Verhältnis zum Sachbearbeiter ist belastet und zusätzlich scheint er befangen/voreingenommen zu sein, kann man direkt anderen Sachbearbeiter verlangen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Otto27

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Folgender Verlauf: Heute erster AfA Arbeitsvermittler-Termin gehabt und Sachbearbeiter hat gleich am Anfang ziemlich schnell gesagt, dass er mich für nächste Woche Montag zu einer Bewerbungscoaching-Maßnahme schickt (ohne überhaupt genug konkrete Daten über mich gehabt zu haben und ohne zu wissen ob hier ein Bedarf besteht). Ich war damit natürlich nicht einverstanden, meine Bewerbungen waren wirklich ok (habe mich auch bei keiner Zaf beworben, wo man evtl. mal minimal schlechtere schreibt^^), früher auch mal zeitlang in Personalbüro gearbeitet und wirklich hunderte von Bewerbungen gesehen und habe wirklich kein Bedarf für so ein Coaching.

Das alles erklärt, aber der Sb hat auf die Maßnahme bestanden, Ton wurde lauter und unfreundlicher, er hat dann direkt mit Sanktion gedroht, ich dann darauf bestanden seinen Chef zu sprechen und der Teamleiter war dann auf meiner Seite und hat das so verkauft, es war ja nur ein Angebot an Sie, natürlich vollkommen freiwillig (ja klar, lol), aber ok, war erst mal zufrieden.

Danach ging Gespräch relativ normal weiter. Nur am Ende vom Termin hat der mir dann noch mal vorgeworfen, dass das schlechte Gespräch/Verhältnis alles meine Schuld ist, ich wäre durch meine vorherige Internet-Recherche (und z. B. Weigerung Telefonnummer/email anzugeben) einfach viel zu negativ eingestellt (ganz falsch liegt er damit nicht, habe halt fast nur negatives im Internet vorher gefunden, aber habe mich trotzdem korrekt verhalten, bei paar Dingen wo ich unsicher war, wie z. B. ob es Jobbörse-Profil-Pflicht gibt kurz nachgefragt, aber dann Entscheidung akzeptiert), die Arbeitsagentur ist ja in Wahrheit super toll und will nur dein bestes. Habe dann kurz darauf hingewiesen, dass er derjenige war, der sinnlose Maßnahme direkt am Erstkontakt reindrücken wollte und dann von Teamleiter zurückgepfiffen wurde und durch genau solche Aktionen auch ein schlechter Internet-Ruf entsteht und jetzt kommts, dann hat er nur gelächelt und gemeint, ja, die Maßnahme ist noch nicht vom Tisch.

Also im Grunde ist klar, dass er zukünftig einfach was suchen wird (er hat zusätzlich vorher auch verlangt, dass ich ihm Bewerbung maile oder vorbei bringe). Aus meiner Sicht ist damit das Verhältnis einfach belastet und nicht mehr zu retten (gibt einfach keine weitere Vertrauensbasis nach so einem Anfang). Wie schätzt hier das ein, kann man damit begründen einen anderen Sachbearbeiter zu verlangen?

PS: Und das ich gleich zugestimmt habe, ihm eine Bewerbung zu geben, war natürlich doof, wie gesagt, sind die Bewerbungen wirklich ok, nur wenn einer halt gezielt was suchen möchte, kann man vermutlich immer irgendwas finden und damit Ärger machen. Und aushändigen ist natürlich doof, weil er dann auch mehr Zeit hat, wäre besser gewesen, zu sagen, ich zeige einfach kurz beim nächsten Termin eine und gut. Mit Sachbearbeiter-Wechsel würde ich evtl. halt auch aus dieser Nummer wieder rauskommen.
 
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gila

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jetzt kommts, dann hat er nur gelächelt und gemeint, ja, die Maßnahme ist noch nicht vom Tisch.
Da hat einer aber ein ziemliches Ego Problem, welches aber sein persönliches Ding ist und in der Kundenbeziehung nichts zu suchen hat. Allerdings trifft man genau solche Problemlagen bei der AfA oder auch beim Jobcenter sehr häufig.

Ich hatte bei der AfA zu meiner damaligen Zeit allerheftigstes Theater! Irgendwann habe ich dann darauf bestanden, dass die junge Dame mir gegenüber abgelöst wird und ich eine Sachbearbeitung in meinem Alter und in meiner Augenhöhe bekomme. Ich habe dem jungen Mädel, was das Alter einer meiner Töchter hatte, sehr freundlich gesagt, dass ich nichts gegen sie habe, aber wenn das so weitergeht mit uns würde ich ihr garantiert bei irgendeinem Besuch mal an den Hals gehen und das wollen wir beide lieber nicht.

Hat dann auch problemlos geklappt und ich habe eine Sachbearbeiterin in meinem fortgeschrittenen Alter bekommen, die entsprechend auch über Lebenserfahrung verfügte in meiner Augenhöhe.

Einen Anspruch auf sowas hat man natürlich nicht und es müsste schon wahrscheinlich eine Menge mehr an Unstimmigkeiten sein und im Getriebe Haken, bevor man sowas vielleicht auf dem Schriftwege mal anleiert. Aber unmöglich ist es nicht.
Jetzt hier in deinem Anfangsstadium würde ich vielleicht taktisch noch ein wenig zurückhaltend sein, wenn sich das tatsächlich als Schikane herausstellt, hat man später immer noch die Möglichkeit mit dem Teamleiter ins Gespräch zu gehen.

Und das ich gleich zugestimmt habe, ihm eine Bewerbung zu geben, war natürlich doof, wie gesagt, sind die Bewerbungen wirklich ok, nur wenn einer halt gezielt was suchen möchte, kann man vermutlich immer irgendwas finden und damit Ärger machen
Hast du denn etwas schriftlich? In der Aufregung eines solchen unerfreulichen Termins kann man ja leicht mal vergessen was man ausgemacht hat... Ich würde einfach abwarten, denn die Kompetenz des Sachbearbeiters hier als Germanist und Bewerbungsberater tätig zu werden, dürfte sich auch in Grenzen halten
 

franzi

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Bei mir ist es mit dem neuen SB ähnlich gelaufen. Ich habe darum gebeten, dass mir ein neuer SB zugeteilt werden möge, da keine Vertrauensbasis mehr vorhanden bzw. zerrüttet ist und auch die Stimmung so aufgeladen ist, dass sachliche Gespräche kaum mehr möglich sind.
Bis jetzt hatte ich noch keinen weiteren Termin beim SB. Bei dieser Art von SBs ist es unwahrscheinlich, dass es sich von alleine wieder "einrenkt", da diese ein großes Ego haben und wenn das mal angekratzt wird, reagieren sie sehr empfindlich mit Aggressionen, Drohungen etc.
Aber auch unverschämte Forderungen sind möglich.
Der Gang zum Teamleiter ist da auf jeden Fall richtig. Solche SBs brauchen auch etwas Gegenwind, sonst meinen sie, schrankenlos regieren zu können.
 

SB Feind

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Ich hatte auch mal ein SB gehabt die unangenehm war. Das hatte vielleicht auch den Grund weil ich Ihr immer Schriftstücke überreicht hatte, wo sowas drin stand das bestätigt wird das ich am Datum X pünktlich um die Uhrzeit X im Raum x bei Frau X meinen Gesprächstermin wahrgenommen habe und auch Antrag X oder Bewerbung abgegeben habe. Oder auch ob Sie mir das schriftlich geben kann damit mein Anwalt mal rüber schauen kann.:icon_hihi:

Wenn dein SB schon Bewerbungen haben will dann muss auch die Kostenübernahme geklärt sein. Weiterhin entstehen ja kosten da du die Bewerbung ja 2mal drucken musst einmal für die Firma und einmal für dein SB. Bei mir war die Sache dann vom Tisch als ich meinem SB darauf aufmerksam machte das mir doppelte Kosten entstehen wenn Sie die Bewerbungen auch noch haben will.
 

götzb

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Verstehe diese Art von "Kundenberatern" nicht.
Müssten doch soviel Grips mitbringen, das es auch Kunden gibt, die sich deren Art nicht gefallen lassen, und im schlimmsten Falle die Faust sprechen lassen.
Das Fach Psychologie sollte doch bei der Ausbildung zur Fachkraft für Vermittlung / Kundenkontakt mit eine Rolle spielen.
Denken wohl, der "Kunde" ist eine Art Material, was entsprechend meiner Bearbeitung zu gehorchen hat.
 

Otto27

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@SB Feind: Ja, habe das mit Kosten kurz angesprochen, aber nicht hartnäckig genug verfolgt, wurde darauf verwiesen dass ich ja einfach die kostenlose email-Variante wählen kann und mir wurde auch versprochen, dass meine email-Adresse nicht gespeichert wird... war erst mal nur froh keinen weiteren Stress mit Maßnahme zu haben und weil ich meine Bewerbungen ja ok finde und da nix zu verstecken hatte, das erst mal so akzeptiert...dann später als dieser Sb-Satz am Ende gefallen ist (nicht vom Tisch...) ists mir aber dann wie Schuppen von den Augen gefallen, dass das unklug war, verdammt...
 

Texter50

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Im Rahmen des wirtschaftlichen Rückgangs gilt es, mehr Menschen von der Gruppe der Arbeitslosen (als arbeitslos gezählt) in die Gruppe der Unterbeschäftigten (ebefalls arbeitslos aber nicht gezählt) zu verschieben.
So kann man die Arbeitslosenzahlen künstlich drücken.

Nimm nen Beistand mit zum nächsten Termin.

Außerdem beschäftige das Berater mit Dingen, die Dir wichtig sind: beantrage eine Weiterbildung! :p
 

Allimente

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Alles, was ihr da beschreibt, klingt für mich nach einem ganz "normalen" Besuch bei AfA oder JC. Ich würde wetten, dass mindestens 80% aller Erwerbslosen von solchen Gesprächen berichten könnten. Da muss man wohl durch. Also klare Kante zeigen sich schlau machen und sich nichts gefallen lassen.
 
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ArnoDübel

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(...) dass ich nichts gegen sie habe, aber wenn das so weitergeht mit uns würde ich ihr garantiert bei irgendeinem Besuch mal an den Hals gehen und das wollen wir beide lieber nicht.
Sorry, aber sowas geht überhaupt garnicht. Egal wie hitzig die Diskussion vorher war, mit körperlicher Gewalt zu drohen ist unterste Schublade.
 

SB Feind

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@ Otto 27
Für das Amt hat man keine E- Mail und keine Telefonnummer.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@ ArnoDübel

Das Amt macht ja auch nichts anderes in dem es dich über Sanktionen verhungern lässt. Das ist so gesehen auch körperliche Gewalt.
 

humble

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Einen Anspruch auf sowas hat man natürlich nicht und es müsste schon wahrscheinlich eine Menge mehr an Unstimmigkeiten sein und im Getriebe Haken, bevor man sowas vielleicht auf dem Schriftwege mal anleiert. Aber unmöglich ist es nicht.
Bei mir war auch schon nach dem Erstgespräch klar, dass ich mit diesem SB nicht klar komme. Es hat dann weitere 1,5 Jahre gedauert, viel Schriftverkehr, Beschwerden an Teamleitung, GF und Kundenmanagement, mehrere Eilverfahren und die mündliche Verhandlung in dem Hauptverfahren, bis vom Gericht erst die klare Ansage kam, dass wohl offensichtlich ist, dass ein Wechsel des SB absolut notwendig ist.
Paar Wochen später war es dann tatsächlich soweit und jetzt ist erst mal Ruhe. Mal sehen wie lange.

Hier im TE-Fall ist doch eigentlich "nichts geschehen". Wie Allimente schreibt, ein "normaler" Besuch. Was will man dem SB vorwerfen? Dass er nach den üblichen Gepflogenheiten und Effizienzerwartung der jc seinem Job nachgegangen ist und "was Gutes" dem ELO tun wollte? :icon_wink:

Otto27 muss halt, wie jeder andere bisher, lernen achtsam zu sein und die Taktiken im Umgang mit jc/SB erlernen. Mit der Zeit bekommt man eine gewisse Standhaftigkeit und das gibt einem ein gutes Selbstwertgefühl.
 

Otto27

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Naja, ich habe klar gesagt, dass ich diese Maßnahme nicht möchte, sie überflüssig ist und es im jetzigen Status keine Grundlage dafür gibt (das ist auch im Gesetz so vorgesehen, Maßnahmen müssen einen konkreten Bedarf erfüllen, zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Person ausgerichtet sein..). Hier hätte er einlenken müssen, stattdessen gabs Druck-Erhöhung mit Sanktionsdrohung. Also für mich ist das bereits Macht-Missbrauch (er war im Unrecht, wußte es bestimmt auch und hat trotzdem weiter gemacht und er hat erschwerend eine Position, die einen besonders verantwortungsbewußten Umgang verlangt, dem ist er nicht gerecht geworden...), wenn ich nicht zufällig durchs Elo-Forum vorher gut über diesen Punkt informiert gewesen wäre, hätte ich hier nicht weiter widersprochen und nach Chef verlangt. Zusätzlich könnte man dem Sb versuchte Mittel-Verschwendung vorwerfen. Und im End-Gespräch, greift er mich noch mal an, zeigt null Einsicht, gibt mir noch die Schuld und kündigt quasi an, mir es zukünftig reinzudrücken.

PS: Und ja, kann natürlich sein, dass das wirklich Alltag ist, aber dann ists doch nur umso erschreckender und umso wichtiger hier Widerstand zu leisten...
 
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gila

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Sorry, aber sowas geht überhaupt garnicht. Egal wie hitzig die Diskussion vorher war, mit körperlicher Gewalt zu drohen ist unterste Schublade.
So so - so ein mit freundlicher Miene vorgetragener im Rheinischen umgangssprachlich durchaus gebräuchlicher Satz ist also Androhung von körperlicher Gewalt... Mal gut, dass die junge Frau das RICHTIG und bildhaft verstanden hat und nicht solche dummen Schlüsse gezogen ...
Aber ich vergaß: DU warst ja sicher dabei ...
 

Otto27

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Kurzes Update: Habe heute schriftlichen Antrag auf Sachbearbeiter-Wechsel gestellt, Vorkommnisse noch mal geschildert, zusätzlich noch um Verbis-Protokoll gebeten (danke für den Hinweis) und deutlich gemacht, dass ich email-Kommunikation ablehne und zukünftig solche wichtigen Dingen, wo potentiell existenzbedrohende Sanktionen drohen, wegen Datenschutz und (Rechts)Absicherung auf schriftliche Kommunikation bestehe. Werde dann hier updaten, wenn sich irgendwann dazu Neuigkeiten gibt.

PS: Ein Punkt hatte ich noch vergessen, ich selbst hatte an SB auch ein Anliegen und zwar wollte ich paar Infos/Hilfe wegen Arbeitsbescheinigungen, hat dann nur gesagt, dafür ist er nicht zuständig, ich solle nach dem Termin beim Empfang neuen Termin mit Leistungsabteilung machen und das dort alles klären. Dachte eigentlich vorher man hätte ein SB und dem kann man alle Anliegen schildern und er kümmert sich dann darum. Naja egal, war dann später beim Empfang und wollte Termin, die dann nur mit Kopf geschüttelt und gemeint, nein, das machen wir so nicht, gibt dafür kein Termin bei Fachabteilung und dann Ticket bekommen für Wartebereich wo alle landen die ohne Termin irgendein Anliegen haben, hmmm...
 
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JC-Querulant

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Das alles kommt mir sehr bekannt vor. Ich selbst hatte einen ähnlich krassen Termin mit meinem neu zugeteilten Fallmanager, welcher mir absolut grundlos laut, arrogant, kompetenzüberschreitend und vor allem aggressiv gegenüber trat.
So richtig mies wurde seine Laune, als ich ihm weder meine Telefonnummer geben, noch eine entsprechende EGV unterschreiben wollte. Da hatte er schon Kragenweite 78+.
Mit einem SB kann man definitiv nicht zusammen arbeiten.
Also habe ich folgendes gemacht:

Sofort nach diesem Termin mit dem SB, Beschwerde bei seinem Vorgesetzten, dem Teamleiter eingereicht. Daraufhin passierte 6 Wochen lang nichts, macht nichts, Dienstaufsichtsbeschwerde bei der übergeordneten Behörde eingereicht.

Deren Antwort nach ca. 5 Wochen:
...bla bla…. nach Einholung einer Stellungnahme des SB konnte kein Fehlverhalten erkannt werden..., bla bla

Ok, macht ja nichts, dann halt Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales gegen die übergeordnete Behörde eingereicht, dazu noch bei der übergeordneten Behörde Akteneinsicht mit Fristsetzung gefordert und als i-Tüpfelchen noch eine Auskunftsanforderung nach Art. 15 DSGVO denen per Einschreiben hingeknallt.
Jetzt haben die erstmal richtig was zu tun.
Vor allem müssen sich jetzt der SB, seine Vorgesetzten und die übergeordnete Behörde beim Bundesministerium rechtfertigen. Lustig ist anders für die Betroffen. ;)

Seit meiner ersten D.A.B. habe ich aber Ruhe vor meinem SB. Keine Zwangsbewerbungen, keine Bewerbungsnachweise, keine Maßnahme-"Angebote", noch nicht mal einen Eingliederungsbescheid per Verwaltungsakt. Rein gar nichts. Absolute Ruhe...! :)
Geht doch!
Kann ich jedem nur empfehlen.
Haltet eure SB's bei Fehlverhalten immer schön am Laufen..., die haben dann keine Zeit mehr, euch in Arbeit zu bringen, weil sie aufgrund dessen selbst mehr als genug haben.


Ach ja, und ganz wichtig: Arbeitssuchende im ALG II Bezug sind KEINE KUNDEN!!! Kunden haben nur eingeschränkte Rechte! Wir alle sind Bürger, nicht Kunden!!!
Lasst euch bloß nicht eure Grundrechte wegnehmen, nur weil man erwerbslos ist, ist man kein Krimineller und hat daher nach wie vor uneingeschränkt alle Grundrechte!
 

Otto27

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@JC-Querulant: Habe mir das mit Dienstaufsichtsbeschwerde auch schon überlegt, wobei ich am Anfang dachte, ok, ist hier etwas übertrieben, man muß ja auch nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen und dabei dann evtl. auch Munition verbrauchen, die man dann aber in späterer evtl. noch schlimmerer Situation dann gut gebrauchen könnte, nur sind jetzt halt insgesamt schon paar Punkte und er hat mir einmal mit Sanktion und einmal mit kompletten Leistungsentzug gedroht. Und gibt ja auch nur 2 Möglichkeiten

a) Er kennt die Gesetze nicht richtig oder b) er kennt sie und hält sich dann bewußt nicht daran. Egal was es jetzt ist, in beiden Fällen hat er dann eigentlich erst mal nix auf so einer verantwortungsvollen Position zu suchen! Und es wird bestimmt auch relativ viele Menschen geben, die durch solche SBs echte Existenzprobleme, bin hin zu Obdachlosigkeit oder (psychische) Krankheiten/Beeinträchtigungen, einschl. Angststörungen usw. entwickeln. Also wenn ich meinen anerzogenen Grundreflex (für alles Verständnis zu haben) ignoriere und logisch darüber nachdenke, dann ists sogar umso wichtiger das nicht einfach als was alltägliches was immer mal passieren kann und nicht weiter schlimm ist zu akzeptieren. So was ist keine Kleinigkeit und direkt oder indirekt wurden durch solche SBs schon genug Menschen zerstört!

Man könnte es auch weiter nach oben bringen, Fragen und Erklärungen verlangen, wie so was möglich ist und welche Maßnahmen unternommen werden um zukünftig so was zu verhindern. Bei einem Sachbearbeiter ist Umgang mit Maßnahmen und (Jobbörse)Profil-Einstellungen ja absolutes Tagesgeschäft, also wie ist es möglich, dass bei diesen grundlegenden Dingen, solche Fehler passieren? Gab es hier zu wenig Schulungen, falsche Anweisung von Vorgesetzten, wenn ja, müssen sie sich dafür dann auch erklären und sich rechtfertigen und so würde dann auch gewisser Druck nach oben getragen werden. Und das ganze könnte man theoretisch auch bei jedem Anliegen machen, wo man Widerspruch eingelegt hat (egal ob gegen EGV, Maßnahme oder Sanktion) und man Recht bekommen hat. Also sich nicht nur mit dem erfolgreichen Widerspruch zufrieden geben, sondern nachhacken, weitere Antworten und Konsequenzen einfordern, ggf. auch bei den höchsten übergeordneten Aufsichtsbehörden und zusätzlich auch darüber immer Öffentlichkeit/Presse informieren.

Und wenn das zukünftig immer mehr Elos machen würden, Gegendruck erzeugen und SB zu Erklärungen und Rechtfertigungen zwingt und der dann auch ernsthafte Konsequenzen fürchten muss (ggf. auch sofort beim ersten Vergehen, weil umgekehrt triffts den Elo ja auch beim ersten "Vergehen" mit voller Wucht...), dann würde das ganze aktuell unmenschliche System auf Dauer so überhaupt nicht mehr funktionieren.
 

JC-Querulant

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a) Er kennt die Gesetze nicht richtig oder b) er kennt sie und hält sich dann bewußt nicht daran. Egal was es jetzt ist, in beiden Fällen hat er dann eigentlich erst mal nix auf so einer verantwortungsvollen Position zu suchen!
Meine langjährige Erfahrung mit dem ganzen Agenda 2010-Mist ist, dass Behörden und somit auch viele SB nicht selten bewusst rechtswidrig handeln.
Ich verallgemeinere hier nicht, aber nach meiner Erfahrung trifft das sehr, sehr oft zu. Das liegt zum einen daran, dass die SB natürlich permanent Druck von oben bekommen. Spätestens seit Frau Inge Hannemann ist ja öffentlich geworden, dass es schon seit Einführung von Hartz IV Sanktionsquoten usw. gibt. Ein SB bekommt z.B. auch vor diktiert, wie viele Leistungsberechtigte er in Maßnahmen zu drücken hat. Schafft er das nicht, dann verfehlt der SB seine Quote und sein Stuhl beginnt bedenklich zu wackeln.
Des Weiteren sind die JC durch die Ministerien angewiesen, wirtschaftlich (gewinnorientiert) zu arbeiten...! Kein Witz! Jetzt kann man sich natürlich fragen, wie eine Behörde gewinnorientiert arbeiten kann. Das geht natürlich NUR, indem man z.B. Leistungsberechtigte sanktioniert, obwohl dies offensichtlich rechtswidrig ist oder Anträge verschludert, denn rückwirkend wird ja bekanntlich kein ALG II gezahlt.
Du siehst also schon, in welche Richtung das Ganze geht....

Und es wird bestimmt auch relativ viele Menschen geben, die durch solche SBs echte Existenzprobleme, bin hin zu Obdachlosigkeit oder (psychische) Krankheiten/Beeinträchtigungen, einschl. Angststörungen usw. entwickeln.
So sieht es aus! Auch deswegen ist Hartz IV ja auch offensichtlich verfassungswidrig.

Also wenn ich meinen anerzogenen Grundreflex (für alles Verständnis zu haben) ignoriere und logisch darüber nachdenke, dann ists sogar umso wichtiger das nicht einfach als was alltägliches was immer mal passieren kann und nicht weiter schlimm ist zu akzeptieren. So was ist keine Kleinigkeit und direkt oder indirekt wurden durch solche SBs schon genug Menschen zerstört!
Dein Denkansatz geht in die absolut richtige Richtung! :)

Man könnte es auch weiter nach oben bringen, Fragen und Erklärungen verlangen, wie so was möglich ist und welche Maßnahmen unternommen werden um zukünftig so was zu verhindern. Bei einem Sachbearbeiter ist Umgang mit Maßnahmen und (Jobbörse)Profil-Einstellungen ja absolutes Tagesgeschäft, also wie ist es möglich, dass bei diesen grundlegenden Dingen, solche Fehler passieren? Gab es hier zu wenig Schulungen, falsche Anweisung von Vorgesetzten, wenn ja, müssen sie sich dafür dann auch erklären und sich rechtfertigen und so würde dann auch gewisser Druck nach oben getragen werden. Und das ganze könnte man theoretisch auch bei jedem Anliegen machen, wo man Widerspruch eingelegt hat (egal ob gegen EGV, Maßnahme oder Sanktion) und man Recht bekommen hat. Also sich nicht nur mit dem erfolgreichen Widerspruch zufrieden geben, sondern nachhacken, weitere Antworten und Konsequenzen einfordern, ggf. auch bei den höchsten übergeordneten Aufsichtsbehörden und zusätzlich auch darüber immer Öffentlichkeit/Presse informieren.
Das siehst du insgesamt, meiner Meinung nach, komplett richtig. Die meisten Menschen wollen sich aber nicht mit den entsprechenden Behörden anlegen und kuschen deshalb lieber, auch weil sie davon ausgehen, dass die Behörde am Ende IMMER am längeren Hebel sitzt, was nachweislich aber eben nicht so ist.
Es ist letztlich eine Frage, wie psychisch belastbar und wie kampfbereit man selbst ist.

Und wenn das zukünftig immer mehr Elos machen würden, Gegendruck erzeugen und SB zu Erklärungen und Rechtfertigungen zwingt und der dann auch ernsthafte Konsequenzen fürchten muss (ggf. auch sofort beim ersten Vergehen, weil umgekehrt triffts den Elo ja auch beim ersten "Vergehen" mit voller Wucht...), dann würde das ganze aktuell unmenschliche System auf Dauer so überhaupt nicht mehr funktionieren.
Das hätte ich persönlich nicht besser formulieren können! Damit hast du mir aus der Seele gesprochen. :)
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Otto27

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Heute gleich noch 2 VVs schriftlich bekommen, mit Datum vom 28.08. (also da wo ich auch Termin hatte) und bißchen komisch, dass das erst heute bei mir ankam. Poststempel hat Umschlag natürlich keinen, hmmm, alle vernünftigen Firmen schaffen es doch Poststempel draufzumachen, gerade bei so Dingen wo es auch um Fristen geht, wäre das doch praktisch um Nachweis zu haben, aber klar, AfA macht da wieder Sonderlösungen ohne Stempel und Farbcode in Orange.

Zu den Stellen: Auf eine habe ich mich bereits beworben (und war auch auf der Liste drauf die ich SB gegeben habe...) die andere Stelle hat Punkte in Anforderungen die nicht passen. Außerdem sucht der Arbeitgeber offensichtlich eine Frau, hat nur um nicht verklagt zu werden das in Titelzeile auf allgemein geändert, aber in Stellenbeschreibung dann nur noch weibliche Form von Berufsbezeichnung verwendet, also Bewerbung ist reine Zeitverschwendung...

PS: Rechtsbelehrung habe ich keine gefunden, hmmm, naja ok, werde mich trotzdem mal bewerben um guten Willen zu zeigen...
 
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