Vermittlungsvorschläge mit Drohung auf Sanktion bei nicht Bewerben (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Hanzsolo

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 September 2013
Beiträge
146
Bewertungen
4
Guten Abend zusammen,
habe von meinem SB viele verschiedene VV erhalten, auf die ich mich bewerben muss.
Da sind zum Glück keine Zeitarbeitsfirmen dabei, aber nichts was ich gerne machen möchte. Da sind so sachen dabei wie Produktionshelfer für Lebensmittel etc.
Da ich mich da bewerben muss, wollte ich gerne von euch wissen, ob man sich so bewerben kann, dass man nicht angenommen wird. Laut Schreiben soll ich denen mein Lebenslauf, Zeugnisse umgehend per Email an Frau/Herr Xy schicken.
Please help!:icon_sad:
 

Hanzsolo

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 September 2013
Beiträge
146
Bewertungen
4
Habe gerade das hier im Netzt gefunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

soeben erhalte ich von meinem Jobcenter einen Stelleninformationsvorschlag mit dem Zwang per Rechtsfolgenbelehrung mich bei Ihnen bewerben zu müssen, damit ich keine Leistungskürzung per Sanktionsbescheid erhalte.

Hiermit entschuldige ich mich bei Ihnen für diese Unannehmlichkeit.

Bitte teilen Sie mir innerhalb von drei Werktagen mit, ob Sie von dieser angebotenen Form der Zwangsarbeit profitieren wollen oder nicht, damit ggfs. mein Rechtsanwalt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßbourg meine Rechte als freier Mensch gegenüber Ihrer Firma einfordern kann.

Ich weise Sie schon jetzt darauf hin, daß vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßbourg erhebliche Kosten entstehen können. Für die eventuelle Übernahme entsprechender Gerichts- und Anwaltskosten erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Jobcenter.

Die aktuellen Gebühren- und Kostensätze des EUGH entnehmen Sie bitte hier

Sollten Sie von dem o.g. Angebot keine Verwendung machen, so betrachten Sie bitte dieses Schreiben als gegenstandslos.

Mit freundlichen Grüßen
-Der Aufgewachte-


Kann man das so schreiben oder kriegt man dann Probleme mit dem JC?



Anlage : Schweigepflicht- und Datenschutzvereinbarung
 

Hanzsolo

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 September 2013
Beiträge
146
Bewertungen
4
Und wenn man sich bei ZAF bewerben muss noch dieses Schreiben einfügen oder kriegt man da auch Probleme mit JC.
Freue mich auf eure Antworten

flugblatt_schweigepflicht-und-datenschutzvereinbarung_fuer_zeitarbeitsunternehmen_g.jpg

:dank:
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juli 2011
Beiträge
4.817
Bewertungen
11.156
[...] Kann man das so schreiben oder kriegt man dann Probleme mit dem JC?
Anlage : Schweigepflicht- und Datenschutzvereinbarung
Tscha, und was willst du machen, wenn sich der potentielle AG nicht an die einseitig ausgesprochene SchweigepflichtsVEREINBARUNG hält?
Zu 'ner Vereinbarung gehören mindestens zwei.
Jetzt kannst du natürlich noch auf die Vertraulichkeit des Wortes abheben.

Was meinst du - die Arbeit, eine Sanktion abzuwehren - wegen Vereitelung der Anbahnung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses - hat WER an der Backe?
Glaubst du, daß sich ein Staatsanwalt darum scheren wird, was du dem AG vorzuwerfen haben könntest?

Ich verstehe, daß du dir Luft machen willst - aber bei DEM Strategiespiel solltest keine Steilvorlage/n für Eigentore liefern, oder?

Nachtrag:
Und wenn man sich bei ZAF bewerben muss noch dieses Schreiben einfügen oder kriegt man da auch Probleme mit JC.
Wie vermutet, es handelt sich um ein Angebot, einen Vertrag zu schließen.
Pffffff, warum sollte die Gegenseite das unterzeichnen?

Wenn mir sowas vorgelegt werden würde, würde ich argwöhnen, der hält sich wohl für besonders schlau - DEN Zahn kann er gezogen bekommen.
Das ist eine Weiterleitung ans JC.
Den Rattenschwanz, der an der Aktion dran hängt - hat er zu entwirren.
Auf sein Zeitkonto und Nervenkostüm.

Sry, ich halte DAS Vorgehen für - ich sag mal - unbedacht.
 

Hanzsolo

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 September 2013
Beiträge
146
Bewertungen
4
flugblatt_fragebogen_fuer_arbeitgeber_pdf_flyer_flugblaetter_ratgeber_broschuere.jpg

Und wenn man Trozdem bei der ZAF eingeladen wird, soll man denen diesen Fragebogen überreichen, damit man zu 100% nicht angenommen wird . Dazu bitte auch eure Meinung:biggrin:
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juli 2011
Beiträge
4.817
Bewertungen
11.156
Anhang anzeigen 77221

Und wenn man Trozdem bei der ZAF eingeladen wird, soll man denen diesen Fragebogen überreichen, damit man zu 100% nicht angenommen wird . Dazu bitte auch eure Meinung:biggrin:
Lach, der Fragenkatalog gefällt mir.
Dreht er den Spieß um - und zwar auf Augenhöhe.

Allerdings würde ich den höchstens mündlich - ohne Zeugen - abfragen und mir auf dem Formular Notizen machen.
Keine Beweismittel hinterlassen, denen Ruch der Vereitelung der Anbahnung [...] anhaftet. :icon_wink:
 

Schikanierter

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 November 2013
Beiträge
1.740
Bewertungen
2.953
Also ich bin ja für jedweden Widerstand gegen die JC, aber man sollte sich dabei so unangreifbar wie nur irgendwie möglich machen.

Im Kampf gegen das JC muss man so flutschig bzw. glitschig wie Seife sein, d. h. es darf einen nicht zu fassen kriegen.

Mit deiner Bewerbungsvorlage (dein Beitrag #2) und der in Beitrag #3 hochgeladenen Schweigepflichtsvereinbarung sowie dem Fragebogen für Arbeitgeber (dein Beitrag #5) lieferst du dem JC geradezu die Steilvorlagen, die es für eine Sanktionierung braucht. Deutlicher und offensichtlicher kann man gar nicht gegen § 31 Abs. 1 Nr. 2 SGB II verstoßen. Damit ist eine Sanktion so sicher wie das Amen in der Kirche. Und selbst der elo-freundlichste SG-Richter wird eine solche Sanktion nicht wieder kassieren.

Darüber hinaus dürfte dir mit einer solchen Bewerbung - wie in deinem Beitrag #2 aufgeführt - auch die nächste Bewerbungsmaßnahme sicher sein.

Also tue dir selbst etwas Gutes und vergiss das Ganze. Du reitest dich damit nur selbst in die Schei*e.
 
E

ExitUser

Gast
@Hanzsolo

Ich schließe mich den Vorpostern weitgehend an. Mit so einen Schreiben ist die Sanktion fast schon sicher. Das solltest du auf keinen Fall abschicken. Nicht nur wird das als Negativbewerbung ausgelegt, auch ist das Schreiben dem Arbeitgeber gegenüber offen aggressiv. Man muss kein Genie sein, um zu antizipieren, dass der AG in Folge dessen das JC kontaktieren und sich über den Bewerber beschweren wird.

Ich kann nur dringend dazu raten, nichts von der Internetsite aufgewachter.worldpress zu glaube (von wo dieses Schreiben stammt). Die Site ist eine berüchtigte Quelle von Falschinformationen und (teils rechtsextremen) Verschwörungstheorien, deren Anwendung jene, die sich selbst für aufgewacht halten, oft tief in die S.c.h.e.i.ß.e. reiten.

Wenn man einen Job nicht machen will (was ich gut verstehen kann), sich aber dennoch bewerben muss, sollte man das Schreiben so formulieren, dass es nicht angreifbar ist, dem AG aber durch das Lesen zwischen den Zeilen zu verstehen gegeben wird, dass man sicher kein guter Arbeitnehmer wäre.

Gut ist es z.B. immer, die eigene Motivation und den Arbeitswillen hervorzuheben, in Nebensätzen danach dann allerdings auf bescheinigte Krankheiten bzw. Minderbelastbarkeiten (Rücken, Fuß und Kopf), die eigene Immobilität (Kein PKW und FS), die neurotische Technik-Aversion (kein Handy und PC aus Angst vor Strahlung/Abhörung) sowie auf gewerkschaftliches Engagement hinzuweisen.

In Bewerbungen soll man für sich Werbung machen, sich also in positivem Licht darstellen. Dass Werbung aber nach hinten losgehen kann, ist bekannt. Du musst, wenn du den Job nicht willst, darauf hinwirken, dass zwar Licht da ist (positives Bemühen zeigen), das aber nicht zu hell strahlt (durch Negativ-Einsprengsel). Das zu tun kann dem Bewerber nicht negativ angekreidet werden, denn man kann nicht zum Lügen gezwungen werden.

Daher ist es nicht sanktionierbar, wenn Fakten (wie Erkrankungen, Immobilität, gewerkschaftliches Engagement etc.) in der Bewerbung genannt werden, sofern sie (1) für den AG von Bedeutung sein können und (2) der negative Tenor dieser Fakten nicht mehr Raum einnimmt als die eigene Positivdarstellung (denn in dem Fall läge kein Werben-für-sich vor, sondern ein klares Nicht-Werben).

Grundätzlich gilt: Negative Selbstsdarstellungen in einer Bewerbung sollten immer in in Kombination mit positiven Sätzen wie "Trotz dieser möglichen Einschränkungen bin ich gerne bereit, mich in Ihrem Unternehmen produktiv einzubringen" erfolgen. Sätze wie "Leider leide ich seit 15 Jahren an Migräne" sollten immer ergänzt werden um Nachsätze wie "Ich habe dies aber medikamentös im Griff, weshalb längere Ausfallphasen nur noch selten sind".

Wenn man so verfährt, reduziert man die Gefahr einer Anhörung aufgrund der Vermutung einer Negativbewerbung deutlich. Das ist natürlich ein Drahtseilakt, aber viele hier im Forum meistern den gut. Anregungen für mögliche Anschreiben findest du zuhauf in diesem Thread.
 

Dagegen72

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.469
Bewertungen
1.021
ob die Informationen auf aufgewachter.wordpress falsch sind oder nicht - oder manchmal ironisiert oder wie auch immer - kann sich Hanzsolo oder sonst wer selbstverständlich ein eigenes Bild machen und sich eine eigene Meinung bilden :icon_wink:

@Hanzsolo: auf Bewerbungen müssen auch erst noch -> Vorstellungsgespräche folgen - heutzutage kann sich ein Arbeitgeber die Rosinen herauspicken

Telefon - / email - Daten würde ich weglassen - ist man auch glaube ich nicht verpflichtet zu (schon gar nicht, wenn man diese nicht besitzt) - mal sehen, ob die dir schriftlich antworten
 

TheLovingKind

Elo-User*in
Mitglied seit
25 April 2014
Beiträge
115
Bewertungen
11
Ich verstehe dieses Forum einfach nicht und möchte es auch nicht verstehen. :rolleyes:

Davon ausgehend, dass der TE derzeit keiner Beschäftigung nachgeht, sollte er sich vernünftig bewerben, auch auf ihm ggf. nicht sonderlich beliebte Tätigkeiten. Denn je länger die Lücke im Lebenslauf wird, desto schwieriger wird es eine ihm genehme Tätigkeit zu finden. Er sollte in den sauren Apfel beißen, sich vernünftig bewerben und kann sich dann bei Erhalt der Beschäftigung aus einer laufenden Beschäftigung heraus auf eine ihm genehmere Stelle bewerben. Bewerbungen aus einer laufenden Beschäftigung heraus versprechen eine viel größere Chance, als aus Arbeitslosigkeit heraus mit einer längeren Lücke im Lebenslauf.

Viele Menschen arbeiten in von ihnen nicht sonderlich geliebten Tätigkeiten, bewerben sich dann aber erfolgreich auf bessere Berufe aus der laufenden Beschäftigung heraus.

Was ist eigentlich eure Mentalität hier? Die schönsten und bestbezahlten Berufe fliegen einem automatisch in den Mund, besonders bei Arbeitslosigkeit? Nein, man muss sich langsam aber sicher den Traumberuf erarbeiten! Die allerwenigsten Menschen finden sofort nach der Ausbildung den Traumberuf.

Wer arbeitslos darauf wartet, dass sich jemand bei ihm an der Tür mit einem Traumberuf meldet, ohne sich auf Übergangstätigkeiten zu bewerben, wird ewig im ALG II verbleiben.
 

Hanzsolo

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 September 2013
Beiträge
146
Bewertungen
4
Sehr geehrter Herr xxxx,

von der Agentur für Arbeit habe ich einen Vermittlungsvorschlag für die ausgeschriebene Stelle als xxx, (Referenznr.: xxxxx-xxxxxxxxxx-x erhalten.

Sehr gerne bewerbe ich mich deshalb um diese Stellen bei Ihnen.


Ich freue mich auf die Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zu sprechen.

Aus Datenschutzrechtlichen Gründen erkläre ich mich mit einer Speicherung oder Weitergabe meiner personenbezogenen Daten nicht einverstanden und beantrage bei Nichtberücksichtigung für die angebotene Stelle die Löschung und schriftliche Löschungsbestätigung entsprechend der Bestimmungen des BDSG.
Mit einer Aufnahme in einen Bewerberpool erkläre ich mich nicht einverstanden.

mit freundlichem Gruß

Das habe ich auch noch gefunden.
Was sagt ihr dazu ?.


Bei den Vermittlungsvorschlägen steht an letzer Stelle

Bewerben Sie sich bitte umgehend per E mail mit folgenden Anlagen:Lebenslauf, Zeugnisse. Ihr Ansprechpartner ist XY.

Kann ich mich da trozdem per Post bewerben ?. Hoffe ihr könnt mir Bewerbungs muster zeigen, wie ich mich genau da bewerben soll.
 
Mitglied seit
19 Januar 2014
Beiträge
13
Bewertungen
1
Sry, aber wenn ich wüsste wer hinter deinem Alias steckt, würde ich schon in der Warteschleife deines Jobcenters am Telefon hängen um denen dort freudig mitzuteilen, wer in Zukunft keine Leistungen mehr haben möchte.

Ich kann ja noch verstehn, dass man sich gegen einiges wehren muss beim JC, aber DAS hier geht mal garnicht.
 
E

ExitUser

Gast
@V. M.

Ich frag mich grade, was ein Denunziant (wie du) hier im Forum will!
Schäm dich!
 

Schikanierter

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 November 2013
Beiträge
1.740
Bewertungen
2.953
Sry, aber wenn ich wüsste wer hinter deinem Alias steckt, würde ich schon in der Warteschleife deines Jobcenters am Telefon hängen um denen dort freudig mitzuteilen, wer in Zukunft keine Leistungen mehr haben möchte.

Ich kann ja noch verstehn, dass man sich gegen einiges wehren muss beim JC, aber DAS hier geht mal garnicht.
:icon_kratz: Bei dir kann ich nur noch :icon_eek: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zitieren:
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!
Ein Denunziant ist jemand, der andere anzeigt, anschwärzt und verleumdet. Die Steigerung des Denunzianten ist jemand, der das sogar wider besseres Wissen tut. Und schließlich ist der Denunziant jemand, bei dem man nach jeder Begegnung das dringende Bedürfnis verspürt, sich die Hände zu waschen.

Wenn ich deine Zeilen so lese, dann bekomme ich einen regelrechten Waschzwang! :icon_motz: :icon_neutral: :mad:
 
Oben Unten