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Verein "Nachbarschaftswerk" fordert Konto für alle

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Ein seltsames Gefühl: Seit Dezember hat Brigitte Schwob (Name geändert) kein Konto mehr. Das Leben ist nun komplizierter. Und teurer. Für jeden Scheck mit Arbeitslosengeld II , den Brigitte Schwob per Post bekommt, fallen Gebühren an. Sie ist kein Einzelfall. Bei Banken sind Menschen wie sie nicht gern gesehen: arbeitslos und mit Einträgen bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). Der Verein "Nachbarschaftswerk" fordert ein Recht auf ein Konto für alle.

Kein Konto mehr – wie konnte das passieren? Als Brigitte Schwob von ihrem Girokonto bei der Volksbank Geld abheben wollte, stand hinter ihr eine Schlange Menschen, erzählt sie. Der Bankangestellte sprach laut von ihr als Hartz-IV-Empfängerin. Brigitte Schwob schämte sich. Um nicht weiter aufzufallen unterschrieb sie, was er ihr zuschob – und begriff erst viel später, dass es die Kündigung für ihr Girokonto war. Plötzlich fiel weg, was für sie immer normal war: Geld überweisen, zum Geldautomaten gehen, ihre Kontonummer angeben. Die Volksbank nimmt zu diesem konkreten Fall aus Datenschutzgründen keine Stellung.
Freiburg: Verein "Nachbarschaftswerk" fordert Konto für alle - badische-zeitung.de

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