Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurteilt

Hartzeola

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Eine Mutter in Leipzig stirbt an einer Überdosis, ihr kleiner Sohn verdurstet neben der Leiche. Jetzt hat ein Gericht entschieden, dass auch ein Mitarbeiter des Jugendamts eine Mitschuld trägt.

Als Betreuer der Mutter habe der Angeklagte von deren langjähriger Drogensucht gewusst, sagte die Richterin bei der Urteilsbegründung. Seit Anfang 2012 mehrten sich die Anzeichen, dass die junge Frau ihr Leben nicht mehr unter Kontrolle hatte und wieder harte Drogen nahm. Sie blieb dem Methadon-Programm fern und meldete ihren Sohn bei der Tagesmutter ab. Als sie im Februar im Wahn Müll aus ihrer Wohnung schmiss, rückte die Polizei an. Vor dem Tod von Mutter und Sohn hatte der Sozialarbeiter zwei Monate keinen Kontakt mehr zu ihnen.
Tod von kleinem Jungen in Leipzig: Sozialarbeiter schuldig gesprochen - SPIEGEL ONLINE
 

Paolo_Pinkel

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Warum wird solchen "Müttern" das Kind nicht schlicht entzogen?
Diese Frage müsste man nicht stellen, wenn Sozialarbeiter, die von der Lage Kenntnis haben, entsprechend handeln würden!
 

hartz5

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Warum wird solchen "Müttern" das Kind nicht schlicht entzogen?
Weil sowas Geld kostet und Kinder sind keine Wähler, darum wird da als erstes gespart....
 
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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Weil sowas Geld kostet und Kinder sind keine Wähler, darum wird da als erstes gespart....

Hier geht es um ein Kind, dass verdurstete nachdem die Mutter verstorben war. Offenbar fehlte nicht nur der Halt, sondern auch das intakte soziale Umfeld der Mutter!
 

hartz5

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Hier geht es um ein Kind, dass verdurstete nachdem die Mutter verstorben war. Offenbar fehlte nicht nur der Halt, sondern auch das intakte soziale Umfeld der Mutter!
Das weiß ich....DIESES Kind steht aber stellvertretend für viele, die unter "Obhut" des Jugendamtes zu Schaden kamen...

Das Jugendamt ist der letzte Anker, GERADE, wenn das soziale Umfeld nicht funktioniert und GERADE deshalb sollte diese Aufgabe auch ernst genommen und gewissenhaft ausgeführt werden. Ungeachtet der Kosten....
 
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Snickers

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Das passiert leider zu oft, aber.....

Warum wird solchen "Müttern" das Kind nicht schlicht entzogen?
Mich wundert immer wieder, weshalb nicht nach dem VATER gefragt wird! Das ist auch sein Kind...............immer geht es ausschließlich um die Mutter....fällt Euch das nicht auf?
 

hope40

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Seit jahrzehnten wird die kinder,/-jugendhilfe massiv kaputtgespart.

unser bildungssystem, aber auch das sozialsystem zerstoert natuerliche hilfestrukturen(familien)und bringt "erlernte hilflose "hervor, mit minimaler ausstattung an sozialen kompetenzen.

anstatt den fehler im system zu suchen..naja, nun "nagelt "man e sozialarbeiter an die wand..lenkt ab, vom voellig fehlgeleiteten /unterfinanzierten hilfe,-/bildungssystem, man hat ja e verantwortlichen ausgemacht.

und so bleibt alles schoen beim alten, denn kinder/jugendliche sind ja eh nicht so interessant..denn waeren sie interessant, wuerde man zuerst den erwachsnen helfen, die befaehigen, sich selbt zu helfen/sich zu ernaehren..aber, es ist ja einfacher /billiger, zu betreun...:( denn befaehigte erwachsne koennten ja lernen, selbt zu denken und das will man auf keinen fall !

so wirds noch mehr/schlimmere faelle von toden "schutzbefohlener "geben..auch ein sozialarbeiter kann nicht ueberall sein, bei der zunehmenden falldichte durch "erlernte hilflosigkeit "und dem korrupten /verknoecherten/realitaetsfernen/unterfinanzierten system .
 
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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Mir tut der Sozialarbeiter ein wenig leid, denn ich unterstelle einfach mal, dass er nicht allein zuständig war. Der wird doch Vorgesetzte haben? Mehr als arbeiten kann so ein Sozialarbeiter nun auch nicht und wenn er so viele Fälle zu betreuen hat, dass er eben zu jedem nur alle 2 Monate mal Kontakt aufnehmen kann, dann halte ich das nicht für seine Schuld.

Und warum hat niemand die Polizei belangt. Was haben die gemacht, als die Frau da randalierte? Sie nur kurz ermahnt? Hätten sie sie in die Psychiatrie gebracht und den Jungen in eine Betreuung, dann würden heute vielleicht beide noch leben.

Mir tut der Sozialarbeiter leid, der ist jetzt der Sündenbock, obwohl in diesem Fall mal wieder ALLE versagt haben. Der Junge wird doch geschrien haben? Tolle Nachbarn, die erst dann was machen, wenn plötzlich Ruhe ist und sie "Verwesungsgeruch" wahrnehmen.
 
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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

@pillepalle

Sorry, aber da kriege ich langsam einen Hals.

Nach Deiner Meinung sind alle schuld:

- Sozialarbeiter
- Vorgesetzte
- Polizei
- Staat
- Nachbarn

Die einzige Schuldige in diesem Fall ist die drogensüchtige Mutter! Niemand wird gezwungen, Drogen zu nehmen und sich von dieser Welt geistig zu verabschieden. Es ist die verdammte Pflicht eines Jeden, sich zu bemühen ein Leben zu führen, daß die Vernachlässigung des eigenen Kindes ausschliesst.
 
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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Die einzige Schuldige in diesem Fall ist die drogensüchtige Mutter! Niemand wird gezwungen, Drogen zu nehmen und sich von dieser Welt geistig zu verabschieden. Es ist die verdammte Pflicht eines Jeden, sich zu bemühen ein Leben zu führen, daß die Vernachlässigung des eigenen Kindes ausschliesst.
Wenn Menschen für sich keinerlei Verantwortung übernehmen können (und das ist bei Suchtkrankranken der Fall), wie dann für Dritte?
 
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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Die einzige Schuldige in diesem Fall ist die drogensüchtige Mutter! Niemand wird gezwungen, Drogen zu nehmen und sich von dieser Welt geistig zu verabschieden. Es ist die verdammte Pflicht eines Jeden, sich zu bemühen ein Leben zu führen, daß die Vernachlässigung des eigenen Kindes ausschliesst.
Ja, da stimme ich Dir zu. Es gibt aber Menschen, die können das nicht. Es gibt leider sogar Menschen, die wollen das nicht. Und da ist es in meinen Augen tatsächlich die Pflicht aller, Familie, Nachbarn, Jugendamt, Polizei etc. da dann einzugreifen.

Dein Beitrag klingt so: wenn mein Nachbar sein Kind totprügelt, ist es seine Schuld. Ich als Nachbar, wenn ich die Schreie höre, muss da ja nicht eingreifen, denn der Nachbar ist ja der Täter.
 

Dagegen72

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

mir ist nicht klar, warum der soz arbeiter schuld sein soll, da immerhin zwei Monate kein Kontakt bestand! Wie hätte er eine dramatische Verschlechterung mitbekommen können?

Warum geschah nichts, als die P. anrückte? Konnten die keine weiteren Hilfsmaßnahmen einleiten?

Einzig: wenn Mitteilungen ans JA gingen, hätte irgendwer reagieren sollen. Wenn es der Soz arbeiter nicht war, kann man genauso gut wen anderes dafür verantwortlich machen. Denn, weder der Soz arbeiter reagierte - noch sonst wer! Somit ist wohl das gesamt JA schuld, da über die Telefonzentrale es mehr Leuten als nur dem vermutlichem Sozialarbeiter, der vermutlich nicht reagierte, warum auch immer - wer weiß, warum er nicht reagierte oder reagieren konnte.

Amt ist Amt - da wird eigentlich meistens Wichtiges nicht direkt bearbeitet :rolleyes:
 
P

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Mittlerweise lese ich, dass anscheinend jeder eine Schuld trägt. Jetzt sogar der Nachbar. Wenn die Mutter vielleicht eh in einer sozial schwachen Gegend lebt und der Nachbar womöglich selbst ein Drogenproblem hat, dann exkrementt er sich doch was. Wir leben in einer Gesellschaft in der Zivilcourage immer mehr entfremdet, das auch bei Leuten mit sozialer guter Stellung.
Der Mutter hätte man das Sorgerecht nehmen sollen. Auf jeder auch so kleinen Baustelle steht: Eltern haften für ihre Kinder. Die Frau kam doch anscheinend nicht mal mit sich selber klar. Aber als Aussenstehender kennt man halt doch immer nur die halbe Wahrheit.
 

libertad

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Seit jahrzehnten wird die kinder,/-jugendhilfe massiv kaputtgespart.

.../unterfinanzierten hilfe,-/bildungssystem, man hat ja e verantwortlichen ausgemacht.
Die Mütterrente muß ja irgendwie bezahlt werden
 

hope40

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Mittlerweise lese ich, dass anscheinend jeder eine Schuld trägt. Jetzt sogar der Nachbar. Wenn die Mutter vielleicht eh in einer sozial schwachen Gegend lebt und der Nachbar womöglich selbst ein Drogenproblem hat, dann exkrementt er sich doch was. Wir leben in einer Gesellschaft in der Zivilcourage immer mehr entfremdet, das auch bei Leuten mit sozialer guter Stellung.
Der Mutter hätte man das Sorgerecht nehmen sollen. Auf jeder auch so kleinen Baustelle steht: Eltern haften für ihre Kinder. Die Frau kam doch anscheinend nicht mal mit sich selber klar. Aber als Aussenstehender kennt man halt doch immer nur die halbe Wahrheit.
nun erklaer mir doch mal jemand den begriff "sozial schwach "

und bitte was is ne "sozial schwache gegend"?

sicher, zuerst sind die ELTERN fuer ein kind verantwortlich..das ist nicht nur die mutter, auf die, bei jedem vergehen/fehlverhalten "eingedroschen"werden kann, sondern, zum "kinder machen "gehoeren bekanntlich auch immer zwei menschen ..und wenn ein elternteil, aus welchem grunde auch immer , mit seinem leben nicht klar kommt, krank ist...dann denke ich, ist es legitim, bei eignung (welch gummibegriff !!!!!)auch den anderen elternteil in die pflicht zu nehmen...beim "kinder machen"gings auch nicht um eignung /geld in form von unterhalt usw:icon_dampf:

also..wo war "papa "???????

der mensch ist als soziales wesen mit "herdentrieb"angelegt..individuen leben miteinander /achten aufeinander /versorgen einander bei unfaehigkeit sich selbst zu helfen usw...das ist die natur des menschen..und wenns um klatsch /tratsch geht, wette ich, is jeder nachbar auf dem neuesten stand , aber da will keiner was gesehen/gehoert haben, was ausreichte, die polizei zu informieren ?

verdursten ist, als rein physischer vorgang, ne schmerzhafte angelegenheit..da hat ein kind nicht geschrien ?

na..die mutter war offenbar bereits tot, sie konnte ihr kind nicht vorm verdursten retten und die nachbarn hatten den fernseher so laut, das sie das kinderschrein (sicher ueber stunden)nicht gehoert haben..:icon_dampf:

"Sozial schwach "(isn das ???)hin oder her..hier hat jeder direkt/indirekt beteiligte einen anteil an der "fahrlaessigen toetung "des kindes und muesste (gerechter weise )gerichtlich belangt werden...schon um ein "fanal "zu setzen, das unterlassne hilfeleistung strafbar sein sollte...
 
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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

..und wenn ein elternteil, aus welchem grunde auch immer , mit seinem leben nicht klar kommt, krank ist...dann denke ich, ist es legitim, bei eignung (welch gummibegriff !!!!!)auch den anderen elternteil in die pflicht zu nehmen...beim "kinder machen"gings auch nicht um eignung /geld in form von unterhalt usw:icon_dampf:

also..wo war "papa "???????
Der Vater ist nicht mal dem Jugendamt bekannt gewesen. Die Mutter jedenfalls konnte (oder wollte?) gegenüber dem Jugendamt keine Angaben zum Vater machen.

Wie sollte der Vater hier eingreifen, wenn er unter Umständen nicht mal wusste, dass er ein Kind gezeugt hat.
 

Lecarior

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Warum wird solchen "Müttern" das Kind nicht schlicht entzogen?
Dann treten wieder irgendwelche dubiosen "Menschenrechtsbewegungen" auf, die etwas von staatlichem Kinderklau faseln und meinen, die Jugendämter würden die Kinder gewinnbringend an andere Eltern verkaufen. Wobei ich die Beobachtung gemacht habe, dass die Jugendämter allgemein eher früher eine Kindeswohlgefährdung annehmen, seit in Darry, Schwerin usw. in recht kurzen zeitlichen Abständen Kinder tot aufgefunden wurden. Wenn das Familiengericht die Inobhutnahme nicht aufrecht erhält und das Kind kommt dann zu Schaden, kann das Jugendamt den Schwarzen Peter an das Familiengericht abgeben. So aktuell etwa im Fall Yagmur in Hamburg.

Im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamts zu arbeiten, ist einer der beschi**ensten Jobs, die man in Deutschland machen kann. Wenn man bei Verdachtsmomenten eingreift, ist man der Kinderdieb und es wird darauf rumgeritten, dass die Institution "Jugendamt" im Dritten Reich eingeführt worden sei und das mache sich auch im Verhalten des Kinderdiebs merklich. Tut man nichts und das Kind kommt zu Schaden, ist man in aller Augen der Ar*ch, der das Kind nicht beschützt hat. Wie man es macht, man macht es grundsätzlich verkehrt. Daher Hut ab vor den Kollegen, die sich das trotzdem Tag für Tag antun.
 
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Snickers

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AW: Verdurstetes Kleinkind in Leipzig: Sozialarbeiter wg fahrlässiger Tötung verurtei

Es ist für jeden Dreck Geld da....nur nicht für genügend Pädagogen um diese Dramen zu verhindern!

Diäten streichen und endlich für die Schwächsten einsetzten.....das sind unsere Kinder und die Menschen die sie großziehen und echte Hilfe brauchen.

Wenn bekannt war das die Mutter Drogen nimmt, hat da kein Kind unbeaufsichtigt leben zu müssen, hat ja auch nicht funktioniert!

Jeder Tierschutz ist aktiver! Oder war das Unwertes Leben und Sterbehilfe? Muss man ja fast annehmen.
Punkt
 
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