Vermittlungsvorschlag als Einladung zum Vorstellungsgespräch im Jobcenter

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Trieste

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Sorry, ich war mir nicht so ganz sicher, wo dieses Thema am besten hingehört. Hoffe, hier bin ich richtig.

Obwohl mir das Forum in der Vergangenheit schon oft sehr geholfen hat, bekomme ich bei meiner aktuellen Frage keine Antworten.
Deshalb habe ich mich einfach mal angemeldet und dieses Thema eröffnet.

Es geht bei mir um einen Vermittlungsvorschlag, der scheinbar eine Infoveranstaltung einer Sicherheitsfirma ist.
Offensichtlich gibt es bei dieser Veranstaltung auch gleich ein Bewerbungsgespräch für eine Stelle als Sicherheitsposten im Bahnverkehr.
Dieses "Bewerbungsgespräch" habe ich übriegens bekommen, ohne mich auf die Stelle beworben zu haben...
Wirkt auf mich wie eine von den Zeitarbeitsveranstaltungen, nur das hier eine präzise Stelle vorliegt und die Firma offensichtlich keine Zeitarbeitsfirma ist, wohl aber ein
Subunternehmen, dass für die Bahn arbeitet.

Den VV hatte ich im Briefkasten, nachdem mein SB die Sache kurz erwähnt hatte.

Meine Frage ist nun: was erwartet mich da? Infoveranstaltung? Bewerbungsgespräch? Ist solch eine Veranstaltung rechtens?
Bekomme ich eine Sanktion, wenn ich die Stelle nicht an Ort und Stelle annehme bzw. ich Bedenkzeit für das Unterschrieben von Zusagen/Verträgen fordere?
Wie soll ich ohne eigenes Auto zu den Baustellen kommen, an denen ich eingesetzt werde? Öffentliche Verkehrsmittel scheiden ja aus, wenn das mitten in der Pampa ist.

Irgendjemand sowas schonmal erlebt und weiss, wie man sich da zu verhalten hat?

Vielen Dank erstmal fürs Lesen und/oder Antworten :D

Grüße!

Den VV habe ich als Anlage angefügt. Den Arbeitgeber habe ich auch erstmal rausgelöscht, ist aber einer aus der Sicherheitsbrange.
 

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Trieste

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Hier ist ein ähnlicher Fall, da soll der HE zu einer Jobmesse, bei dem ihm die Gegenüber gänzlich unbekannt sind.

Danke erstmal für die Antwort. Diesen Fall hatte ich bei meiner Suche auch schon gesehen, allerdings wird dort eine Einladung zu einer Jöbbörse, ohne konkreten Arbeitgeber oder konkretes Arbeitsangebot besprochen.
In meinem Fall ist aber beides konkret. Stelle, sowie Arbeitgeber.
Und laut meinem Schreiben findet bei mir sogar gleich ein Vorstellungsgespräch statt.

Oder ist bei der ganzen Sache der Anschein eines VA der Knackpunkt? Würde man den dann an der 30% Sanktion und der Erwähnung des §§ 31 bis 31b SGBII in der RfB erkennen?
Was dann wiederrum einen Widerspruch rechtfertigen würde? Weil laut diesem Urteil ja ein Vermittlungsvorschlag kein VA sein kann?:

30 Bei einem Vermittlungsvorschlag handelt es sich um ein einfaches behördliches Schreiben, welches unmittelbar keine Rechtsfolgen auslöst. Es handelt sich mithin nicht um einen Verwaltungsakt im Sinne von § 31 SGB X. Danach ist ein Verwaltungsakt eine hoheitliche Maßnahme auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts mit unmittelbarer Rechtswirkung nach außen. [...]
SG Karlsruhe · Urteil vom 27. März 2013 · Az. S 12 AS 184/13
https://openjur.de/u/631644.html

Sorry, die Sache verwirrt mich etwas.
 

Mori

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Es geht bei mir um einen Vermittlungsvorschlag, der scheinbar eine Infoveranstaltung einer Sicherheitsfirma ist.

Es handelt sich hier um eine Stelle als Sicherungsposten bei der Deutschen Bahn AG. Du hast dort verschiedene Aufgaben während Gleisbauarbeiten. Du sicherst die anderen Mitarbeiter beim Gleisbau durch Signale und musst die Baustelle anmelden bei Stellwerken usw.

Die Deutsche Bahn such im Moment händeringend neue Mitarbeiter.

Hoffe helfen zu können.

LG Mori
 

krohne444

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das ist eine Billig Firma die im Auftrage der Bahn arbeitet . Also kleiner Lohn und viel Arbeit zu schlechten Bedingungen .

Und um den Job zu bekommen muss erst eine Ausbildung /Kurs gemacht werden und dann besteht eine Chance diesen Tollen Job zu bekommen . Das bedeutet erst mal zahlt das Amt oder du für den Kurs (Mal zwischen den Zeilen lesen) .Und dann gibt es einen Zeitvertrag (Länge offen) weil die Kurse Geld bringen und dann werden die Leute verheizt . Ist ja noch schlimmer als ZAG..
 

0zymandias

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[...]
Meine Frage ist nun: was erwartet mich da? Infoveranstaltung? Bewerbungsgespräch? Ist solch eine Veranstaltung rechtens?
[...]

Da diese Unklarheit herrscht, und zwar zu Recht, ist das Angebot unbestimmt.

Eine Ausbildung zum Sicherungsposten liegt wahrscheinlich nicht vor, sonst hättest Du es vermutlich erwähnt.
Die Konditionen der Deutschen Bahn dafür liegen hier vor, und wir stürzen uns wie ein Lämmergeier gleich auf das Leckerli:
Nummer: Ta0400

Dauer: 7 Tage

Preis: 1.199,00 EUR (1.426,81 EUR inkl. MwSt.)
7 Tage wäre wohl kaum das Problem. :wink:

Es gibt also die üblichen zwei Möglichkeiten:

Hingehen, zuhören und nichts unterschreiben, Schriftstücke einstecken und lange darüber nachdenken.

Oder dankend ablehnen, da man die Ausbildung dafür nicht hat.
Eine Stelle als Assistenzarzt oder ähnliches würde mangels Ausbildung wahrscheinlich auch nicht beworben. :wink:

Was übrigens noch gegen die Sanktionsmöglichkeit des JCs spricht, ist die Rechtsfolgenbelehrung (RFB ) in unzulässiger Form.
Denn sie ist in kleinerer Schriftgröße als unformatierter Fließtext ausgeführt, was nicht geht (Fettdruck von mir):
Formatierung und Schriftgröße einer Rechtsfolgenbelehrung
Die dem Vermittlungsvorschlag vom 21.3.2014 angefügte Rechtsfolgenbelehrung wird dieser Warnfunktion nicht gerecht. Worüber zu belehren ist, ergibt sich aus § 31a SGB II. Zwar ist die Rechtsfolgenbelehrung inhaltlich noch an den Anforderungen des BSG aus-gerichtet. So zeigt sie dem Kläger einzelfallbezogen konkret auf, dass unter Nennung der ersten Pflichtverletzung vom 24.2.2014 eine weitere Pflichtverletzung zu einer Kürzung um 60 Prozent führen werde (§ 31a Abs. 1 Satz 2 SGB II). Sie ist vollständig, weil sie auf die ergänzenden Sachleistungen ebenso hinweist wie auf die regelmäßige Direktüberweisung der Miete an den Vermieter (§ 31a Abs. 3 Satz 1, 3 SGB II). Allerdings ist sie formal nicht ausreichend verständlich. Diese Anforderung umfasst nach dem Sinn der Rechtsfolgenbelehrung, den Leistungsberechtigten die Rechtsfolgen warnend vor Augen zu führen, nicht nur inhaltliche Aspekte, sondern auch formale. Der Leistungsträger hat bei der Ausübung seiner gesetzlichen Aufgaben auf den Kreis der Leistungsbezieher abzustellen und muss hierbei berücksichtigen, dass diese in Verwaltungsangelegenheiten keine ihm gegenüber vergleichbare Übung besitzen. Dies gilt insbesondere für Leistungsbezieher wie den Kläger, dem es an einer Berufsausbildung und Berufstätigkeit fehlt. Daher muss der Leistungsträger dafür Sorge tragen, dass Warnhinweise, die er zu erteilen hat, von einem Leistungsberechtigten üblicherweise auch wahrgenommen werden. Dem ist der Beklagte nicht nachgekommen. Durch die deutlich kleinere Schrift ist bereits das Lesen der Rechtsfolgenbelehrung erheblich erschwert, so verschwimmen auf den ersten Blick die einzelnen Zeilen. Ohne Absätze ist die inhaltliche Strukturierung für den Lesenden und die Realisierung des Inhaltes zudem deutlich erschwert. Insgesamt führt die formale Ausgestaltung der Rechtsfolgenbelehrung eher dazu, sie unbeachtet zu lassen anstatt die darin enthaltenen Warnungen zu lesen und zur Kenntnis zu nehmen.
Sozialgericht München, S 13 AS 2433/14,10.08.2016, rechtskräftig
https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=187572

Noch Schriftgröße:
3. 2 Sozialgericht Cottbus, Beschluss vom 12. August 2016 (Az.: S 40 AS 1768/16 ER ):

Leitsatz Dr. Manfred Hammel

[...]
6. An einer Konkretheit der entsprechend § 31 Abs. 1 Satz 1 SGB II unabdingbaren Rechtsfolgenbelehrung fehlt es, wenn ohne Bezug zu den konkreten Mitwirkungspflichten des Adressaten des Bescheids vom SGB II-Träger dort lediglich eine Vielzahl von Sachverhaltsvarianten genannt oder der reine Gesetzestext in einer Rechtsfolgenbelehrung wiedergegeben wird, die in einer deutlich kleineren Schriftgröße gehalten ist als der Rest des Textes, was ein flüssiges Lesen und Verstehen erschwert.
Quelle: https://www.elo-forum.org/aktuelle-...heles-rechtsprechungsticker-kw-06-2017-a.html
 

Trieste

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Danke erstmal für deine Antwort!

0zymandias meinte:
Da diese Unklarheit herrscht, und zwar zu Recht, ist das Angebot unbestimmt.

Und das obwohl, da schon eine klare Stelle erwähnt wird und auch eine Firma bzw. Subunternehmer? Ich dachte unbestimmt heisst: keine Stelle, nur Jobbörse über ZAF ?

0zymandias meinte:
und wir stürzen uns wie ein Lämmergeier gleich auf das Leckerli

Stimmt, Ausbildung als Sicherungsposten habe ich nicht. Allerdings müsste dafür nicht ich aufkommen, sondern das würde die Firma machen, die mich dann einstellt. Dazu hat mir mein SB einen Schrieb in die Hand gedrückt, der Schrieb war aber nicht beim VV dabei. Ich pack den mal hier dazu.

Auf der 2. Seite dieses Infoblattes steht noch eine Stellenbeschreibung, die schenk ich mir mal hier.


Das mit der Schriftgröße ist natürlich klasse und könnte das Ass im Ärmel sein. :D
 

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0zymandias

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[...]
Und das obwohl, da schon eine klare Stelle erwähnt wird und auch eine Firma bzw. Subunternehmer? [...]

Mal wird eine Stelle erwähnt, mal ein Vorstellungsgespräch, mal eine Informationsveranstaltung.

Da aber ein nicht unwesentliches Teil nachgereicht wurde, sieht es jetzt etwas anders aus:
Gibt es sonst noch Schriftstücke, die vielleicht mit der Stelle zusammenhängen und so im Nachhinein vorbeipurzeln?
Wer bezahlt die Ausbildung? Das JC oder das Unternehmen?
Entstehen Dir dadurch Folgekosten?

Die psychologische Untersuchung bietet Dir die Möglichkeit, Einfluss auf die Testergebnisse zu nehmen.

Von mir persönlich gäbe es keine Blutprobe, jedenfalls nicht für diese Art von "Job".

Bitte beachten: Auch das Ablehnen einer Ausbildung kann sanktioniert werden, vgl. § 31 SGB II.

Was ist denn ein "normales" Fuehrungszeugnis?
Wahrscheinlich das Führungszeugnis, das nicht erweitert oder behördlich ist. :wink:
 

krohne444

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das ist das was jeder bekommt wenn er zu seinem Amt (bei uns Ordnungsamt) geht und das bekommt man dann nach ca 1-2 Wochen nach Hause geschickt (Kostet ca 13€)
Dann gibt es halt noch das Große , dass bekommt man aber nicht dieses ist für Behörden gedacht oder Sicherheitsbereiche wo aber Behörden mit Involviert sind wie Rüstungsindustrie Bewachung Flughäfen /Militär usw.
aber das macht dann die Behörde und du bekommst es auch nicht zu sehen.

Aber für diese Hilfsjobs genauso wie in der Sicherheitsbranche wird halt das kleine benötigt . Aber da steht nicht viel drin wenn überhaupt nur Geldstrafen über 90 Tagessätze oder Freiheitsstrafen über 3 Monate und das auch nur 5 Jahre lang.
 

Trieste

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0zymandias meinte:
Da aber ein nicht unwesentliches Teil nachgereicht wurde, sieht es jetzt etwas anders aus:
Gibt es sonst noch Schriftstücke, die vielleicht mit der Stelle zusammenhängen und so im Nachhinein vorbeipurzeln?

Tut mir lied, das fiel mir grad ein, als du die Kosten für die Ausbildung erwähnt hattest. :( Sonst habe ich nur noch eine Tätigkeitsbeschreibung mit dem netten Hinweis, dass es Menschleben kosten kann, wenn ich auch nur den kleinsten Fehler mache...tolle Aussichten...

0zymandias meinte:
Wer bezahlt die Ausbildung? Das JC oder das Unternehmen?
Entstehen Dir dadurch Folgekosten?

Laut dem Schreiben in meinem letzten Beitrag würde ja dieser Betrieb für alle Kosten dieses Lehrgangs aufkommen.
 

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Vidya

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Es handelt sich hier um eine Stelle als Sicherungsposten bei der Deutschen Bahn AG. Du hast dort verschiedene Aufgaben während Gleisbauarbeiten. Du sicherst die anderen Mitarbeiter beim Gleisbau durch Signale und musst die Baustelle anmelden bei Stellwerken usw.

Ich verrate Dir mal was: Die Eignung für diesen Beruf bzw. diese Stelle setzt ein einwandfreies Seh- und Hörvermögen voraus. Dies alles musst Du höchstwahrscheinlich mittels aktuellem Sehtest und Hörtest dem AG auch belegen können . Nur dann hast du eine Chance, dass die Dich überhaupt beschäftigen können und dürfen. Sonst kann denen ein Unfall teuerer kommen als denen lieb sein kann - möglicher Renommeeverlust inbegriffen. Und Dich erst recht, sofern Du das dann überhaupt überlebt hättest.

Ich weiß das deshalb so genau , weil ich für mal für die Beibringung und Überwachung dessen für die Mitarbeiter -vor Einsatzbeginn - zuständig war und denen auch die Auslagen danach ausgezahlt habe. Jedoch nicht für die Bahn, sondern bei einer Firma im Auftrag der Berliner Verkehrsbetriebe, die diese Aufgaben mal temporär ausgelagert hatte .

Also -wenn Du hier wirklich schon jetzt entsprechende Defizite hättest, dann halte ich das ganze für sinnlos bzw. mindestens fragwürdig, dass Du da wirklich Chancen hättest.:bigsmile:
 

0zymandias

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[...]Laut dem Schreiben in meinem letzten Beitrag würde ja dieser Betrieb für alle Kosten dieses Lehrgangs aufkommen.

Wenn Du auf die letzten Zeilen abzielst: Da ist ein weißes Rechteck.

Achte bitte darauf, dass die Kosten Dir nicht letztendlich doch untergejubelt werden.
Entsprechende Verträge oder wie auch immer genannte Schriftstücke nicht vor Ort unterschreiben, sondern mitnehmen und in aller Ruhe prüfen (lassen).
 

Trieste

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Vidya meinte:
Also -wenn Du hier wirklich schon jetzt entsprechende Defizite hättest, dann halte ich das ganze für sinnlos bzw. mindestens fragwürdig, dass Du da wirklich Chancen hättest.:bigsmile:

Naja, ich trage eine Brille (leicht kurzsichtig) :D Und son Piepen im Ohr habe ich auch öfters...

Und wie ist das mit Sache um die RfB , die ja keine Meldeaufforderung um 10% sanktioniert, sondern gleich 30%? Das wäre so rechtens? Da komme ich irgendwie nicht weiter... Hatte da oben das Urteil eingefügt aber keine Ahnung ob das jetzt auf meinen Fall ebenfalls anzuwenden wäre.
 
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die wollen den Galgen offensichtlich immer enger zuziehen...

Auch wenn jetzt wieder der shitstorm losgeht und ich als arbeitsloskr, sikla und sonstwie tituliert werde, würde ich in diesem Fall dazu raten, NICHT hinzugehen. Nicht hingehen sondern dezidierten Widerspruch gegen diesen Unsinn einlegen. Und zwar so, wie ich das schon in dem Thread, den @pixelschieberin ganz am Anfang verlinkt hat, empfohlen habe.

Das "volle Programm", aber im Unterschied zu dem anderen Fall eben NICHT hingehen. Weil, was ist denn "Sicherungsposten"? Was ist das? Ich erinnere mich an die DDR-Posten auf ihren Türmen damals mit ihren Kalaschnikovs und ihren Feldstechern. Die würde ich als "Sicherungsposten" bezeichnen mangels besseren Fachwissens.

Also wüsste ich persönlich überhauptnicht, worauf ich mich denn da überhaupt bewerben soll, DDR ist lange vorbei, und eine Stellenbeschreibung existiert da nicht. Die Bahn? Die ist doch längst privatisiert. Können die nicht "normale" Berufsbezeichnungen benennen? Gibts doch genug: Zugbegleiter, Bahnwärter, Bahnaufsicht, Kontrolleur, Fahrkartenverkäufer, Zugauskunft...

Was ist denn SICHERUNGSPOSTEN? Wen oder was soll der denn "sichern", dieser "Posten"?? Vor Ur-Zeiten gab´s in München mal so eine nette Schlägertruppe, die sog. "schwarzen Sherriffs", und sowas wurde unter Schill in HH auch mal kurzzeitig "versucht". Um welches Bundesland handelt es sich denn?

Außerdem steht da "wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre...", das wäre für mich reine Werbung und sonst nichts.

Ich würde das mal AMT fragen, was das soll. Zur pfleglichen, gewissenhaften, ausführlichen und schriftlichen Stellungnahme binnen einer kurzen Frist. Mit all meinen Fragen.

Oder ich würde das Dingens sogleich die Rundablage legen. Und erst dann, WENN dann (vielleicht mal irgendwann) was käme an Sanktionsversuchen wegen so einem albernen Kram, "volles Rohr tätig werden".

Alternativ, jenachdem wie du drauf bist, und wie dein Nervenkostüm gestrickt ist, könnte man da auch vielleicht sogar hingehen und Infos saugen. Solange du da nichts unterschreibst - auch keine Anwesenheitsliste oder ähnliches - und dich nicht bequatschen lässt, wäre das evtl. schon nicht ganz uninteressant, was die Bahn da so an "Sicherungsposten" sucht, und was es damit so auf sich hat :idea:

Und wie ist das mit Sache um die RfB , die ja keine Meldeaufforderung um 10% sanktioniert, sondern gleich 30%? Das wäre so rechtens? Da komme ich irgendwie nicht weiter... Hatte da oben das Urteil eingefügt aber keine Ahnung ob das jetzt auf meinen Fall ebenfalls anzuwenden wäre.
Darüber würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen, weil wenn die sanktionieren wollen, dann tun sie´s sowieso, da hast du eh nur begrenzten Einfluss drauf.

Da würde ich mich entspannen, weil wenn es soweit käme, sollen sie doch selbst rausklamüsern, ob, wofür überhaupt, und in welcher Höhe sie da gerne irgendwas sanktionieren wollen, bei dem Hirnriss, den sie selbst verursacht haben und das dann auch mal dem "Gericht" nachvollziehbar begründen. Das können sie nämlich nicht.

---------------
Gruß
Madame
 
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Andy1971

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Hallo

Mal abgesehen davon ob der Vermittlungsvorschlag zu unbestimmt ist.
Sollte man sich fragen ob man Verantwortung für andere Personen übernehmen möchte.

Dazu ein Paar links:
von der Deutschen Bahn
https://www.db-training.de/dbtraining-de/buchen/bahnbetrieb/13059608/Ta0400.html

von gleisbau-welt.de
Gleisbau-Welt | Sicherheit, Gleis, Sicherungsaufsichtskraft, Sipo, Sicherungsposten, Sicherungsmaßnahmen, Berufsgenossenschaft, Gefahren, Abwendung von Gefahren, Persönliche Schutzausrüstung

und von der Süddeutschen Zeitung ein Bericht was passiert wenn der Sicherungsposten nicht aufpasst
Deutsche Bahn - Schlamperei auf den Gleisen - Wirtschaft - Süddeutsche.de
ist zwar von 2010 aber damit man weiß was passieren kann.
 

Trieste

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Andy1971 meinte:
Sollte man sich fragen ob man Verantwortung für andere Personen übernehmen möchte.

Ja, diese ganze Verantwortung und das man praktisch mit einem Fuß in Knast steht, ist mir auch schon sehr sauer aufgestoßen. Glaube aber nicht, dass das ein Grunde wäre eine Stelle ablehnen zu können. :icon_kinn:


Mmepepper meinte:
Was ist denn SICHERUNGSPOSTEN?

Das wurde mir ja auf einem Zettel erklärt, der nicht zu VV gehört hat und der mir nur vom SB in die Hand gedrückt wurde. (siehe mein 3. Beitrag)


Wie ich jetzt in der Sache weiter verfahren soll, ist mir immer noch nicht ganz klar. Widerspruch einlegen? Wogegen denn?
Zu unbestimmt wegen der ganzen Verwirrung um VV , Bewerbungsgespräch oder Infoveranstaltung? Im VV werden alle diese Begriffe benutzt, als wären sie Synonyme...

Vermutlich wurden solche Schreiben genau aus diesem Grund von ganz geschickten Rechtsexperten aufgesetzt. Verwirrung stiften. :peace:
 

krohne444

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manchmal glaube ich viele wollen gar nicht Arbeiten denn das Geld kommt ja .
Es ist doch so in jedem Beruf muss man Verantwortung übernehmen selbst die Reinigungsfrau . Wenn Sie wischt und kein Schild Aufstellt könnte einer ausrutschen . Und so kann das in fast allen Berufen halt sein nur in Abgewandelter Form (Klempner und Gasleitungen /Koch Hygiene)


Also vergessen wir mal die Verantwortung .
So was halt eine Frage wäre wie ist die Bezahlung . OK Mindestlohn oder etwas mehr ist nicht Toll. Aber halt selbst Verdient und man kann sich immer was besseres Suchen.

Ich finde wenn man einen Job nicht will sollte man mal die Wahrheit sagen und denen sagen no mache ich nicht weil .. Aber dann auch damit leben das es Konsequenzen haben kann.


Aber das wollen viele nicht weil es schön ist Geld vom Staat zu bekommen . Gerade Heute wollte ich 2 Helfer Einstellen die bei uns im Amt sich um den Garten usw kümmern sollten und was da so vom Amt gekommen ist oder auch nicht da bekommt man Pickel. Und das für eine Vollzeitstelle mit ca 12€ Std Lohnmacht also ca 1900-2000 Brutto

Da kam nur oh so früh anfangen oder ist die Arbeit schwer usw. Und einer sagte ne so wenig da kann ich ja beim Amt bleiben und weiter ausschlafen. Also keiner hatte Lust . Und da werde ich das auch genauso dem AA melden . Und wer bekam den Job 2ältere die es in der Zeitung gelesen hatten und die waren auch ü 50 .
Klar was daraus wird ist was anderes .

Aber es ist leider oft so viele ruhen sich auf der Sozialen Hängematte gerne aus und Suchen halt nur ausreden um nicht Arbeiten zu müssen.


Aber ich bin ganz Klar gegen Zeitarbeit /Werkserträge und so Ausbeuter die nur Fördergelder vom Amt wollen .

Aber sonst gibt es halt nur Gesundheit als Ablehnungsgrund . Selbst wenn man nur 1 € mehr hat ist es halt Selbst verdientes Geld .Und wenn dann kommt das lohnt sich nicht ist das wieder eine Ausrede .

Also dort hin sich alles Anhören und dann mal selbst entscheiden und auch mal mit Konsequenzen Leben.

Das ist halt meine Meinung .
 

Pixelschieberin

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Ein gefährlicher Job wo der AN vom Unterdruck eines vorbei rauschenden Zugs weg gefegt werden kann, gehört mit einer Gefahrenzulage ausgepolstert, die sich - fast wie ein unanständiges Angebot - sehen lassen muß.
 

Andy1971

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:icon_lol:
An Baustellen bremsen die Züge runter.:bigsmile:
Ja die bremsen runter aber die Fahren immer noch mit gut 60 bis 80 km/h durch. Ganz seltzen mal mit Schreitgeschwindigkeit.
Ein Zug fährt auch durch den Bahnhof wenn er am Bahnsteig vorbeifährt mit 100 km/h durch.
Aber ein Zug hat schon bei 40 km/h eine Zog Wirkung.

Es ist doch so in jedem Beruf muss man Verantwortung übernehmen selbst die Reinigungsfrau . Wenn Sie wischt und kein Schild Aufstellt könnte einer ausrutschen . Und so kann das in fast allen Berufen halt sein nur in Abgewandelter Form (Klempner und Gasleitungen /Koch Hygiene)
Als Sicherungsposten hat man die Verantwortung der Bauarbeiter im Gleis und auch die Verantwortung der Personen im Zug. Früher wurde der Beruf mal von der Deutschen Bahn sehr gut bezahlt.
Was passiert wenn man Putzfrau mal vergisst das Schild aufzustellen?
Da rutscht einer aus und Bricht sich was.
Was passiert wenn der Sicherungsposten an einer Baustelle nicht aufpassen tut?
Da Fährt der Zug mit gut 60 bis 80 km/h in die Baustelle und die Bauarbeiter sind nicht gewarnt, haben noch ihr Werkzeug auf den Schienen und stehen noch in den Schienen da gibt es dann Tote.
 

Vidya

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Selbst wenn man nur 1 € mehr hat ist es halt Selbst verdientes Geld .Und wenn dann kommt das lohnt sich nicht ist das wieder eine Ausrede .Also dort hin sich alles Anhören und dann mal selbst entscheiden ...

Ob es reicht sich anzuhören ,wie es sein kann , wenn man plötzlich mit einem Selbstmörder Puzzle auf dem Gleis konfrontiert wird, das wage ich zu bezweifeln.

Dieses tagtägliche Risiko würde immer gegeben sein . Blanker Horror.

Und wenn sich dann lieber schon jemand vorher entscheidet, dass das mithin die seelische Zumutbarkeit für Ihn schon in der Vorstellung überschreitet, so gehört es zum menschlichen Selbstverständnis für mich, diesen Menschen für seines zartes Gemüt oder seine schwachen Nerven nicht auch noch bestrafen zu wollen oder gar die Nase deswegen zu rümpfen.

Für einen Euro oder Dollar mehr bekommt man selbst in den USA keinen Soldaten nur deswegen an die Front. Würde auch niemand verlangen .

Manches im Leben ist einfach unbegreiflich -auch manche Theorien zum Thema 1- Euro und selbstverdientes Geld in diesem Zusammenhang.
 
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