Verlängerungsantrag EU-Rente (1 Betrachter)

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sgrund

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Hallo allerseits,

bin hier neu im Forum und hoffe, hier mithilfe anderer Menschen etwas Licht ins Dunkel zu bringen. :confused:

Ich bekomme seit 01.05.06 eine volle EU-Rente, befristet bis 30.04.09.
Ich habe einen Verlängerungsantrag gestellt und war beim Gutachter. Aufgrund dieser Untersuchung soll ich jetzt in eine Reha. Ich leide unter einer posttraumatischen Belastungsstörung aufgrund schwieriger Ereignisse in der Kindheit. Ich habe deshalb auch einen GdB von 60.
Dazu kam in den letzten zwei Jahren die Trennung von meiner Frau (sie hat mich betrogen und hat mittlerweile ein Kind von einem anderen) und die Scheidung sowie der Streit um die gemeinsame 7jährige Tochter. Diese lebt überwiegend bei mir, ich bekomme auch das Kindergeld und sie ist bei mir angemeldet.
Die Reha (psychosomatisch) würde also 6 Wochen dauern.
Ich habe zwei Hauptfragen:
1.
Aufgrund der Kinderbetreuung und der Schulpflicht meiner Tochter und den augrund der persönlichen Beziehung erscheint mir eine so lange Trennung sowohl für mich als auch meine Tochter als fasst unzumutbar.
Hierzu werde ich noch meinen Therapeuten und den Kinderpsychologen konsultieren und diese bitten etwas über die Unzumutbarkeit zu schreiben. Kann man dazu Aktensicht nehmen bzw. nehmen lassen?
Kann mich die DRB dazu „zwingen“ oder wäre alternativ auch eine ambulante Reha vorstellbar? Eigentlich mache ich ja schon seit 2004 eine ambulante Gesprächstherapie, diese musste ich aber wegen des Erreichens der Höchststundenzahl zwei Jahre unterbrechen, die Pause läuft noch bis September 2009.
2.
Es sieht wohl so aus, dass bis zum 30.04.09 noch keine Entscheidung über eine Weiterzahlung der EU-Rente gefallen sein wird.
Kann mir jemand sagen ob die Rente bis zu einer Entscheidung weiter gezahlt wird oder wo ich mich sonst hinwenden soll. Die Krankenkasse verneinte den Anspruch auf Krankengeld und verwies mich auf § 125 SGB III mit der Bitte, mich an die Agentur für Arbeit zu wenden. Diese gaben mir mündlich die Auskunft, wenn ich nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten kann hätte ich kein Anspruch auf ALG I.
Stimmen diese Aussagen oder will man mich als Kostenfaktor nur abwimmeln?
Sind irgend welche Fristen einzuhalten?
Soweit erst mal.
Ich hoffe, jemand kann mir meine Fragen beantworten.
sgrund
 
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Hallo allerseits,
bin hier neu im Forum und hoffe, hier mithilfe anderer Menschen etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Herzlich willkommen sgrund :icon_smile:
Ich bekomme seit 01.05.06 eine volle EU-Rente, befristet bis 30.04.09.
Ich habe einen Verlängerungsantrag gestellt und war beim Gutachter. Aufgrund dieser Untersuchung soll ich jetzt in eine Reha. Ich leide unter einer posttraumatischen Belastungsstörung aufgrund schwieriger Ereignisse in der Kindheit. Ich habe deshalb auch einen GdB von 60.
Dazu kam in den letzten zwei Jahren die Trennung von meiner Frau (sie hat mich betrogen und hat mittlerweile ein Kind von einem anderen) und die Scheidung sowie der Streit um die gemeinsame 7jährige Tochter. Diese lebt überwiegend bei mir, ich bekomme auch das Kindergeld und sie ist bei mir angemeldet. Die Reha (psychosomatisch) würde also 6 Wochen dauern.

Deine Tochter ist Dir wichtig und das mit der Reha wäre auch wichtig. Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.


1.
Aufgrund der Kinderbetreuung und der Schulpflicht meiner Tochter und den augrund der persönlichen Beziehung erscheint mir eine so lange Trennung sowohl für mich als auch meine Tochter als fasst unzumutbar.

Manchmal kann es auch sehr gut sein, wenn man aus seinem "Trott" ausbrechen kann und sich wirklich um sich selbst kümmern kann, sich abschotten kann und zu sich selber finden kann. (Muss aber nicht unbedingt sein). Könntest Du denn für Deine Tochter eine Betreuung finden, wenn Du in Reha wärest.


Hierzu werde ich noch meinen Therapeuten und den Kinderpsychologen konsultieren und diese bitten etwas über die Unzumutbarkeit zu schreiben.
Gute Idee, dennoch würde ich mich evtl. auch vom Sozialverband (z.B. VDK) oder andere Stelle, z.B. auch Caritas oder so beraten lassen. Bei der DRV wollen sie vermutlich den Klinikbericht der Reha.

Kann man dazu Aktensicht nehmen bzw. nehmen lassen?
Kann mich die DRB dazu „zwingen“ oder wäre alternativ auch eine ambulante Reha vorstellbar?

Kann mir schon vorstellen, daß Du Akteneinsicht nehmen kannst. Warum verstehe ich allerdings nicht. Zwingen kann man Dich zu gar nichts. Allerdings kann ich mir vorstellen, wenn Du eine Reha als unzumutbar angibst, dann wird die Deutsche Rentenversicherung vermutlich auch eine Weiterbewilligung der EU-Rente ablehnen.

Bezüglich einer ambulanten Reha würde ich halt an Deiner Stelle mal mit der Deutschen Rentenversicherung Kontakt aufnehmen und nachfragen.

Eigentlich mache ich ja schon seit 2004 eine ambulante Gesprächstherapie, diese musste ich aber wegen des Erreichens der Höchststundenzahl zwei Jahre unterbrechen, die Pause läuft noch bis September 2009.
Gesprächstherapie ist keine Reha. Trotzdem gut, daß Du sie gemacht hast und vermutlich ab Sept. 2009 weitermachen wirst.

2.
Es sieht wohl so aus, dass bis zum 30.04.09 noch keine Entscheidung über eine Weiterzahlung der EU-Rente gefallen sein wird.
Käme ja immer drauf an wie schnell sich alles abwickeln lässt - auch mit der Reha.

Kann mir jemand sagen ob die Rente bis zu einer Entscheidung weiter gezahlt wird oder wo ich mich sonst hinwenden soll.
Wann hast Du denn den Antrag auf Weiterbewilligung gestellt? Normalerweise sagt man, daß man diesen mind. 3-6 Monate vor Ablauf stellen soll. Du bist spät dran. Könnte wirklich knapp werden bis 30.04.09

Die Krankenkasse verneinte den Anspruch auf Krankengeld und verwies mich auf § 125 SGB III mit der Bitte, mich an die Agentur für Arbeit zu wenden. Diese gaben mir mündlich die Auskunft, wenn ich nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten kann hätte ich kein Anspruch auf ALG I.
Stimmen diese Aussagen oder will man mich als Kostenfaktor nur abwimmeln?
Tja, entweder Du bist vermittlungsfähig dann würde für Dich die Nahtlosigkeitsregelung SGB III § 125 greifen. Dann würdest Du ALG I bekommen. Aber eben nur dann, wenn Du mind. 15 Std. pro Woche arbeiten kannst und auch zur Vermittlung stehst.

Kann gut sein, daß Dich die Bundesagentur für Arbeit, nachdem Du Deinen Antrag auf ALG I abgibst, zum Amtsarzt der Bundesagentur für Arbeit schickt, um zu überprüfen, ob Du wirklich vermittelbar bist (das weiß ich aber nicht 100%ig). Falls sich dann herausstellen sollte, daß Du es nicht bist, dann wird Dir ALG I - also die Nahtlosigkeitsregelung - verweigert.

Dann müsstest Du einen Antrag bei der ARGE auf ALG II stellen. Bitte stell den Antrag auf ALG II rechtzeitig, nicht daß Du am 30.04.09 ohne Geld dastehst.

Es steht ja im Bescheid der Deutschen Rentenversicherung, daß die EU-Rente bis 30.04.09 gezahlt wird - und nicht darüber hinaus.


 

sgrund

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Ich habe den Antrag auf Verlängerung im Nov. 08 gestellt und war am 9.Jan. 09 beim Gutachter. Die DRV sagte mir, es wird bis zum Entlassungsbericht die Rente weiter gezahlt, auch wenn dies erst nach dem 30.04.09 sein sollte.
Eine Sachbearbeiterin der DRV sagte mir, ich könne wegen der Situation mit meiner Tochter ja mit den Therapeuten reden, dass diese dazu etwas schreiben. Nur bis ich da einen Termin bekomme, gehen wieder Wochen ins Land.
Ich war vor drei Jahren schon mal in einer Reha und gebracht hat es fast nichts. Ich bin sehr misstrauisch und lasse mich auf keinerlei Psychospielchen dort ein, der langjährige ambulante Therapeut ist mir da schon viel eher eine Vertrauensperson.
Meine Fragen beziehen sich auf den Fall, der Antrag wird abgelehnt und ich muss in Widerspruch und evtl. später vor Gericht gehen. Ich bin Mitglied bei Verdi, die beraten aber erst ab einem Widerspruch.
Da ich, für den Fall der Ablehnung, in jedem Fall Widerspruch einlegen werde brauche ich für die Zwischenzeit irgend ein Einkommen, um meine laufenden Kosten zu decken.
Kann ich denn jetzt schon ALG II beantragen, obwohl ich nicht weis, ob der Fall der Notwendigkeit eintritt? Wie sieht es mit dem Sozialamt (Grundsicherung) aus? Für ALG II muss man doch auch arbeitsfähig sein, oder?
Ich glaube schon, dass ich die Rente weiter bekommen werde, dafür werde ich auch keine Mühen scheuen, dies zu erreichen.
Für mich von Bedeutung ist auch das sog. Rentnerprivileg, d.h. ich bekomme trotz Scheidung und Versorgungsausgleich weiterhin die volle Rentenhöhe bis meine Ex selbst in Rente geht (sie ist jetzt 30) solange ich ununterbrochen im Rentenbezug stehe. Das aber nur nebenbei.
MFG
sgrund
 
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Ich habe den Antrag auf Verlängerung im Nov. 08 gestellt und war am 9.Jan. 09 beim Gutachter. Die DRV sagte mir, es wird bis zum Entlassungsbericht die Rente weiter gezahlt, auch wenn dies erst nach dem 30.04.09 sein sollte.
Würde ich mir schriftlich geben lassen.

Ich war vor drei Jahren schon mal in einer Reha und gebracht hat es fast nichts. Ich bin sehr misstrauisch und lasse mich auf keinerlei Psychospielchen dort ein, der langjährige ambulante Therapeut ist mir da schon viel eher eine Vertrauensperson.
Nicht alle Reha-Kliniken sind gleich. Aber versuchs doch mit einer Tagesklinik ... wäre eine Alternative zu einem 6-wöchigen Aufenthalt in einer Reha-Klinik. Schlag doch das der DRV vor.

Kann ich denn jetzt schon ALG II beantragen, obwohl ich nicht weis, ob der Fall der Notwendigkeit eintritt? Wie sieht es mit dem Sozialamt (Grundsicherung) aus? Für ALG II muss man doch auch arbeitsfähig sein, oder?
Klar kannst Du jetzt schon einen Antrag auf ALG II stellen. Du weißt ja, daß vermutlich bis 30.04.09 die Weiterbewilligung der EU-Rente noch nicht gegeben ist.

Klar sollte Dir aber sein, daß Du zum ALG II keinen Anspruch auf Kindergeld hast ... das nur nebenbei.

Es kann sein, daß Dich die ARGE zum medizinischen Dienst der ARGE schicken wird. Dann erst wirst Du unter Umständen in die Grundsicherung/Sozialhilfe "abgeschoben".

Ziel der gutachterlichen Untersuchung der ARGE ist, die Erwerbsfähigkeit unter die Lupe zu nehmen:

1) Bist Du in der Lage, mehr als drei Stunden am Tag zu arbeiten? Ja oder Nein. Bei "Ja" giltst Du als erwerbsfähig und bekommst weiter ALG II (HartzIV).

2) Bist Du nicht in der Lage mehr als drei Stunden zu arbeiten? Wenn ja, wie lange voraussichtlich?

a) Bei "bis zu einem halben Jahr Dauer" wirst Du noch nicht an die Grundsicherung/Sozialhilfe verwiesen.

b) "Bis zu einem Jahr, aber nicht dauerhaft" bleibst Du ebenfalls in ALG II (Hartz IV). In diesen Fällen wird eine Nachbeurteilung nötig.

c) Erst bei einer Erwerbsunfähigkeit von über einem Jahr wird die ARGE versuchen, Dich von ALG II (HartzIV) in die Sozialhife/Grundsicherung zu schieben.

d) Bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit ist ebenfalls die Sozialhilfe/Grundsicherung für Dich zuständig.



Viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsch ich Dir.

 

Muzel

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Hallo Sgrund!
Deine Frage ist super geeignet für den DRV Chat. Da kannst du diese Frage völlig anonym stellen. Die Antworten sind auch kompetent. Wenn die versuchen herum zueiern musst du nachhaken. Ich habe gute Erfahrungen damit gesammelt.
Das Todschlagsargument gegen eine Reha-Maßnahme ist mangelnde Kurfähigkeit.
 

sgrund

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Hallo,
wo finde ich denn diesen DRV-Chat. Und wer antwortet, Mitarbeiter der DRV oder andere kompetente Menschen?
Welche meiner Fragen meinst du genau, ich habe ja mehrere gestellt?
 
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