Verlustvor- oder rücktrag...

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DJL-HH

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Vielleicht kann mir hierzu jemand weiter helfen :)

Ist Ihr Gesamtbetrag der Einkünfte in 2006 negativ, so können Sie diesen Verlust entweder

- im Jahr 2005 oder

- in den Jahren ab 2007

geltend machen.
www.steuernetz.de

Sachverhalt:

Im Jahr 2005 hab ich durchgängig als AN gearbeitet, habe auch Steuererklärung abgeben und sogar eine Rückerstattung erhalten.
Im Jahr 2006 war ich erwerbslos (Bezug Alg1 ) bis zum 29.10.06, ab dem 30.10.06 mache ich mich gewerblich selbständig.

Nun meine Frage:

Angenommen, ich habe ein negatives Betriebsergebnis für die Monate Nov-Dez 06... sagen wir mal 3.000 € (Betriebsausgaben > Betriebseinnahmen)..., ich kann also mein negatives Ergebnis in 2007 "mit rüber nehmen", soll heißen, ich "starte" gleich mit -3.000 €, richtig?? = Verlustvortrag.
Ist es aber auch nun möglich, und so lese ich das, dass ich mein negatives Betriebsergebnis als Verlustrücktrag nach 2005 geltend machen kann??
Würden dann meine Einkommensteuererklärung von und für 2005 neu berechnet werden und "hätte ich dann in 2005 keine Lohnsteuer" zahlen brauchen?
Würde dies bedeuten, dass ich, wenn ich den Verlustrücktrag nach 2005 stelle, ich dann für das Geschäftsjahr 2007 bei € 0,-- anfange??

Danke erst einmal für Eure Kommentare.

Gruß aus dem heute sonnigen HH
Dirk
 

Koelschejong

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Aus Deinen anderen Postings, zu denen mir leider nichts hilfreiches einfällt, entnehme ich, dass auch Du mittlerweile in die noble Kaste der edlen Ritter vom Hartz IV Orden aufgenommen bist.

Ob Du tatsächlich einen Verlustrücktrag auf 2005 machen kannst, weiß ich nicht, würde aber dabei noch einmal genau nachdenken. Ich vermute mal sehr stark, dass Dir in einem solchen Fall die Einkommensteuerrückerstattung von den ARGEN Raubrittern als Einkommen gerechnet würde und Deine Einkünfte mindert. Auch wenn es weh tut, versuch es mit einem Verlustvortrag auf 2007. Wenn Du Dir hier so diverse Beiträge durchliest, benötigst Du selbst in diesem Fall noch einen die Probleme der Selbständigen verstehenden SB . Wie Du gerade jetzt bei Tacheles und in anderen Foren lesen kannst, sind diese eine bedauernswert seltene Spezies - falls Du einen findest, hegen und pflegen! :hug:
 

DJL-HH

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noch in Alg1 -Bezug bis 31.12.06 mit Hoffnung auf Gewährung des Überbrückungs-Geldes (zuletzt bezogenes Alg1 zzgl. 69,5%), so ich es denn noch schaffe, Kapitalgeber zu überzeugen ;) und sie rechtzeitig in die Puschen kommen...

Meine Frage hier bezog sich also nicht darauf, was ist, wenn man in Alg2-Bezug ist.

LG, Dirk
 

DJL-HH

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Moinsen ;)

also, ich antworte mir mal selber, weil ich heute gerade meinen Steuerbescheid für 2006 erhalten habe:

Negative Einkünfte in 2006.

Das FA hat mir zusätzlich noch eine Anlage mitgeschickt, worin ich binnen 4 Wochen dem FA gegenüber mitteilen soll, ob ich einen Verlustvor- oder rücktrag machen will und wenn ja in welcher Höhe (ob zu 100% oder nur teilweise), da ich das (bewusst) in meiner Steuererklärung ausgelassen habe.

Nun ist es so, dass der Gesetzgeber seit 2004 entsprechende Änderungen diesbezüglich vorgenommen hat.

Auszug:
Verlustrücktrag: Nicht ausgeglichene Verluste des Entstehungsjahres können bis zu einem Betrag von 511.500 Euro, bei Ehegatten, die zusammen veranlagt werden, bis zu einem Betrag von 1.023.000 Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte des unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraums abgezogen werden. Eine Trennung nach Einkunftsart wird entbehrlich. Der Verlustrücktrag kann auf Antrag betragsmäßig begrenzt werden.
Gerade das war eine wesentliche Frage, denn in 2005 war ich noch AN und nicht Selbständiger. Ergo... Gewerbliche Einkünfte, auch negative, können mit anderen Einkünften, z.B. also auch aus Nichtselbständiger Tätigkeit verrechnet werden.

Vorteil Verlustrücktrag:
Ich habe sofort liquide Mittel

Nachteil:
NUR bei ALG2-Bezug!! Diese Steuerrückerstattung gilt als Einkommen und wird angerechnet.

Vorteil Verlustvortrag:
Erwarte ich im laufenden Jahr höhere Einnahmen, so mindert mein Vorjahresverlust meine mögliche Einkommenssteuerschuld für das laufende Jahr.

Gruß aus Hamburg
DJL :cool:
 

Koelschejong

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Sehr schön, wie ich ja bereits früher befürchtete, wird Dir bei einem Verlustrücktrag die Steuererstattung angerechnet. Leider bin ich nicht allzu optimistisch, dass Dir Deine ARGE einen Verlustvortrag ins nächste Jahr durchgehen lässt. Ich drück Dir diesbezüglich natürlich sämtlich verfügbare Daumen, ich steh vor dem gleichen Fragezeichen, Verlust in 2006 mit etwas Glück (oder nur wenig Pech) geringer Gewinn in 2007. Erkenntnisse in dieser Sache werd ich natürlich hier posten.
 

DJL-HH

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Moin Koelschejong,
des einen Glück, des anderen... naja :icon_rolleyes:

Bin noch nicht in ergänzendem Alg2-Bezug (mit Betonung auf "noch"...), sondern bekomme das Überbrückungsgeld, weil ich keine 90 Resttage Alg1 -Anspruch mehr hatte, um den Gründungszuschuss zu erhalten.

Ich gehe davon aus, dass der Rücktrag nach 2005 höchstens 100 € sind, keine Ahnung, aber so starte ich jedenfalls ned gleich mit nem Minus ins neue Geschäftsjahr, das kommt von ganz alleine... und Einkommenssteuer für 2007 wird eh nicht anfallen.

Im Grunde, und das erlebe ich nun gerade, ist dieser ganze Bezuschusskrams eher eine Art Nervenberuhigung, denn eine echte konstruktive (Förder-)Hilfe.
Ende April bekomm ich das letzte mal rückwirkend für April das Ü-Geld, aber erst jetzt kommt so ganz allmählich eine Resonanz auf meine Anzeigen- und Werbemaßnahmen... bis man sich am Markt, mit was auch immer, etabliert oder zumindest einigermaßen gefestigt hat, ist ein Jahr garnix... bis dahin ist aber die Förderung vorbei, zumindest bei Alg1 .

Infolgedessen, da ich von meinem Geschäft (noch) nicht eigenständig leben kann, werde ich wohl oder übel zum 01.06. ergänzendes Alg2 beantragen müssen *graus*

Sonnigen Sonntach vonner Waterkant
DJL :cool:
 
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