Vermieter erhalten Auskunft

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G

Gelöschtes Mitglied 14840

Gast
Ein neues Gesetz erlaubt es Gerichtsvollziehern Auskünfte bei Dritten einzuholen
(Banken, KFZ-Bundesamt, Rentenversicherung)
Doch es kommt noch besser:
Die bislang bei den jeweiligen Amtsgerichten geführten Schuldnerverzeichnisse, in denen Schuldner eingetragen sind, die Eidesstattliche Versicherungen über ihre Vermögensverhältnisse abgegeben haben, oder gegen die zur Abgabe dieser Versicherung Erzwingungshaft angeordnet wurde, werden laut Gesetzentwurf künftig in landesweite Internet-Register überführt. Die Einsicht in das von einem zentralen Vollstreckungsgericht zu verwaltende Register soll bei berechtigtem Interesse weiterhin öffentlich sein. "Vermieter und Handwerker können sich also künftig zentral Informationen über die Kreditwürdigkeit ihrer potenziellen Vertragspartner verschaffen", heißt es beim Bundesjustizministerium. Welches Gericht die Aufgaben des zentralen Vollstreckungsgerichts wahrzunehmen hat, bestimmen die Landesregierungen.
Das bedeutet, dass ein verschuldeter HartzIV-Empfänger wohl nie mehr eine Wohnung auf dem freien markt bekommen wird.
Eine Ghettoisierung von Leistungsempfängern ist somit vorprogrammiert.

Quelle
 
E

ExitUser

Gast
Künftig besteht damit in jedem Bundesland eine zentrale Auskunftsstelle. Zugriff auf die Datenbank haben Gerichtsvollzieher, Vollstreckungsbehörden und weitere staatliche Stellen wie die Strafverfolgungsbehörden.

... und z.B. Sachbearbeiter bei Hartz-IV-Behörden, Post, Banken, Telekom, große Warenhauskonzerne ... Alles im Internet einzusehen.

Der gläserne Bürger.
 

ladydi12

Super-Moderation
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Hallo @all, hallo liebe Mod,

ich fände es sehr sinnvoll, wenn man die Links zum neuen Pfändungsrecht, die hier aufgeführt sind, im Bereich Schulden unter "Wichtig" festtackert, denn so wie ich es sehe, werden wir Schuldner uns entsprechend warm anziehen können, wenn dies durchkommt und somit wird es dann schwerer werden, wieder ein Bein auf die Erde zu bekommen. Schließlich können sich dann auch potenzielle Arbeitgeber eingehend über einen Bewerber schlau machen. Wie hoch dann die Aussichten auf eine Festeinstellung sind, wenn man Schulden, einschließlich Kontenpfändung, hat und dies im Personalbogen nicht angeben möchte, kann sich jeder selber ausrechnen.

@Schuldenspezialisten hier im Forum

Inwieweit "greift" diese neue Rechtsgrundlage auch bei einem bestehenden Offenbarungseid? Oder gilt die in dem Falle nur für alle neuen Offenbarungseide?

meint ladydi12
 

ArmesWuerstchen

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AW: Ist doch nicht neu.....

Hallo,

jetzt mal ruhig bleiben.....das ist doch nichts neues.....

Das Schuldnerregister des Amtsgerichtes war schon immer ein öffentliches Verzeichnis......:icon_exclaim:

Die Einträge dort wurden im Bundesanzeiger veröffentlicht und es gab auch schon zu Vor Internet-Zeiten diverse Dienste wie Wirtschaftsauskunfteien,die den Bundesanzeiger abonniert hatten und gegen 10 bis 20 DM jedermann Auskunft daraus erteilten....
Banken haben und hatten diesen ohnehin abonniert und erfahren so ohnehin (wenn sie es nicht schon durch die Schufa erfahren) davon.


und @Ladydi12
Wie hoch dann die Aussichten auf eine Festeinstellung sind, wenn man Schulden, einschließlich Kontenpfändung, hat und dies im Personalbogen nicht angeben möchte, kann sich jeder selber ausrechne
Eine laufende Pfändung must du ohnehin angeben......weil irgendwann erfährt dein Arbeitgeber ohnehin davon.....spätestens dann nämlich,wenn der Pfändungs-und Überweisungsbeschuß auf seinem Tisch landet....und dann ist deine KÜNDIGUNG garantiert.....denn mit Pfändungen haben mittlerweile die Arbeitgeber sich zwangsweise abgefunden.....aber nicht mit
Unehrlichkeit.....
 

helpman

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Oh man, das ist doch ein alter Hut!

Dieses Verzeichnis beim Amtsgericht kennt doch schon fast jeder! Aber was die wenigsten wissen, das Arbeitgeber eben Menschen mit Schulden nicht einstellen aus dem Grund das wenn eine Kontopfändung reinkommt, dieser Arbeitgeber nicht nur einen Mehraufwand an Bürokratie hat sondern auch an Kosten. Und diesen Mehraufwand können oder wollen sich einige Arbeitgeber eben halt nicht bieten lassen. Daher sollte seitens der Regierung eine Lohnpfändung abgeschafft werden bzw. nur noch unter bestimmten strengen Auflagen durchführbar sein.

Und dann müßten Arbeitgeber verpflichtet werden eben Schuldner einzustellen sofern kein Interesse des Arbeitgebers dagegen zulässig ist, dies könnte z.B. bei einer Geldtransportfirma sein und einen der eine solche Firma schon mal überfallen hat. Oder wenn ein Kindersch.... sich beio irgendwas bewirbt was mit Kindern zu tun hat wie z.B. Kindergarten, Freizeitheim usw.

Aber wenn ein unbestrafter Schuldner sich bei Aldi bewirbt und Mietschulden hat, bei der Telekom oder aber wenn er Stromschulden hat und sich bei einer Spedition bewirbt, dann sollte man da mal genauer denken ob er sich nicht evtl. bewirbt damit er seien Schulden bezahlen kann. Oder?
 

ArmesWuerstchen

Elo-User*in
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28 März 2008
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Hallo Helpman,


das:
Aber was die wenigsten wissen, das Arbeitgeber eben Menschen mit Schulden nicht einstellen aus dem Grund das wenn eine Kontopfändung reinkommt, dieser Arbeitgeber nicht nur einen Mehraufwand an Bürokratie hat sondern auch an Kosten.
ist so nicht richtig........

In der heutigen Zeit ist es ja schon fast Standard ,das Arbeitnehmer Pfändungen ihres Arbeitseinkommens haben.......
Und das ist auch kein Mehraufwand an Bürokratie oder Kosten......jedes Lohnbuchhaltungsprogramm kann das mittlerweile......:icon_smile:

Und du unterschätzt die Personal-Verantwortlichen bei den Firmen.....:icon_cool:

Die können sehr wohl unterscheiden,ob jemand aus einer Zwangslage (wie zum B. Arbeitslosigkeit in die Schulden geraten ist oder aus Ignoranz......

Die können schon unterscheiden,ob jemand ein Zocker ist,der jeden EURO in den Spielautomaten schmeist....oder jemanden,der aufgrund von Arbeitslosigkeit einfach nicht mehr in der Lage war,seinen Verpflichtungen nachzukommen.....zum B.

Denn schließlich sind von der zur Zeit miesen Wirtschaftslage ja nicht nur die Arbeitnehmer betroffen......auch die Arbeitgeberseite bekommt es zu spüren........auch der "CHEF" bekommt Mahnungen bzw. kann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen......
In der Beziehung ist die Wirtschaftskriese "Demokratisch"......:icon_mrgreen:
 

troubleip

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Also, ich finde es gar nicht mal so verkehrt, wenn auch Handwerker in die potentiellen Schulden ihrer Kunden reinspicken können, schließlich bleiben die dann auch auf ihren Kosten sitzen, wenn der Kunde nicht zahlen kann oder will....

Außerdem ist es heute - leider - gang und gebe, dass manch einer seine Schulden beim Handwerker nicht bezahlt und somit vile kleine und mittelständische Unternehmen pleite gehen oder plötzlich selber ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können und über kurz oder lang ihren Mitarbeitern kündigen müssen um nicht selber, aufgrund zahlungsunwilliger Kunden, in die Armut zu verfallen!
 

physicus

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Außerdem ist es heute - leider - gang und gebe, dass manch einer seine Schulden beim Handwerker nicht bezahlt und somit vile kleine und mittelständische Unternehmen pleite gehen oder plötzlich selber ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können und über kurz oder lang ihren Mitarbeitern kündigen müssen um nicht selber, aufgrund zahlungsunwilliger Kunden, in die Armut zu verfallen!

und damit das nicht passiert gibt es bankbürgschaften...

und damit ist das:

Also, ich finde es gar nicht mal so verkehrt, wenn auch Handwerker in die potentiellen Schulden ihrer Kunden reinspicken können, schließlich bleiben die dann auch auf ihren Kosten sitzen, wenn der Kunde nicht zahlen kann oder will

völliger lapsus.

der staat schnüffelt so schon genug rum, da brauchst du nicht jedem teppichklopfer noch diese mittel in die hand geben, dann kannst nämlich deine kontoauszüge auch gleich online stellen oder in der zeitung abdrucken lassen....
 

Daniell

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eine kurze frage hierzu:
muss der vermieter eine einwilligung (unterschrift) von mir haben, oder kann er ohne das ich es weiss auskunft über meine schufa bzw EV erhalten?
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
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AsbachUralt

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Das ist falsch!

Eines ist bei allen Schufaabfragen gleich: SIE SELBST müssen in die Schufa-Klausel eingewilligt haben. Ohne diese schriftliche Einwilligung darf kein Unternehmen und keine andere Person ausser Sie selbst eine Schufaabfrage tätigen.

Wer erhält eine Schufaauskunft
 
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