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Vereinsarbeit

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wisgard

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#1
Hallo, ich habe zwei Fragen an euch.
1. wird ab dem 14 Lebensjahr der Regelsatz erhöht oder erst mit vollendetem 14. Lebensjahr ( also wenn das Kind 15 wird ) ?

2. Wenn man Mitglied in einem gemeinnützigen Verein ist und Aufwandsentschädigungen bekommt, für vorab übernommene Leistungen ( Materialeinkäufe, Benzingeld für die Fahrt zu Vereinsvorführungen usw. ), was muß man da beachten ?
Darf man selbsthergestellte Einzelstücke aus Handwerksvorführungen verkaufen, wenn ja in welchem Umfang. Der Verkauf geschieht nicht professionell, sondern nur dann, wenn ein Zuschauer gezielt nachfragt. Also nur ab und zu.


Ein Mitglied unseres Vereins ist anonym angezeigt worden, daß er sein Geld mit der Vereinsarbeit verdient. Ihm wurden ohne Bescheid die Leistungen komplett gekürzt. Das Seltsame ist jedoch, daß seine Frau, die auch im Verein ist, ihre Leistungen bekommt.
Wie sollen wir uns jetzt verhalten ?
 
E

ExitUser

Gast
#2
1. Das 14. Lebensjahr wird am 14. Geburtstag vollendet, denn das 1. Lebensjahr hast auch du an deinem 1. Geburtstag vollendet. Da warst du 1 Jahr auf der Welt.

2. Aufwandsentschädigungen werden nicht angerechnet.

Verkäufe, die nicht aus dem vorhandenen Haushaltsbestand sind, müssen angegeben werden. Es handelt sich dabei um Einkommen. Nur Gegenstände, die aus dem eigenen Haushalt stammen und verkauft werden, fallen nicht darunter. Ich nehme mal an, ihr habt keinen ererbten Picasso oder Rembrandt. Der Erlös würde natürlich angerechnet werden. Aber z.B. wer Kindersachen oder einen Tisch, weil er nicht zwei benötigt, bei IBÄÄ verkauft, schichtet seine Habe nur um.

Einer Kürzung, die ausgesprochen wurde, ohne vorher die Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben, sollte sofort widersprochen werden. Am besten als Einstweilige Anordnung.
Falls du nicht gleich zum Anwalt willst, kopiere sämtliche Unterlagen zweimal und geh zum Sozialgericht. Dort helfen dir die Rechtspfleger bei der Formulierung.
 

Arania

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#3
Darf man selbsthergestellte Einzelstücke aus Handwerksvorführungen verkaufen
das sehe ich aber nicht als Eigentumswandlung an, sondern als extra zum Einkommenserwerb hergestellt an und das muß angegeben werden
 

ladydi12

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#4
Barney sagte :
Einer Kürzung, die ausgesprochen wurde, ohne vorher die Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben, sollte sofort widersprochen werden. Am besten als Einstweilige Anordnung.
Falls du nicht gleich zum Anwalt willst, kopiere sämtliche Unterlagen zweimal und geh zum Sozialgericht. Dort helfen dir die Rechtspfleger bei der Formulierung.
und man beantrage noch eine sofortige Akteneinsichtnahme, denn dadurch kriegt man evtl raus, wer einen "verpfiffen" hat. Danach sogar Strafantrag gegen den jemand, der das war.
 

Arania

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#5
Das kann ins Auge gehen, ich weise noch mal darauf hin das ich das anders sehe als Barney, wenn ich etwas herstelle und das verkaufe ist das gewerbsmässiges Handeln, ab einem bestimmten Umfang ( und der wird immer geringer nach neuesten Urteilen) und angeben muß ich es in jedem Fall.

Wenn der "Verpfeifer" gefragt wird und es kommt noch mehr zu Tage, dann kann es noch härter werden, aber es muß jeder selber wissen wie er es macht
 

ladydi12

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#6
Hallo Arania,

ich ging in meinem Posting von eben davon aus, daß die Einnahmen aus der Verkaufstätigkeit der Arge durch den Verkäufer per Einkommensnachweis mitgeteilt wurden und die Arge dennoch zu Unrecht zuviel Geld gekürzt hat. Dennoch halte ich eine Akteneinsicht hier für notwendig und spreche aus Erfahrung.

Auch ich hatte mit einer überhöhten Kürzung, trotz daß ich immer schön meine
Einkommensnachweise (400€ job und freiberufliche Tätigkeit) immer bei der Arge eingereicht habe, zu kämpfen gehabt. Man hatte mir bis Weihnachten06 sogar monatlich fast 300€ anrechnen wollen. Ich legte natürlich sofort Widerspruch ein, hab auch u.a. die Kündigung des 400€Jobs nachgereicht und durch Akteneinsicht erfahren, daß es nur an der vergessenen Abmeldung der Firma, bei der ich den 400€Job hatte, gelegen hat.

Diese hatte nämlich versäumt, mich bei der Minijobzentrale abzumelden und die Arge war dann durch Datenabgleich davon ausgegangen, daß ich den 400€Job weiter hätte.

Erfolg der Sache:

Die Kürzung der Sache wird zurückgenommen (mündliche Zusage, schriftlich bekomme ich es noch) und ich kriege das zu Unrecht einbehaltene Geld rückerstattet.

Weiterhin:
Die Rechnungen, die bei den Verkäufen ggf geschrieben wurden und sofern vorhanden, bei der Arge einreichen und auf der Einkommensbescheinigung beim Punkt Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit den zulässigen Freibetrag für die Zukunft eintragen.
 

wisgard

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#7
Die hergestellten Sachen sind mittelalterliche Fibeln, Nadeln, Haken oder derlei Dinge, die beim Verkauf einen Wahnsinnsumsatz von 4 - 10 Euro bringen. Wenn man davon die Materialkosten abzieht bleibt nicht viel.
Muß man das wirklich als Einkommen angeben ? :kinn:
Zumal diese Dinge ja eigentlich nur ein "Nebenprodukt" sind. Wenn man Handwerk darstellen will kommt am Ende etwas bei raus, das kann man nun mal nicht ändern. Wir legen die Sachen ja auch nicht mit Preisschild hin zum verkaufen, weil viele davon auch für den Eigengebrauch sind.
Nur wenn ein Zuschauer etwas unbedingt haben will, kriegt er es auch.
Alles was über 10 Euro einbringt, kommt sowieso in die Vereinskasse.

Der Anruf war anonym, also keine Chance, den Idioten festzustellen.
 

Arania

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#8
Dann sollte der Verein da eine Erklärung zu abgeben, das es sich um ein Nullsummenspiel handelt
 

wisgard

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#9
Danke für eure Antworten.

Wir haben jetzt einen Anwalt, mal sehen, was bei rauskommt.
 
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