Vereinfachter Erstantrag auf ALG 2 problem für Neuling wegen Arbeitsunfähigkeit seit 2018 ? krankengeld beendet und ALG 1 endet am 12.05

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Hallo zusammen ,

ich bin neu hier und habe ein für mich großes anliegen und muss warschenlich daher auch etwas weiter ausholen.

Seit dem 21.08.2017 bin ich in einem arbeitsverhältniss jedoch bin ich seit dem 15.11.2018 lückenlos krank geschrieben aufgrund von Psychosomatischen problemen. Nun bin ich seit mitte 2019 bin ich in therapeutischer behandlung und mir wurde auch Meine Reha damals bewilligt aber letztes leider Jahr 2x mal in Folge aufgrund der aktuellen Corona Situation verschoben. Das 3x mal musste ich absagen aufgrund dessen das meine Mutter ein Pflegefall geworden ist und ich sie 3 stunden am tag pflege. Hinzu kommt das ich aus gesundheitlichen gründen keine MNB tragen kann und dies eine vorraussetzung für den Reha antritt war ( Atest liegt vor )

Während dieser Zeit habe ich Krankengeld erhalten und schon komplett bezogen seit dem beziehe ich noch bis zum 12.05.2021 ALG1.
Dort war der Sachverhalt über mich von anfang an klar und meine unterlagen durch meinen Arzt und Therapeuten hinterlegt mit der schweigepflichts entbindung für beide.

Als dann vor kurzem das Schreiben gekommen ist das ich einen Antrag auf ALG2 stellen sollte habe ich das In form Von einem Vereinfachten erstantrag über die Website getan.

Da ich verheiratet bin und nicht alleine wohne kommt noch folgendes hinzu.

Meine Frau ist seit 2012 nicht mehr Berufsfähig gewesen und hatte 2012 einen Burnout mit folgender deppressionen, nach einigen jahre in der Altenpflege.
Da mein einkommen die letzten jahre für uns alle gereicht hat musste sie seit 2012 nicht arbeiten gehen und konnte sich so etwas erholen was nur bis letztes jahr funktioniert hat.
Seit diesem jahr ist sie ebenfalls wieder in behandlung weil es ihr seit ende letzten jahres wieder schlecht geht.

Da Mein Alg 1 am 12.05.2021 endet habe ich wie oben erwähnt für uns einen Vereinfachten Alg 2 Antrag für uns gestellt.
Dazu muss ich sagen das ich keinerlei erfahrung mit dem Jobcenter habe und direkt zu beginn folgende Unterlagen als Kopie zugesandt hab :

-Kopie von unseren ausweisen sowie geburtsurkunde von unserem Sohn.
-Mietbescheinigung
-Kontoauszüge der letzten 6 wochen.
-Krankenversicherungsnachweise von uns allen.
-Alg 1 bescheid
-Rentenversicherungs bescheid meiner Pflegetätigkeit
-Den Bescheid meiner pflegetätigkeit

Zusätzlich habe ich dem Jobcenter schriftlich mitgeteilt das ich noch in einem Arbeitsverhältniss bin und seit dem 15.11.2018 in AU bin.
In der EK anlage habe ich angeben das wir Kindergeld beziehen für unser Kind und ich derzeit bis zum 12.05.2021 ALG1 bekomme.

Jetzt dachte das ich in den letzten Tagen den bescheid über den antrag bekomme aber folgendes lag Freitag im Briefkasten.

2x eine auffoderung zur mitwirkung von der Frau dir für die Leistungsangelengenheit zuständig ist.
Mit folgendem Inhalt:

Es ist zu Prüfen, ob und inwieweit für sie ein Anspruch auf Leistung besteht beziehungsweise bestanden hat.
Folgende unterlagen werden hierzu noch benötigt :

Vollständiger Arbeitsvertrag ( in Kopie )
Als Anlage :
Antwortschreiben und Gesetzestexte zu Ihrer Information.


Auf dem anderen schreiben möchte Sie folgendes haben:

-Anlage EK von mir ( die erste wurde ohne hinweis auf den arbeitgeber und den noch bestehenden Vertrag ausgefühlt und habe den alg1 bezug angegeben.)
-Vollständiger Mietvertrag
-Letzte Heiz- und Betriebskostenabrechnung
-Gibt es ein Gutachten, welches bescheinigt , dass Sie und ihre Ehefrau nicht arbeitsfähig sind?
Falls ja dann reichen Sie es ein.( kein umschlag oder der gleichen im bezug auf den Ärztlichendienst )

-Haben Sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragt ? Falls nicht warum nicht ?
Bitte reichen sie dazu eine schriftliche stellungnahme ein

-Schulbescheinigung des Kindes
-KFZ schein
-KFZ Haftpflicht Beitrag

Ich bin jetzt schon total nervous und konnte die letzten Nächte nicht schlafen weil ich das gefühl habe das sie meinen Antrag ablehnen wollen und uns ende des Monats das Geld ausgeht.

Dazu möchte Ich sagen das ich wieder arbeiten gehen möchte und auch will aber das kann ich erst wenn es mir wieder besser geht.
Aus der sicht und einschätzung meiner Therapeutin kann das auch dieses jahr noch passieren wenn alles gut verläuft in 3 bis 6 monaten vielleicht.
Wie es bei meiner Frau ist kann man aktuell nicht sagen.

Nun zu meiner Frage :
Kann mein Antrag abgelehnt werden und Was muss ich der Frau jetzt zukommen lassen und zu was bin ich nicht verpflichtet und wie antworte ich darauf?
Ich weiss nicht was ich tun soll.

Ich Hoffe ich habe alles verständlich erklärt und darstellen können und bitte euch um Hilfe.
 

Ruhrpottmensch

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Hallo und Willkommen hier

Um es mal kurz zu machen:
So wie ich es aus Deiner Schilderung sehe, hast Du auf jeden Fall Anspruch auf ALG2 (Weil weder Du noch Deine Frau ein - hohes- Einkommen aus einem Erwerb habt).

Etwas "Tricky" ist dabei natürlich Deine lange AU, aber auch die "lange" Erwrbslosigkeit Deiner Frau. Das "muss" dass JC natürlich auch "überprüfen" ob/wann/welchen Anspruch sowohl Deine Frau wie auch Du jetzt aber auch in der Vergangenheit habt/hattet. Daher dieser ganze "Blätterwahnsinn". Und eben auch die "Prüfung" ob nicht ggf. vorrangige Leistungen (EMR z.B.) beantragt werden "müssen"/sollen.

Ich an Deiner Stelle würde "wahrheitsgemäß" Auskunft erteilen (Grad wenn eigentlich nichts am ALG2-Bezug vorbei geht). Das ist sicherlich jetzt und in den nächsten paar Tagen/Wochen mit ein bisschen Arbeit verbunden, sollte aber durchaus "gestempt" werden, damit nicht auch noch finanzielle Sorgen dazu kommen.

Im Grunde kann man nicht viel falsch machen (außer man sperrt sich gänzlich ggü. dem JC), sollte aber trotzdem genau hinschauen. Dann ist der Antrag eigentlich kein Hexenwerk (auch wenn ein JC so viele Unterlagen möchte) und wird in aller Regel auch genehmigt (wenn tatsächlicher Anspruch besteht).
 

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Vielen dank für die aufnahme und die schnelle antwort.

Also sollte ich die gewnüschten Dokumente wie zb den Arbeitsvertrag, KFZ Schein etc ( wie oben erwähnt ) in Kopi übersenden ?

Wie sieht es mit den Gesundheitlichen Berichten bzw. Gutachten aus ?
Kann mir da die Leistungsbearbeitungs Dame kein Strich durch machen oder ich frage es mal besser anders,
könnte sie Medizinsiche Gutachten in frage stellen ? geht sowas nicht an den ÄD mit umschlag und allem drum und dran ?
Wie schon gesagt besitze ich keine erfahrung und beim ALG1 bezug lief das etwas Seriöser ab mit Gesundheitsbogen etc.

Nicht das Ich deine Antwort in frage stellen wollte sondern weil ich den umgang so auf diese weise nicht kenne.

Eine sache habe ich noch vergessen und würde ich gern noch erfragen.
Da meine Mutter Pflegegeld bekommt aber Sie eine Pfändungskonto hat ,landet das geld bei mir und ich zahl es ihr monatlich aus auf ihren wunsch. Wir wollten ihr Kontosatz damals erweitern damit man ihr das Geld nIcht Pfandet.
Dies Scheiterte aber da man mir telefonisch und am schalter gesagt hat das meine Mutter selbst vorbei kommen muss.
Momentan Nicht möglich aufgrund ihrer bettlägerigkeit.

Die Pflegekasse ist darüber Informiert und hat damit keinerlei Probleme.
Den Sachverhalt habe ich ebenfalls schriftlich der Leistungsdame mitgeteilt denn Sie sieht ja die kontoeinträge diesbezüglich.
Darauf habe ich ebenfalls noch keine mitteilung wie sich das auf meinen Antrag verhält.
 

Ruhrpottmensch

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Beim Arbeitsvertrag geht es um Deine ungekündigte Stelle?
Da könnte man mal nachfragen, ob eventuell nicht die einfachen Lohnabrechnungen reichen. Kann aber auch sein, dass die Leistungsabteilung prüfen möchte, ob Du noch Ansprüche ggü. dem AG hast.

Kfz-Schein kenn ich nur im Zusammenhang mit eventuellen Versicherungen. Bei einem "normalen" Antrag erschließt sich das für mich nicht gänzlich...

Zu dem Pflegegeld der Mutter bin ich wohl nicht der richtige Ansprechpartner. Ich weiß zwar, dass dies nicht unüblich ist und von Seiten der Pflegekasse auch okay ist, aber in Kombination mit ALG2 Bezug steh ich da im Wald. Ich als "ehrliche Haut" würde so etwas auf jeden Fall melden (Das es einen monatlichen Geldeingang der Pflegekasse gibt) und das auch begründen/belegen. Sonst wird das im schlimmsten Fall als Einkommen angerechnet.

Aber zu diesem speziellen Punkt können sicherlich andere User mehr sagen...
 
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