Vermieterbescheinigung ?! (1 Betrachter)

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Person A wird von der Freundin an die frische Luft gesetzt.

Zur Überbrückung kommt Person A (über 25 Jahre alt) bei der Mutter unter ( kein eigenes Zimmer, nur Schlafplatz).

Bei der Beantragung von Alg II wird Person A nun die oben genannte Vermieterbescheinigung vorgelegt. A zahlt aber keine Miete an die Mutter.


Frage: Kann A sich darauf berufen, dass keine KDU zu zahlen ist, folglich die Vermieterbescheinigung sinnlos ist ?


Eine eigene Wohnung wird A erst im Januar beziehen können. Die Wohnung ist angemessen i.S. des SGB II .

Frage: Was muss A zur Vermeidung von Nachteilen gegenüber dem Amt beachten ?
 

Arania

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Wenn A keine KDU benötigt braucht A auch keine Vermieterbescheinigung vorzulegen, höchstens einen Meldenachweis

Das heisst A bekommt nur den Regelsatz

Bekommt die Mutter auch Sozialleistungen?
 
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Bekommt die Mutter auch Sozialleistungen?
Aktuell nicht.

Allerdings hat es in der Vergangenheit genau die gleiche Situation gegeben. Damals bezog auch die Mutter Alg2. Auch hier wurde eine Vermieterbescheinigung verlangt und als Resultat A ein Mietanteil von der Hälfte der Miete als Bedarf errechnet.

Und das obwohl er weder Haupt- noch Untermieter gewesen ist.
 

Arania

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Damals war das auch eine andere Sachlage, darauf würde ich nun mal hinweisen, allerdings nur falls die Mutter nicht doch wieder ALG II beantragen muss
 
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allerdings nur falls die Mutter nicht doch wieder ALG II beantragen muss
Wo liegt den überhaupt der Unterschied? Das begreife ich noch nicht so ganz.

Man kann doch nicht, wenn jemand kostenlos einen Unterschlupf (und mehr ist es eben nicht) gewährt bekommt, ihm künstlich eine Miete andichten.

Gerade jetzt ist die Situation ja sogar vorteilhaft für das Amt, weil keine KDU zu leisten ist.

Warum also damals die hälftige Aufteilung der Miete zwischen Mutter und Sohn, obwohl die Mutter die alleinige Mieterin der Wohnung war und die Aufnahme des Sohnes von vornherein nur eine vorübergehende Natur hatte?
 
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Wäre der Wohnungsinhaber Kunde der ARGE und der Gast in Lohn und Brot würde die ARGE auch den hälftigen Anteil des Besuchers anrechnen.
Gibt es hier auch eine gesetzliche Grundlage für ?

Es lag weder eine Bedarfsgemeinschaft noch eine Haushaltsgemeinschaft vor.

Gegen die damalige Vorgehensweise (eigener Mietanteil des Sohnes) ist nämlich eine Klage geplant. Wie schon eingangs gesagt, handelte es sich nur um die Zuverfügungstellung eines Schlafplatzes. Da erscheint eine hälfige Mietbeteiligung recht absurd.

Zumal es damals ja auch ein Nullsummenspiel gewesen ist. Vorher bekam die Mutter die volle KDU (da Wohnung angemessen für eine Person) und nur weil sie ihren Sohn für mehrere Monate aufnimmt, soll dieser die Hälfte zahlen.

Nach gesundem Menschenverstand blanker Unsinn, aber bei der ARGE wundert mich nichts mehr.
 
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