine Meinung bitten. In Bezug auf ZAF, sämtlich dubios, habe ich das getan. Ich war es irgendwann Leid, so zu tun, als würde ich als Elo hinterm Mond leben, keine Zeitungen lesen und kein Radio hören. Ich habe nicht den Begriff "dubios" verwendet, sondern SB gebeten, die vielen Negativ-Meldungen zu entkräften.

Er winkte ab, und sagte gähnend: Okay... Dann halt keine ZAF.

Ebenso würde ich meine Bedenken bei gehäuften Negativmeldungen über bestimmte Firmen äußern. Denn schließlich, liebe SB, sind wir ja hier, um tragfähige und nachhaltige Lösungen zu finden, nicht wahr?
Natürlich nicht wahr. Aber eine Position, die schwer zu widerlegen ist.

Und dann bist du eben im Gespräch ziemlich langsam und schusselig, hast zittrige Hände, wirkst ziemlich doof... lass dir was einfallen.
Gegenüber offensichtlich dubiosen AG, denen ein (gutmütiger) Schussel aus vielen Gründen vielleicht ganz gelegen käme, würde ich mich gerade nicht zum Affen machen. Eher korrekt und etwas distanziert auftreten, den tröstlichen Gedanken an Krankmeldung, sollte es wirklich nicht mehr gehen, im Hinterkopf. Sollte die Firma solche eher undurchschaubaren AN überhaupt einstellen.
 
E

ExitUser

Gast
#13
Ich glaube, in dem Fall wäre ich offensiver, und würde SB naiv-freundlich um eine Meinung bitten. In Bezug auf ZAF, sämtlich dubios, habe ich das getan. Ich war es irgendwann Leid, so zu tun, als würde ich als Elo hinterm Mond leben, keine Zeitungen lesen und kein Radio hören. Ich habe nicht den Begriff "dubios" verwendet, sondern SB gebeten, die vielen Negativ-Meldungen zu entkräften.

Er winkte ab, und sagte gähnend: Okay... Dann halt keine ZAF.
Dann hast du einen vernünftigen AV. :wink: Dass er sich auf Argumente eingelassen hat, könnte auch damit zusammenhängen, dass du als Akademikerin von vornherein etwas besser behandelt wirst.

Es gab dazu gerade eine Untersuchung, die Ende des Jahres erscheinen wird und wo mehrere hundert Reaktionen von Jobcentern auf Kundenanfragen ausgewertet wurden. Heraus kam, das gebildete und deutsch klingende "Kunden" deutlich besser behandelt werden (im Sinne von: Sie erhalten zutreffendere Informationen) als geringqualifizierte und ausländisch klingende Kunden.

Ich denke, die Erfahrung haben schon viele Menschen in "Hartz IV" gemacht. Im Jobcenter wird man eher selten zuvorkommend behandelt. Aber es gibt selbst dann, wenn man ganz unten ist, noch immer ein Gefälle und manche "Kundengruppen" werden institutionell diskrimiert.

Akademiker sind auch im ALG II Bezug noch leicht "bessergestellt", was freilich nicht heißt, dass es nicht auch hier Leute gibt, die schlecht behandelt werden. Aber statistisch gesehen zumeist nicht ganz so schlecht...
 

Jaskolki77

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#14
Dann hast du einen vernünftigen AV. :wink: Dass er sich auf Argumente eingelassen hat, könnte auch damit zusammenhängen, dass du als Akademikerin von vornherein etwas besser behandelt wirst.

(...)

Akademiker sind auch im ALG II Bezug noch leicht "bessergestellt", was freilich nicht heißt, dass es nicht auch hier Leute gibt, die schlecht behandelt werden. Aber statistisch gesehen zumeist nicht ganz so schlecht...
Kann ich so nicht bestätigen. Jedenfalls nicht als Orchideenfach-Akademikerin. Im Gegenteil.
Der SB, der mich damals so zur Sau gemacht hatte, dass ich monatelang krank war, war übrigens selbst verkrachter Akademiker (Informatik). Der war allerdings nicht lange SB.

Besser wurde es erst, als ich Unterstützung in diesem Forum (danke an Euch alle!) und einen guten Beistand fand, ohne dessen Begleitung ich da nicht mehr hingehe.
 

iSlave

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#15
am 21.07.16 habe ich diesen VV erhalten und habe mich heute darauf beworben. um 19.00 uhr ging mein telefon,
Und womit nahm das Unheil seinen lauf? Keine Telefonnummer in Bewerbungen für Jobs, die man definitiv nicht möchte!
 

Aris

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#16
heute kam per mail die einladung zum bewerbungsgespräch ...ich bin gerade am ende.

wie komme ich da nur raus, damit die mich nicht nehmen?
 
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#17
heute kam per mail die einladung zum bewerbungsgespräch ...ich bin gerade am ende.

wie komme ich da nur raus, damit die mich nicht nehmen?
Fahrtkosten beim JC für das Vorstellungsgespräch beantragen und den potenziellen Arbeitgeber (AG) bitten den Termin zu verschieben.

Beim Vorstellungsgespräch keinen Arbeitsvertrag vor Ort unterschreiben sondern mitnehmen. Drängt der potenzielle AG zur Unterschrift, solltest Du ihn darauf hinweisen, dass Du den Vertrag von fachkundiger Stelle prüfen lässt. Macht der weiter Druck und droht sogar mit irgendwelchen Konsequenzen, solltest Du nach der gesetzlichen Grundlage nachfragen, der entnommen werden kann, dass Du verpflichtet bist umgehend zu Unterschreiben und kein Recht auf Prüfung hast.

Der Thread "DAS Anti-ZAF-Bewerbungsschreiben, ein Sammelthread für Vorlagen" listet etliche Fragen auf (Post 9) die dem potenziellen AG gestellt werden können.
https://www.elo-forum.org/zeitarbei...ewerbungsschreiben-sammelthread-vorlagen.html
 

Aris

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#18
@Der Auflehnende

leider erhalte ich innerhalb meiner stadt, keine fahrtkosten. diese sollen lt. JC durch ein sozialticket, was ich mir selber kaufen muss, gedeckt sein. der AG zahlt auch keine kosten ...stand so in der mail.

ich habe solche angst vor diesem gespräch, zumal ich nicht weiß, wie ich aus der sache rauskommen kann.


edit
listet etliche Fragen auf (Post 9) hilft schon etwas weiter, damit kann ich gezielt fragen stellen ...auch wenn es keine ZAF ist.
 
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#19
Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Zähne zusammen beißen oder sich beim Arzt für einige Wochen krankschreiben lassen. Da Du Angst hast käme hier durchaus Angststörung in Betracht.

Wenn du ein Sozialticket hast, läuft das mit den Fahrtkosten innerhalb Deines Wohnorts ins Leere. Grundsätzlich bist Du aber nicht verpflichtet Dir ein Sozialticket zu kaufen. Hast Du kein Sozialticket solltest Du Fahrtkostenübernahme beim JC nachweisbar beantragen. Das JC ist verpflichtet Dein Anliegen zu prüfen. Lehnt es die Fahrtkosten ab muss hiergegen Widerspruch nachweisbar eingelegt werden. Fahrtkosten für Vorstellungsgespräche sind im Regelbedarf (§ 20 SGB II) nicht enthalten. Die dienen nur für private Fahrten.
LSG NRW, Urteil vom 21. März 2013 · Az. L 7 AS 1911/12
Rn. 21:
Der Regelbedarf enthalte zwar einen Anteil für Fahrtkosten, dieser betreffe allerdings nur die üblichen Fahrten im Alltag.

Quelle: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/lsg_nrw/j2013/NRWE_L_7_AS_1911_12.html
Wenn das JC die Fahrtkosten nicht übernimmt sollte der Termin oder einer neuer Termin beim potenziellen AG wahrgenommen werden. Die Höhe der Fahrtkosten ist nicht so hoch das es unmöglich wäre den Termin wahrzunehmen. Außer Du bist sanktioniert und hast dadurch kaum oder kein Geld.
 

Jaskolki77

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#20
Hallo Aris,

ich kann gut nachvollziehen, dass Du da nicht hinwillst. Manchmal ist es gut und nötig, die Zähne zusammenzubeißen, hinzugehen und sich zu beweisen, dass man sich durchaus behaupten kann. Im JC zum Beispiel. Aber in dem Fall?

Bist Du Dir ganz sicher, dass Dein PC in Ordnung ist, Festplatte, Arbeitsspeicher, Internetverbindung, whatever, sprich: Dass Du diese Mail wirklich bekommen hast?

Gruß, Jaskolki77

Nachtrag, sollte Dir diese Strategie zu wackelig sein. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, für Notfälle einen guten Hausarzt mit Verständnis für solche Ängste an der Hand zu haben. Was man nicht dauernd beanspruchen sollte und muss.

Und, noch einmal: Keine Kontaktdaten wie Tel.-Nr. und E-Mail an solche Leute!
 

LisaS

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#21
Ansonsten könntest du während des Gespräches fragen, ob es einen Betriebsrat gibt. Die Frage ist völlig legitim. Oftmals ist auch schon eine ganz normale Gehaltsforderung ein k.o.-Kriterium.
 

Aris

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#22
Ansonsten könntest du während des Gespräches fragen, ob es einen Betriebsrat gibt. Die Frage ist völlig legitim. Oftmals ist auch schon eine ganz normale Gehaltsforderung ein k.o.-Kriterium.

leider ist es eine UG, da gibt es nur den chef und die chefin ...soweit ich das mitbekommen habe, daher auch keinen betriebsrat.

und darf ich denn gehaltswünsche äußern? auf dem VV steht nur, gehalt sollte beim AG erfragt werden.
 

LisaS

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#23
Bis jetzt wurde ich immer nach meiner Gehaltsvorstellung gefragt. Selbst wenn die Eingruppierung feststand, wurde ich immer noch einmal gefragt, ob ich damit einverstanden bin.

Ansonsten kannst du von selbst jede Menge Fragen stellen: Arbeitszeit, Gleitzeit, Urlaub, ob sie dir den Arbeitsplatz zeigen könnten, ob Überstunden anfallen, ob diese bezahlt oder eher abgebummelt werden, wie es mit der Urlaubsvertretung aussieht, ob eine Einarbeitung erfolgt usw. Dann sind die eh schon ange***. Als Frau würde ich noch fragen, ob es eine Reinigungskraft gibt. (Ich musste als Personalsachbearbeiterin nämlich auch schon Klos und die Büros putzen und mich um den Müll kümmern, da es diese eben nicht gab.)

da gibt es nur den chef und die chefin
Horror

UG???
 

Aris

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#24
@ lisas

UG zu erklären dauert mir etwas zu lang, lies bitte hier:

Unternehmensform UG: Definition der Rechtsform: UG

und ja, nur chef und chefin ...finde ich ebenso ganz schlimm. gestern habe ich noch etwas darüber gegooglet und irgendwie scheint noch ein familienmitglied vom chef dort mitzumischen, es ist wirklich der reinste klüngel.

zudem habe ich gestern noch eine Fa. in süddeutschland angerufen, deren inhaber hat in der zeit von 2012-13 mit denen zusammengearbeitet und ist mächtig auf die nase gefallen. er bekommt von denen noch 30tsd € und ist leider erst sehr spät dahinter gekommen, dass er es mit betrügern zu tun hat.
seine geschichte schrieb er ins internet, mit voller adresse und namen ...daher konnte ich mit ihm kontakt aufnehmen.

ich habe mit dem 40 min. telefoniert und er sagte mir, ich soll auf alle fälle die finger von diesen typen lassen.
es gab da auch einen prozess, nur leider ist er leer ausgegangen, da eine UG nicht mit privaten kapital haftet.

dann habe ich noch einen eintrag im handelsregister gefunden vom 29.02.2016 wo er mit einer anderen UG in die insolvenz gegangen ist (das war nicht die erste!).

ich habe noch sehr guten kontakt zu meinem arbeitsberater vom arbeitsamt ...mit dem habe ich mich wirklich gut verstanden und er hat mich immer super unterstützt. auch ihn rief ich gestern an (habe sogar seine durchwahl) und ich konnte mit ihm über den fall sprechen.
helfen konnte er mir nicht gerade, aber den einen oderer anderen tipp geben.

er sagte, ich soll mich an den SB wenden, der mir den VV geschickt hat und ihn fragen, ob er die Fa. überprüft hat, da es einige unstimmigkeiten und diverse anschuldigungen im netz gibt.
und das mir aufgefallen ist (nachweislich) das der zukünftige AG schon einige UGs an die wand gefahren hat.
zudem konnte er sehen, dass seit februar, über 50 bewerber zu denen geschickt wurden ...da muss doch was im argen sein ...oder?

naja, jedenfalls bin ich immer noch ziemlich unschlüssig, was ich machen bzw. wie ich mich verhalten soll. :(
 
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