Vergleichsvorschlag von Schuldner

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Fossi

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Hallo alle zusammen,

bin neu hier und habe eine Frage:

eine Bekannte hat sich verschuldet. Nun sind teilweise schon Vollstreckungsbescheide ergangen. Vor einigen Wochen hat meine Bekannte sämtliche Gläubiger angeschrieben und Vergleichsvorschläge unterbreitet. Die meisten haben sich auf den Vergleichsvorschlag ohne zusätzliche Kosten eingelassen (Ratenzahlung oder Einmal Betrag).

Nun sind allerdings zwei Gläubiger dabei, welche eine Ratenzahlungsvereinbarung (kostenpflichtig) verlangen; alle anderen haben nichts verlangt. Desweiteren steht in der einen Ratenzahlungsvereinbarung folgendes:

1. Die Vereinbarung ist befristet auf 1 Jahr danach muß über eine neue Ratenzahlung verhandelt werden

2. Der Schuldner verzichtet auf Einwendungen jeglicher Art hinsichtlich des Grundes und der Höhe der Schuld (können die dann einfach alles aufschreiben was sie wollen?)

3. Der Schuldner versichert weiterhin weder zahlungsunfähig zu sein noch sich in einem Insolvenzverfahren zu befinden (Eigentlich ist sie schon zahlungsunfähig - Einkommen ca. 1200 netto und 1 Kind sowie arbeitsloser Ehemann) - Insolvenz könnte ja noch gestellt werden, wenn nicht alle auf die Vorschläge eingehen.

4. Meine Bekannte soll sämtliche Lohn- und Gehaltsforderungen sowie evtl. Arbeitslosengeld usw. abtreten.

5. Die Raten finden Verrechnung auf die Einigungsgebühr (will keine Einigungsgebühr bei 160 HF und dann noch 80 für Einigung.

Könnt Ihr da weiterhelfen? Was sollte man am besten der Anwältin schreiben?

schöne Grüße

Fossi
 
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Hallo alle zusammen,

bin neu hier und habe eine Frage:

eine Bekannte hat sich verschuldet.Ist sie in ALG I oder II? Nun sind teilweise schon Vollstreckungsbescheide ergangen. Vor einigen Wochen hat meine Bekannte sämtliche Gläubiger angeschrieben und Vergleichsvorschläge unterbreitet. Die meisten haben sich auf den Vergleichsvorschlag ohne zusätzliche Kosten eingelassen (Ratenzahlung oder Einmal Betrag).

Nun sind allerdings zwei Gläubiger dabei, welche eine Ratenzahlungsvereinbarung (kostenpflichtig) verlangen; alle anderen haben nichts verlangt. Desweiteren steht in der einen Ratenzahlungsvereinbarung folgendes:

1. Die Vereinbarung ist befristet auf 1 Jahr danach muß über eine neue Ratenzahlung verhandelt werden.Eigentlich unakzeptabel.

2. Der Schuldner verzichtet auf Einwendungen jeglicher Art hinsichtlich des Grundes und der Höhe der Schuld (können die dann einfach alles aufschreiben was sie wollen?)Zumindest können sie es versuchen u. das machen sie eben.

3. Der Schuldner versichert weiterhin weder zahlungsunfähig zu sein noch sich in einem Insolvenzverfahren zu befinden (Eigentlich ist sie schon zahlungsunfähigDann wäre die Unterzeichnung des Schriftstückes sogar eine Falschaussage. - Einkommen ca. 1200 netto und 1 Kind sowie arbeitsloser Ehemann) - Insolvenz könnte ja noch gestellt werden, wenn nicht alle auf die Vorschläge eingehen.

4. Meine Bekannte soll sämtliche Lohn- und Gehaltsforderungen sowie evtl. Arbeitslosengeld usw. abtreten.Nicht machen!

5. Die Raten finden Verrechnung auf die Einigungsgebühr (will keine Einigungsgebühr bei 160 HF und dann noch 80 für Einigung.

Könnt Ihr da weiterhelfen? Was sollte man am besten der Anwältin schreiben?

schöne Grüße

Fossi

Warum möchte sie nicht zu einer Schuldnerberatungsstelle gehen? Wahrscheinlich drängt die Zeit.

Ihr könnt es auch mal hier probieren: www.forum-schuldnerberatung.de

Gruß...
 

Fossi

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Hallo,

meine Bekannte ist in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (ca. 1200 netto), da Ihr Mann arbeitslos ist läuft derzeit ein Antrag auf ALG II, da der Kindergeldzuschlag weg einer Überschreitung von 80 EUR abgelehnt wurde).

Da meine Bekannte schon in den nächsten Tagen antworten muß, ist für die Schuldnerberatung keine Zeit mehr (ca. 4 Monate Wartezeit auf Termin).

Zahlungsunfähig ist doch, wenn das Einkommen niedriger ist als der Bedarf....oder?

schöne Grüße

Fossi
 

Silvia V

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Hallo,

meine Bekannte ist in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (ca. 1200 netto), da Ihr Mann arbeitslos ist läuft derzeit ein Antrag auf ALG II, da der Kindergeldzuschlag weg einer Überschreitung von 80 EUR abgelehnt wurde).

Da meine Bekannte schon in den nächsten Tagen antworten muß, ist für die Schuldnerberatung keine Zeit mehr (ca. 4 Monate Wartezeit auf Termin).

Zahlungsunfähig ist doch, wenn das Einkommen niedriger ist als der Bedarf....oder?

schöne Grüße

Fossi

Zahlungsunfähig ist jemand,der nicht in der Lage ist,seine fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen und das ist wohl bei Deiner Bekannten der Fall.
Bei einer Lohnabtretung würde ich sehr vorsichtig sein,denn es ist möglich,das schon eine Abtretung existiert(wird oftmals vergessen),es ist gängige Praxis,das bei Kreditaufnahme oder auch irgendwelchen Ratenkäufen eine Abtretung gefordert wird.Sollte irgendwann auffallen,das bereits eine Gehaltsabtretung existiert,könnte dies ganz böse als Betrug ausgelegt werden.
Die Laufzeit einer Ratenzahlungsvereinbarung über ein Jahr ist zwar nicht unbedingt fair,aber auch nicht gesetzeswidrig,denn der Gläubiger geht davon aus,das sich die Einkommensverhältnisse des Schuldners evtl. verbessern und die Raten höher werden könnten.
Wichtig ist,das die Vergleichszahlungen regelmäßig bedient werden,denn ansonsten wird der gesamte Betrag auf einmal fällig.
Ich weiß nicht,wie hoch die Schulden Deiner Bekannten sind und ob die Zahlungen auf Dauer durchgehalten werden.Es gibt da eine Faustregel:Wenn die bestehenden Schulden innerhalb von 6 Jahren getilgt werden können,ohne das neue Löcher aufgerissen werden,kann man von einer Insolvenz Abstand nehmen,ansonsten wäre die Verbraucherinsolvenz eine Alternative.
Zumal ja eigentlich kein pfändbares Einkommen vorhanden ist...vermute ich mal.
https://www.elo-forum.org/schulden/3-wieviel-darf-mir-01-07-2005-gepf%E4ndet.html

Ich würde der Anwältin mitteilen,das kein pfändbares Einkommen existiert und nur der gute Wille zu zahlen vorhanden ist.Ansonsten weiß die Dame genau,das bei einer Insolvenz wahrscheinlich kaum Zahlungen zu erwarten sind und wenn,dann nur minimale Beträge.
 
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