Verliere Wohnung: JC zahlt keine Miete mehr, weil's meine Wohnsituation nicht glaubt. (1 Betrachter)

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AlexanderW

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Hallo!

(Viel Holz, ggf. bitte Überfliegen u. die wesentlichen Punkte aufgreifen.)

Das hier ist ein Anschlussthema zu diesem hier. Dort steht etwas zur Vorgeschichte, von dem ich aus Platzgründen dafür nun einiges weglasse. Bei Bedarf oder Unklarheiten einfach nachfragen. Habe die Elo-Foren gestern stundenlang durchsucht und sehr viel gelesen, weil ich meinte, es müsse doch jemand schon mal in einer ähnlichen Lage gewesen sein. Kein Glück. Andererseits überrascht es nur bedingt und sollten die folgenden Ausführungen irgendwie absurd erscheinen, um nicht zu sagen, grotesk, dann kann ich nur beipflichten. Sie sind es nämlich. Glaubt mir bitte trotzdem, auch wenn's ein guter Scherz wär.

Mein Stand jetzt in Stichworten:
  • meine (von Beginn an v. JC getragene) Wohnung wurde fristlos gekündigt (wg. Mietschulden infolge Leistungsausfall)
  • Darlehen zur Tilgung dieser Schuld vom JC zugesichert, vorab jedoch Klärungsbedarf (z.d.Z. Außendienstbesuch)
  • Räumungsklage läuft an, läuft auf Hochtouren, ist jetzt fast durch
  • Darlehen zur Tilgung dieser Schuld - wie auch die Übernahme der zukünftigen Miete - vom JC völlig überraschend abgelehnt
  • Antrag auf Weiterbewilligung der Grundleistung (abzgl. Wohnung) aber anerkannt

Die letzten beiden Punkte sind mir erst seit gestern bekannt! Zur Ursache des monatelangen Leistungsfalls kam im andern Thema diese Frage:

Es wäre vorteilhaft zu wissen, warum es zu den Mietrückständen überhaupt kommen konnte?!
-Jobcenter-Leistungsausfälle, Sanktionen?
-eigenes Verschulden (Kohle verbraten)?
Nein, keine Sanktionen. Die Frage nach eigenem Verschulden beantwortet sich aber nicht so einfach. Entscheidet doch selbst. Ich hab jedenfalls keine Kohle "verbraten" (da gab's auch nie viel zu braten), noch hätte ich Mietmittel überhaupt missbrauchen können: Miete+NK wurden bei mir immer direkt vom JC überwiesen, ich hab davon nix gesehen und das ist auch i.O. so. Ursache des Ausfalls bin ich trotzdem: WBA wurde nicht eingereicht, ganz einfach. Warum nicht? Ich bin psychisch krank und habe Depressionen (weiß JC alles, alles bekannt) und bin über einige Wochen komplett "abgenabelt" gewesen. War von offizieller Seite aus nicht erreichbar u. hab nichts an mich ran gelassen, schon gar keine Post! Alles aufgelaufen. Aber das war im Sommer/Herbst. Ich hab mich dann zum Glück wieder gefangen und zwar ohne Hilfe von außen - "pünktlich", als die Wohnungskündigung anflatterte. Ab da war ich alarmiert. JC benachrichtigt, meine Lage und ihre Gründe nach bestem Wissen u. Gewissen vorgetragen, wenig später dann auch besagten Thread hier im Forum platziert.

Und dazwischen? Also ich habe keinerlei Einkommen oder sonstige Rücklagen und seit August 2013 null Leistungen bezogen, obwohl sie mir jederzeit zustanden. Wer's zynisch mag, nennt es "freiwilliger Verzicht". Da ich eher genügsam bin, hatte ich mir aber aus vorausgehenden Leistungen ein bisschen was zusammengespart und damit kam ich eben einige Monate so über die Runden. Es reichte sogar für die Strom- u. Telefonrechnungen. Aber natürlich nicht für die Miete! Das war so ab September/Oktober dann vorbei. Konto leer, Tasche leer, und ab da war ich vollends mittellos - bis auf Strom, den ich bis zuletzt bezahlen konnte. Dann im Oktober, kurz bevor ich das mit der Kündigung erfuhr, reichte ich (ja, schrecklich verspätet) meinen WBA wieder ein. Soll ich euch was sagen? Wir haben jetzt Januar und ich hab bis heute keinen Cent gesehen! Nicht einen! Weil der Antrag ja noch "bearbeitet" werden musste. :) Soforthilfe? Vorschuss? Scheck? Lebensmittelgutscheine? Gut zu wissen, nur wusste ich v. der Möglichkeit nichts! Und mir hat kein Mensch etwas davon gesagt! Nicht mal mein sog. Fallmanager. Ich war zig Mal im JC, die haben meine Kontoauszüge seit Oktober, ich habe nie einen Hehl aus meiner Situation gemacht und mir wurde kein Wort gesagt! Keine Leistung, keine Hilfe, kein Rat, keine Unterstützung, null. Dass ich, auch vor Bewilligungsbescheid (zumal ich ja davor schon lange bezog), bei sonst. Mittellosigkeit ein Recht auf Sofortleistung habe, das musst ich selbst rauskriegen. :icon_question: Erfahren hab ich davon u.a. in und dank dieser Foren hier...

Also diese Woche gleich den Antrag auf Vorschuss gestellt, genehmigt, Ergebnis: kein Geld. Grund: WBA (siehe oben) bereits durch, Überweisung (angebl.) schon unterwegs. Nur eben noch nicht auf meinem Konto. *heul* Stattdessen gab's Gutscheine und ein Schreib für meine Bank, mit dem ich jetzt trotz leerem Konto doch schon ein paar Münzen kriegen konnte. Immerhin etwas! Es reicht für Essen & Trinken (hatte ich nicht immer) bis der Rest hoffentlich auf meinem Konto ist.

Der Punkt ist eben dieser Rest. Davon kann ich leben, aber nicht wohnen! Bewilligt worden ist mir, trotz laufender Räumungsklage, nur die Grundsicherung. Abgeschlagen wurde sowohl das DRINGEND notwendige Darlehen wg. Mietschuld, als auch zukünftige Übernahme der Miete. Das, wie gesagt, mir erst seit gestern bekannt, ich bin aus allen Wolken gefallen, vor allem wegen der Begründung: Sie glauben mir nicht! Sie glauben mir nicht, dass ich wohne, wo ich wohne. Es heißt, der Ort meines "ständigen Aufenthalts" wäre bzw. bliebe "fragwürdig" und ich hätte keine Beweise dafür vorgelegt, dass es ihn gibt. :icon_lol: Ablehnung gem. §24 Abs. 1 i.V.m. §19 SGB II. Ich kann/muss innerhalb eines Monats gegen diese Entscheidung Widerspruch einlegen. Frage: Wie?

Zur Klarstellung: meine Wohnung wird von mir bewohnt, nur von mir u. es war seit Einzug nie anders; meine Wohnung ist relativ günstig; meine Wohnung wurde von Anfang an vom JC übernommen; Bereitschaft wie Interesse am Erhalt meiner Wohnung wurde mir im November vom JC versichert. Nur deshalb hab ich mich bis jetzt natürlich auch nicht nach einer neuen umgesehen! Warum auch? Mir wurde ja gesagt, ich würde u. solle genau diese behalten! Zumal das ja mein eigener Wunsch ist.

Weil ich zwischenzeitl. nun mal regelrecht aus dem Bezug gefallen u. wie gesagt eine Zeit lang nicht erreichbar war, sollte nun vorerst noch mal mein Bedarf geklärt werden. Das zumindest die Aussage mir ggü. (vom SB). Insbesondere ging es um die Frage, ob ich in dieser Wohnung überhaupt noch "anwesend" bin, d.h. ob sie von mir genutzt wird. (Welche sollte ich sonst nutzen?) Dafür gibt es den sog. Außendienst. Genau der sollte also kommen. Nebenbei, zu dem Zeitpunkt lief die RK bereits und somit also auch die letzten Fristen. Entspr. beruhigend war die Ankündigung, der AD würde sich spätestens (!) in in der folgenden Woche melden. Das war Ende November. Den Brief samt Termin vom zus. AD bekam ich kurz vor Weihnachten! Termin: mitte Januar! :icon_confused: Während all dieser Zeit, keine Nachricht. Dabei lag dem JC alles vor, sie wussten ganz genau, dass Fristen (ab)laufen.

Dann endlich bemühten sich zwei Agenten hierher. Nur um, so wurde es mir erklärt, festzustellen, dass ich hier anwesend bin, aufmache und wohne. Mehr nicht. Immer noch unangenehm, aber eigtl. keine große Sache. Dachte ich! Was wirklich geschah, war eine Art Hausdurchsuchung. Ohne, dass ich darauf vorbereitet war. Egal, denn ich "hab ja nichts zu verbergen". Außer: meine prächtige Armut! Und genau das sollte ein Riesenproblem werden. Ich betone noch mal, (auch) zu diesem Zeitpunkt vollkommen mittellos gewesen zu sein. Was logischerweise bedeutet, dass elementarste Dinge des Lebens in meiner Whg. nicht auffindbar waren. Aber wie denn auch?? Ich war am Hungern! Und das wussten die auch! Ich hab's berichtet, es stand in ihren Unterlagen. Sie haben mir dennoch nichts geglaubt! Die kamen hier schon an, unhöflich wie sie sowieso waren, mit superskeptischen Mienen und allerlei blöden Bemerkungen! :-/ So als hätte ich irgend was verbrochen, oder hätte noch ne Suite im Vierjahreszeiten, oder wär gar Schuld an meiner wohnlichen Armseligkeit! Ja, mir fehlt fast alles. Ich habe nicht mal einen Kühlschrank, aber das auch nur, weil mir je kaum etwas bewilligt wurde!! Dies ist meine erste, eigene Wohnung, ich hatte nie Einrichtung! Ich kam mit nichts und bekam nichts. Und so sieht es eben aus. Das haben sie gesehen. Und daraus geschlossen: "Hier kann keiner wohnen!" "Die Wohnung wirkt auf mich völlig unbewohnt!" "Wo bitte ist dies, wo ist das?" "Wie machen Sie dies, wie machen sie jenes!" Dabei habe ich immer ehrlich geantwortet und angenehm ist das weiß Gott nicht! Aber für's Nötigste reicht es halt. Ich kann hier schlafen, ich kann hier duschen, ich kann hier frühstücken u. abendessen - dafür brauch ich keinen Laser-Herd! Für alles andere muss ich eben ausweichen, auf Eltern u. Freunde. (Ein Glück, dass es sie gibt!) Alles egal, denn worum's geht ist: Ich wohne hier. Nur hier. Und kann nirgendwo anders hin.

Vergeblich. Sie haben's nicht geglaubt. *g* Und daran ist es (wohl) gescheitert. Ich kann euch sagen, ich bin tieftraurig und fühl mich irgendwie verarscht. Werde ich verarscht?? Vor allem fühl ich mich im Stich gelassen und habe nicht die leiseste Ahnung, was für "Beweise" für meinen Aufenthalt das JC denn noch sehen will. Was noch nicht zu spät ist, hängt jetzt allein davon ab, aber wie soll das bitte gehen? Das ist umgedrehte Beweislast, das ist unfair. Sie sehen meine Stromrechnungen! Sie sehen meine Telefonrechnungen! Sie müssen sehen, dass Wasser u. Heizung genutzt werden! Sie könnten meine Nachbarn fragen, die sehen mich hier, jeden Tag! Mein Fallmanager betreut mich seit Jahren, die ganze Zeit bin ich hier wohnhaft, er weiß das, er hat mich immer hier erreicht! Aber er wurde mit Sicherheit nicht mal gefragt! Wie kann das sein?

Und all dies wird mir erst kommuniziert, als die mündl. Verhandlung kurz bevor steht. Bin komplett ratlos, die Zeit, dieser Entscheidung zu widersprechen, ist nicht mehr da! Ich weiß nicht, was ich dem Gericht jetzt sagen soll, oder was da überhaupt geschehen wird. Ich weiß momentan überhaupt nicht, was ich noch machen soll, machen kann. Nur, dass ich widersprechen muss. Aber nicht wie!

Eine Einrichtung für Menschen im Wohnungsnotstand konnte noch nicht benachrichtigt werden. (Ablehnung hab ich ja erst seit gestern u. auch nur, weil ich sie mir geholt hab, Brief ist nicht mal JETZT da.) Einen RA hab ich nicht. Ein SG ist nicht eingeschaltet. Aber ich brauch dringend Hilfe.

Vielen Dank.
 

arbeitslos in holland

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AW: Verliere Wohnung: JC zahlt keine Miete mehr, weil's meine Wohnsituation nicht gla

ein typisches beispiel für das tolle soziale netz, dass nur für die wahrhaft bedürftigen da ist, bei mt, pv und zaf. da ist kein geld da für mittellose und leute die hungern (!)

sorry, soviel zynismus muß sein :redface:

ja, wenn du beim besuch nicht schon monatelang "gewohnt" hättest, wäre dir eine erstausstattung zugesprochen worden. so muß DU jetzt erklären, wie man da monatelang "hausen" kann.
bei deinem WBA würde ich meinen, dass du da-für deine anerkannte krankheit-nicht voll haftbar bist, was dir aber eine gesetzliche betreuung einbrocken könnte.

tja, darlehen ist immer KANN und ohnehin braucht sich der VM auf nix einlassen, wenn er die RK schon durch hat. dein antrag auf ALGII wurde noch nicht bearbeitet und du könntest eine sofortauszahlung nach §42 SGBI fordern->
https://www.erwerbslosenforum.de/antrag/antrag42.doc

aber ohne beistand, wirst du auch scheitern, darum beistand suchen
->
Information - Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter im Erwerbslosen Forum Deutschland
->
Wir Gehen Mit – Die Mitläufer e.V. | Die #Mitläufer
 

gelibeh

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AW: Verliere Wohnung: JC zahlt keine Miete mehr, weil's meine Wohnsituation nicht gla

Amtsgericht. Beratungshilfeschein beantragen. Anwalt für Sozialrecht suchen. Kosten 15€.
 

AlexanderW

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AW: Verliere Wohnung: JC zahlt keine Miete mehr, weil's meine Wohnsituation nicht gla

Ich bin so durch'n Wind, dass ich mich da ein paar Mal mit den Monaten vertan hab. Das nur als Hinweis, die chronologische Reihenfolge der Ereignisse passt aber.

ein typisches beispiel für das tolle soziale netz, dass nur für die wahrhaft bedürftigen da ist, bei mt, pv und zaf. da ist kein geld da für mittellose und leute die hungern (!)
Enttäuscht vom sozialen Netz bin ich auch, aber ich glaube, hier geht's gar nicht mal darum, dass kein Geld da ist. Sondern darum, dass es niemand (ich!) rechtzeitig gefordert hat. Darum kann ich jetzt auch schlecht jede Schuld von mir weisen. Ist auch überhaupt nicht meine Intention. Nur hätte man mich m.E. wenigstens auf meine Rechte und die Möglichkeiten, die bleiben, hinweisen müssen. Was eben nicht geschehen ist. So spart die eine Seite an Ausgaben und die andere bleibt das dumme Opfer.

ja, wenn du beim besuch nicht schon monatelang "gewohnt" hättest, wäre dir eine erstausstattung zugesprochen worden. so muß DU jetzt erklären, wie man da monatelang "hausen" kann.
Dann hätte der Besuch eben zwei Jahre eher erfolgen müssen, aber auch davon war nie die Rede. Stattdessen war ich damals schon froh, dass die Wohnung an sich übernommen wird. Von der (minimalen) Erstausstattung wurde dann aber gerade mal 1/3 bezahlt (im Grunde nur paar Möbel u. Beleuchtung, keinerlei Geräte), der Rest ging zurück. Was blieben, waren Gutscheine für Sozialkaufhäuser, in denen wir noch wochenlang nach Geeignetem suchten, vergeblich. Dass ich daraufhin berechtigt gewesen wäre, mir diese Gutscheine alternativ auszahlen zu lassen (um dann woanders nach Günstigem zu sehen), hat mir wiederum kein Mensch gesagt. Davon weiß ich jetzt auch erst seit ein paar Tagen. Vom: Außendienst. :wink:

bei deinem WBA würde ich meinen, dass du da-für deine anerkannte krankheit-nicht voll haftbar bist, was dir aber eine gesetzliche betreuung einbrocken könnte.
Was heißt "nicht voll haftbar"? Einen gesetzlichen Betreuer hatte ich schon mal. Auch zu dem Zeitpunkt meines Einzugs! Aber das ist vor etwas über einem Jahr eingestellt worden, da die Notwendigkeit nicht mehr gesehen wurde.

Amtsgericht. Beratungshilfeschein beantragen. Anwalt für Sozialrecht suchen. Kosten 15€.
Danke für den Hinweis! Ich fürchte nur, dafür könnte es schon zu spät sein: Im Amtsgericht werde ich nämlich in nur wenigen Stunden sein (müssen). Aber dann ist die mündl. Verhandlung! :icon_cry:

Auch das wurde im ersten Beitrag leider nicht mehr untergebracht. Ist aber so. Morgen um 09:00. Falls von Interesse: meine jetzige Planung ist, gleich und noch davor eine Hilfe- u. Beratungsstelle hier vor Ort aufzusuchen. Die machen glücklicherweise schon um 08:00 auf. Da bleiben mir dann also nur ein paar Minuten, natürlich viel zu wenig, aber es geht mir jetzt auch darum, einfach mal Bescheid zu sagen und von da ggf. ein bisschen Zuversicht mit auf den Weg zu nehmen. Und vielleicht hat man dort ja auch noch einen schnellen Tipp für mich. Ich war noch nie bei so einer Verhandlung, egal welcher Art. Das wird schön daneben gehen.
 

Maxenmann

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AW: Verliere Wohnung: JC zahlt keine Miete mehr, weil's meine Wohnsituation nicht gla

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