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Verdienstanrechnung bei Anspruch oder Zahlung

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berlinien

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Ich habe einen Arbeitsvertrag für die die Zeit vom 30. Juli bis 31. August 2007.
Auf Nachfrage stimmte ich dem AG zu, das Netto-Entgelt für die 2 Juli-Tage mit der Augustzahlung im September durchzuführen. Gehaltsabschläge habe ich keine beantragt.

Da ich im September 2007 eine Nettozahlung von über 1.250 Euro erhalten werde, stellte ich einen ALGII-Folgeantrag ab 01.10.2007.
Eine Arbeitgeberbescheinigung für Juli/August legte ich bei.
Ich wies darauf hin, dass erst im September der gesamte Nettobetrag überwiesen wird.

Am 27. 08. erhielt ich vom Amt die Aufforderung, vom Arbeitgeber die Abrechnung für Juli erstellen zu lassen und ob Gehaltsabschläge im August gezahlt wurden.
Die Nachweise sollen für eine ALGII-August-Nachberechnung sein.

Ist es korrekt, dass ein Verdienstanspruch angerechnet wird?
Ich habe die Information, dass n u r erhaltene Beträge berücksichtigt werden.

Kennt Ihr die Problematik?
Wie wurde das bei Euch gelöst?
 

lopo

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#2
Hallo.

1Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen..............

3) 1Einmalige Einnahmen sind von dem Monat an zu berücksichtigen, in dem sie zufließen.........

http://www.gesetze-im-internet.de/algiiv/__2.html

Ein Anspruch der nicht zugeflossen ist, kann nicht angerechnet werden.
 

gerda52

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#3
Es ist so, dass das Zuflussprinzip gilt. Aber fragen wir einmal anders herum:

Was gibt die Juliabrechnung her? Netto abzügl. Freibetrag ...

Hast Du bereits einen Bescheid über die Einstellung der Leistungen erhalten? Oder warum stellst Du einen Folgeantrag ab 1.10.07 ?

Hast Du Familie ? (ggf. besteht dann auch für Sept. noch ein Anspruch)

Gegen einen Einstellungsbescheid würde ich zunächst einmal fristwahrend Widerspruch einlegen.
 
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#4
Warum nicht

Für die zwei Juli ist dann wohl der volle Freibetrag fällig. Wenn nicht hat die ARGE Unterlagen gefordert um ihre Macht zu zeigen. Das wäre aber illegal.

Der SB kennt seine eigenen Regeln nicht. Es gilt zwingend das Zuflussprinzip. Also Alg II Anspruch auch im August. Nur im Monat des Zuflusses gibt es eine Anrechnung. Im Folgemonat ist der Rest des Geldes, wenn denn noch was da ist, Vermögen. Hier kann der SB aber nicht erwarten, dass man nach Hartz4-Kriterien lebt.
Bei den Abrechnungsmodalitäten muss der SB mit dem zufrieden sein, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausgehandelt haben, ausser die gewählte Regelung wäre nicht rechtskonform. Also Pech für den SB.
Das mit den Abschlägen richtig getimt, kann den SB ärgern. 100€ Zufluss im August anrechnen sollte in den Freibetrag fallen.
 

peter_S

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#5
eigentlich sehr einfach.

SGB II

§2
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen.
Mit deiner Vereinbarung die du mit der Firma getroffen hast das du die 2 Julitage erst einen Monat später ausbezahlt haben willst hast du gegen diesen § verstossen. Dabei spielt es keine Rolle ob das sowieso im Freibetrag wäre.

Nun kommt es darauf an was du für einen SB in der Leistungsabteilung hast. Aber ich gehe mal davon aus das er auf eine seperate Abrechnung für die 2 Tage bestehen wird, alleine aus versicherungstechnischen Gründen.
 
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