Verlust der Wohnung - Mietangebot abgelehnt wegen 25 Euro

Miss Elli

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Mutter, alleinerziehend, schwerbehindert, chronisch krank, hat nach 22 Jahren die Kündigung ihrer Wohnung wegen Eigenbedarf erhalten.
Jetzt hat sie auf dem katastrophalen Wohnungsmarkt tatsächlich eine Wohnung gefunden welches fast an ein Wunder grenzt.
Quadratmeter passen aber für das Jobcenter (Optionskommune) ist die Bruttokaltmiete 25 Euro zu teuer.
Somit wurde die Wohnung abgelehnt und es werden weder die Umzugskosten noch die Kaution für die Wohnung übernommen. Sie selbst kann den Umzug weder gesundheitlich noch finanziell stemmen.
Gibt es eine Möglichkeit, dass das Jobcenter doch noch die Kosten übernehmen?
Sie hat fürchterliche Angst bald mit ihrem Kind auf der Straße zu landen!

Vielen Dank im voraus!
 

swavolt

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Widerspruch gegen die Ablehnung einlegen.
Wohnungssuche protokollieren und das JC im Widerspruch zu der Ablehnung schriftlich darauf hinweisen das kein angemessener Wohnraum vorhanden ist.

Kündigung:
Für den Vermieter hingegen ist die Dauer der Kündigungsfrist abhängig von der Dauer der Mietzeit in Jahren:

  • Bei einem bestehenden Mietverhältnis bis zu 5 Jahren beträgt die Kündigungsfrist, wie beim Mieter auch, 3 Monate.

  • Eine Kündigungsfrist von 6 Monaten gilt bei einer Mietzeit von 5 bis 8 Jahren.

  • Besteht das Mietverhältnis länger als 8 Jahre, so verlängert sich die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 573c um weitere 3 Monate auf 9 Monate.
Unter Umständen können auch andere Kündigungsfristen innerhalb des Mietvertrages eingeräumt werden, insbesondere wenn es sich nur um eine kurzfristige und vorübergehende Vermietung handelt. Eine Abweichung von den gesetzlichen Kündigungsfristen darf jedoch zu keiner Zeit nachteilig für den Mieter ausfallen (§ 573c Abs. 4 BGB).
Wohnungskündigung | Fristen, Form und weitere wichtige infos!

Kündigungsfrist ist also 9 Monate.

Dann bei Thome nachgucken ob die Rechnung des JC stimmt.
Harald Thome - Örtliche Richtlinien
 

Miss Elli

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Erstmal Danke für die schnellen Anworten!

Mietstufe wäre in dieser Stadt nach dieser Tabelle die 4.

Ja, die Kündigung ist von einem Anwalt für Mietrecht geprüft worden und fristgemäß.
 

TazD

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Wurde die Eigenbedarfskündigung von einem Anwalt für Mietrecht geprüft?
Das war auch mein erster Gedanke. :biggrin:
Kündigungen wegen Eigenbedarf sind eine ganz knifflige Sache für den Vermieter. Die Fristen sind da das kleinste Fettnäpfchen, in das sich der Vermieter setzen kann. Aber scheint ja alles korrekt. :icon_sad:
 

Miss Elli

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Gibt es dazu eine gesetzliche Grundlage für die 435 Euro bei Mietstufe 4 für 2 Personen?
Damit ist die Bruttokaltmiete gemeint, nehme ich an?
 

TazD

Super-Moderation
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Wen oder was meinst du?

Zur Eigenbedarfskündigung empfehle ich einen Blick in § 573 BGB.
Die Eigenbedarfskündigung begründet sich auf § 573 Abs 2 Nr. 2 BGB. Daraus ergeben sich auch schon die Grenzen, wann eine Eigenbedarfskündigung überhaupt nur möglich ist.

Edit: Okay, dann war das nicht gemeint. :biggrin:
 
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