Vermittlungsgebühren: Vermieter sollen ihre Maklerkosten selbst zahlen (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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Wer den Makler bestellt, der soll ihn auch bezahlen – diesem Vorstoß aus Hamburg will sich nun Nordrhein-Westfalen im Bundesrat anschließen. Die SPD-regierte Hamburger Bürgerschaft kündigte bereits im Januar eine Initiative in der Länderkammer an, mit der das Wohnungsvermittlungsgesetz entsprechend geändert werden soll. Nun bestätigte der nordrhein-westfälische Bauminister Michael Groschek (SPD) Medienberichte, wonach sich NRW dieser Initiative anschließen wolle. "Miete plus Provision können Normalverdiener oft kaum noch stemmen", begründete Groschek seinen Entschluss. Bisher darf die Maklergebühr maximal zwei Monatskaltmieten plus Umsatzsteuer betragen.
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Speedport

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Ärgerlich für Makler und Vermieter, für die Mieter wird es aber nicht viel bringen, die Kosten werden dann halt umgelegt.
 

Paolo_Pinkel

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Ärgerlich für Makler und Vermieter, für die Mieter wird es aber nicht viel bringen, die Kosten werden dann halt umgelegt.
Ja, diese Befürchtungen wurden auch schon in der Presse mitgeteilt. Ist wohl auch logische Konsequenz, dass der Vermieter das natürlich nicht aus eigener Tasche zahlen will. Mal sehen was das Gesetzgebungsverfahren so ausspuckt. Überhaupt fraglich, ob der Vermieter das so einfach auf die Miete umlegen kann?
 

Berenike1810

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BaWü will sich dem wohl auch anschließen.

Mir fallen gleich ein paar persönlich bekannte "Vermieter" ein und da ist kein einziger dabei, der das zahlen würde/wird.

Das geht dann eher so:

"sie möchten also die Wohnung haben- O.K. , ich habe schon acht sehr Interessierte, sie sind mir sehr sympathisch, sie passen in das Haus, ....blablablöö, wenn sie die Maklercourtage übernehmen, bekommen sie die Wohnung".


Berenike
.
 

ethos07

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Es läuft ja auch häufig einfach bereits so, dass bereits bei der Besichtigung Bargeld einfach so hinten herum direkt angeboten wird/bzw. muss, um eine angebotene Wohnung wirklich zu erhalten.
 

Berenike1810

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... Es gibt noch eine andere Tatsache:

wir haben keine Wohnungsnot, für Gutverdiener, oder Zahlungswillige.

Vor fast 8 Jahren war ich einige Monate unterwegs (also, in der Regio) um eine Wohnung zu finden.

- Also: als "Nicht-Hartzi", aber eine ältere Hündin hatte ich schon.

Ich habe Anzeigen gelesen und selber eine gesetzt.

So kam ich dazu, mir binnen ca. 5 Wochen mindestens 8 Wohnungen anzusehen, davon waren, nach meiner Erinnerung, 6 über Maklerbüro's.

Die Makler wollten 3,5 Kaltmieten als Provision.

Was mich sehr verwirrt hat war: dass man da einen Bogen ausfüllen sollte, so eine "Selbstauskunft" und Gehaltsbelege vorweisen, und das, bevor man überhaupt den Immobilienbesitzer, selbst, sehen konnte !

Einer wollte sogar eine Kopie vom Perso ....???:cool:

Also: ich habe mir mindestens 8 Wohnungen angeschaut.

*Eine: Erstbezug; stand 5 Monate leer; KM 680 € + 120 HNK monatlich, ohne Carport, oder gar Garage; Hunde waren unerwünscht.

*Eine andere: stand 10 Monate leer, 88 qm, mit Balkon an der Hauptstraße, Bj. 1962; nie saniert, Öl-Öfen in den meisten Zimmern; im "Bad" ein Elektro-Heizstrahler; KM: 580,00; + 80 € HNK.

*Ein Dorf weiter: wieder Hauptstraße; BJ 1958; Ölfeuerung; stand 6 Monate leer; war etwas günstiger: 480 € KM.

*Der Hammer war: 92 qm, an der Hauptstraße, 11 Jahre (fast**) leer, 680 kalt, + 140 HNK. Bj. 1972.


* Alle mit Sternchen habe ich über Makler anschauen können.


** = Da war noch eine gut und gerne 30 Jahre alte Küche drinnen, die der geneigte Mieter, entweder behalten darf, oder ggf. selber entsorgen !!!

Na denn mal.... !!!!

Berenike
.


 

KlebeFix

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An dem Zustand solcher Wohnungen ist doch nicht der Makler schuld. Der Vermieter will nichts investieren aber vermieten und der Makler muss dann notgedrungen aus Scheixxe Gold machen.

Die Selbstauskünfte sind eine Auflage der Vermieter. Auch da handelt der Makler nur im Auftrag des Vermieters.

Es wird aber allerdings Zeit das die Sache mit der Provision geändert wird. Miete, Kaution und Provision ist nicht mal für ein Otto Normalverbraucher zu stemmen.
 
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ExitUser

Gast
hallo zusammen,

bis vor einigen Jahren war es so das ich beruflich oft umziehen mußte. Inzwischen finde ich das Makler ein überflüssiger Zuhälterjob ist, ehrlich. Ich konsultierte in dieser Zeit einige Makler, äusserte meine Vorstellungen was ich für eine Wohnung brauche, und was bekam ich gezeigt? Dort hätte mir noch jemand Geld zahlen MÜSSEN damit ich dort eingezogen wäre.

Beste Erfahrungen machte ich mit Lokal Presse Blättchen, nette Vermieter, nette Wohnungen, verhandlungsfähig. Ausser Kaution keinerlei Kosten. Also wer braucht Makler?

LG von Barbara
 
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