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Verdienstanrechung

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Simon87

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Hallo!

Ich hab da nochmal eine Frage. Ich hatte schonmal in einem anderen Thread geschrieben, dass ich einen Ferienjob habe (wollte den nur nicht nochmal aus der Versenkung holen). Mit den Tips und Hinweisen bisher habe ich den Eindruck, dass ich (meiner Meinung nach), den Verdienst auf mehrere Monate anrechnen lassen kann. ALG II-Verordnung §2 Abs. 3 http://www.sadaba.de/GSBT_Alg_II-V.html#Pa_2
Einmalige Einnahmen sind, soweit nicht im Einzelfall eine andere Regelung angezeigt ist, auf einen angemessenen Zeitraum aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag anzusetzen.
Da der Verdienst ja nur im Juli zufließt und in dem restlichen Jahr keine Möglichkeiten mehr bestehen etwas zu verdienen, müsste ich das Ganze doch (theoretisch) auf 11 Monate aufteilen können (angemessener Zeitraum) und so mehrmals den Freibetrag bekommen oder?

Eine zweite Möglichkeit wäre doch auch einfach den Verdienst als zweckgebunden (oder wie das heisst) anzugeben. Vorwände hab ich genug, dass es wirklich zweckgebunden ist (Führerschein; Computeranschaffung [Vorraussetzung für meine Ausbildung]) Also müsste es doch möglich sein, den Großteil des Geldes behalten zu können, oder?

Insbesondere für die 2. Möglichkeit bitte ich um Rat, z.b. Paragraphenangaben/Verordnungen/Präzedensfälle (wird das so geschrieben? ;) )?!

Ich danke euch vielmals!!!

MfG
Simon
 
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Gast
Simon87 schrieb:
Eine zweite Möglichkeit wäre doch auch einfach den Verdienst als zweckgebunden (oder wie das heisst) anzugeben. Vorwände hab ich genug, dass es wirklich zweckgebunden ist (Führerschein; Computeranschaffung [Vorraussetzung für meine Ausbildung]) Also müsste es doch möglich sein, den Großteil des Geldes behalten zu können, oder?

Insbesondere für die 2. Möglichkeit bitte ich um Rat, z.b. Paragraphenangaben/Verordnungen/Präzedensfälle (wird das so geschrieben? ;) )?!

Ich danke euch vielmals!!!

MfG
Simon
Lohn aus Arbeit kannst du ausgeben, wie du willst: da ist nix mit zweckgebunden.

Zweckgebunden wäre, der Arbeitgeber gibt dir 1000 E für deine Hochzeit, und davon mußt du die Ausgaben für die Hochzeit bestreiten (und belegen können) - macht nur kein Arbeitgeber :)

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arco

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@ Simon

.... ja ich kann mich sehr gut an diesen Thread erinnern (ist ja auch aus anderen Gründen gelöscht worden) und ich kann mich aber auch erinnern das wir uns etwas im Kreis gedreht haben.

Frage doch wirklich mal die Leistungsabteilung deiner Arge (habe es ja auch damals schon vorgeschlagen) denn nur die können dir sagen wie die vorhaben zu rechnen.

Stelle doch dann das Ergebnis dieser Frage hier mal ein und dann können wir immer noch sehen ob es richtig sein kann oder nicht.

Zu deiner 2. Lösung wegen der Zweckgebundenheit ist eine gute Ideeeee, aber ich nehme mal an das das die Arge nicht ganz so sieht ;) ;)
 

Cha

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Nochmal in Kürze:

Kinder, die im Juli einen ordentlich bezahlten Ferienjob haben, bekommen in der Regel den Verdienst im August ausgezahlt.

Im August sind diese Kinder daher nicht hilfebedürftig und haben keinen Anspruch auf Alg II (keine Regelleistungen und keinen Anteil der Kosten der Unterkunft).
Sie müssen im August von diesen Einkünften den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und ihren Anteil zu den Kosten der Unterkunft beitragen.
Bei den Eltern werden die Einkünfte nicht angerechnet.

Das reguläre Arbeitsentgelt für einen Ferienjob ist weder eine einmalige Einnahme noch eine zweckgebundene Leistung.

Für das Verfahren ist eine Veränderungsanzeige mit den korrekten Angaben über die Dauer des Ferienjobs und den voraussichtlichen Verdienst ausreichend.

Den Sachverhalt und die rechtlichen Zusammenhänge kann man sich im konkreten Einzelfall vom zuständigen SB erklären lassen.

Viele Grüsse

Cha
 
E

ExitUser

Gast
Cha schrieb:
Nochmal in Kürze:

Sie müssen im August von diesen Einkünften den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und ihren Anteil zu den Kosten der Unterkunft beitragen.
Und deshalb macht es keinen Sinn, daß Kinder von ALG II Beziehern ihre Ferien opfern.

Es sei denn, sie machen etwas, für das es "nur" eine Aufwandsentschädigung gibt...oder einen Betrag, der 100 € nicht überschreitet.

der darf nicht angerechnet werden.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arco

Forumnutzer/in

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Ludwigsburg schrieb:
Cha schrieb:
Nochmal in Kürze:

Sie müssen im August von diesen Einkünften den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und ihren Anteil zu den Kosten der Unterkunft beitragen.
Und deshalb macht es keinen Sinn, daß Kinder von ALG II Beziehern ihre Ferien opfern.

Es sei denn, sie machen etwas, für das es "nur" eine Aufwandsentschädigung gibt...oder einen Betrag, der 100 € nicht überschreitet.

der darf nicht angerechnet werden.

Gruß aus Ludwigsburg
... nur zur Erinnerung - Simon würde ein Ferienjob machen der nach seinen Angabe über 1.200 Euro bringen würde ;) ;)
 
E

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Gast
Arco schrieb:
Ludwigsburg schrieb:
... nur zur Erinnerung - Simon würde ein Ferienjob machen der nach seinen Angabe über 1.200 Euro bringen würde ;) ;)
Das ist mir klar.

Hab ja auch nicht ihm geantwortet: das hab ich ja schon vor längerer Zeit getan. Da hab ich ihm schon dasselbe gesagt: an seiner Stelle würd ich den Job nicht machen!

Gruß aus Ludwigsburg
 
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