Vermittlungsvorschlag bei fragwürdigem Arbeitgeber

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Bergner

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juli 2009
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hallo zusammen.

Ich habe heute einen Vermittlungsvorschlag des Jobcenters Pankow erhalten.

Leider musste ich bereits nach einigen Minuten googlen feststellen, dass der Arbeitgeber dieser Stelle höchst fragwürdig ist. Es handelt sich hierbei um die BBJ Servis gGmbH, die interessanteste Geschichte zu deren Praktiken findet sich hier.

Zusätzlich erschrecken tun mich folgende Aussagen:

Das neueste Hobby der BBJ Servis gGmbH Projektleiter/in ist das zu unrechte Abmahnen von Mitarbeitern um diese Einzuschüchtern. Die Mitarbeiter die sich nicht Unterwerfen sind den Leuten der BBJ ein Dorn im Auge und sollen systematisch durch öffentliche Denunzierungen und Mobbing kaputt gemacht werden.
Ich war bisher als Selbstständiger beim Jobcenter "geduldet", da ich aber manche Monate nicht unbedingt viel verdienen konnte wurde ich jetzt "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt". Für ein grösseres Projekt habe ich ausserdem jetzt ein relativ grosses Darlehen laufen und würde dieses Projekt wirklich sehr ungern abbrechen und dadurch meine Schulden nicht zahlen können.

Welche Möglichkeiten habe ich mich gegen diesen Vermittlungsvorschlag - vor allem vor diesem Hintergrund - zu wehren?

Für euren Rat wäre ich sehr dankbar.

Gruss,
Bergner
 

RudiRatlos

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2008
Beiträge
1.023
Bewertungen
22
Die Firma BBJ Servis gGmbH aus Berlin soll angeblich bereits 1250 Zwangsarbeiter “beschäftigen” und bei weiteren 500 Personen pro Monat zur Verhängung von ALGII-Sanktionen genutzt werden. Auf der Webseite zum Hartz-IV-Boykott wurde die Chronologie einer erfolglosen Re-Sozialisierung bei der BBJ Servis gGmbH Berlin veröffentlicht, die zeigt, wogegen der Streik der Hartz-IV Zwangsarbeiter sich richtet und warum er so dringend notwendig ist. Der Bericht des Betroffenen spricht für sich:
Mehr dazu, Hier

Die scheinen ja nicht gerade prickelnd zu sein.:confused:
 

Argekritiker

Elo-User*in
Mitglied seit
12 Juli 2009
Beiträge
214
Bewertungen
0
Keine Angst, hier steht drin, dass man 3 Tage Zeit hat, sich zu bewerben und sich überlegen, wie man sich am besten in dieses Arbeitsverhältnis "hinein schmuggelt".
 

Bergner

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juli 2009
Beiträge
8
Bewertungen
0
Danke schonmal für eure Hilfe.

Angehängt habe ich mal das komplette Schreiben hochgeladen, natürlich mit geschwärzten Details.

Muss ich bereits nach 3 Tagen (heute ist der vierte) mit Sanktionen rechnen?
 

Anhänge

  • VA001.pdf
    316,3 KB · Aufrufe: 171

physicus

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 März 2008
Beiträge
6.713
Bewertungen
1.087
sanktioniert wird erst wenn du einen anhörungsbogen ausgefüllt hast, denn der ist vorgeschrieben um deine stellungnahme zum nichtantritt schriftlich zu haben.

was ist das nun eigentlich?
eine AGH mit mehraufwandsentschädigung?
ich kann dort nichts erkennen weil die wichtigen dinge geschwärzt sind, wie lohn/gehalt und tätigkeitsbeschreibung/arbeitszeit, das sind dinge die man nicht schwärzen braucht abe die man zur hilfe benötigt.

wenn es eine AGH mit mehraufwandsentschädigung ist, wovon ich ausgehe, dann hast du möglicherweise jetzt ein problem wenn du nicht gut begründen kannst, warum du dort nicht hin bist.
da wirst du sicher mit einer sanktion rechnen müssen :(

hattest du eine EGV unterschrieben und wenn ja läuft die noch?
 

Bergner

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juli 2009
Beiträge
8
Bewertungen
0
Danke und sorry, da habe ich wohl zu wild geschwärzt.

Tätigkeit/Berufsbezeichnung: Kaufmann/-frau - Bürokommukation
Arbeitszeit: Vollzeit; 38.5 Stunden pro Woche
Eintrittstermin 01.08.2009; befristet bis zum 31.01.2010
Lohn/Gehalt: 1000,00€ brutto, beitragsfrei zur Arbeitslosenversicherung

Und ja, eine EGV habe ich unterschrieben.

Wie gesagt bin ich vor kurzem erst von der "geduldeten" Selbstständigkeit auf arbeitssuchend "umgestellt" worden, mein Sachbearbeiter meinte, man könnte auch drüber sprechen Massnahmen auszusetzen wenn ich gerade Aufträge hätte. Jetzt nach dem Vermittlungsangebot damit zu kommen, dass ich gerade für ein Projekt am Arbeiten bin ich wohl sicher zu spät, oder?
 

physicus

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 März 2008
Beiträge
6.713
Bewertungen
1.087
Und ja, eine EGV habe ich unterschrieben.

in dieser ist sicher die maßnahme auch schon mit angedeutet gewesen.
das ist wie ich vermutet habe so eine AGH...
ich würde dort darauf achten das im AV die arbeiten die du machen sollst genau beschrieben sind ebenso wie der arbeitsort.

da diese AGH versicherungspflichtig ist kommst du dort nicht ohne weiteres raus, ich wüsste zumindest nicht wie, viell. nur wenn dein projekt absehbar deutlich mehr abwirft als diese AGH und du damit aus h4 rausfallen würdest.

Jetzt nach dem Vermittlungsangebot damit zu kommen, dass ich gerade für ein Projekt am Arbeiten bin ich wohl sicher zu spät, oder?

du kannst es wie oben beschrieben versuchen, aber ich mache dir da wenig hoffnungen, leider.
aber versuchen solltest du es wenn dein projekt was viel versprechendes ist.

viell. schreiben ja auch noch andere etwas dazu die eine idee parat haben.

mfg physicus
 

Bergner

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juli 2009
Beiträge
8
Bewertungen
0
Keine Angst, hier steht drin, dass man 3 Tage Zeit hat, sich zu bewerben und sich überlegen, wie man sich am besten in dieses Arbeitsverhältnis "hinein schmuggelt".

das habe ich im Übrigen nicht wirklich verstanden.

Ist vielleicht ein blöde Idee, aber wenn ich mich die im Netz monierten Probleme beim melden dort einmal zur Sprache bringe, werden die mich sicherlich nicht haben wollen, oder?

Und mein Projekt soll natürlich mehr als die Massnahme abwerfen, aber sicher weiss man das natürlich nicht. Ist denn nicht mein Darlehen schon Problem genug als dass man mich das jetzt abbrechen lassen dürfte?
 

physicus

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 März 2008
Beiträge
6.713
Bewertungen
1.087
Ist denn nicht mein Darlehen schon Problem genug als dass man mich das jetzt abbrechen lassen dürfte?

ich würde sagen ja, denn das darlehen ist ja zweckgebunden gewesen!

ich würde damit auf jedenfall argumetieren, du hast keine lust ein darlehn zu bedienen welches durch die ARGE zweckentfremdet wurde, weil du die dazugehörigen obligenheiten auf zwang der ARGE abbreschen musstest!

ich zahle doch nicht für etwas was ich garnicht gekauft habe....
 

Bergner

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juli 2009
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hm, ich habe versucht so zu argumentieren, habe gleich Angaben auch auf dem Formular zur Anhörung gemacht, leider bekam ich darauf folgende Information:
Nach der Gesetzlage ist Ihr Nichtbewerben auf Vermittlungsvorschlägen zu interpretieren als Weigerung einer zumutbare Arbeit aufzunehmen. Wie Ihnen auch beim letzten Gespräch erläutert wurde, ist in diesem Fall eine Sanktion in Höhe von 30% der Regelleistung zu verhängen.
Heisst das ich werde jetzt in jedem Fall sanktioniert?
 

Bergner

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juli 2009
Beiträge
8
Bewertungen
0
Einen Bescheid habe ich nicht bekommen, nur ein Formular in dem ich mich zum Sachverhalt äussern sollte. Das ist auch schon ein bisschen was her, gehört habe ich bisher nichts und gezahlt wurde immernoch der normale Betrag.
 

Rechtsverdreher

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.552
Bewertungen
431
Das neueste Hobby der BBJ Servis gGmbH Projektleiter/in ist das zu unrechte Abmahnen von Mitarbeitern um diese Einzuschüchtern. Die Mitarbeiter die sich nicht Unterwerfen sind den Leuten der BBJ ein Dorn im Auge und sollen systematisch durch öffentliche Denunzierungen und Mobbing kaputt gemacht werden.


Nur bei schwerwiegenden Verstößen muss man mit unmittelbarer Entlassung und Rechtsfolgen rechnen.

EEJobber können nur durch das Arbeitsamt abgemahnt werden.

Der Maßnahmeträger hat sich mit seinem Abmahngesuch erstmal an das Arbeitsamt zu wenden, dieses wendet sich dann an den EEJobber und mahnt diesen erforderlichenfalls ab, oder auch nicht.

Langsam- und Schlechtarbeit (solange diese nicht an Arbeitsverweigerung grenzt) , Schwerhörigkeit und Dummheit sind z. B. keine Abmahnungsgründe.
 

blinky

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
17 Juni 2007
Beiträge
7.054
Bewertungen
1.947
Einen Bescheid habe ich nicht bekommen, nur ein Formular in dem ich mich zum Sachverhalt äussern sollte. Das ist auch schon ein bisschen was her, gehört habe ich bisher nichts und gezahlt wurde immernoch der normale Betrag.

Dann stell Dich schon mal auf eine Sanktion ein. Denn für die ARGE ist die Anhörung nur reine Formsache. Du kannst reinschreiben was Du willst. Zu 90 % geht es immer zu lasten des Hilfeempfängers.

Blinky
 

Rechtsverdreher

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.552
Bewertungen
431
Dann stell Dich schon mal auf eine Sanktion ein. Denn für die ARGE ist die Anhörung nur reine Formsache. Du kannst reinschreiben was Du willst. Zu 90 % geht es immer zu lasten des Hilfeempfängers.


Kommt drauf an wie dämlich man sich anstellt.

Aber Du räumst ja ein, dass wenigstens 10% der Hilfeempfänger intelligent zu sein scheinen.

Die wichtigsten beiden Punkte die es vorerst zu beachten gilt:

1. Hat mich das ursächliche Schreiben für diese Ungelegenheit überhaupt nachweislich erreicht?

2. Gibt es Zeugen für meine angeblichen Aussagen oder steht wiedermal: Aussage gegen Aussage?

3. Wen kann ich verklagen für seine unbewiesenen Aussagen?
 

blinky

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
17 Juni 2007
Beiträge
7.054
Bewertungen
1.947
ich habe nicht behauptet, das die Hilfeempfänger zu doof sind, sondern meite damit, das die SB es nicht interessiert, was man angibt.

Kommt drauf an wie dämlich man sich anstellt.

Aber Du räumst ja ein, dass wenigstens 10% der Hilfeempfänger intelligent zu sein scheinen.

Die wichtigsten beiden Punkte die es vorerst zu beachten gilt:

1. Hat mich das ursächliche Schreiben für diese Ungelegenheit überhaupt nachweislich erreicht?

2. Gibt es Zeugen für meine angeblichen Aussagen oder steht wiedermal: Aussage gegen Aussage?

3. Wen kann ich verklagen für seine unbewiesenen Aussagen?
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten