Vermittlungsvorschläge - sind sie noch relevant?

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Einfachicke

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Hallochen ihr lieben,

ich muss leider etwas ausholen, damit ich mein Problem aufzeigen kann:

Ich werde ab 01.06.2019 definitiv sozialversicherungspflichtig tätig sein (Stundenzahl erhöht von derzeit maximal 450,- Euro auf 80,00 h im Monat). Änderungsvertrag ist vorhanden, wurde heute per Veränderungsmitteilung von mir persönlich nachweislich (Empfangsbestätigung) im JC abgegeben.

Soeben beim Nachhausekommen finde ich zwei Vermittlungsvorschläge im Briefkasten.

Ich hatte am 20.05.2019 einen Termin bei einer ganz neuen, unbekannten SB. Grund war das "Besprechen der beruflichen Situation" nach Beendigung einer Bewerbungsschikane, angeleiert noch von der vorherigen SB.
Zu diesem Termin erschien ich mit meinem Beistand, und die neue erwies sich als freundlich und pragmatisch. Ich erläuterte ihr meine Situation u.a., dass ich von meinem AG die mündliche Zusage habe in absehbarer Zeit eine Stundenzahlerhöhung zu bekommen, die mich dann in den sozialversicherungspflichtigen Bereich katapultiert. Sie hörte mir interessiert zu, machte sehr vernünftige Einlassungen. U. a., dass sie mir keine Bewerbungsbemühungen in die EGV schreibt aber bis es soweit ist (mit der Erhöhung der Stundenzahl) Vermittlungsvorschläge zuschicken wird, aber wenn das nichts für mich wäre, dann könnte ich das ohne Folgen einfach ignorieren. Das alles mündlich im Beisein meiner Beiständin (die im übrigen meine psychosoziale Betreuerin im Rahmen des BEW ist).

Nun meine Fragen:

1. Sollte ich also die mündliche Aussage ignorieren? Wenn ja dann zu
2. Ich habe im Rahmen meiner Tätigkeit keine festen Arbeitszeiten. Ich werde über meine Arbeitszeiten immer ca. eine 1 Woche im voraus informiert. Muss ich mich trotzdem bewerben, wenn die andere Tätigkeit dann aller Voraussicht nach mit meiner ersten Tätigkeit kollidiert? Kann ich das in den Bewerbungsschreiben irgendwie kommunizieren, ohne dass es mir als Negativbewerbung ausgelegt wird? Eine davon wäre eine 450,- Euro Stelle.

Jetzt werden sich natürlich einige fragen, wie ist die denn drauf???

Meine vorherige SB war leider eine Sadistin im dritten Lehrjahr und hat darauf gegeiert, mich in eine Sanktion zu drängen. Seitdem hat sich mein über die Jahre verfestigtes Misstrauen gegenüber Behörden bis zur Paranoia gesteigert. Ich kann die neue einfach nicht einschätzen. War das, was sie geäußert hat wirklich so gemeint oder ist sie ein Wolf im Schafspelz und versucht mir eine reinzuwürgen?
Ihr liegt auch noch nicht die Info vor, dass ich ab 01.06.2019 meine Pflicht aus der EGV erfüllt habe "Ausbau der 450,-Eurotätigkeit in den sozialversicherungspflichtigen Bereich" erfüllt habe. Den entsprechenden Änderungsvertrag habe ich gestern mit meinem AG abgeschlossen. Aber die VV müssen ja innerhalb von 3 Tagen abgearbeitet werden, auf welche Weise auch immer.

Ich wäre echt dankbar, wenn ich ein bißchen Rat und Hilfestellung bekommen könnte.

lg Einfachicke
 

erwerbsuchend

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Auch als Aufstockerin bist du weiterhin verpflichtet, dich auf Jobs zu bewerben, die dein Einkommen erhöhen.

Dies können zusätzliche TZ-Jobs sein, die du in der "Freizeit" von deinem ersten TZ-Job erledigen kannst oder auch VZ-Jobs. Mit einem TZ-Job bist du nicht von deiner Bewerbungspflicht befreit. Wenn du allerdings nur TZ arbeiten darfst und dies vom äD attestiert wurde, dann musst du keinen zusätzlichen TZ-Job zu deinem jetzigem TZ-Job annehmen, aber du musst dich dann dennoch um einen besser bezahlten TZ-Job bewerben.
 

Einfachicke

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Auch als Aufstockerin bist du weiterhin verpflichtet, dich auf Jobs zu bewerben, die dein Einkommen erhöhen. Dies können zusätzliche TZ-Jobs sein, die du in der "Freizeit" von deinem ersten TZ-Job erledigen kannst oder auch VZ-Jobs. Mit einem TZ-Job bist du nicht von deiner Bewerbungspflicht befreit, es sei denn, du bist lt. Gutachten des äD nur teilzeiteinsetzbar.

Jap - bin ich. Maximal 30 h Stunden in der Woche. Alles amtsärztlich bescheinigt.
 

erwerbsuchend

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Dann gilt der Punkt, dass du dich weiterhin um einen besser bezahlten TZ-Job bewerben musst. Es geht eben dabei darum, dass du deinen Leistungsbedarf gegenüber dem JC reduzieren sollst.

Eine Bewerbung ist aber nicht direkt eine Einladung in ein Vorstellungsgespräch und dort wird dir auch nicht direkt der nächste Arbeitsvertrag zur direkten Unterschrift vorgelegt. Dies bitte immer berücksichtigen, wenn es um das Thema Bewerbungen geht.
 

Einfachicke

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Vielen Dank für die Antworten,

leider habe ich mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt. Dass ich ALLES im Rahmen meiner Möglichkeiten tun muss, um meine Hilfsbedürftigkeit zu beenden oder wenigstens zu vermindern ist mir klar. Und dazu gehören auch Bewerbungen auf Vermittlungsvorschläge. Selbstverständlich.
Da ich jedoch keine regelmäßigen Arbeitszeiten habe, weiß ich nicht, was ich diesbezüglich anderen potentiellen Arbeitgebern mitteilen soll. Ja natürlich kann man mehrere Teilzeitarbeitsverhältnisse miteinander kombinieren. Keine Frage.
Nun gut - ich glaube ich bin zu einer Entscheidung gelangt.

Vielen Dank erstmal für eure Hilfestellung
 

Einfachicke

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Nochmal nachgehakt

Ich wollte gerade die erste Bewerbung fertig machen, da sehe ich, dass es eine für ein Jahr befristete Stelle ist. Mein derzeitiger Job ist unbefristet.
Hat das irgendwelche Auswirkungen?
Natürlich bin ich mir ziemlich sicher (gesundheitliche Einschränkungen, chaotischer Lebenslauf, nicht mehr GANZ taufrisch), dass die mich sowieso nicht nehmen werden.
ABER:
Sollte sich aus der Bewerbung ein (erfolgreiches) Vorstellungsgespräch ergeben - darf ich einen unbefristeten Job, der mir in den nächsten 12 Monaten nicht soviel einbringt für einen befristeten, in dem ich für die nächsten 12 Monate mehr Geld bekomme über Bord schmeißen?
Beide nebeneinander kriege ich nicht gebacken. Der für den ich mich bewerben soll ist 30 h in der Woche, was für mich die Obergrenze ist.
Ich wäre dankbar, wenn mir da jemand ein paar rechtliche Grundlagen an die Hand geben könnte.
Oder ist das so ein Wie-mans-macht-macht-mans-verkehrt-Ding?
 

Einfachicke

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Wie hoch sind die gesicherten Einkommen in beiden Jobs, die du auf jeden Fall ausgezahlt bekommst?

Bei der auf die ich mich bewerben soll weiß ich es nicht - steht nichts dabei.
Bei meinem derzeitigen Job käme ich bei 80,00 h im Monat auf 920 Euro brutto. Ich weiß noch nicht genau, wieviel ich da netto rauskriege, weil bis jetzt hatte ich ja keine Abzüge was Krankenkasse und so angeht. War ja nur auf 450,- Euro Basis.
Und fürs JC zählt ja nur, was nach allen Abzügen übrig bleibt. Aber die guggen ja nicht immer über den Tellerrand hinaus.
Ich möchte einfach nichts falsch machen. Einfach ein paar (möglichst rechtlich unterfütterte) Informationen sammeln.
Wenn es die vorherige SB gewesen wäre, hätte ich mich ohne Wenn und Aber beworben. Einfach weil die nach einem Grund gesucht hat mir eine reinzuwürgen. Die derzeitige kann ich nicht einschätzen. Wir hatten ja erst einen Termin, und da war ein Beistand dabei.
Also ich stelle mir das so vor:
Gesetz A sagt Du musst dich bewerben, weil Du für die nächsten 12 Monate (wenn es denn klappt) dem Steuerzahler nicht ganz so schlimm auf der Tasche liegst. Tust Du es nicht gibt es 10 % Sanktion.
Gesetzt B sagt Du darfst deinen aktuellen (unbefristeten) Job nicht gefährden, weil er langfristig dafür sorgt, das du deine Hilfsbedürftigkeit verringerst.

Wenn nach 12 Monaten der andere Job ausläuft und wieder die volle Hilfsbedürftigkeit eintritt, dann ist das Deine Schuld, weil du ja hättest wissen müssen blablabla. 30 % Sanktion.

Vielleicht gibt es ja da irgendwas. Unbefristet vor befristet. 12 Monate mehr Geld besser als langfristig geringere Hilfebedürftigkeit.
Bruder vor Luder?
Äpfel oder Birnen?
Pest oder Cholera?

Ich hoffe ich konnte mein Anliegen ein wenig verständlich machen.
 

Matt45

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Als erstes solltest du etwas ruhiger werden und nicht immer an SB oder Sanktion denken! Du arbeitetest und sogar unbefristet, dies ist schon einmal gut!

Es gibt mit Sicherheit Kündigungsfristen? Von heute auf morgen geht rechtlich schon einmal nicht bei dir. Ich kenne Aufstocker, die haben sogar 2-3 Monate Kündigungsfrist.

Was nützt ein Wechsel, wenn du nach 2 Wochen wieder "draußen" bist?

Du kannst dich bewerben und dann "sieht" man weiter. Auch ein VG heißt gar nichts.
 

Einfachicke

Elo-User*in
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Als erstes solltest du etwas ruhiger werden und nicht immer an SB oder Sanktion denken! Du arbeitetest und sogar unbefristet, dies ist schon einmal gut!

Es gibt mit Sicherheit Kündigungsfristen? Von heute auf morgen geht rechtlich schon einmal nicht bei dir. Ich kenne Aufstocker, die haben sogar 2-3 Monate Kündigungsfrist.

Was nützt ein Wechsel, wenn du nach 2 Wochen wieder "draußen" bist?

Du kannst dich bewerben und dann "sieht" man weiter. Auch ein VG heißt gar nichts.

Vielen Dank für Deine Antwort

in meinem derzeitigen Arbeitsvertrag steht nur gesetzliche Kündigungsfrist und das sind meines Erachtens nach 4 Wochen nach der Probezeit.
Im übrigen sind die Bewerbungen schon raus.
Wir werden sehen, was dabei rum kommt.

lg
 
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