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verdonnert zum Kantinenessen, nur weil nicht eheähnlich???

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#1
Auszug aus der Klageerwiederung der ARGE (es geht um eine angebliche eheähnliche Gemeinschaft, da Kosten der Lebenshaltung nach Einkommen verteilt werden, da der mehr verdienende "Partner" auch fast das 3fache wiegt)

"Soweit das Gewicht des Partners angeführt wird, sei anzumerken, dass die Kantine der .. nicht besonders teuer ist ."

Heißt wenn wir nicht eheähnlich sind muss mein Freund in der Kantine für 6,76 € arbeitstäglich = 135,20 € monatlich essen, während er an kompletten Lebenshaltungkosten (incl. Reinigungsmittel etc.) nur 170,00 € trägt. Wo kann man Verpflegung an den Wochenenden, Waschpulver, Getränke etc für nur 35 € /Monat erhalten???
:kratz:
 

strümpfchen

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#3
laut ARGE soll wer für den Mitbewohner nicht einstehen will, in der Kantine essen oder getrennt einkaufen.

Wird sicher ein idyllisches Bild nächsten Samstag, rechts Billignudelgericht für mich und meinen Sohn auf dem Herd und links das Markenprodukt für meinen Freund. Wobei er dann vorher noch einkaufen muss, da bisher nur eine Ölflasche und ein Salzsteuer vorhanden ist.

Die von der ARGE als nicht besonders teuer eingestufen Preise, kommen mir persönlich jedoch sehr teuer vor (ok, Restaurant ist sicherlich teurer )

Bei Paaren gibt es wohl nur die Möglichkeit entweder alles zu trennen oder voll und ganz füreinander einzustehen ... dazwischen ist nichts möglich.
 

Arania

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#4
Tja jetzt habe ich es verstanden, leider scheint es wohl so zu sein.

Wenn man keine eheähnliche Gemeinschaft ist muß alles getrennt werden, und auch getrennt eingekauft werden, etc.
 

strümpfchen

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#5
Jepp

oder wenn aufgeteilt wird eben hälftig, auch wenn beide Personen ein vollkommen konträres Einkaufsverhalten haben. (notfalls muss dann der ALG2 erhaltende ab Mitte des Monats hungern, weil der andere in den ersten Wochen mehr ausgegeben hat, da er sich das bisher so leisten konnte bzw. derjenige mit "gutem" Einkommen muss sich eben mit den Billigprodukten abfinden)
 

Arania

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#6
was sicherlich noch mehr Paare dazu bringen wird sich zu trennen, gute Familienpolitik kann ich da nur sagen :(
 

strümpfchen

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#7
oder eben dazu bringt gar nicht erst zusammenzuziehen, ebenso familienpolitisch unklug

(wir z.B. schließen eine evtl. spätere Eheschließung nicht aus, sofern es sich zeigen würde, dass das Zusammenleben auf Dauer klappt. Im Fall der Bestätigung der gegenwärtigen Beurteilung der ARGE wird es dazu jedoch nicht kommen, da wir uns dann wieder räumlich trennen werden. Mein Freund will derzeit keinesfalls für mich und mein Kind aufkommen)

so behält man alleinerziehende Frauen eben alleinerziehend und damit für viele Arbeitgeber zur Einstellung untragbar. Eigentlich löblich, sofern man uns auch die nötigen finanziellen Mittel geben würde, ein Kind angemessen zu versorgen und zu erziehen. Aber dann kann man ja nicht mehr über die Verwahrlosung der Jugend meckern.

Weiteres Mittel um Mütter vom Arbeitsmarkt fernzuhalten sind meines Erachtens ebenfalls die Schließung der Horte zu gunsten (teilweise jedoch noch nicht vorhandenen) offenen Ganztagsgrundschulen. Das Angebot für Kinderbetreuung wird systematisch runtergeschraubt
 

Arania

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#8
Tja da gebe ich Dir auch wieder leider recht :(
 
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