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Vermittlungsvorschlag->Bewerbung->Anhörung->Sanktion?

CCCP99

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#1
Ich erhalte regelmäßig Vermittlungsvorschläge (der übelsten Sorte) vom Jobcenter. Meine Bewerbungen versende ich dann immer mit Einschreiben/ Einwurf, damit ich die Bewerbung notfalls auch nachweisen kann.

Ich habe jetzt trotzdem ein Anhörungsschreiben erhalten. Angeblich hat ein Arbeitgeber meine Bewerbung nicht erhalten und ich hätte auch sonst keinerlei Kontakt zum Arbeitgeber aufgenommen.

Nun kann ich natürlich ggf. ggü. dem SG nachweisen, dass ich mich sehr wohl beworben habe, nur bis zur Entscheidung des Gerichts stehe ich erst einmal mit den verringerten Leistungen da. Da braucht mir der SB ja nur drei oder vier Vermittlungsvorschläge auf einmal zuzusenden und behauptet später (Anhörung), die Arbeitgeber hätten mitgeteilt, dass meine Bewerbungen nicht eingegangen wären! Und schon stünde ich nach Verhängung von drei Sanktionen ohne Geld da!

Ich weiß natürlich nicht, ob die Mitteilung des Arbeitgebers wirklich so lautet, dass ich mich nicht beworben habe, oder, ob sich der SB das Ganze nur ausgedacht hat.

Wie verhalte ich mich am besten?
Wie kann ich mich wehren (Nötigung seitens des SB?),
oder gehört das Ganze zum normalen Schikanerepertoir, das man einfach ignorieren sollte?
 

gast_

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#2
Wenn du in der Anhörung nachweisen kannst, daß du dich beworben hast, warum sollte dann ein Sanktionsbescheid kommen?

Aber wenn es so wäre - zum Sozialgericht und EA!
Und ich würde eine Fachaufsichtsbeschwerde los lassen!
 

CCCP99

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#3
Ich habe in der Anhörung nur angeben, dass ich mich sehr wohl nachweislich beim Arbeitgeber beworben habe. Eine Kopie der Einschreiben-Quittung habe ich nicht beigelegt.

Das mit der Fachaufsichtsbeschwerde macht wohl nur Sinn, wenn ich auch das Schreiben des Arbeitgebers in die Hände bekäme. Und da möchte 'mal bezweifeln, dass der SB dieses Schreiben 'rausrückt!

Wie geht man bei einer Fachausichtsbeschwerde genau vor?
 

Mario Nette

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#4
Kann ja sein, dass arbeitgeberseitig etwas schief lief, also mangelnde Absprache innerhalb des Unternehmens, Bewerbung in irgend einer Ablage.

Ich würde die Anhörung jetzt noch um den Nachweis ergänzen.

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
#5
@cccp99

Ja, ich würde auch ein Nachreichen einer Kopie der Einlieferungsbescheinigung empfehlen. Auf der Webseite der Post müßte auch ein Zustellnachweis zum Herunterladen zur Verfügung stehen.

Der Versand per Einschreiben ist schon eine gute Idee. Was mich aber interessieren würde: bezahlt dir das Jobcenter eine ausreichend großzügig bemessene Entschädigung für die Bewerbungen, so daß auch das Einschreibentgelt abgedeckt ist?

Mit weitergehenden Schlußfolgerungen würde ich erstmal vorsichtig sein.
 

CCCP99

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#6
Was mich aber interessieren würde: bezahlt dir das Jobcenter eine ausreichend großzügig bemessene Entschädigung für die Bewerbungen, so daß auch das Einschreibentgelt abgedeckt ist?
NEIN!
Wenn die Portoquittung der Höhe der Portokosten einer Einschreibsendung (Einwurf oder Unterschrift, egal) entspricht, dann werden diese nicht übernommen!
 
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#7
also mal ganz am rande. bei uns zahlt das jobcenter pauschal 5 € pro bewerbung, für alle eingereichten absagen..
und das mit dem einschreiben ist so eine sache. ich habe mal ne zeitlang auf der post gearbeitet..da ging es in einem anderen zusammenhang um den nachweis --was mit dem einschreiben verschickt worden ist..
die begründung war( so bekloppt das klingt) das ja niemand nachweisen kann, was du mit dem einschreiben verschickt hast..
klar ist zu vermuten, das mit dem einschreiben auch die bewerbung verschickt wurde, aber es ist ebene nicht zu beweisen..
ich hoffe jedoch für dich, das alles gut ausgeht
 

Anne Bonney

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#8
bei uns zahlt das jobcenter pauschal 5 € pro bewerbung, für alle eingereichten absagen..
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die allermeisten Arbeitgeber/ Personalleiter gar keine kostenverursachenden Rückmeldungen mehr versenden, es sei denn, man wird zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Wer trägt dann Deine Bewerbungskosten, wenn keine schriftliche Absage erfolgt?

und das mit dem einschreiben ist so eine sache. ich habe mal ne zeitlang auf der post gearbeitet..da ging es in einem anderen zusammenhang um den nachweis --was mit dem einschreiben verschickt worden ist..
die begründung war( so bekloppt das klingt) das ja niemand nachweisen kann, was du mit dem einschreiben verschickt hast..
klar ist zu vermuten, das mit dem einschreiben auch die bewerbung verschickt wurde, aber es ist ebene nicht zu beweisen..
ich hoffe jedoch für dich, das alles gut ausgeht
Diese Argumentation ist hier wohl niemandem fremd. Dagegen kann man sich wohl nur absichern, indem bei jedem Schritt der Erstellung, Eintütung und des Versandes der Bewerbung per Einschreiben, jemand anwesend ist. Aber irgendwann geht es auch zu weit.
 

gisela041202

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#9
ich schicke dann nen rückfrankierten umschlag mit..da habe ich zwar dann mit hin und zurück 2,90 € (ohne einschreiben oder so) aber da ich 5 € wiederbekomme..so kann ich dann auch die bewerbermappen, bis aufs Anschreiben immer wieder verwenden
 

Oliver59

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#10
NEIN!
Wenn die Portoquittung der Höhe der Portokosten einer Einschreibsendung (Einwurf oder Unterschrift, egal) entspricht, dann werden diese nicht übernommen!
Deswegen schau auch noch mal nach, ob in deiner EV (falls vorhanden) irgendwas steht in Bezug auf die Nachweispflichten bei Bewerbungen.
Bei mir steht z. B. drin, dass das Anschreiben als Nachweis ausreicht. Das würde bedeuten, dass mir das JC keinen Strick daraus drehen dürfte, wenn ich nur ein Anschreiben vorweisen kann. Damit müßte sich das JC zufrieden geben - erst Recht, wenn - wie bei dir - die Kosten für ein Einschreiben nicht ersetzt werden und du deswegen schon angefragt hattest.

Wenn Du dem Anhörungsbogen weder das Anschreiben noch den Einschreiben-Beleg beilegst, mußt du dich nicht wundern, wenn eine Entscheidung gegen dich gefällt wird.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Wenn Bewerbung nachgewiesen werden kann = keine Sanktion.

Eine Anhörung wird gerne mal verschickt-entsprechend antworten.

Bewerbungen per Einschreiben zu verschicken ist nicht notwendig.

Bei Vermittlungsvorschlägen rufe ich immer zuvor beim AGeber an: vielfach ist der Job bereits vergeben. Eine Bewerbung ist dann nciht mehr notwendig.

Grü:icon_daumen:ße
 
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