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Verlängerte Ladenöffnungszeiten: Spanien schafft die Siesta ab

Regelsatzkämpfer

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In der Wirtschaftskrise fällt in Spanien ein Tabu: Die Regierung schafft die bisher unantastbare Schließungszeit von Geschäften während der Siesta ab. Mit längeren Ladenöffnungszeiten sollen die Umsätze im Einzelhandel erhöht werden, vor allem in den Touristenzentren.

Madrid - Spanien schlachtet eine heilige Kuh: die Siesta. Die Regierung in Madrid hat beschlossen, die Ladenöffnungszeiten zu verlängern, die Zahl der Sonntage, an denen die Geschäfte öffnen dürfen, zu erhöhen und Öffnungszeiten auch zwischen 14 und 16 Uhr zu erlauben.

Jetzt dürfen die spanischen Einzelhandelsgeschäfte 90 statt bisher 72 Stunden in der Woche öffnen. Kleinere Geschäfte mit weniger als 300 Quadratmeter Verkaufsfläche dürfen sogar täglich zu jeder Zeit öffnen, also auch während der Siesta, die bislang heilig war. Zudem können Kunden künftig an 16 statt zwölf Sonntagen einkaufen. ...
Verlängerte Ladenöffnungszeiten: Spanien schafft die Siesta ab - SPIEGEL ONLINE
 

Huemmel

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ich kann mich noch gut daran erinnern wie es hier vor zig jahren mal war :icon_smile:

mittwochs nachmittags waren die geschäfte hier zu
... bis dann später die großen geschäfte wie Aldi & CO hier durchgemacht hatten ... die kleinen geschäfte haben bzw. mussten mitziehen, um am leben zu bleiben.

was hat es gebracht ... hier sind 3 uralt bäckerreien dicht , 4 metzger (selbstschlachtung) sind dicht und viele kleine konnten sich auch nicht meht halten :icon_dampf:

manche die die kleinen geschäfte gehörten, sitzen jetzt hier bei Aldi & CO an der kasse oder räumen regale ein und das bis 22 uhr !

ein bäcker hat sich auch noch vor zig jahren vor nen zug gestellt ... generationsbetrieb seit dem das kaff hier auf der landkarte mackiert worden ist.

im wahrsten sinne des wortes -- der große frist die kleinen
 

hartaber4

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Die Siesta hat in Spanien ja eher ihre Begründung durch das Klima.... und weniger mit Faulheit zu tun.

Die Statistik bildet die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Erwerbstätigen in Dienstleistungsberufen sowie im Einzelhandel in Spanien ab. Im Jahr 2000 betrug die Wochenarbeitszeit eines Verkäufers in Spanien durchschnittlich 38,7 Stunden.

• Spanien - Durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Einzelhandel | Statistik
 

Minimina

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Nein...sie dienen u.a. dazu die kleineren Anbieter durch die gestiegenen Kosten vom Markt zu werfen.
So isses. Wie auch die Selbständigen und Freiberufler vom Markt gedrängt werden sollen.

Es ist ein Verteilungskampf. Es gibt nur eine bestimmte Menge an Geld zu verteilen und die gesamte Menge soll gefälligst an die Großkonzerne gehen.

Dazu braucht man weder ne tiefrote noch sonst ne Brille, Augen auf machen genügt voll und ganz.

LG MM
 

Clint

Neu hier...
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Ihr LIeben,

man kann sein Geld immer nur einmal ausgeben. Egal wie lang die Öffnungszeiten sind. Und wenn meine Arbeitszeit so liegt, daß ich nicht mehr im "normalen Laden" einkaufen kann, dann geh ich zum Rewe der bis 24:00 aufhat. Ich kauf aber nicht mehr als mein Geld oder Dispo hergibt. Also VWL betrachtet bleibts gleich, nur der Rewe macht größere Umsätze und der Mini-SBMarkt macht pleite.
Und irgendwann gibts nur noch die Großen und dann brauchts kein Kartell im direkten Sinn mehr, wie bei den Tankstellen, es wird genommen was die Schmerzgrenze hergibt.

LG

Clint
 

FrankyBoy

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Da wo ich im Moment wohne, habe ich auch zwischen 1995 und 2000 schon einmal gewohnt - zwischen meiner jetzigen Bude und der von damals liegen keine 500 Meter Luftlinie.

Damals gab es im Umkreis 1 Discounter, 1 Bäckerei und 3 kleinere Händler, die im letztem Jahrtausend bereits täglich bis 22 Uhr geöffnet hatten, weil der Disounter bis 20 Uhr geöffnet hatte.

Heute sind hier 3 Discounter direkt nebeneinander und dort, wo einstmals der einzige Discounter war, ist heute eine Schleckerfiliale (klar, dicht gemacht).

Die beiden kleineren sind 2001 bzw. 2009 pleite gegangen und 2 der 3 Disconter haben 6 Tage die Woche von 7 - 22 Uhr geöffnet, dass ist der helle Wahnsinn.

Hier gibt es einen Pennymarkt (defizitär), der zwar 3 Kassen hat, aber regelmäßig nur mit einer Verkaufskraft besetzt ist und ich frage mich, wo dass noch hinführen soll.

O. K. wir haben hier noch einen ausgezeichneten türkischen Einzelhandel mit schätzungsweise 300m² Verkaufsfläche, der hat aber viele Produkte die man wo anders vergeblich sucht und ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, der ist auch schon mal mit 3 oder 4 Verkäufern besetzt.

Da die Bevölkerung real nicht mehr Geld zum ausgeben hat, wie vor 20 Jahren - Tendenz fallend, frage ich mich schon länger, was diese Entwicklungen eigentlich sollen? Es zeigt aber das Problem mit dem wir leben - ein gesättigter Markt und die Händler betreiben eigentlich nichts weiter als Kriegsspiele weil sie nur expandieren können, wenn sie Marktanteile gewinnen und das längere Öffnungszeiten hier eine Wende bringen sollen ist Schizophren - ich meine, die Bonzen die könnten kaufen sich doch nicht eine einzige Bratwurst mehr und die die es möchten können sich keine leisten, dass ist die Wahrheit!
 

nightangel

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Das bringt garnichts, durch längere Öffnungszeiten wird nicht mehr eingenommen es verteilt sich nur anders.
Ich kann mich noch gut daran erinnern als hier der lange Donnerstag eingeführt wurde, hab damals noch in einer Bäckerei in der Innenstadt gearbeitet.
Wo sonst am Nachmittag recht gut zu tun war haben wir uns ab da Mittags die Beine in den Bauch gestanden und zw. 20 und 21 Uhr kamen dann genau die Leute die sonst Mittags bis Nachmittags kamen.

Die Einnahmen hat das ganze nicht erhöht, die Einkäufe haben sich nur auf eine andere Uhrzeit verlagert. Allerdings sind die Kosten für den Inhaber gestiegen, da ja länger Strom gebraucht wurde, Personal für mehr Stunden bezahlt werden musste usw.

Sowas bringt garnichts, man kann doch nicht mehr ausgeben als man hat. Nur weil jetzt die Läden länger auf haben, haben die Leute doch nicht mehr Geld.
 

Minimina

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Andererseits - warum soll es den Spaniern besser gehen als uns?

Vor allen Dingen wenn dann noch der drohende Finger auf Schland gezeigt wird?

LG MM
 
E

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Wer Spanien auch ausserhalb von Ballermann und Co. bereist hat, der weiß, dass sich schon früher nie einer dran gehalten hat. Gerade entlang des Mittelmeeres wurde die viel besagte Siesta eh nicht mehr gehalten. Die meisten Läden hatten schon mitte der 90 durchgehend auf. Im Landesinneren war es nicht anders. Die Läden waren durchgehend auf und gegessen wurde an den Kassen.

Für mich ist dieser "Gesetzesvorstoss" sowas wie ein Alibi: "Seht ihr liebe EU, wir tun etwas, damit wir Geld bekommen"
 

hartz5

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Andererseits - warum soll es den Spaniern besser gehen als uns?
Andersrum....

Warum kann es uns (in Bezug auf Mittagsruhe) nicht so "gut" (jetzt nicht fordern, dass wir um die Mittagszeit auch 40 Grad Celsius bekommen) gehen wie den Spaniern ?


Ich kann mich nicht an Massendemos gegen die Einführung der jetzigen Ladenschlusszeiten in D erinnern......also nicht die Spanier verdammen, sondern im eigenen Land schauen, dass es besser wird, nachdem die An in D jahrelang alles protestlos mit sich haben machen lassen.....wenn man Mitschuld am eigenen Elend trägt, sollte man anderen nicht auch die Pest an den Hals wünschen....

Nach unten treten ist schei$$e
 

Regelsatzkämpfer

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Andererseits - warum soll es den Spaniern besser gehen als uns?

Vor allen Dingen wenn dann noch der drohende Finger auf Schland gezeigt wird?

LG MM
Weil in der Siestazeit die Temperaturen dort oft so hoch sind, dass man eh nicht vernünftig arbeiten kann und seine Gesundheit belastet? Nicht umsonst wird für die wirklich heißen Tage in Deutschland auch seit Jahren gefordert sich hier dem Verhalten der Länder anzupassen, die damit länger als wir zu tun haben. Ist natürlich logisch, dass man die Arbeitsbedingungen auch landesweit dem jeweiligen Klima anpaßt. Wo es kühler ist...
 
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ExitUser

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Ich habe vor über zehn Jahren in Spanien gelebt. Schon damals machten viele größeren Geschäfte und Supermärkte keine Siesta mehr.

In Portugal gab es vor Jahren schon einen Verein zur Rettung der Siesta.

Also alles nichts Neues. Bringen wird es nichts.

Die Hitze ist ja auch nur in den Sommermonaten und nur in einigen Landesteilen wirklich ein Problem. Da heute alles klimatisiert ist, kann man sich darauf nicht mehr wirklich berufen.
 
E

ExitUser

Gast
In Deutschland würde es immer noch diese irrsinnigen 18.30 Uhr Ladenschlusszeiten geben, hätten die Menschen nicht selbst das Problem in die Hand genommen.
Stichwort: Interneteinkauf!
 

hartaber4

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Alles was nicht durch die "deutsche Denkschablone" passt, kann nicht sein.... am deutschen Wesen soll/muss die Welt genesen.

Von dem Trip sollte man mal runterkommen....
 

ZynHH

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.....wenn man Mitschuld am eigenen Elend trägt, sollte man anderen nicht auch die Pest an den Hals wünschen....
Wohl wahr.

Heute 14:42 Patenbrigade schrieb:
In Deutschland würde es immer noch diese irrsinnigen 18.30 Uhr Ladenschlusszeiten geben, hätten die Menschen nicht selbst das Problem in die Hand genommen.
Stichwort: Interneteinkauf!
Hier gilt wie auch bei der Atombombe: Man soll nicht alles was geht auch verwirklichen. Gerade der Internethandel ist ein grosser Lohndumping-Sektor ( die meisten Händler wissen gar nicht was sie tun und die JC unsterstützen diese schleichende Insolvenz auch noch) und es wurden tausende Stellen vernichtet oder in prekäre Arbeitsplätze verwandelt. Interneteinkauf ist nun wirklich nichts Lobenswertes.
 
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