Vermieter will Dachboden ausbauen. 1 Zimmer mehr.

oldtime

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Hallo,
ich bin Aufstocker, habe Frau und 3 Kinder und die Wohnung, 4 Zimmer, 3. Stock unter dem Dachboden, wird langsam aber sicher zu klein.

Nun hat uns der Vermieter angeboten den Dachboden auszubauen so das wir ein Zimmer mehr hätten. Er will die monatliche Miete erhöhen aber noch im Rahmen der Kosten bleiben die die Arge einer BG zugesteht. Es würde 1 Zimmer mehr werden und die Wohnung ist dann evtl ein paar qm größer als der maximal angemessene Wohnungsgröße. Das ist aber noch nicht ganz klar aufgrund der Schräge. Auch die Zimmerhöhe wird mit etwa 2m sehr niedrig.

Nun ist die Frage geht das so? Übernimmt die Arge die höheren Mietkosten. Und was muss ich dafür machen. Umzug innerhalb des gleichen Hauses melden oder Veränderungsmitteilung in der ich angebe die Wohnungsgröße ändert sich? Ich meine das ist ja kein Umzug.

Es wäre super wenn das alles so einfach gehen würde. Wir bräuchten nicht umziehen. Aber wenn die Arge das nicht zahlt, dann braucht der Vermieter da auch nichts ausbauen. Die zusätzlichen Kosten können wir nicht alleine Tragen.
 

Hartzeola

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Und was muss ich dafür machen. Umzug innerhalb des gleichen Hauses melden oder Veränderungsmitteilung in der ich angebe die Wohnungsgröße ändert sich? Ich meine das ist ja kein Umzug.
Das ist kein Umzug, das ist eine Mieterhöhung auf Grund einer Modernisierung, mit gewissen Einschränkungen bei Mieterhöhung, §559 BGB.

Ein entsprechendes schreiben ist dem JC vor zu legen.

Was weiter passiert kann ich nicht vorhersagen.
 

oldtime

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Das Haus wurde Anfang des Jahres verkauft. Der neue Vermieter, der jetzt den Dachboden ausbauen möchte, hat direkt nach dem Verkauf die Miete um knapp 50 Euro erhöht. Die erste Mieterhöhung überhaupt. Kann das JC da ein Problem draus machen, wenn die Miete nun schon wieder erhöht werden soll?

Und das Schreiben mit der Modernisierung muss man wahrscheinlich im Vorfeld einreichen und absegnen lassen, ja?
 

Hartzeola

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Der Vermieter darf die Miete nicht beliebig oft erhöhen, dafür gibt es gesetzliche Fristen.

Und das Schreiben mit der Modernisierung muss man wahrscheinlich im Vorfeld einreichen und absegnen lassen, ja?
Das Schreiben mit Modernisierung bzw. Mieterhöhung kommt erst nach der Modernisierung.

Man kann natürlich versuchen, ein Angebot/einen Voranschlag des Vermieters zu holen bzw.vor zu legen. Wenn aber Jobcenter "Nein" sagt hast Du keine Chance.

Die Zahl von m² spielt nur zweiträngige Rolle. Entscheidend ist Gesamtmiete und ob Deiner Familie eine größere Wohnung tatsächlich zusteht.
 

oldtime

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Oh, man.

Es ist natürlich klar, dass der Vermieter nicht einfach so beliebig die Miete erhöhen kann. Aber da die Miete hier Jahrzehnte lang nicht erhört wurde war die 1. Mieterhöhung wohl in Ordnung. Das JC hat die auch anstandslos übernommen. Was jetzt auf uns zu kommt, ist die Umlage der Versicherung und der Grundsteuer. Das hat unser alter Vermieter nie gemacht bzw. sich nie drum gekümmert. Steht dem Vermieter ja zu und soll er auch haben.

Tja und mit dem Ausbau des Dachbodens möchte der Vermieter eigentlich erreichen, das wir wohnen bleiben. Natürlich möchte er auch die Wohnung damit aufwerten und dementsprechend ein bisschen mehr Geld dafür.

Eine größere Wohnung müsste uns eigentlich zustehen, da wir mit 5 Personen, in 4 Zimmern auf ca. 86 m² wohnen. Sollte das mit dem Ausbau klappen, hätten wir halt endlich genügend Platz.

Wenn wir den Vermieter das jetzt machen lassen und das JC im Nachhinein das dann nicht übernimmt müssten wir ausziehen. Das ist ziemlich unzufriedenstellend. Zum Einen brauch ich zur Arbeit nur ca. 5 Minuten und die Kinder laufen nicht viel länger zur Schule.
 

gelibeh

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Das ist doch die Frage, ob Ihr ausziehen müsst. Wenn Ihr ausziehen müsstet, dann würde Euch ja auch eine größere Wohnung zustehen mit einer entsprechenden höheren Miete. Die Umzugskosten müsste das JC auch bezahlen und eventuell auch noch Erstausstattung, weil einige Möbel nicht mitgenommen werden können. Ob das dann noch wirtschaftlich ist für das Jobcenter?
 

Myri

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Wenn der Vermieter "anbietet" müssten Sie abklären ob Ihre Wohnung zu klein, ein Umzug notwendig ist, sich die "neue" Wohnung genehmigen lassen und nur dann dem Ausbau zustimmen.

Allerdings kann es auch mietrechtliche Zwänge geben wenn der Dachboden bereits zur Mietsache gehört.

bye Myri
 

oldtime

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Das ist doch die Frage, ob Ihr ausziehen müsst. Wenn Ihr ausziehen müsstet, dann würde Euch ja auch eine größere Wohnung zustehen mit einer entsprechenden höheren Miete. Die Umzugskosten müsste das JC auch bezahlen und eventuell auch noch Erstausstattung, weil einige Möbel nicht mitgenommen werden können. Ob das dann noch wirtschaftlich ist für das Jobcenter?
Es ist einfach ein Zimmer zu wenig. Wir haben ca 86 qm und uns stehen hier laut Amt 95 qm zu. Wir spielen schon lange mit dem Gedanken umzuziehen. Aber das wird teuer und Aufwendig. Ich wüsste gar nicht wie ich den Umzug durchführen könnte. Ich habe niemanden den ich fragen könnte ob er hilft. Da müsste ich wohl auch das JC um Unterstützung bitten.

Wobei ich aber nicht glaube das es das JC interessiert, das durch einen negativen Bescheid zum Ausbau jetzt, später höhere Kosten für das JC entstehen. Ich kann mir gut vorstellen das die erstmal nein sagen, da es ja kein Standardvorgang ist das jemand ein Zimmer zusätzlich in einer bestehenden Wohnung bekommt. Wohingegen ein Umzug auch in eine größere, teuere Wohnung verbunden mit Umzugskosten ja völlig normal ist. Aber ich weis aber halt nicht ob sie es wirklich so sehen.



Wenn der Vermieter "anbietet" müssten Sie abklären ob Ihre Wohnung zu klein, ein Umzug notwendig ist, sich die "neue" Wohnung genehmigen lassen und nur dann dem Ausbau zustimmen.

Allerdings kann es auch mietrechtliche Zwänge geben wenn der Dachboden bereits zur Mietsache gehört.
Der Vermieter hat es nicht direkt "angeboten". Er hat gesagt das er den Dachboden ausbauen möchte und es für uns ja auch nur gut ist, da wir ihm schon früher mal erklärt haben das uns leider ein Zimmer fehlt. Der neue Vermieter ist sehr aktiv, hat schon etliches renoviert und will noch einiges Ändern.

Es kann gut sein das er den Boden auch ohne unsere Zustimmung ausbauen wird um die Wohnung aufzuwerten. Aber es wäre für uns halt ein Glücksfall, wenn denn das JC mitspielt. Daher haben wir auch vom Prinzip nichts dagegen. Nur muss das JC die höhere Miete zahlen sonst wäre der Ausbau gleichbedeutend mit einem Rausschmiss für uns.

Den Rest deines Satzes hab ich leider nicht ganz verstanden. Meinst du es wäre wenn die Wohnung in der neuen Größe angemessen ist doch ein Umzug? Der Dachboden gehört bisher jedenfalls nicht zur Mietsache.
 

gelibeh

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Wenn sich das JC wirklich quer stellen sollte, dann habt Ihr einen Grund für einen Umzug. Den dann in eine Wohnung, mit der für Euch passenden Größe. Das wird dann für das JC doch noch teurer, weil die auch die Umzugskosten bezahlen müssen.
 

gelibeh

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Wenn der Vermieter "anbietet" müssten Sie abklären ob Ihre Wohnung zu klein, ein Umzug notwendig ist, sich die "neue" Wohnung genehmigen lassen und nur dann dem Ausbau zustimmen.
Wenn der Vermieter das ausbauen will, dann muss der nicht das JC fragen.
 

Myri

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Reden Sie erst einmal mit dem Jobcenter, eventuell stimmen die ja zu, dass ein weiteres Zimmer benötigt wird, und klären sie z.B. hier www.recht.de - Forum Deutsches Recht im Mietforum ab inwiefern Sie von einer Änderungskündigung betroffen wären.

bye Myri
 

gila

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Wenn der Vermieter das ausbauen will, dann muss der nicht das JC fragen.
Und das JC muss auch nicht explizit wissen, warum die Miete erhöht wurde, solange sie noch angemessen ist.
Es gibt schließlich täglich Mieterhöhungen, die "einfach so" gemacht werden.

Daher würde ich den Vermieter bitten, eine ordentliche schriftliche Mitteilung über die Erhöhung der Miete zum ... zu machen und das als Veränderungsmitteilung beim JC einreichen.
Dann erstmal abwarten, ob und was da - schriftlich ! - kommen mag.

Die Größe der Wohnung spielt nur eine untergeordnete Rolle, solange die Kosten angemessen sind.
Diskutieren würde ich mit dem JC hier nicht. Kommt nix schriftlich, dann isses gut.
 
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